
Hochwasser 2002
Ich möchte eigendlich keinen grossen Kommentar dazu geben
weil die Bilder für sich sprechen !!!
(ACHTUNG es kann vielleicht zu langen Ladezeiten kommen)

Altstadt
Weisseritzstraße

Maxstraße Ostraallee
Prager Straße
Douglas
Flügelwegbrücke 1
Flügelwegbrücke 2
Flutrinne 1
Flutrinne 2 - es handelt sich nicht um die Elbe oder einen anderen Fluss ,
sondern um ein Überlaufareal für die Elbe im Falle eines Hochwassers,
was sich ja jetzt auch als sehr nützlich erweisst, wie man ja auch sehen kann.
Innenstadt
Kreuzung mit Sandbank

Glashütte Schlottwitz
Bitte beachtet auch diese Links
Saschas Homepage, Reisen - Osterzgebirge - Kurort Bärenfels - Knappenverein e.V
Technisches Hilfswerk - OV Neuburg

Gedanken eines Sachsen zur Jahrhundertflut
Was fühlt der Mensch im Angesicht mit der Natur?
Ist es Angst im Wettlauf mit der Uhr?
Die Ohnmacht ist es, die dir wird bewusst,
die sich breit macht in der Brust.
Das Wasser kommt, es steigt und steigt.
Unbehagen macht sich breit.
Keiner weiß, wie lang das geht,
bis es an den Knien steht.
Noch blickt aus deinem Auge Zuversicht.
So schlimm denkst du wird es nicht.
Die Flut kommt an, ein Monster, trüb und braun.
Die Augen weiten sich wenn sie es erschauen.
Dein Geist begreift es nicht, was dort geschieht.
Du siehst wie des Nachbarn Haus an dir vorüberzieht.
Deinen Supermarkt, deinen Fleischer mit Wurst und Schinken,
siehst langsam in der Flut versinken.
Unfähig bist du, dich zu bewegen.
Pitschnass stehst du da im Regen.
Nichts spürst du - bist wie gelähmt,
bist über Deine Hilflosigkeit beschämt.
Jetzt erst beginn ich zu begreifen was da geschieht.
Die Wiese vor mir hat vor zwei Minuten noch geblüht.
Zerstört ist die Natur und was des Menschenhand geschaffen.
So aus dem Nichts heraus und ohne Waffen.
Menschen weinen um ihr Hab und Gut.
In manchen Augen sieht man Wut.
Das Lebenswerk von vielen
versucht das Wasser weg zu spülen.
Mütter weinen - um das Schicksal von Verwandten.
Um Dinge, die im Augenblick vor ihnen standen.
Nichts ist mehr da - alles ist weg.
Die Trauer erfüllt nicht ihren Zweck.
Sie befreit nur die Seele von ihrem Schmerz.
Sie macht leichter das gequälte Herz.
Alles was du geschaffen, woran du gehangen,
ist in Sekunden in den Fluten untergegangen.
Unendliches Leid ist über die Menschen gekommen.
Hoffnung und Traum einfach weg geschwommen.
Alle waren machtlos niemand konnte was tun.
Jeder ist erregt - keiner kann ruhn´n.
Doch da macht sich schon wieder Aufbruchstimmung breit.
Viele Menschen verdrängen das Leid.
Sie schauen sich um - sie sehen nach vorn.
Nun in der Hoffnung ist des Lebens Born.
Der Eine ist überrascht und erstaunt,
das der Nachbar an seinem Zaun mit baut.
Der Zaun, der sie jahrelang getrennt im Streit.
Jetzt ist jeder zu Versöhnung bereit.
Jeder packt an und spukt in die Hände.
Sie stützen ab Häuser und Wände.
Alle packen nun mit an.
Wollen retten, was man retten kann.
Es keimen Tatendrang und Wille.
Baulärm zerreißt die unheimliche Stille.
Gelindert ist nun schon die größte Not.
In einem kleinen Laden gibt´s schon wieder Brot.
Ein jeder gibt gerne was er noch hat.
Selbst der ärgste Feind ist da platt.
Man sieht die ersten Fortschritte sprießen.
Der erste Anblick lässt die Seele genießen.
Not und die Feindschaft mit dem Nachbarn sind zerronnen.
Eine neue Ära des Zusammenlebens hat begonnen.
Gemeinsames Leid schweißt zusammen - gibt Kraft
Alle sehen, was man gemeinsam so schafft.
Drum - bitte lernt aus alledem.
Seid für ein gutes Wort nie zu bequem.
Baut aus den Trümmern einen Garten
Und lasst uns nicht auf die nächste Katastrophe warten.
