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Erster Tauchgang für 2003
Ich traf mich mit Martin, einem erfahrenen Taucher, am Hitdorfer Badesee. In meinen Halbtrocki zu kommen war eine Tortur, da ich bei den Sommer- temperaturen schon arg verschwitzt war. Das angesagte Gewitter ließ sich glücklicherweise nicht blicken.
Beim Buddycheck einigten wir uns erst mal auf die neue sechser Plattform zugehen und ein paar Übungen zu wiederholen. Nachdem ich endlich die Montur an und mein 15er Fläschchen auf dem Buckel hatte ging es endlich los. Das Abtauchen nach dem kurzen Ok ging problemlos. Blei hatte ich mit 8 kg eh genug und das Wasser war zumindest an der Oberfläche lauschig warm.
Es war ja erst mein 42igster Tauchgang (der letzte war leider im Dezember in Ägypten) und mit Martin war es der erste Versuch. Auf der Plattform Maske fluten und wieder raus mit dem Wasser, Wechsel- atmung und natürlich Tarierübungen. Alles klappte trotz der langen Pause vorzüglich. Einmal Taucher - immer Taucher.
Gemächlich zogen wir los, wobei wir die Ufernähe bevorzugten um die Räuber des Sees an ihren Ruheplätzen zu sehen. Also hatten wir meist eine Tiefe von 2-4 Metern. Wer sich jetzt als Taucher vor Lachen schüttelt weiß nicht wovon ich rede. Es erfordert viel Ruhe und Konzentration um hier durchs Wasser zu schweben ohne nach oben zu schießen. Ich war selbst über mich verwundert das ich mich schön gleichmäßig in der entsprechenden Tiefe hielt.
Das Grün der Wasserpflanzen suchte sich seinen Weg. Nur unterhalb der 5 Meter Marke wurde es kahl. Es erschloß sich dort eine unwirkliche Unterwasser- landschaft. Wo abgestorbene Algen, die sich wie ein Netz über den Boden erstreckten, diesen Eindruck verstärkten. Ein paar Fische suchten im Sand nach Kleingetier und ließen sich von uns nicht bei ihrem Beutezug stören. Ab und zu blickte ich zu meinem Tauchpartner, der in gleichmäßigen, ruhigen Flossenschlägen dahinglitt. Der Anzeiger meines Finnies wirkte wie festgenagelt. Ich war erstaunt über meinen geringen Luftverbrauch. Wo ich doch sonst immer reichlich schlucke.
Meinem Partner bedeutete ich doch den Versuch zu wagen den See zu umrunden. Mit fragenden Blick schaute er mich an und rieb über seine Hände. Nein, kalt war mir nicht. Im Gegenteil fühlte ich mich pudelwohl, als wenn ich in meinem natürlichen Element wäre.
Nachdem wir einige Zeit unterwegs waren, tauchte vor uns ein kapitaler Zander auf. Er thronte majestätisch über einem Felsen und ließ sich von uns nicht aus der Ruhe bringen. Als mein Partner sich dem 60 cm langen Brocken näherte richtete sich die oberere Flosse ein wenig auf um zu sagen: Paß bloß auf das Du mir nicht auf die Pelle rückst, sonst lernst Du mich kennen.
Nach dieser beeindruckenden Begegnung zogen wir weiter. Ab und an ließen sich kleine Barsche blicken und hier und da mal ein leuchtend roter Flußkrebs. Plötzlich traute ich meinen Augen kaum. War ich im roten Meer in Safaga, oder was war los? Das kann doch nicht sein das hier eine kleine Muräne dahingleitet! Nein es war ein Prachtexemplar von Aal. So einen Krawensmann hatte ich bisher noch nie gesehen. So schnell wie er auftauchte war er auch wieder ins Dunkle entschwunden.
Nun machte sich mein rechter Unterschenkel bemerkbar. Einen heftigen Krampf bekam ich. Ein Blick auf dem Tauchcomputer und meine Maske fiel mir fast von der Nase. Schon 110 Minuten waren wir unterwegs. Kein Wunder das ich langsam schlapp machte. Das einzige was in einer solchen Situation hilft: Ruhe bewahren und Bein durchstrecken. Mein Bein zeigte sich stur. Doch nach einer Weile trat ich doch als Sieger hervor.
Letztendlich schnupperten wir nach 122 Minuten wieder Oberflächenluft. Geschafft aber Glücklich und zufrieden nahmen wir unser wohlverdienten Radler zu uns, nachdem wir die Tauchutensilien ausgezogen und verstaut hatten. Dieser Tauchgang wird immer ein Highlight bleiben. Euch allen wünsche ich auch so viel Spaß und Abenteuer in der Unterwasserwelt.
rebecmeer
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