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Rückkehr nach Europa und Bestätigung des Tempelordens
Im Jahre 1127 kehrten fast alle der Ritter nach Europa zurück, wo ihnen ein triumphaler Empfang bereitet wurde. Im Jahre 1128 wurde eine Synode nach Troyes an den Hof des Grafens von der Champagne, dem Lehnsherrn Hugo von Payens`, einberufen. Auf Betreiben des heiligen Bernhard wurde der Tempelorden auf dieser Synode offiziell bestätigt, seine Ziele als militant religiös umrissen. Hugo von Payen wurde der Titel eines Großmeisters verliehen. Er sollte mit seinen Gefolgsleuten einen geistlichen Ritterstand bilden, der die strenge Disziplin des Klosters mit an Fanatismus grenzenden kämpferischen Einsatz verband - eine "militia Christi", wie man sie damals nannte. Bei der Abfassung und Niederschrift der Ordensregeln wirkte Bernhard von Clairvaux federführend mit. Diese Regeln atmeten den Geist des Zisterzienserordens, dessen spirituelle Ausrichtung weitgehend von Bernhard bestimmt wurde. Für die weltlichen Herrscher war der Orden unantastbar. Die Tempelritter mußten Armut, Keuschheit und Gehorsam geloben. Über einen weißen Habit trugen sie weiße Mäntel, die bald zum unverwechselbaren Kennzeichen des Ordens werden sollten. Ihre symbolische Bedeutung erklärten die Ordensregeln folgendermaßen: "Allen Professen geben wir, (...), weiße Gewände, auf daß jene, die ein Leben in der Dunkelheit hinter sich gelassen haben, erkennen mögen, daß es ihre Pflicht ist, dem Schöpfer ihre Seele durch ein reines und weißes Leben zu empfehlen." Ansonsten sahen die Statuten eine lockere administrative Hierarchie vor. Das Verhalten in kriegerischen Auseinandersetzungen hingegen unterlag strengen Vorschriften. In Gefangenschaft geratene Templer durften weder um Gnade bitten, noch sich freikaufen lassen. Ihr Auftrag lautete, bis zum letzten Blutstropfen zu kämpfen. Den Rückzug anzutreten, galt als Verstoß gegen die Regeln, solange sich der Gegner nicht als mindestens dreifach überlegen erwies.
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