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Gründung und Ziele des Ordens

Nach Wilhelm von Tyrus (sein Werk entstand zwischen 1169 und 1184) wurde die "Arme Ritterschaft Christi vom Salomonischen Tempel" 1118/19 oder 1120 gegründet, als Gründer nennt er Hugo von Payens, einen Edelmann aus der Champagne oder Burgund. In Begleitung von acht Kameraden erschien Hugo von Payens im Palast Balduins I., des Königs von Jerusalems. Das erklärte Ziel der Tempelritter, so Wilhelm von Tyrus, bestand darin, "nach Kräften für die Sicherheit von Straßen und Wegen zu sorgen ...; ganz besonders aber für den Schutz der Pilger". König Balduin bietet den Rittern einen Flügel seines Palastes an, nach einer alten Überlieferung war ihre Unterkunft auf den Grundmauern des salomonischen Tempels aufgebaut worden, woraus der neugegründete Orden seinen Namen ableitete.
Angeblich lebten sie in völliger Armut. Ein offizielles Siegel
zeigt zwei Ritter auf einem Pferd reitend, wodurch nicht nur Brüderlichkeit, sondern auch Mittellosigkeit zum Ausdruck gebracht werden sollte, die es nicht erlaubte, sich ein eigenes Pferd zu halten. Auch wenn das Gebot der Armut immer wieder als die hervorstechendste Tugend der Templer bezeichnet wurde, bleibt doch zu bezweifeln, ob sie überhaupt jemals in Armut gelebt haben.
Innerhalb kurzer Zeit drang die Kunde von den Tempelrittern nach Europa, wo ihr Ansehen ebenfalls zunehmend stieg. Kirchliche Würdenträger sangen ihr Lob, und kein geringer als der heilige Bernhard, Abt von Clairvaux und einer der bedeutendsten Wortführer des Christentums jener Zeit, veröffentlichte seinen Traktat "Lob der neuen Ritterschaft", in dem er ihre Tugenden und Werke der Nächstenliebe pries. Die Ziele der Templer wurden zum Ideal und Inbegriff aller christlichen Werte erklärt. .



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