Southwest

(Utah, Arizona, New Mexico, Colorado)

Scenic Byways     Central Plains

1) Apache Trail
2) Cottonwood Canyon Road
3) Colorado River Scenic Byway
4) Tucson Mountains Drive
5) Ashley Natl. Forest Scenic Byway und Red Cloud-Dry Fork

1) Apache Trail

46 Meilen
3-4 Stunden
Reisezeit: Herbst bis Frühjahr
25 Meilen zwischen Tortilla Flat und dem Roosevelt Dam sind unbefestigt
Bei Nässe, Höhenangst oder mit dem Wohnmobil BITTE NICHT FAHREN
Beste Strecke von Süden nach Norden, dann ist man auf der Innenspur der Berghänge


Ein paar Meilen östlich von Phoenix beginnt der Apache Trail. Die kurvenreiche Strecke entlang den alten Apachenpfaden ist nur etwa zur Hälfte befestigt, bietet jedoch eine außergewöhnliche Aussicht auf die Superstition Mountains, die Felsschluchten des Salt River und die leuchtend blauen Wüstenseen.

Von Apache Junction (Jct.) folgt man der Rte. 88 einige Meilen bis zum Lost Dutchman State Park, dessen leicht begehbarer Native Plant Trail eine gute Einführung in die Flora und Fauna der Sonora-Wüste darstellt. In der Nähe trifft man auf die ehemalige Goldgräberstadt Goldfield.

Hier ein paar Impressionen aus Goldfield und Umgebung:

Die Bahnstation Goldfield

  

Der Saloon

 

Links ein Bild der Umgebung von Goldfield, rechts eine der vielen rostigen Maschinen in der Goldgräberstadt Goldfield.

Ein alter Förderturm in der Abendsonne

Durch den etwa 12000 km² großen Tonto National Forest windet sich die Straße an Saguaro Kakteen vorbei zum Overlook des azurblauen Canyon Lake. Insgesamt 4 Seen (von W nach O: Saguaro, Canyon, Apache, Theodore Roosevelt) sind Anfang des 20. Jahrhunderts durch die Stauung des Salt River entstanden. An den Seen gibt es verschiedene Recreation Areas, man hat auch die Möglichkeit, Bootsfahrten zu unternehmen. Den Höhepunkt der Fahrt bildet der Fish Creek Hill. Ein kurzer Wanderweg führt zu den Steilhängen des Fish Creek Canyon. Am folgenden Apache Lake gibt es sogar einen Yachthafen. Die letzten 10 Meilen der Straße folgen den Ufern des Apache Lake. Am Ende des Trails trifft man auf den Roosevelt Dam, hinter dem sich der 37km lange Theodore Roosevelt Lake ausbreitet. Hier gibt es auch ein Roosevelt Visitor Center. Der Apache Trail endet hier. Ein lohnender Abstecher ist das Tonto National Monument, etwa 5 Meilen entfernt auf der Rte. 88 Richtung Osten. Dort kann man einen Blick auf die Wohnanlage der Salado in den Steilhängen werfen, die aus dem 14. Jahrhundert stammt.

2) Cottonwood Canyon Road

46 Meilen
2 - 5 Stunden, je nach Intensivität der Ausflüge abseits der Straße
Reisezeit Frühling bis Herbst
Straße größtenteils unbefestigt
Bei feuchtem Wetter NICHT BEFAHRBAR

 

Der Trail führt von Cannonville südlich bis zum U.S. 89 östlich der Paria Ranger Station. Der asphaltierte Teil der Straße erreicht nach ca. 9 Meilen südwärts den Kodachrome Basin State Park. Monolithische Felsen (Kamine/Schornsteine) erheben sich hier. Die Erosion des weichen Sandsteins hinterließ diese seltsamen Formen. Die Straße führt später über eine Schotterstrecke weiter zum "Chimney Rock" und zu anderen Wanderwegen. Auch (kleinere) Sandsteinbögen sind hier zu finden.

Zurück auf dem Trail erreicht man nach weiteren 10 Meilen eine kleine Seitenstraße zum "Grosvenor Arch", einem Doppelbogen.

Die Straße führt weiter durch den Cottonwood Canyon mit einer Slickrock-Landschaft aus roten und weißen Felsen. Entlang des Paria Rivers erreicht man die Rte. 89. Auf dieser Strecke bietet sich ein Ausblick auf "Cockscomb", eine zerklüftete Erhebung der Erdkruste.

Es gibt jede Menge Wandermöglichkeiten entlang der CCR! Am besten erkundigt man sich beim zuständigen Bureau of Landmanagement (BLM) in Kanab, Big Water oder an der Paria Contact Station.

3) Colorado River Scenic Byway 

44 Meilen
2 Stunden (für die Wanderung zu den Fisher Towers und die Fahrt durchs Cathedral Valley sollte man nochmal 2 Stunden veranschlagen)
Reisezeit ganzjährig


Entlang der südöstlichen Seite des Colorado Rivers führt diese Straße (Utah 128 von Moab zum Interstate 70) zu einsamen Schluchten und imposanten Gipfeln. Auf dem U.S. 191 biegt man ca. 2 Meilen nördlich von Moab rechts auf die Rte. 128 ab. Die Straße führt am Negro Bill Canyon vorbei. Wandert man gut 3 km den Canyon hoch, erreicht man die Morning Glory Natural Bridge. Bei Meile 15 geht die Castle Valley Road nach Osten und windet sich hoch über die Hügel bis zum Castle Valley mit Blick auf die (oft schneebedeckten) La Sal Mountains. Bei Meile 21 zweigt eine 2,2 Meilen lange unbefestigte Straße von der Rte. 128 ab zur Fisher Towers Recreation Site. Ein etwa 3,2 km langer Wanderweg führt zum Fuß der turmhohen Felsen. Der Weg endet mit einem spektakulären Ausblick auf den angrenzenden Onion Creek Canyon.

Hier ein paar Fotos entlang des Hwy 128:

4)  Tucson Mountains Drive 

22 Meilen
2-3 Stunden
Reisezeit ganzjährig
Teilweise Schotterstraße, für PKW jedoch geeignet


Diese Route führt vom Tucson Mountain Regional Park zum Saguaro Nationalpark auf der Gates Pass Road, Kenney Road und Golden Gate Road. Etwa 5 Meilen südlich von Tucson/Interstate 10 fährt man durch einen "Wald" aus riesigen Saguaro-Kakteen. Die Straße windet sich durch den Tucson Mountains Regional Park bis zum Gate Pass hinauf mit grandioser Aussicht auf die Tucson Mountains. Ein Abstecher in die Old Tucson Studios mit Westernpark und Filmkulisse (Eintritt ca. $15) ist durchaus lohnenswert. Nur 1,5 Meilen weiter liegt das Arizona-Sonora Desert Museum mit zahlreichen Freilandexponaten zu Flora und Fauna der Sonora-Wüste. Etwa 1 Meile dahinter beginnt der Saguaro Nationalpark und die Straße erreicht das Red Hills Information Center. Der geschotterte Bajada Loop Drive führt an der Signal Hill Picnic Area vorbei, wo an Felsen indianische Petroglyphen zu sehen sind. Auf zahlreichen Wanderwegen kann man nun die Saguaro-Wälder und die Bergkämme der Tucson Mountains erkunden.

5) Ashley National Forest Scenic Byway

67 Meilen
3-4 Stunden
Reisezeit ganzjährig


Im nordöstlichen Utah gelegen führt dieser Byway von Vernal nach Manila durch Wüsten in immergrüne Espenwälder und entlang den Uinta Mountains. Das Highlight der Tour ist sicherlich die atemberaubende Flaming Gorge Area und ebenso das zerklüftete Felsenlabyrinth des Sheep Creek Canyon. Beginnend in Vernal kann man bei Interesse zuerst einen Abstecher zum Dinosaur NM machen. Nördlich von Vernal liegen der Steinaker State Park (u.a. ein 3qkm großer See mit Forellen und Barschen) sowie der Red Fleet State Park (ebenfalls ein See, an dem sich auch Abdrücke von Dinosaurien finden lassen). Hernach folgt der Ashley Natl. Forest, von dem der Red Cloud - Dry Fork Scenic Byway abzweigt (näheres hierzu folgt weiter unten). Etwa 14 Meilen nach dieser Abzweigung führt ein kleiner Umweg über den Hwy 191 zum Flaming Gorge Dam and Visitor Center. Das Flaming Gorge Reservoir ist rund 145 km lang. Man kann am hier eine etwa 20-minütige Tour durch das Kraftwerk machen. Wieder zurück auf dem Hwy 44 entdeckt man nach weiteren 4 Meilen auf der rechten Seite den Weg zum Red Canyon Overlook. Der 1,5 Meilen lange Weg hält an seinem Ende einen atemberaubenden Ausblick auf die roten Sandsteinfelsen der Flaming Gorge parat. Zurück auf dem Hwy 44 findet sich am Milepost 14 ein weiteres absolutes Muß: den Sheep Creek Canyon erreicht man über einen Umweg von 13 Meilen auf der FR 218 in Richtung Westen. Einige schöne Fotos dieser Region sind hier zu sehen:

americansouthwest.net

Nach der Fahrt über die 218 trifft man wieder auf den Hwy 44. Hier lohnt es sich, noch einen Abstecher nach Osten zu machen zum Flaming Gorge Overlook. Der Rest des Weges führt durch die Wüste in den Ort Manila.

6) Red Cloud - Dry Fork

Forest Road (FR) 018 (siehe obige Karte vom Ashley Natl. Forest!)

45 Meilen
2-3 Stunden
Reisezeit Sommer
Herbst bis Frühling oft schneebedeckt
Bei Regen NICHT zu empfehlen


Dieser kleine Scenic Byway zweigt vom vorher beschriebenen Ashley Natl. Forest Scenic Byway ab in Richtung Westen und führt durch offenes Grasland in Kiefernwälder. Immer wieder bieten sich Ausblicke auf die Gipfel der Uinta Mountains, darunter der Marsh Peak, der mit 3730m einer der höchsten in der Bergkette ist. In diesem Gebiet sind häufig Maultierhirsche (Mule Deer) sowie Wapitis (Elk) zu sehen! Am Dry Fork Overlook hat man einen wundervollen Ausblick über den Brownie Canyon. Ab hier fällt die Straße kontinuierlich zum Dry Fork Canyon ab. Bei der etwa 1,5 Meilen südlich von Dry Fork gelegenen Sadie McConkie Ranch (Spende erwünscht) kann man eine Wand mit prähistorischen indianischen Petroglyphen besichtigen.

Beide Routen lassen sich miteinander kombinieren, insbesondere wenn man von Nord nach Süd fährt!