Enjoy! Essen in den USA

Zu den angenehmen Seiten eines Urlaubs gehört zweifellos das Essen. Bereits am frühen Morgen werden die Sprachkenntnisse auf eine harte Probe gestellt. Auf ein freundliches "Two for breakfast?" können auch einsilbige Morgenmuffel noch spontan mit einem "Yes" antworten. Doch dann muss man die kleinen grauen Zellen aktivieren, denn es stehen "wichtige" Entscheidungen an, wie z.B. ob die Eier gekocht oder gerührt serviert werden sollen. ;-))) Im folgenden nun ein paar Beispiele, was in den Staaten so auf den Tisch kommt:

Beim Frühstück

Wer beim Kaffee auf einen kräftigen "Muntermacher" hofft, wird in der Regel enttäuscht werden. Meist ist der Kaffee nicht sehr stark, aber man gewöhnt sich dran. Kaffee wird  unaufgefordert nachgeschenkt. Die Bedienungen kommen mit der Kanne an den Tisch und fragen kurz: "Some more coffee?" - und schwupps ist der Kaffee in der Tasse. Also Obacht, wenn man TEE trinkt! Ist mir leider schon passiert. ;-) Falls man ausnahmsweise die Bedienung dazu rufen muss (Excuse me...!), sag deinen Wunsch mit einem netten "Could I (we) have some more coffee, please". Das kommt aber echt selten vor...
Übrigens: beim sonntäglichen Brunch ist Gemächlichkeit angesagt. 

Hier die üblichen Eiervarianten:
scrambled eggs – Rührei
over easy – Spiegelei von beiden Seiten leicht gebraten
poached – pochiert
sunny side up – Spiegelei
boiled – gekocht

Auch beim Brot gibt es eine reiche Auswahl:
(Onion) Roll – (Zwiebel) Brötchen
coffee cake – festes Mürbeteiggebäck
English Muffin – süßes Brötchen
biscuit – auch eine Art Brötchen, aber viel weicher
bagel – Brötchen mit einem Loch in der Mitte
Danish (Pastry) – Kleingebäck (süße Stückchen)
Toast gibt es in den Varianten:
 white (weißes Weizenbrot)
wheat (Weizen, etwas grobkörniger)
rye (Roggen, meist mit Kümmel!)
raisin (Rosinenbrot)
sourdough (Sauerteigbrot).

"Ham" ist übrigens gekochter Schinken ohne Speckrand, meist eine etwas dickere Scheibe, "Bacon" dagegen ist knusprig gebratener Speck. Man findet auch auf der Speisekarte oder am Frühstücksbuffet "Bisquit and Gravy" - eine Spezialität der Amerikaner. Es sind so eine Art Milchbrötchen oder "Eierweck", übergossen mit einer weißen Mehlsauce, in der sich oft ein paar Hackfleischstückchen tummeln. Gewöhnungsbedürftig aber durchaus essbar! Ich steh drauf! ;-)

Beim Abendessen

"Did you make a reservation?" wird häufig die Begrüßung lauten beim Betreten eines guten Restaurants. Falls ja, nennt man seinen Namen und die Anzahl der Personen. Falls nicht, kann man sich auf die Warteliste setzen lassen: "It’ll be ... minutes. You want me to put your name down?" Die Zeit kann man oft mit einem Drink an der Bar überbrücken oder man nimmt auf den fast immer vorhandenen Bänken im Eingangsbereich Platz. 
Wenn man am Tisch Platz genommen hat, wird man oft gefragt: "Would you care for anything from the bar?" Im Angebot sind meist Weine, dry und sweet. Oder Aperitifs, mit oder ohne Eis. Bei einer Bestellung "on the rocks" kühlen Eiswürfel das Getränk, bei "blended" wird der Drink mit schaumig geschlagenem Eis serviert. Die Getränke können wahlweise sofort (right way) oder "with the meal" serviert werden. Alkoholische Getränke bekommt man nicht in jedem Lokal!!!
Vorspeisen werden als "appetizer" bezeichnet, das Hauptgericht als "entrée".

Um die Zubereitungsarten richtig zu wählen, helfen folgende Begriffe:

boiled – gekocht
broiled – gebraten
fried – frittiert
sauteed – gedünstet
grilled – gegrillt
coated – im Schlafrock

Für Steaks gilt:

english - blutig (sozusagen direkt vom Rind und lauwarm *lach*)
medium - rosa (so wie es sein sollte...)
well done - gut durchgebraten (Schuhsohle *lach*)

Übrigens, in einem "Diner" geht es natürlich nicht so förmlich zu wie in einem Restaurant und Alkohol gibt es hier auch nicht. Gute Restaurants sind auch meist höherpreisig.

Allgemeines

Wenn man Saucen (oder Salatdressings) lieber extra möchte, bestellt man sie einfach "on the side" – dann wird sie extra serviert.

Natürlich erkundigt sich der aufmerksame Service, ob es schmeckt (so etwa alle 5 Minuten *grins*). Antwortet man mit einem "good" heißt das soviel wie : "Der Hunger treibt's rein". Besser klingt "delicious", "great", "fabulous" oder "excellent". Oder auch einfach nur ein leichtes Kopfnicken mit einem verbindlichen "thank you". :-)

Zum Zahlen nach dem Essen sagt man einfach: "(I’d like) the check, please". Oft kommt es gar nicht dazu, daß man rufen muss, die Bedienung ist meist schnell, wenn man kein Dessert mehr wünscht. Wird an der Kasse gezahlt, legt die Bedienung meist schon nach dem Servieren einen Zettel auf den Tisch. Mit diesem geht man dann zur Kasse. Dort kann man auch den Tipp/Graduity (Trinkgeld) eintragen oder man lässt dieses auf dem Tisch liegen.

Wenn nun jemand Lust auf "USA kulinarisch" bekommen hat, dann schaut doch mal auf die nachfolgende website oder sucht direkt Eure Lieblingsrezepte.

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