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von Tibet Terrier von
Na-ma-schu
Die Pflege
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Unsere Tibet Terrier besitzen ein dickes,
üppiges Haarkleid, das natürlich regelmäßig gepflegt werden sollte.
Das allerwichtigste hierfür ist zuerst
einmal, daß sich ihr Tibeter dies auch gut gefallen läßt.
Die meisten Welpenkäufer haben Probleme
mit Verfilzungen. Ihr Hund läßt sich das Kämmen und Bürsten nicht
gefallen. Immer häufiger höre ich die Argumente: "Er mag das aber nicht!
Er weint und schnappt nach dem Kamm oder nach der Bürste, dann höre ich
lieber auf und versuche es Morgen noch
einmal!!" |
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Hierzu kann ich nur sagen: "Dieses ist
falsch!!!"
Sie müssen Ihrem Tibi das Kämmen und
Bürsten von Anfang an beibringen. Sie sollten dazu einen geeigneten,
festen Platz benutzen. Entweder einen feststehenden Tisch mit Teppich oder
Gummiunterlage oder einen sogenannten Trimmtisch. Nehmen sie ihr Baby 2
mal wöchentlich
auf den Tisch. Bürsten sie es zu Anfang
mit einer Holzbürste.
Diese Bürstenstriche sind für ihren Hund
wie eine angenehme Massage. Reden sie mit Ihrem Hund und loben ihn wie
fein er das macht. Will er sich diese Prozedur nicht gefallen lassen,
versucht er vom Tisch zu springen oder gar nach der Bürste zu schnappen,
dann schimpfen sie mit ihm. Denken Sie daran "Sie sind der Chef".Ihr Hund
darf erst dann vom Tisch, wenn sie ihn nochmals ohne Widerstand
gebürstet haben.
Normalerweise dauert dieser Vorgang
höchsten 3 bis 4 Minuten. |

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Mit circa 6 Monaten hat Ihr TT nun doch
schon sehr viel Haar entwickelt. Nun sollten Sie ihm auch beibringen sich
auf dem
Tisch auf die Seite legen zu
lassen. Dieses wird Ihnen die Pflege für sein üppiges Haarkleid mächtig
erleichtern.
Ab dem 6. Monat bürste und kämme ich
meine Tibet Terrier einmal wöchentlich wie folgt:
Stellen sie Ihren Tibi auf den Tisch.
Sprühen sie ihn kurz mit einem fetthaltigen Spray oder mit einer
Pflegelotion ein. Außer nach dem Baden sollten Sie Ihren Tibi niemals im
trockenem Zustand bürsten. Die Haarspitzen werden mit der Zeit trocken und
brüchig. Nun bürsten Sie ihn mit einer langstieligen Drahtbürste ohne
Noppen gut durch. Die Beinhaare bürsten Sie erst gegen den Strich nach
oben. Anschließend legen sie ihren Tibet Terrier auf die Seite und
beginnen nun schichtweise, vom Bauch aufwärts ihn mit dem Kamm bis auf die
Haut gut durchzukämmen. Zum Abschluß stellen Sie ihn nochmals hin, ziehen
sie einen Scheitel und kämmen die Haare nochmals nach unten durch. Nun
denken sie auch noch an die Brust, die Ohren, die Rute und den Po. Auch
hier muß das Haar bis auf die Haut gut durchgekämmt werden. Hierfür
benötige ich circa 20 Minuten.
Der Tibet Terrier soll ein
doppelschichtiges Haarkleid bekommen. Das heißt er sollte eine dichte
Unterwolle haben. Diese schützt ihn im Winter. Diese Unterwolle wechselt
er jedes Jahr, meist zum Frühjahr. Allerdings bedeutet dies nicht, daß Ihr
Tibi nun haart. Nein, wenn Sie ihn nicht richtig pflegen dann verfilzt er
schrecklich. Ich habe schon Tibet Terrier gesehen bei denen man nicht mehr
durch den Filz auf die Haut gucken konnte. Hier kommt dann keine Luft mehr
an die Haut. Unter der Filzschicht kann die Haut nicht mehr atmen und es
können sich Ekzeme und Pilze entwickeln. Dieses schadet natürlich auch dem
Allgemeinbefinden Ihres Hundes. Denken Sie bitte daran, oder stellen Sie
sich vor wie Sie sich fühlen würden!?
Das Deckhaar sollte sich wie
Menschenhaare anfühlen. Dieses wechselt der Tibet Terrier nie. Allerdings
kann es bis zu 4 Jahren dauern bis ihr Hund dieses Haar entwickelt. Ich
selbst habe Tibet Terrier mit ganz verschiedenen Haartypen. Mit
circa 1 Jahr werden sie feststellen zu
welchem der folgenden Haartypen Ihr Hund
gehört. |
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Typ
1
Ihr Tibi hat zur Zeit Unmengen an
weichem, wolligem oder leicht gewelltem Haar.
Teilweise sind die Spitzen schon trocken
und spröde:
Baden Sie diese Hunde mindestens einmal
im Monat. Nehmen sie bitte immer ein sehr gutes Hundeshampoo (kein
Menschenshampoo, da diese einen anderen ph Wert haben). Shampoonieren sie
Ihren Hund 2 mal und spülen Sie den Schaum sehr, sehr gründlich aus.
Anschließend geben Sie eine gute Spülung mit Lanolin oder eine Spülung aus
wasserlöslichem
Öl ins Haar. Spülen Sie diese nur kurz
aus. Anschließend wird ihr Tibeter gefönt, gebürstet und gekämmt. Durch
die fetthaltige Spülung plustert sich das Haar nicht mehr so auf.
Es müßte reichen, wenn sie ihren Hund
zwischen dem Baden 2 mal wöchentlich gut durch- bürsten und kämmen. Denken
Sie daran: „Niemals trocken bürsten", sondern vorher mit einer
Pflegelotion oder einem fetthaltigen Spray
einsprühen. |
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Typ
2
Ihr Tibi hat ein sehr festes, drahtiges
Haar. Die Spitzen sind sehr spröde, trocken und brechen immer wieder. Die
Haare bekommen hierdurch nicht die gewünschte Länge:
Diese Hunde baden Sie am besten alle 2
Wochen. Sie müssen dafür sorgen, daß Sie durch eine Spülung mit Botanical
Conditioner die Haare weicher und geschmeidiger halten. Bürsten und kämmen
Sie diese Haare nur nach dem Baden. Alles in allem werden Sie mit dem
Baden und Kämmen dieser Hunde circa 15 Minuten benötigen. Nur wenn das
Haar weicher und vor allem geschmeidiger gehalten wird, bekommt auch
dieser Hund bis zum 3. Lebensjahr ein üppiges Haarkleid. Sie merken vor
allem, daß sich das Haar bis dahin so verbessert hat, daß dann das Baden
und Kämmen einmal pro Monat
ausreicht. |
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Typ
3
Diese Hunde haben schon früh ein glattes,
gut durchgefettetes Deckhaar mit wenig Unterwolle. Hier reicht die Pflege
die ich zu Anfang für die Welpen beschrieben habe.
Die Hunde können Sie immer baden wenn sie
es „nötig" haben. Duschen Sie Ihrem Hund häufiger die Beinhaare oder unter
dem Bauch die Haare mit Wasser ab? Dann sollten Sie wenigstens bei jedem
drittenmal etwas Spülung in die Haare einmassieren und kurz ausspülen.
Ansonsten werden die Haare mit der Zeit sehr trocken und spröde. Sie
brechen leicht. Das können Sie so sehr gut vermeiden.
Einen Tag nach dem Baden sollten Sie
generell die Haare noch einmal durchbürsten. Sicherlich haben Sie es auch
schon bei sich selbst festgestellt, daß man die Haare, wenn sie durch und
durch trocken sind, nochmals bürsten sollte. So bleiben sie länger duftig
und fallen besser. |

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Wenn Sie nach diesem Schema Ihre Hunde
pflegen, dürften Sie eigentlich keine Probleme mit Verfilzungen bekommen.
Sollte dies aber schon geschehen sein,
hier einige Tips:
Sehr hartnäckige Verfilzungen entfernen
Sie am besten mit einem wasserlöslichen Öl (von # 1 All System, Humectant
Oil) Dieses Öl können Sie in die Verfilzungen pur einmassieren oder
verdünnt mit einer Blumenspritze aufsprühen. Warten Sie einige Minuten und
versuchen Sie zuerst die Haare mit den Fingern etwas auseinander zu
ziehen. Anschließend nehmen Sie einen groben Metallkamm und kämmen Sie nur
mit den ersten Zinken senkrecht den Filz auseinander. Das ist zwar sehr
mühsam, aber so verliert Ihr Hund nicht zu viele Haare. Nach dem Entfilzen
sollten Sie Ihren Hund auf jeden Fall waschen und nochmals ordentlich
durchkämmen, spätestens am nächsten Tag.
Merken Sie sich: "Gebadetes Haar neigt
weniger zu filzen und zieht auch nicht soviel Staub und Blätter an!"
Seit einiger Zeit gibt es auch einen
elektrischen Entwirrungskamm. Dieser hilft, verfilzte Unterwolle schonend
zu lösen. Für den Hund ist dieser Kamm sehr angenehm. Ähnlich wie eine
Massage. Der Hund muß sich nur an das Geräusch gewöhnen. Allerdings müssen
Sie anschließend die lose Unterwolle auch mit einem mittelgezinkten Kamm
ausbürsten. Das Deckhaar wird hierbei absolut nicht beschädigt.
Beim Tibet Terrier sollten Sie natürlich
wie bei jedem anderen Hund, einmal im Monat die Ohren und die Krallen
kontrollieren. Auch beim Baden sollten Sie dafür sorgen, daß kein Wasser
in die Ohren kommt. So entsteht nämlich häufig eine
Ohrenentzündung.
Ich hoffe, daß Ihnen diese kleine
Pflegeanleitung hilft, viel Spaß bei der Pflege Ihres Tibet Terrier zu
haben. Ich erfreue mich immer wieder an einem schönen, gepflegten Hund der
bei uns wie ein Familienmitglied gehalten wird. Er liegt auf dem Sofa und
auch im Bett. Mir ist es ein Greuel, daran zu denken, einen dreckigen,
ungepflegten Tibi neben mir liegen zu haben.
Sollten Sie noch Probleme haben bin ich
gerne bereit Ihnen auch telefonisch oder persönlich mit Rat und Tat zur
Seite zu stehen. |
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Anke Peine
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