Sanitäter sucht.

Kranken

Ängste

 

Allein und verlassen sitze ich da,

ängstlich blickend,

verloren in all meinen Gedanken.

Verloren in den Winkeln meiner Seele,

verschlossen hinter Gittern aus Angst.

Mein Herz verkrampft sich unter Schmerzen,

hervorgerufen durch Misstrauen.

Menschen die ich Liebe,

sie verletzen mich,

immer und immer wieder.

Die Angst allein zu sein,

sie überkommt mich wieder.

Ich verzeihe ihnen.

Doch mein Herz weint noch immer.

 


 

Sie

 

Stille breitet sich in mir aus.

Der Atem, ruhig und flach.

Ich höre sie.

Ich konnte sie schon immer hören.

Niemand glaubte es mir.

Diese Stimmen, sie sind allgegenwärtig,

immer vorhanden und doch nie anwesend.

Sie flüstern, sie lästern, sie provozieren.

Diese Stille, sie ist trügerisch.

Sie,

Sie

Sie

Wer sind sie?

Warum sind sie was sie sind?

Es sind die Menschen,

die mir Angst bereiten.

 


 

Das Ende

 

Ich sah es,

es war das weisse Licht.

Grell und gleißend,

und doch warm und behutsam.

Meine Hand streckt sich ihm entgegen.

Es bin nicht ich,

der fort muss.

Noch nicht?!

Ich werde warten müssen.

Verweilen und sehnsüchtig verharren.

 


 

Perfektion

 

Menschenmassen schieben sich vorwärts,

sie haben nur ein Ziel,

die Perfektion.

Alles ist das Ihre.

Nichts ist das was mir übrigbleibt.

Ich fühle mich ihnen fern,

weil es nicht gibt,

was mich verbindet.

Ihr bestreben,

ist nicht weiter als Propaganda.

Wofür leben wenn nicht um zu sterben?

Was ist es was sei antreibt?

Scheinbar grenzenlose Macht,

materielle Dinge die dich an einen ort binden?

Ich weiss es nicht.

Ich werde warten müssen,

bis sich mir einer erbarmt.

 


 

Blut

 

Regen tropft von meinem Gesicht,

wäscht das Blut von meinen Händen

und nimmt mir die Unmenschlichkeit,

Alle Muskeln zum zerreissen gespannt,

bereit zur Flucht,

bereit zum Kampf.

Menschen in meiner Nähe,

ich höre sie reden,atmen,lieben...

vorallem höre ich ihr Blut.

Blut lügt nicht.

Blut lässt einen nur selten im Stich.

Ich werde ihr Blut nehmen,

ich werde leben.............

 


 

 

Die Masse

 

Wogende Masse umgibt mich,

gesichtslos und kalt ist sie.

Nähe und Wärme ist ihr fremd.

Ich bin unter ihnen..

Alleine und verloren fühle ich mich,

einer unter vielen, sagen sie mir.

Herumgestossen von Vielen,

hintergangen von Allen.

ich traue ihr nicht mehr,

dieser wogenden Masse...

 


 

 

Vergangenheit

 

Dunkelheit umgibt mich,

Nebel umspielt meine Beine.

Der Mond..gelb.....rot,blutig rot,

so haengt er ueber mir.

Meine Taten sind unvergessen,

unvergessen der Schmerz,

unvergessen die Pein.

Lang ist's her,

doch noch immer erinnere ich mich.

Zu tief sitzt der Schmerz

Wie ein Knoten in meiner Brust.

Dunkle Gedanken, finstere Mienen,

diese Schmach,

verhoehnt haben sie mich.

Unmensch nannten sie mich.

Doch es ist vorbei.

Sie werden mich nicht mehr quaelen.

Ich werde es vergessen.

Doch manche Narben heilen nie....

 


 

Das Böse

 

Der Atem geht rasselnd,

die Klauen scharren auf der Erde.

Die Augen verengt zu Schlitzen,

schwarz..kraftvoll..toedlich

so sitzt es da....

umgeben von Angst und Tot.

Kein lebend' Wesen kann in seine Naeh',

ward es doch versucht,

so werden sie ebenfalls infiziert.

Das Boese breitet sich langsam in ihnen aus.

Wie ein Virus verbreitet es sich

Bringt Leid und Tot,

verbreitet Hass und Niedertraechtigkeit

Niemand ist gewappnet.

Keiner tritt ihr entgegen.

Alle haben Angst

Angst um ihr Seelenheil.

Doch gerade weil sie nichtstuend zusehen,

machen sie sich schuldig.

Sie sind die Mitschuldigen.

Das Boese, es breitet sich aus.

Rette sich wer kann......

 



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