ein Unwirklichkeitserleben oder eine befremdliche Wahrnehmung der eigenen Person;
gleichzeitig dennoch: ein Erhalt von Einsicht und intakte Realitätsprüfung sowie das Fehlen einer wahnhaften Ausdeutung des Erlebten;
eine affektive Störung, die sich primär in einem Mangel oder Verlust gefühlsmäßiger Reaktionen äußere ("Numbness", gemeint als Gefühl sensorischer Unempfindlichkeit, gelegentlich das Fehlen von Freude oder Trauer);
ein Störungsbewußtsein: die Depersonalisation selbst wird von den Betroffenen als sehr störend oder schmerzhaft beschrieben; und schließlich
bei gewisser Unerfahrenheit mit der Störungssymptomatik haben die Betroffenen Schwierigkeiten, die Symptome zu beschreiben (woraus gelegentlich die Befürchtung resultiert, "verrückt" zu sein).
(Ackner, 1954, in Fiedler (1999), S. 212,genaue Literaturangaben siehe Literaturverzeichnis)
Beispiele:
ich kann mich im Spiegel nicht erkennen
mein Bein sieht komisch aus, wenn ich runterschaue, irgendwie gehört das nicht zu mir
mein Schreibtisch fühlt sich so an als könnte ich da hindurch fassen
ich kann meine Stimme nicht erkennen, manchmal ist das so als ob nur diese Stimme spricht, aber die erkenne ich dann nicht und mein Körper ist ganz weg
ich kann gar nichts von meinem Körper spüren, nichts mehr da
ich möchte mein altes ICH wieder haben!
Viele Betroffene haben Angst "verrückt" zu werden. Deshalb sind hier jetzt links, die psychotisches Erleben gut erklären, wodurch auch eine Abgrenzung zur Depersonalisation möglich wird: