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Nach einem viereinhalbjährigen Forschungsaufenthalt in der Türkei arbeite ich jetzt hauptsächlich an meiner Doktorarbeit über das Verhältnis Staat und Gesellschaft in der Türkei mit besonderer Berücksichtigung der Auswirkungen dieses Verhältnisses auf die kommunale Selbstverwaltung in der anatolischen Stadt Eskiþehir.
Seit 1989 bin ich auch als freier Journalist, Verfasser von Reiseführern und Übersetzer türkischer Literatur tätig. Meine Artikel erschienen unter anderem in der Frankfurter Rundschau, der Zeitschrift Focus; daneben habe ich als Co-Autor an verschiedenen Rundfunkfeatures in deutscher und türkischer Sprache mitgewirkt.
An türkischen Autoren habe ich bisher Tomris Uyar und Nedim Gürsel übersetzt.
In beruflicher Hinsicht war für mich vor allem meine Tätigkeit am Orient-Institut der DMG, Abteilung Istanbul wichtig. Das Institut hatte mir zunächst ein Promotionsstipendium von zwei Jahren Dauer gewährt, das mir meine Feldforschungen in der Eskiþehir ermöglichte. Daneben wurde mir aber auch eine außergewöhnliche Chance gegeben: Ich durfte ein dreitägiges wissenschaftliches Symposium unter dem Titel „Deutsche Wissenschaftler im türkischen Exil, 1933 – 1945“ konzipieren, organisieren und ausrichten.
Nach Ablauf meines Stipendiums am Orient-Institut habe ich dann anderthalb Jahre als Buchhalter und Sekretär im Rahmen eines von der EU finanzierten Forschungsprojekts über die Rolle türkischer NGOs im Hinblick auf die europäische Integration der Türkei – La Turquie face à l´Europe – in einem engagierten und äußerst sympathischen Team mitgearbeitet. Interessierte können den aus diesem Projekt entstandenen Forschungsband am Institut bestellen: Orient-Institut, Abteilung Istanbul
Obwohl ich bis voraussichtlich Ende 2002 vorwiegend mit der Verfassung meiner Doktorarbeit beschäftigt sein werde, bin ich Projekten, die in irgendeiner Hinsicht mit der Türkei zu tun haben, jederzeit aufgeschlossen, und würde mich natürlich auch über gelegentliche Aufträge als Übersetzer, Dolmetscher oder Schriftsteller durchaus freuen.
Ckubaseck@aol.com
Ich wurde am 10.11.1962 im Stadtteil Cihangir in Istanbul geboren. Kuba-Krise, Erdbeben und familiäre Katastrophen brachten meine Familie dazu, bereits 1963 wieder nach Deutschland zurückzuziehen. Meine liebste Fremdsprache Türkisch habe ich deshalb auch erst während des 1983 begonnenen Studiums der Turkologie lernen können. Dabei hat mir vor allem ein Jahresstipendium des DAAD geholfen, das mir 1986/87 einen zweisemestrigen Studienaufenthalt in Istanbul gestattete.
In meine zweite Heimatstadt in der Türkei, Eskiþehir, führte mich ein Studienaufenthalt mit einer Gruppe Frankfurter Ethnologie-Studenten im Jahre 1989. 1992 beendete ich mein Studium mit einer Magisterarbeit über die sozioökonomische Entwicklung der Stadt Eskiþehir in den Jahren 1894 bis 1989. 1996 und 1997 lebte und forschte ich dann mit dem Promotionsstipendium des Orient-Instituts der DMG in dieser schönen Stadt am kleinen Fluß Porsuk. Von 1998 bis Sommer 2000 lebte und arbeitete ich dann im Herzen Istanbuls, im faszinierenden Stadtteil Beyoðlu, mit seinen Künstlertreffs, Kneipen, Kinos und dem interessantesten Nachtleben der Türkei.
Zuletzt bearbeitet: 20. Oktober 2001