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Auf dieser Seite veröffentliche ich gerne interessante oder originelle Rezepte, die mir meine Freunde und Gäste zukommen lassen. Nicht alle habe ich auch selbst probiert und nicht alle müssen unbedingt meinem Geschmack entsprechen, aber warum nicht auch mal etwas völlig anderes ausprobieren? Viel Spaß beim Lesen und Nachkochen!

Es freut mich, daß unsere Freunde Inge und Uwe, die uns kulinarisch so oft motiviert haben, den geneigten Leser mit einem sehr leckeren Rezept erfreuen werden. Die Vorspeise sieht lecker aus und schmeckt köstlich. Sobald ich es selber gekocht habe, werde ich es in das Rezeptverzeichnis einbauen. Unbedingt mal ausprobieren:

 

Gefüllte Auberginen-Röllchen
Patlican Sarmasi
(Für vier Personen)
Die Zutaten:
2 große Auberginen (800 g), 100 ml Olivenöl, Salz, schwarzer Pfeffer,50 g Pinienkerne, 1 feingehackte Zwiebel (75 g), 2 zerdrückte Knoblauchzehen, 300 g Schafskäse (Feta), 2 Essl. Gehackte Petersilie, 2 Eigelb, 1 Msp. Cayennepfeffer, 500 g Fleischtomaten, 50 g Edelkäse

Die Zubereitung:

Auberginen putzen, waschen, trockentupfen, der Länge nach zu knapp halbzentimeterdicken Scheiben schneiden. Bis auf die Außenscheiben im Öl (einen Esslöffel zurückbehalten) kurz, aber kräftig anbraten. Abtropfen lassen, salzen und pfeffern, dann die Außenscheiben kleinwürfeln und ebenfalls kurz durchbraten. 50 g Pinienkerne mahlen, restliche Kerne daruntermischen. Zwiebel und Knoblauch im restlichen Esslöffel Öl glasig dünsten, vom Herd nehmen.
Schafskäse mit der Gabel zerdrücken, Hälfte der Petersilie, Eigelb, Zwiebel-Knoblauch-Mischung und Pinienkerne daruntermengen. Mit Salz, Pfeffer und Cayennepfeffer  würzen. Auberginenscheiben damit bestreichen, aufrollen. Mit der Nahtseite nach unten in eine feuerfeste Form setzen. Tomaten kurz in kochendes Wasser tauchen, schälen, vierteln, entkernen, grob hacken. Mit den Auberginenwürfeln zwischen den Auberginen-Rollen verteilen, salzen und Pfeffern. Im vorgeheizten Ofen bei 200 Grad etwa 30 Minuten überbacken. Zehn Minuten vor Garzeitende Edelpilzkäse kleinwürfeln, darüberstreuen und zerlaufen lassen, vor dem Servieren restliche Petersilie darauf verteilen.

Die nächsten beiden Rezepte stammen von Jürgen Janßen aus Bremerhaven. Er ist einer von 3 Köchen aus unserer Gourmetrunde, die sich mehrmals im Jahr zu abwechslungsreichen Koch-Events treffen.
Der Orangensalat ist eine echte Überraschung - unglaublich, aber der schmeckt echt toll.

Marinierte Artischocken  
4 Knoblauchzehen, 200g Schalotten, 200ml Weißwein, 200 ml Olivenöl, Salz, 1 Rosma-rinzweig (ersatzweise ca. 1 TL getr. Rosmarin), 16 kleine Artischocken á 120 g,  30 g Pinienkerne, 50 g getrocknete Tomaten (ohne Öl),  ½ Bund glatte Petersilie,  60 g helle Rosinen, 3 EL Weißweinsessig, Pfeffer, Zucker 

Zuerst den Knoblauch und die Schalotten pellen. Die Knoblauchzehen leicht andrücken. Dann 2 l Wasser mit Weißwein, 100 ml Olivenöl, Salz, Rosmarin, Knoblauch und Schalotten aufkochen. Beiseite Stellen. Anschließend von den Artischocken das obere Drittel mit einem Sägemesser abschneiden. Die äußeren Artischockenblätter rundherum entfernen. Den Artischockenstiel bis zum Artischockenboden dünn schälen, bis das weiße Fleisch sichtbar wird. Die geputzten Artischocken in den Sud legen und mit einem Küchentuch bedecken. Den Sud mit den Artischocken aufkochen , die Artischocken bei nicht zu starker Hitze im offenen Topf 20 Minuten weich kochen,  im Sud erkalten lassen. Sollten keine frischen Artischocken zu bekommen sein, tun es auch Artischockenherzen aus der Dose (erhältlich in italienischen Großmärkten oder Feinkostläden). Dann zunächst den Sud nur mit den Schalotten 15 Minuten köcheln. Anschließend die Artischocken aus der Dose zufügen und gut weitere 5 Minuten mitköcheln, im Sud erkalten lassen. Nun die Pinienkerne in einer trockenen Pfanne goldbraun rösten. Die Tomaten in 2 cm große Stücke schneiden , sowie die Petersilie von den Stielen zupfen und fein hacken. Sodann die abgekühlten Artischocken und Schalotten aus dem Sud nehmen, abtropfen lassen, längs halbieren und auf eine Platte oder in eine Schale legen. Zum Schluss 200 ml des Artischockensudes leicht erwärmen und die kleingeschnittenen getrockneten Tomaten, die Pinienkerne, die Rosinen und den Weißweinessig zugeben. Das restliche Olivenöl unterrühren und mit Salz, Pfeffer, 1 Prise Zucker und der klein-gehackten Petersilie würzen. Die Artischocken mit dem Sud übergießen. Es reicht, wenn dies 30 – 60 Minuten vor dem Servieren geschieht. Die Zubereitung dieser süß-säuerlichen Antipasti nimmt schon etwas mehr Zeit in Anspruch, entschädigt aber durch ihren raffinierten Geschmack. Hervorragend dazu gereicht werden können, italienisches Brot (Chiabata), sowie roter italienischer Landwein.

Orangensalat mit roten Zwiebeln  und Rauke
2 Bund schmale Rauke, 150 g rote Zwiebeln, Salz, 5 Orangen, 2 EL Rotweinessig, 2-3 TL Honig , 8 El Olivenöl, Pfeffer, 50 g schwarze Oliven (mit Stein) Die Rauke putzen waschen und abtropfen lassen. Dann die Zwiebeln pellen und in dünne Ringe schneiden. Anschließend die Ringe in eine Sieb geben, mit einem TL Salz  betreuen und 30 Minuten ziehen lassen. (nicht länger, da sie sonst zu salzig werden, evtl. Eieruhr stellen). Während die Zwiebeln ziehen, die Orangen wie einen Apfel schälen. Dabei die weiße Haut vollständig entfernen. Die Orangen waagerecht in ca. ½ cm dicke Scheiben schneiden. Nun das Salatdressing aus Essig, Honig, Öl, Salz und Pfeffer anrühren. Sollten zwischen-zeitlich 30 Minuten vergangen sein, die Zwiebeln kalt abspülen und abtropfen lassen. Zum Schluss die Orangenfilets, Rauke und Zwiebeln dekorativ auf einer Platte anrichten und mit schwarzem Pfeffer aus der Mühle bestreuen. Oliven anlegen. Kurz vor dem Servieren, den Salat mit der Honig-Olivenöl-Vinaigrette beträufeln. Dieser vegetarische Salat eignet sich vorzüglich als Antipasti. Er ist einfach zuzubereiten und bietet in seiner Kombination aus frischer Rauke, fruchtigen Orangenfilets und leicht gesalzenen roten Zwiebeln ein äußerst interessantes Geschmackserlebnis.


3 italienische Rezepte wurden mir von Frau Christel Patzschke aus Bremerhaven zur Verfügung gestellt.

Auberginen-Auflauf
Zutaten für ca. 6 Personen:
Tomatensauce:
1 große weiße Zwiebel, 4-5 Knoblauchzehen, 3 EL Olivenöl, 2 Möhren, 1 gr. Ds. geschälte Tomaten, 1 TL Oregano, 2 Chili-Schoten, Salz, Pfeffer, 1 Bund Basilikum, ¼ l Rotwein
Auflauf:
3 mittelgroße Auberginen, 5 EL Olivenöl, Salz, Pfeffer, 500 g vorgekochte grüne Lasagne-Blätter, 200 g Mozzarella

Vorbereitung der Auberginen
Die Auberginen längs in dünne Scheiben hobeln, salzen, 1 Std. stehen lassen, Bitterstoffe abtupfen. Im heißen Öl bei kleiner Hitze braun braten mit Fondor würzen.

Zwiebeln und Knoblauch schälen, hacken und in einem Topf mit erhitztem Öl andünsten. Die Möhre schälen, waschen, reiben und mitdünsten. Die Tomaten mit Saft und die Gewürze hinzufügen – vom Basilikum nur die Stiele, die Blätter bei Seite legen. Den Rotwein angießen, alles bei mittlerer Hitze 30 Minuten einkochen lassen. Backofen auf 200° vorheizen.

Den Boden einer flachen Auflaufform mit wenig Olivenöl vom Auberginenanbraten ausstreiche, darauf etwas Tomatensauce verteilen, mit Lasagne-Blättern belegen. Darauf die Auberginen geben, diese mit Tomatensauce bestreichen. Zwischen die Schichten stets Basilikumblätter streuen. Auf diese Weise alle Zutaten verbrauchen. Zuletzt den in dünne Scheiben geschnittenen Mozzarella verteilen und mit dem Öl der Auberginen beträufeln. Im Ofen etwas 20-30 Minuten backen. Wichtig: die Lasagne-Blätter müssen mit Flüssigkeit bedeckt sein. Notfalls eine Dose Tomatensaft mit Rotwein vermischt zugeben. Das Malheur von trockenen Nudeln ist mir selbst einmal passiert.

Toscana-Salat
Zutaten für 4 Personen:
750 g Tomaten, Salz, Pfeffer, 1 Bund Lauchzwiebeln, 1 handvoll Basilikumblätter, 4 dicke Scheiben italienisches Weißbrot, 6 EL Weißwein, 3 EL Balsamico-Essig, 2 Knoblauchzehen, 6 EL Olivenöl

Tomaten waschen, in Scheiben schneiden, salzen und pfeffern. Zugedeckt ziehen lassen. Lauchzwiebeln putzen, waschen und in dünne Ringe schneiden. Die größeren Basilikumblätter in Streifen schneiden, die kleineren ganz lassen.
Brot in nicht zu kleine Stücke brechen. Wein mit 1 EL Balsamico-Essig in einer Schüssel verrühren. Knoblauch durch die Presse dazudrücken. Gut würzen. Brot hineinlegen.
Tomaten anrichten (Schüssel oder auf Tellern), übrigen Essig und Tomatensaft darüber träufeln, mit Zwiebeln und Basilikum bestreuen. Zuletzt die marinierten Brotsücke zugeben. Salat mit Olivenöl beträufeln.

Gnocchi in Gorgonzolasauce
Zutaten für 4 Personen:
1 kg mehligkochende Kartoffeln, 250-300g Mehl, 1 Ei, Salz, Muskatnuss, 350-400g Schlagsahne, 200g Gorgonzola, 1 Knoblauchzehe 1 TL Butter, einige Salbeiblätter oder 1 Peperoni, bunter Pfeffer

1. Kartoffeln waschen und mit der Schale in reichlich kochendem Wasser garen anschließend abgießen. Die Schale abziehen und die Kartoffeln noch heiß durch  eine Kartoffelpresse drücken. Mit 250g Mehl, Ei, Salz und etwas geriebenen Muskatnuss zu einem geschmeidigen Teig verkneten. Falls der Teig klebt, noch etwas Mehl dazugeben. Den Teig dann zugedeckt noch etwa 30 Minuten ruhen lassen.

2. Teig in 6 Portionen teilen. Auf einer leicht bemehlten Arbeitsfläche jede Portion zu einer fingerdicken Rolle formen. Jeweils 2-3 cm lange Stücke abschneiden. Jedes Teigstück auf die Innenseite einer Gabel legen und mit dem Daumen leicht andrücken, sodass die typischen Kerben der Gnocchi entstehen. Anschließend die fertigen Gnocchi auf ein leicht bemehltes Brett legen.

3. In einem Topf 350g Schlagsahne erhitzen, den Gorgonzola in grobe Stücke schneiden und in der Sahne schmelzen. Knoblauch schälen und durch die Presse durchdrücken. Butter in einem Pfännchen erhitzen. In Streifen geschnittene Salbeiblätter( oder entkernte, sehr fein geschnittene Peperoni) darin erwärmen. Alles unter sie Sauce mischen.

4. Reichlich leicht gesalzenes Wasser in einem großen Topf aufkochen. Die Gnocchi portionsweiße hineingeben und bei kleiner Hitze 4-5 Minuten ziehen lassen, ab und zu vorsichtig umrühren. Sobald die Gnocchi oben schwimmen, mit einem Schaumlöffel herausnehmen und in einem Sieb abtropfen lassen. Mit der Gorgonzolasauce in einer Schüssel mischen.

5. Die Gnocchi mit der Sauce auf vier Teller verteilen und mit buntem Pfeffer bestreuen.

Tipp: Die genaue Mehlmenge anzugeben ist recht schwierig. Sie richtet sich danach wie locker man die Gnocchi haben will. Sollen sie sehr locker sein, so wenig Mehl wie möglich nehmen. Mit Mehl werden sie fester. Junge Kartoffeln sind ungeeignet. Sie haben zu wenig Stärke, binden daher das Mehl schlecht.



Der junge Nachwuchskoch Claas Petschnik hat mit dem nachstehenden Salatrezept viel Erfolg eingeheimst:
 

Spanischer Gemüsesalat (4Pers.)
Zutaten:
1 Packung TK grüne Bohnen (350 g), Salz, 1 große Zwiebel, 2 Knoblauchzehen, 4 EL Weißweinessig, 6 EL             Olivenöl frisch gemahlener schwarzer Pfeffer 1 kl. Dose Mais, 12 Cocktailtomaten,16 grüne Oliven, mit Paprika gefüllt, 2 Bund glatte Petersilie

Zubereitung:
Die Bohnen knapp mit Salzwasser bedecken und 5 Min. kochen. Abtropfen lassen und in eine große Salatschüssel geben. Inzwischen die Zwiebel und die Knoblauchzehen abziehen und fein hacken. Essig mit Salz und Olivenöl zu einer sämigen Marinade schlagen. Zwiebel, Knoblauch und Marinade über die noch warmen Bohnen verteilen und reichlich mit frisch gemahlenem Pfeffer bestreuen. Die Maiskörner abtropfen lassen. Die Cocktailtomaten waschen, trocknen und halbieren. Die Oliven in nicht zu feine Scheiben schneiden. Die Petersilie waschen, trockenschleudern, die Blätter von den Stengeln zupfen und grob hacken. Alle Zutaten unter die Bohnen heben und den Salat mindestens 1 Stunde durchziehen lassen.
Vor dem Servieren mit Salz und Pfeffer abschmecken.


 Curry-Kokos-Suppe 
1 rote und 1 gelbe Paprika, 1 (Gemüse)Zwiebel, 400 g Kartoffeln, 200 g Möhren, 20 g frischer Ingwer, 450 ml Kokosmilch, 150 g rote Linsen, Gemüsebrühe
 
Paprika würfeln, Zwiebel klein schneiden, die Kartoffeln und die Möhren ebenfalls würfeln und in Öl oder Margarine andünsten. Mit 2 EL Curry bestäuben, fein gewürfelten Ingwer dazugeben und ca. 5 Minuten braten. Mit 1 ½ bis 2 l Gemüsebrühe ablöschen, Kokosmilch und rote Linsen dazugeben und ca. 10 Minuten bei niedrigen Hitze garen, bis das Gemüse und die Linsen weich sind. Die Suppe mit Salz und Pfeffer, ggf. Curry und Limonensaft abschmecken.
 
Das sind die doppelten Mengen vom ursprünglichen Rezept, aber man kann lieber die Hälfte einfrieren - die Arbeit bleibt die gleiche.

Von Brigitte Nahrstädt (Fastenkur Oberlethe 2005)

 

 


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