Motor
HIER ENTSTEHT EIN REISEBERICHT ZUR "TUNESIEN ENDUROTOUR 2008"
... MIT IMED, ROBERT, KALLE, SCHÖNI UND MIR ...
27.04.2008 - Sonntag - Von Deutschland/Würzburg nach Italien/St. Felix/Unsere liebe Frau
1:28 Stunde... hmm.. Ich sitze auf der fahrenden Maschine und sinniere noch über den gerade gelaufenen Halbmarathon... und meine Laufzeit. Eigentlich wollte ich mich ja gegenüber dem letzten Rennen in 2007 (1:27 Stunde) verbessern, aber bei dieser neuen "verwinkelten-hochrunter" Strecke... und vor einer Woche noch ne 10 km Bestzeit; dafür wars in Ordnung. Trotzdem bin ich über die nackte Zahl etwas unzufrieden. -Habe ich mir doch durch die Ironman-Vorbereitung einen besseren Wert erhofft. Auch wenn der "Halbe" aus dem Triathlon-Training raus gelaufen war. Ja - der Ironman bzw. die Challenge in Roth diesen Juli: Ein Traum bzw. "Großes Ziel" 2008 bzw. in meinem Leben! Genauso wie der Traum wenigstens einmal mit meiner Reiseenduro nach bzw. durch Afrika zu fahren! Wüste und so... und wenn es nur der obere Zipfel (z.B.Tunesien) vom schwarzen Kontinent ist! Eigentlich beißen sich die zwei großen Vorhaben: Die Tour fällt mitten in die Langdistanz-Tria-Vorbereitung und ich habe deswegen ein richtig schlechtes Gewissen: Laufschuhe und Schwimmsachen sind natürlich mit dabei, aber ich werde meinen Trainingsplan auf jeden Fall sehr sehr vernachlässigen! Aber meine Begleiter mit Guide fahren eben jetzt - und ob so eine Chance nochmal wieder kommt?? Ehr unwahrscheinlich! Und gerade bin ich dabei den Afrika-Wunsch zu verwirklichen: Seit Stunden bin ich alleine auf der Autobahn unterwegs. Unter mir die zufrieden brummende Twin. Fahrtwind am Helm. Von dem Artikel aus "Die Zeit" vom 10.03.2008 habe ich meiner Freundin und Familie lieber mal nichts erzählt: "Tunesien: Al Qaida bekennt sich zu Entführung von Österreichern." Die sind angeblich am 22. Februar 2008 verschleppt worden... Die Beine sind trotz Lauf ok. Ziel ist heute eine Pension in den italienischen Alpen (Ortlergruppe). Dort hoffe ich dann meine Reisekollegen zu treffen: Imed - Tour-Guide (da Halb-Tunesier) und Arbeitskollege mit einer Honda XRV 750, Kalle - ein Arbeitskollege mit seiner "Torro" - BMW 1150 GS, Robert - ein Freund von Kalle mit einer 850er BMW GS und "Schöni" bzw. Frank - auch ein Kollege von mir, der ebenfalls eine Africa Twin bewegt. Die sind schon alle heute früh in Nürnberg gestartet. Sie wollten sich etwas mehr Zeit lassen und noch ne Tour fahren. Verständlicherweise hatten sie keine Lust auf den Würzburger zu warten, der erst noch seinen Lauf machen will und gleich danach losfahren möchte. Um 10.00 Uhr war das Rennen. Um 14.00 Uhr bin ich tatsächlich in Würzburg losgekommen. Allerbestes Sonnen-Wetter! Und seitdem gehts immer geradeaus. Ziemlich öde natürlich. Bis sich irgendwann die Berge mit Schneegipfeln am Horizont zeigen. Auf dem Brenner-Paß wird es dann ziemlich frisch. Das letzte Stück in Kurven durch die Berge: Keine Menschenseele mehr zu sehen, dunkel, Arschkalt ...und wo ist jetzt endlich dieses blöde Nest "St. Felix"!?! Nach sieben Stunden, ca. 600 km, zwei Pausen und einem Tankstop bin ich endlich angekommen! Freude - so "weit weg" wieder bekannte Gesichter zu sehen! Richtig fremd fühle ich mich hier allerdings nicht - alle Bewohner hier sprechen deutsch! Die anderen sind schon einige Stunden da und haben sich schon Sorgen gemacht. Endlich was warmes zu futtern! ...und Rotwein natürlich. Morgen gehts nach Genua!
28.04.2008 - Montag - Von Italien/Genua nach Tunesien/La Goulette (Mittelmeer-Fähre "Carthag")
08:10 Uhr. "Sahara 2008" steht auf dem Alukoffer von Imeds Maschine - da wollen wir hin! Wir starten von unserer Unterkunft. Es wird wieder ein harter Tag für das Sitzfleisch werden! Die Moppeds der anderen sind ziemlich beladen für den zweiwöchigen Trip. Hab ich irgendwas wichtiges vergessen? Ich habe wirklich versucht nur das nötigste mitzunehmen. Die Twin sollte möglichst wenige zusätzliche Pfunde über eventuelle Geländepassagen schleppen. Unser heutiges Ziel ist der Mittelmeerhafen Genua. Von dort wird unsere Fähre nach Tunesien/La Goulette ablegen. Es ist noch kalt als wir uns durch Kurven und Kehren den Gampenpaß bergabwärts schwingen. Die Aussicht über die unter uns liegende Landschaft ist wirklich toll. Dann gehts es wieder auf die Autostrada und mit nur einem Tankhalt nonstop nach Genua. Wir wollen um 14.00 Uhr dort sein, da wir die Information haben, das dann Ladestop sein könnte. Wir fahren meist in einer versetzten Reihe auf der Autobahn. Wiedermal ziemlich monoton natürlich. Plötzlich fährt der führende "Navigationschef" von der Autobahn ab. -Leider schaffen es Schöni und ich, die direkt dahinter fahren, nicht mehr so schnell zu reagieren. Die beiden anderen warten an der Ausfahrt. Na toll! Da die nächste Ausfahrt unergründlich weit weg ist, entscheiden wir uns für eine "atypische" und schnelle Lösung (bei der der Pannenstreifen ein wichtige Rolle spielt...). Nach sechs Stunden Fahrt, kommen wir pünktlich in Genua an. Enge unsympatische Betontunnel führen uns in Kurven bergab Richtung Hafen. Dort angekommen haben wir noch Stunden Zeit und essen erst mal was. Die umliegende Stadt wirkt etwas "Slum-ähnlich". Auch das anwesende uniformierte "Sicherheitspersonal" wirkt durch sein Aussehen und sein Verhalten alles andere als vertrauenswürdig: Security, Polizei oder verkleidete Mafiosi - alles scheint möglich. Beim Toilletenbesuch gibt es erste Kontakte mit Fremdartigen Gewohnheiten: Keine Schüssel sonder ein Loch im Boden. ...ok, so dringend wars doch nicht! Bei der Hafenpolizei lassen wir uns einen Stempel auf eine schicke Braune Karte machen. Der erste von vielen vielen "wichtigen" bürokratischen Akten. Dann dürfen wir endlich unsere Maschinen einladen und verzurren (mit vorhandenen Zurrgurten). Die neben uns parkenden Autos sind teilweise übelst überladen. -Federweg an der Hinterachse?? -Teilweise wundert man sich, daß sich das Rad noch drehen kann! Nach zähen Verhandlungen mit dem weiblichen Schiffspersonal am Infoschalter beziehen wir eine Mini-4er-Kabine. Robert muß bei Fremden in einer anderen Kabine unterkommen. Formalitätenmäßig gehts jetzt zum erstenmal ans Eingemachte: Wir müssen drei Kärtchen ausfüllen. Diese sind aber nur in französich und arabisch bedruckt! (Tunesien war im 19./20. Jahrhundert eine französische Kolonie.) Dank Schöni und Kalle wird die Hürde aber gemeistert. Anschließend werden die Karten beim Polizeischalter und dann beim Zollschalter, welche sich auf dem Schiff befinden, vorgelegt. Die Maschine wird bei der Einreise in den Reisepaß (-Pflicht bei Individuallreisenden) eingetragen und bei der Ausreise (mit Motorrad) wieder gestrichen. Das ganze Prozedere ist natürlich mit einer langen Wartezeit verbunden. Die anderen Wartenden sind ein bunte Mischung aus Arabern und reisenden Europäern. Teilweise wird geraucht - dabei sind doch da diese Verbotsschilder ("Defense de Fumer") auf dem Schiff.... egal.
Um sechs Uhr legt die Fähre ab. Wir speisen arabisches Kantinen-Food und vernichten anschließend Kalles leckere Weinvorräte.
29.04.2008 - Dienstag - Von La Goulette nach Nabeul
Nach einer gut verbrachten Nacht sind wir noch immer an Bord der "Carthag" - und verzichten angesichts der Preise und des gebotenen auf ein anständiges Frühstück. Naja. Leicht verschnupft (Erkältung? Allergie?) sitze ich mit den anderen auf dem Pooldeck des Schiffes und genieße die Sonne. Das Wetter ist richtig gut und die See (Gott sei Dank) ruhig! Gegen 15.00 Uhr ist Ankunft in La Goulette! -Endlich Afrikanischer Boden! Als wir dann endlich in die Hafen einfahren sind sofort die ersten kulturellen Unterschiede zu erkennen: Überall Minarette über der Stadt. Wir wollen von La Goulette nach Nabeul fahren. Dort können wir bei einem Onkel von Imed übernachten. Vom Schiff runter und irgendwie schon eine ganz andere Welt - alles ist anders! Ein bischen was von TV-Doku: Sonne, trocken, staubig, das Stadtbild zwischen runtergekommen und Moderne. Aber der Reihe nach: Nach dem verlassen des Laderaums werden wir von (zahlreichst) vorhandenen Polizisten kontrolliert. Die Kontrollen waren oberflächlich (na gut - bei uns Euro-Touris) und gaaaaanz wichtig: Die doofen Enduro-Touristen immer mit übertrieben großer und hektischer Geste weiter winken. Allerdings gabs dabei auch Lichtblicke: Schlanke, hoch bestiefelte Polizistinen mit sehr (!) strengem Blick... In der Stadt dann überall Polizei. Die Uniform wirkt etwas "billig", wie Verkleidung. Arabisches Verkehrschaos in der Innenstadt: Alles ist voll, laut, eng und sehr warm. Klar fallen wir durch Moppeds und Kleidung auf und werden dementsprechend beobachtet. Schöni hat gleich eine unfreundliche Begegung als ihm ein Fußgänger ohne erkennbaren Grund "Fuck you" zuruft. Meistens wirken die Leute aber aufgeschlossen und sehr freundlich auf uns. Von riesigen Werbetafeln blicken europäische oder zumindest hellhäutige Gesichter auf uns herab. Auch die Mädels sind offenbar interessiert an fremden Enduroreisenden: Oft wird nach ein paar Sekunden des herschauens gleich gewunken und geflirtet.- Als Single wär`s hier bestimmt interessant ;) Imed hatte uns vorgewarnt: Verkehrsregeln sind meist nur auf dem Papier vorhanden! Ampeln werden z.b. nur als grober Anhalt wahrgenommen. Oft wird der Verkehrsstau durch entschlossen pfeifende Polizisten verwaltet. Dann sind wir auf der Autobahn nach Nabeul und es wird übersichtlicher. Die Landschaft ist ehr eben und trocken, oft aber auch grün eingefärbt. Hennen, Esel, Pferde und Leute tauchen mitten im nichts an der mehrspurigen Straße auf. Teilweise reagieren die Tunesier auch ganz unfreundlich auf uns: Ein LKW zieht während wir in links überholen nach links auf unsere Spur. Allerdings sind die Fahrer auch teilweise vollauf mit ihrem Handy beschäftigt, als das sie sich auch noch auf den Verkehr konzentrieren könnten. Nabeul wirkt auf mich oft dreckig durch die vielen wilden Müllablagerungen überall in der Stadt. Die Stadt ist allerdings nicht so überfüllt wie La Goulette. Wir und unsere Maschinen kommen hier bestens bei Imeds Onkel unter. Bevor wir für heute Feierabend machen, entführt uns Imed noch auf eine kurze Offroad-Tour ins Umland. Auf derben und teilweise sehr sandigen Feldwegen begegnen uns typisch tunesische Fortbewegungsmittel: Selbst zusammengedengelte Eselkarren z.B. Schnell stellt sich heraus, daß die "Tourance"-Reifen von Kalle nicht der Hit auf solchem Untergrund sind. Robert fährt zwar ähnlich straßenorientierte Reifen, macht dies aber durch Fahrkönnen (und Wagemut) mehr als wett und uns vier diesbezüglich ganz schön was vor! Schöni, Imed und ich haben uns lieber mal für den "Enduro 3" entschieden. Apropos Wagemut: Eine Halfpipe ähnliche natürliche Rampe wird von Robert gleichmal angetestet: Ein kuzer Anlauf und Robert plus Gummikuh (mit Koffern!) befinden sich ein bis zwei Meter in der Luft!! Total verrückt der Kerl :-) - Gibt aber tolle Bilder! Und weils so schön war gleich nochmal! Von der Reaktion der 850er BMW auf die "Night of the Jumps" Aktion wird an späterer Stelle berichtet ... Es wird langsam dunkel: Moppeds im Sonnenuntergang. Riesige Kakteen, kreuzende Rindviecher und das erste Kamel runden unseren ersten Geländeausflug ab. Zurück in Nabeul halten wir bei einem "Nußfachgeschäft": Alles was kernig oder nussig ist kann man hier kaufen! Sehr zu empfehlen! Die Kinder sind besonders von Kalles hochgerüsteter Touratech-BMW angetan. "Zuhause" angekommen werden wir von Imeds Tante fürstlich bekocht: Fritierte Hähnchenteile, gemischter Salat mit Thunfisch, scharfe Peperoni Soße mit Harissa, dazu Pommes und Weißbrot! Ich bin sowas von zufrieden! Harissa ist ein typisches Gewürz und sollte nur in kleinen Mengen verzehrt werden: SCHARF !!!!! Brennt garantiert zweimal und beim abschließenden Burnout ganz ganz furchtbar! (Fünf Schiffchen!)
30.04.2008 - Mittwoch - Von Nabeul nach Chebba
Strahlender Sonnenschein und blauer Himmel über den weißen (na gut oft auch grauen), eckig wirkenden Häusern von Nabeul. Mein komischer Schnupfen läßt mich immer noch nicht los. Imeds Tante hat für uns Frühstück gemacht: Unter anderem steht da ein Teller mit braunen Kokonähnlichen Objekten. Hat aber gar nichts mit Insekten zu tun, die Teile sind sehr lecker - aber auch sehr süß. Zuckerzeug scheint in Tunesien sowieso ziemlich beliebt zu sein. Wir kommen erst um zehn Uhr los und fahren gleich mal tanken. Unser erster Tankstop in Tunesien. Während wir unsere Gefährte an der Mobiltanke volllauffen lassen, ist Imed um die Ecke Geld wechseln (aber dazu später mehr!). Ein Musterbeispiel für die "andere" Lebenseinstellung hier ist der Tankwart der uns bedient: Der freundliche Mann im Mobilserviceanzug lehnt lässig an der Tanke und läßt mit der einen Hand den Sprit in die Honda - in der anderen die Kippe! Direkt daneben das Schild "Defense de Fumer". Einfach schön. Imed kommt mit unserer gewechselten Kohle zurück: Soooo viel Spielgeld in bunten Scheinen :) Wir fahren die nördöstliche Halbinsel ab: Korba, Menzel, Temime und El-Haouaria sind die größerern Stationen. Wann immer wir eine Pause einlegen ist vor allem die Jugend an uns interessiert. Alle super freundlich und offen - aber natürlich auch super cool mit Sonnenbrille, Fotohandy und 1a rausgestylt. ...nur die Aldiletten passen nicht so ganz dazu. Und immer wieder Kontraste für unsere Augen: Handy und Satellitenschüssel hier, Pferdekarren und Eselreiter dort. Arabische Festung am Meer mit tollem Ausblick, Müll überall vor den Füßen. Da wir endlich voran kommen wollen (nach Süden) benutzen wir teilweise die Autobahn. Grombalia, Hammamet und Sousse sind größere Wegpunkte. Wir verlassen den Highway und fahren eine gut befahrene Hauptstraße entlang, die bei uns einer Bundesstraße gleich käme. Die Straße führt geradewegs in ein Dorf und plötzlich ist die Hauptstraße keine mehr, sondern mutiert zum Markt! - Immer mehr Menschen und Verkaufsstände in dem Ort machen den Weg immer schmäler! Schließlich ist es wie eine Fahrt durch eine Fußgängerzone beim Sommerschlußverkauf. Echt lustig! Keine Ahnung wo plötzlich die ganzen Autos die eben noch mit uns unterwegs waren geblieben sind. Aber Autos ist oft übertrieben: Lieblingstransportmittel ist das 2-Takt-Mofa! Diese scheinen meistens viel (!!) älter zu sein als ihre Fahrer! Auf diesen Geräten wir fast alles Transportiert! Kinder z.B.: Eins auf dem Lenker, eins auf einem Obstkistchen hinter der Sozia, plus Fahrer. Natürlich alle ohne Helm. Nachts auch gerne ohne jedes Licht! Das trifft aber auf viele Motorfahrzeuge hier zu. Kühe werden auf Pickups verladen. Schafe ebenso, allerdings doppelstöckig. Heulaster sind doppelt so hoch beladen wie sie selbst hoch sind. Wir machen einen Abstecher zur Küste. Irgendwann wird der Weg zu schlecht und steil für Kalle (außerdem hat er die kürzesten Beine und wahrscheinlich die schwerste Maschine von uns) und wir fahren das letzte Stück zum Meer zu viert. Ziemlich idylische Kulisse: Schroffer brauner Fels, Kieselstrand, grünblaues Wasser und blauer Himmel. Ein paar Leute sind baden. Das Bild mit der beladenen Twin drauf könnte direkt für einen Werbeprospekt herhalten. Aber da die Enduro nicht mehr gebaut wird gibts auch keine Prospekte und wir fahren den groben Trail zurück zu Kalle. Jeder darf mal im Abstand die tolle offroad-Steigung hochstauben, während uns Kalle filmt ... jaaa :) In einem netten Küstendorf machen wir Mittag: Lecker Fisch, scharfer Gemüsebrei, Pommes, Weißbrot und Harissa natürlich. Der "Streifenwagen" der vor dem Lokal parkt ist echt der Hit: Ein alter Renault 19 in weiß ohne Blaulicht o.ä. An der Seite ein schlecht aufgesprühtes "Police", verbeult, Roststellen, kaputte Lichter und fehlende Teile. - Geiles Gerät! Wir ziehen wieder los und es wird nochmal lustig: Ein Schulbus den wir überholen wird "feindselig" und die Kids bewerfen Schöni und mich mit Zeugs (Radiergummis oder so) aus allen Rohren! - Wie nett! Die Weiterfahrt führt uns vorbei an einem super erhaltenem römischen Kolosseum. Kurz vor unserem Tagesziel liegt in einem Nest ein total nackter Mann auf der Straße (auf dem Rücken). Die Einwohner stehen außenrum und gucken... Laut Imed ein Verückter!? Angeblich sei das in manchen Gegenden ein Trick um die Touris zum anhalten zu bewegen - um sie dann auszurauben. Naja. Die Überholmanöver der Leute sind teilweise absolut bescheuert und sinnlos! Überholen trotz nahendem Gegenverkehr und/oder sich in unser Motorradgruppe reinpressen ist z.B. recht beliebt.
Endlich sind wir in Chebba, das uns mit einem drohend schwarzen Himmel empfängt. Wir haben ca. 450 km heute runtergerissen. Mir hing immer noch der Rotz in der Nase und der Hintern tut weh - Aua!! Wir werden von Imeds Opa und Oma liebvoll empfangen! Außerdem sind noch andere Verwandte mit Kindern da. Nachdem wir abgeladen und unser Quartier im Nachbarhaus (ganz für uns alleine) bezogen haben, gehen wir erstmal essen! Im "In-Lokal" des Ortes ist Fußball-TV die Nummer 1. Eine stilechte tunesische Frutti de Mare Pizze rundet meinen Tag ab. Das Essen ist gut und mal richtig günstig: Wir zahlen ca. 23 EUR für das komplette Essen und Trinken von fünf Männern! Später dann in der Nacht:
Schöni und ich betten uns auf unser Partnerschlafgemach - gute Nacht!
01.05.2008 - Donnerstag - Chebba
02.05.2008 - Freitag - Von Chebba nach Douz
03.05.2008 - Samstag - Von Douz nach Tozeur
04.05.2008 - Sonntag - Von Tozeur nach Sbeitla
05.05.2008 - Montag - Von Sbeitla nach Tabarka
06.05.2008 - Dienstag - Von Tabarka nach Nabeul
07.05.2008 - Mittwoch - Nabeul
08.05.2008 - Donnerstag - Nabeul
09.05.2008 - Freitag - Von Nabeul nach La Goulette
10.05.2008 - Samstag - Von La Goulette nach Italien/Genua (Mittelmeerfähre "Habib")
10.05.2008 - 11.05.2008 - Samstag/Sonntag - Von Italien/Genua nach Deutschland/Bad Windsheim
Gesamt-km: 4536 km
Tankstops: 16
Ex-Fahrzeuge:
VW Golf II CL, VW Golf II GTI G60 Edition One, Toyota MR2 Turbo, VW Golf III GTI TDI 20 Jahre, Honda Transalp XL600V, Honda Africa Twin XRV750.
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