DVD in den USA und in Deutschland

 

Diese Seite hab ich erstellt, weil ich ein überzeugter DVD-Junkie bin, und es über dieses Medium einiges zu erzählen gibt. Viele fragen sich bestimmt, was es beispielsweise mit dieser Regionalcode-Geschichte auf sich hat, und warum das so ein grosses Problem ist.

Meine DVDs kann man hier auf der Seite von meinem Kumpel Lorant sehen (oben stehen aber zuerst seine): http://www.beepworld.de/members16/lorant1860/meinedvdsliste.htm

Mein DVD-Player ist der DV-250P von HITATCHI, ein absoluter Code0-Player, den ich Ende 1999 gekauft hab. Er ist nicht nachträglich "decodiert" worden, sondern wurde von Anfang an so konzipiert.
Update (30. Juli 2004): Der HITACHI ist leider kaputt gegangen, so musste ich mir einen neuen Player kaufen. Es ist der CyberHome CH-DVD 412, welcher als codefree-schaltbares Gerät bekannt ist. In der Bedienungsanleitung heisst es natürlich, es sei fest auf Code 2 eingestellt, aber mit einer bestimmten Tastenkombination auf der Fernbedienung, welche im Internet nachzulesen ist, lässt sich der Regionalcode frei wählen. Oder er lässt sich eben komplett ausschalten, wobei dieser Player auch die berüchtigten RCE-Scheiben von Columbia "austricksen" kann.

Was sind Regionalcodes?

Als die DVD Mitte der 90er ein Thema als Nachfolgemedium des VHS-Systems war, machte man sich in Hollywood Gedanken darüber, wie man den weltweiten Vertrieb von Kinofilmen auf DVD kontrollieren könnte. Bei VHS-Cassetten war es früher unmöglich, sich in den USA mit aktuellen Filmen einzudecken, und sie in Deutschland anzuschauen, weil die Fernsehnormen völlig unterschiedlich sind. In den USA gilt der NTSC-Standard, während man in Deutschland PAL verwendet. Jedoch wurden mit der Zeit in Deutschland VCR's und Fernsehgeräte entwickelt, die NTSC problemlos verarbeiten konnten, und so hat es sich angeboten, sich US-Kaufvideos zu besorgen, aus drei Gründen: 1. Originalversion, 2. Aktualität (Kinostart in Deutschland war oft sehr spät, und die Filme gab es zu diesem Zeitpunkt in den USA nicht selten bereits als Kaufvideo), 3. IMMER die vollständige Version (z.B. bei härteren Actionfilmen) und 4. Preis.
Das was ein Dorn im Auge der Filmindustrie, die natürlich verhindern wollte, dass man sich den Film auf Video besorgt bevor man überhaupt im Kino war. Gegen diese "Grauimporte" war man jedoch mit dem VHS-System machtlos, da die "Fernsehnormseparation" vom technischen Fortschritt eingeholt worden war!
Bei der DVD wollte man da von Anfang an einen Riegel vorschieben, und so haben die Hollywood-Studios gemeinsam die DVD-Welt in 6 Zonen eingeteilt. Jeder DVD-Player und jede DVD sollte dann einen Code aufweisen, und nur wenn der Regionalcode bei Gerät und Scheibe übereinstimmt sollte der Player seinen Dienst tun. Das wurde dann auch gemacht.

Regionalcode 1 - USA, Canada
Regionalcode 2 - Europa, Japan, Südafrika
Regionalcode 3 - Südostasien
Regionalcode 4 - Australien, Südamerika, Mexico
Regionalcode 5 - Russland, Afrika (ausser Südafrika)
Regionalcode 6 - China

Regionalcode 7 - unbekannt
Regionalcode 8 - Flugzeuge, Schiffe

Wider Erwarten kam man aber recht schnell dahinter, dass man die Codierung der DVD-Player entfernen kann, was das Abspielen von allen DVD's möglich macht. Das kostet Aufpreis auf den Player, und die Garantie entfällt, das ist der Nachteil.
Daneben gibt es auch DVD-Player, die einfach keine Codierung haben, man nennt sie Code0-Player. Sie spielen auch alle DVD's der Welt ab, und man verliert darauf die Garantie nicht. Es gibt sie jedoch nur bei bestimmten Anbietern.

Region 1 DVD's

Hauptgrund für einen Code0-Player ist natürlich die Möglichkeit, DVD's aus den USA zu kaufen. Es ist nun einmal so, dass die USA der Hauptmarkt für DVD's sind, und es gibt dort einfach die allermeisten Filme auf DVD. Aber es spricht noch viel mehr für US-DVD's:

  • Bestmögliche Qualität
  • Hervorragende Ausstattung (Specials)
  • Stilvolle Cover (die manchmal in Europa ganz anders aussehen!)
  • Immer ungekürzte Fassungen (z.B. sind manche 18er-Fassungen in Deutschland immer noch nicht vollständig, während es von manchen Filmen gar keine 18er-Fassung gibt, sondern nur eine verstümmelte 16er-Fassung; ausserdem werden 18er-Fassungen in Deutschland manchmal nur "unter dem Ladentisch" verkauft, sind in Glasvitrinen eingeschlossen, oder dürfen nicht beworben werden - später mehr dazu.)
  • Aktualität (US-DVD's gibt es nicht selten VOR dem dt. Kinostart!)

Man kann sich bei US-DVD's einfach immer sicher sein, dass einem nichts vorenthalten wird für sein Geld, und damit macht es einfach viel mehr Spass, Filme zu sammeln!

Top 100 US-DVD-Charts von Amazon.com

 

Altersfreigaben, Indizierungen, Beschlagnahmungen

Das rating system für Kinofilme ist in den USA sehr viel einfacher strukturiert als in Deutschland. Es fängt schon damit an, dass die Alterseinstufungen in Amerika keine gesetzliche Wirkung haben, sondern freiwillig sind. Es steht einer Filmgesellschaft frei, ob sie ihre Filme vor Kinostart überhaupt vom rating committee einstufen lassen möchte. Dieses Kommittee besteht auch nicht wie in Deutschland aus einer Handvoll sich wichtig nehmenden geschulten Fachleuten (Psychologen etc), sondern aus ganz normalen Leuten, die auch Eltern sind und die einfach nach ihren Urteilsmasstäben, was sie ihre Kinder ab wann sehen lassen würden, die Filme beurteilen sollen.

Es gibt folgende Einstufungen, die sich selbst erklären:
 
 
Die höchste Einstufung für alle Filme, die nicht erotisch oder pornographisch sind, ist eigentlich immer "R". Sehr selten kommt es vor, dass extrem harte Gewaltfilme auch mal als "NC-17" eingestuft werden. Das kommt einem Verbot gleich, weil kein Kino bereit ist, "NC-17"-Filme zu zeigen, da sie als "Schmuddelfilme" gelten.
Aber wie gesagt, so gut wie alle US-Action- und Gewaltfilme (auch wenn sich die deutschen Jugendschutzapostel dabei unter dem Bett verkriechen würden) bekommen ein "R".
Das ist auch der wesentliche Unterschied zu Deutschland. Hierzulande kommt es häufig vor, dass Actionfilme, die in USA ein "R" bekommen haben, von der verweichlichten FSK ab 18 freigegeben werden, und sobald das passiert darf man nicht mehr für sie werben, sie nicht offen verkaufen und ausserdem gilt für sie das Versandverbot. Wenn sich die deutschen Behörden mal wieder ein besonderes Meisterstück leisten wollen, setzen sie einen Actionfilm auf ihren "Index". Diese indizierten Filme sind zwar genau genommen immer noch nicht verboten, aber man darf dann noch nicht einmal über sie sprechen!!! Das führt natürlich dazu dass es unmöglich wird, solche Filme in Deutschland zu kaufen, wenn Werbung, öffentlicher Verkauf und sogar noch die Erwähnung verboten sind. Deutschland hat das mit Abstand lächerlichste Jugendschutzgesetz der Welt (nach "Erfurt" ist es noch verschärft worden - man braucht ja schliesslich einen Sündenbock für diese Gewalttat, und was liegt da näher als bööööse amerikanische Horrorfilme...), und alle europäischen Nachbarn lachen Deutschland deswegen aus. Ob Frankreich, England, Österreich oder Italien, nirgends hat man Probleme mit dem Versand von härteren Filmen, und auch nicht mit dem Verkauf von Code1-DVD's. Aber schliesslich muss in Deutschland ja alles "ordentlich" zugehen...

Ausser der FSK-Freigabe "18" (die seit neuestem "Keine Jugendfreigabe" heisst), und der Indizierung gibt es für den Staat auch noch ein unglaubliches Mittel, Filme "verschwinden" zu lassen: jeder x-beliebige unwichtige Dorfstaatsanwalt hat das Recht, die bundesweite Beschlagnahmung eines Films anzuordnen, wenn dieser seiner Meinung nach gegen den auf der Welt einmaligen "Gewaltparagraphen" §131 verstösst - die subjektive Ansicht des Staatsanwalts reicht aus um einen Film wegen angeblicher Gewaltverherrlichung einziehen zu lassen. Dann werden alle bekannten Kopien im Bundesgebiet von der Polizei eingezogen und vernichtet. In was für einem Bevormundungs- und Zensurstaat leben wir hier eigentlich??? Derartige Vorgehensweisen sind aus einer "sehr deutschen" Epoche als Bücherverbrennungen bekannt. Das ganze ist so lächerlich, da es schliesslich nicht um Waffen oder um Kinderpornos geht sondern um ganz normale Spielfilme die in jedem anderen freien Land der Welt akzeptiert sind. Nur das kleine unwichtige Deutschland hat ein paar Staatsanwälte mit zu wenig Arbeit, die in der Vergangenheit immer wieder persönliche Feldzüge gegen das von ihnen so verabscheute Horrorgenre geführt haben.

In den USA sprechen Jugendliche wie selbverständlich über Horrorkultfilme wie "Friday the 13th" oder "Nightmare", und extra für diese Zielgruppe wurden ja dann Streifen wie "Scream" gedreht. Da in Amerika beim R-rating die parental-guidance-Regelung gilt entscheiden die Eltern ob ihre unter-17-jährigen Kinder diese Filme sehen dürfen. Aber in Deutschland geht das natürlich nicht, da Eltern ja dumm sind, da muss der Staat einen (oder am besten gleich mehrere) Riegel vorschieben, dass auch kein Jungendlicher einen "gewaltverherrlichenden" Film zu sehen bekommt. Die Sache mit der Gewaltverherrlichung ist sowieso total lächerlich und einfach falsch. Kein Horrorfilm macht eine positive Aussage über Gewalttaten - man könnte grade meinen dass die Opfer in "Halloween" sagen "oh please Mr.Killer, I'm so glad that I've got the honor of being decapitated by you..." In Deutschland haben 90% der Leute den Sinn von Splatterfilmen nicht verstanden, stattdessen schalten sie RTL ein und schauen ihre schleimige Frauenarztserie. Ein total verweichlichtes Land voller Muttersöhnchen haben wir hier, das auf der Welt seinesgleichen sucht. Und natürlich ist das Grundgesetz (die angeblich so tolle Verfassung Deutschlands) keinen Pfifferling mehr wert wenn es um ungeliebte Filme geht - ich kann nur sagen:

"Eine Zensur findet statt!"

Ein weiterer grosser Unterschied in den USA ist, dass das US-System auch nur für's Kino richtig Gültigkeit hat. Für den späteren Verkauf muss ein rating nicht mehr gelten, man kann einen Film dann in einer Version anbieten, die für's Kino kein "R" bekommen hätte, und auf der DVD steht dann einfach "not rated" (so z.B. bei "American Pie). Der Verkauf ist weder verboten noch eingeschränkt, lediglich muss man 18 sein um solche DVD's kaufen zu können. Für normale "R"-Versionen muss man das nicht sein, die sind an jedermann verkäuflich.

 

Verkauf von Region1 DVD's in Deutschland

So weit, so gut. Nun könnte man denken, dass das Regionalcode-Problem aus der Welt geschafft ist, und man sich mit US-DVD's eindecken kann. Das stimmt auch, WENN man die DVD's in den USA selbst kauft! Jedoch ist leider in Deutschland der Handel mit DVD's, die nicht Regionalcode 2 haben eigentlich illegal! Händler, die sich auf US-DVD's spezialisiert hatten (und sich damit einen festen Kundenstamm geschaffen hatten) wurden abgemahnt oder gleich geschlossen. Händler die sich dagegenstellen können zwar Erfolge verbuchen, aber kaum ein Händler hat Lust auf dieses juristische Affentheater und verzichtet dankend auf den Verkauf von Code1-DVD's. Das ist natürlich ein grosses Problem, weil man so in Deutschland nicht mehr die Freiheit hat, jederzeit aktuelle DVD's kaufen zu können, sondern immer bis zu einem  USA-Aufenthalt warten muss. Da geht die Aktualität der meisten Filme dann drauf dabei, weil man sich das Jahr über seine DVD-Wünsche zusammenstellt, und die Titel beim Urlaub nicht mehr sooo aktuell sind, wie wenn man sie sich bei erscheinen gleich in Deutschland besorgen könnte.

Mir sind lediglich zwei deutsche Code1-Versender bekannt. Sie sind beide recht aktuell und bieten eine umfassende Auswahl an Neuerscheinungen:

  • Little Hollywood
    In Stuttgart gibt es auch noch ein Ladengeschäft, das aber demnächst aufgelöst wird (es wurde dem Händler verboten, Code1-DVD's zu verleihen, weshalb sich kein Shop mehr lohnt - der Verkauf geht aber von einem Büro aus weiter, auch mit Selbstabholung).
  • CD-Wow
    Dieser Händler hat nur eine deutsche Vertretung (de.-Homepage und deutsche Bankverbindung), die als Agent für die Hauptniederlassung dient. Alle Code1-DVD's werden aus Hong Kong verschickt, ABER: sie werden grundsätzlich über Malmö, Schweden umgeleitet, so dass sie als EU-Sendung nach Deutschland eingeführt werden. Diese Methode ist absolut zollsicher, und die Lieferzeit ist für die weite Entfernung mit Umleitung sehr schnell (5-7 Tage ab Versand)!
    Update (22. Mai 2004): Seit einigen Monaten findet das Routing der DVD's nicht mehr über Schweden, sondern über Singapur statt. Trotzdem kommen die Lieferungen häufig ohne Zollkontrollen an.
    Update (18. November 2004): Routing jetzt auch über Luxemburg. Funktioniert perfekt.

Ansonsten gibt es nur noch die Möglichkeit der Versandbestellung von Code1-DVD's bei Vertrieben ausserhalb Deutschlands, wie

nur braucht man dafür eine Kreditkarte für die Bezahlung, und zum Preis kommen noch Versandkosten (nicht bei DVD Box Office und Future Ent.) und womöglich noch Zoll hinzu. Das gestaltet sich also bei weitem nicht so einfach. Wenn man ein paar Grundsätze beachtet, dann geht das ganze aber recht gut.

  • BoxOffice war früher einmal ein Topversender, da alle Sendungen über Frankreich geroutet wurden (damit sie als EU-Sendungen nach Deutschland kommen), so dass der Zoll keine einzigen DVD's in die Finger bekam. Leider sind diese Zeiten seit längerem vorbei, und BoxOffice geht denselben (einfacheren) Weg wie amazon.com, das heisst die DVD's werden zum Brüssel-Airport geschickt und von dort in Europa verteilt. Auf diese Weise führt kein Weg am Zoll vorbei, die einzige Chance hierbei ist, unter der Freigrenze von 22€ zu bleiben (kein Problem, da keine Versandkosten anfallen), jedoch ist dann kein Verlass dass der Zoll die Päckchen nicht öffnet und den Titel kontrolliert. Indiziertes / beschlagnahmtes Material bleibt daraufhin einbehalten!
    + keinerlei Versandkosten
    + sehr gute Preise
    -  u.U. sehr lange Lieferzeiten, bis BoxOffice die DVD überhaupt versenden kann
    -  Zollproblem
    Update (22. Mai 2004): Seit längerer Zeit funktioniert das Routing über Brüssel tatsächlich wieder wie früher über Frankreich. Lieferungen von Box Office kommen ohne Hinweise auf Kanada in Deutschland an, und werden vom Zoll nicht mehr kontrolliert. Damit ist DVD Box Office wieder einer der zuverlässigsten Code1-Versender!!! (Sehr wichtig im Hinblick auf den Ausfall von "Loaded")
    Update (18. November 2004): Routing findet nach wie vor über Brüssel statt, jedoch werden Zollerklärungen, die in CAN$ lauten, auf die Päckchen geklebt. Da nutzt das Routing dann auch nichts mehr, der Zoll kriegt die Lieferungen alle wenn er will. Schade.

  • Bei Bestellungen von amazon.fr (also aus Frankreich) ist man zollmässig auf der sicheren Seite (es handelt sich um reine EU-Lierungen), jedoch sind hier die Versandkosten ziemlich hoch. Ausserdem ist das Code1-Angebot bei amazon.fr nur "lückenhaft" vorhanden - aber besser als nichts.
    + Gut für indizierte Filme, da absolut zollsicher
    + Auswahl an indizierten Filmen ist gut
    + Schnelle Lieferzeiten
    -  sehr hohe Versandkosten
    -  neue Filme gibt es erst 6 Monate nach dem franz. Kinostart (per Gesetz)

  • Loaded247 scheint beinahe die beste Möglichkeit zu sein an Code1-DVD's zu kommen. Es handelt sich um einen sehr guten Versender, der zudem günstig ist und die Lieferungen aus Nordamerika zu sich holt und aus England absendet. Dadurch besteht höchste Zollsicherheit, man kann alles bestellen was man will! In den Bestätigungsmails und den "Terms of Use" könnte man zwar den Eindruck bekommen dass die DVD's aus Nordamerika direkt zum Kunden geschickt werden, aber das ist definitiv nicht so, die Sendungen kommen aus England! Loaded247 sichert sich durch diese Angaben ab, aus Urheberrechtsgründen.
    + Schnelle Lieferzeiten
    + günstige Preise
    + Sehr gute Auswahl
    + Zuverlässig
    + Preise sind auch in Euro angegeben
    + keine Versandkosten
    Update (22. Mai 2004): Der Versand von RC1-DVD's von loaded247.com erfolgt leider nicht mehr aus Grossbritannien, sondern direkt aus Canada!!! Es findet zwar ein (sicher gut gemeintes) Routing über Brüssel statt, jedoch befindet sich ein riesiges Logo der kanadischen Post auf den Umschlägen trotz belgischer Absenderadresse. Deshalb funktioniert die Strategie bei "loaded" nicht, und der Zoll kontrolliert hier häufiger im Gegensatz von den Lieferungen von DVD Box Office, die sehr sicher sind und nun wieder die sehr viel bessere Alternative darstellen.
    Update (18. November 2004): Nach den Problemen im Frühjahr funktioniert der Versand vom UK-Festland seit ungefähr einem halben Jahr wieder zuverlässig und problemlos. Nur die Lieferzeiten sind z.T. länger als früher, das kann aber auch an der Post liegen.

Und die deutschen Versandhändler dürfen ja nach herrschender Meinung nicht mit US-DVD's handeln, leider! Das ist v.a. deshalb so ärgerlich da europäische Nachbarländer damit kein Problem haben. Amazon in Frankreich bietet Code1-DVD's an, ebenso wie der britische Versender "Future Ent.". Dort greift kein sich wichtigtuender Staat ein und unterbindet dieses harmlose Vergnügen. Diese Länder nehmen es auch wesentlich lockerer mit dem Versand von Filmen ab 18, keiner hat dort ein Problem damit, und man lacht sich dort kaputt über dieses lächerliche deutsche "Versandverbot".
Tatsache ist auch dass der deutsche Zoll gerne seine Nase in Dinge steckt die ihn nicht das geringste angehen. So werden bsw. scheinbar auch Lieferungen aus England oder Frankreich kontrolliert, obwohl es EU-interne Sendungen sind die den Zoll nicht zu interessieren haben. Es wird immer wieder damit argumentiert dass man sich in Deutschland keine FSK-losen Filme aus dem Ausland bestellen darf, und der Zoll glaubt diese dann beschlagnahmen zu dürfen. Das ist aber nicht so, nur interessiert das den Zoll herzlich wenig. Im übrigen stellt sich auch die Frage wie das Beschlagnahmen von bestimmten Filmtiteln in Deutschland mit EU-Recht vereinbar ist (in einem EU-Land erlaubt --> in allen erlaubt)??? EU-Recht wird in Deutschland leider nicht ernstgenommen, und keiner tut etwas dagegen.
Es sieht also alles danach aus dass Bestellungen aus dem Ausland zwar durchaus gutgehen können, aber dass man sich dessen nicht sicher sein kann. Man muss es scheinbar selbst einmal ausprobieren (unter Beachtung der obigen Tipps) um die Erfahrung zu machen. Anfangen würde ich nicht gleich mit einem indizierten oder beschlagnahmten Film, sondern ersteinmal mit einem "normalen" Titel, um zu schauen ob der Zoll die Sendung kontrolliert.

In Deutschland ist das Problem trotzdem noch nicht so gross wie bsw. in Australien. Europa ist der zweitgrösste Markt für DVD's, da ist die Auswahl noch einigermassen gut. Australien hat dagegen sehr schlechte Karten, da dort Code 4 gilt, der gleichzeitig noch Südamerika beinhaltet. In südamerikanischen Ländern hat jedoch niemand Geld für DVD's, deshalb gibt es dort kaum einen Markt, und darunter hat auch Australien mit seinen relativ wenigen Einwohnern zu leiden, weil es für Hollywood keine grossen Anreize gibt, Code4-DVD's auf den Markt zu bringen. Nur zu gern würden sich australische Händler den hervorrangenden Code1-DVD's bedienen, weil ja die Landessprache English ist, aber das ist ja verboten.

Ein weiteres Problem bei einigen Code1-DVD's ist "RCE" (regional code enforcing), eine Technik die derzeit nur von Columbia Tristar bei populären Titeln Anwendung findet. Dabei wird die DVD "intelligent" gemacht. Sie kann dann erkennen, ob sie sich in einem originalen Code1-Player oder in einem codefreien Player befindet, und verweigert die Wiedergabe beim codefreien Gerät. Aber auch hier gibt es Auswege:

  • Intelligente DVD-Player
    Sie sind nicht codefrei, sondern "code switchable" und passen sich der DVD an, bevor diese merkt dass sie sich in einem codefreien Gerät befindet. Der Player stellt sich auf Code1 ein, und spielt die Scheibe ab.
  • Tricks
    Viele "normale" codefreie DVD-Player können durch bestimmte Vorgehensweisen (bsw. "direct search") entschärft werden, so dass die Wiedergabe der RCE-Scheibe sozusagen erzwungen wird. Es gibt dafür eine Liste auf dvdtalk.com für die bekanntesten codefreien Geräte.

Informationen zu RCE    (incl. einer Liste mit allen bekannten RCE-Titeln)

 

Gratis Homepage erstellen bei Beepworld
 
Verantwortlich für den Inhalt dieser Seite ist ausschließlich der
Autor dieser Homepage, kontaktierbar über dieses Formular!