Regeln der Vampire
(erklärt Santino Armand in "Armand der Vampir")
Wichtig: Diese Regeln sind nicht für alle Vampire gültig. Sie stammen von der Ordensgemeischaft, bei der Armand und Santino einst Anführer waren. Allen Anschein nach existieren diese Gemeinschaften in diesem Jahrhundert schon gar nicht mehr. Die Auflösung soll begonnen haben, als Lestat Armands Orden auf dem Friedhof 'Les Innocent' zerschlug. Trotzdem will ich euch diese Regel nicht vorenthalten. Das sind sicher nicht alle, denn Armand sagt in "Armand der Vampir", dass er die Gesetze dieses Ordens ein halbes Jahr studierte. Für diese wenigen Regeln hätte er sicher nicht so lange gebraucht, doch es sind alle, die bekannt sind.
1. Alle Vampire auf der Welt hatten sich in Ordenshäusern zusammen zu schließen und jeder dieser Orden musste einen Anführer haben. Alle Amtsgewalt lag in dessen Hand. Er hatte zu entscheiden, wann ein neuer Vampir erschaffen werden sollte und dass diese Umwandlung auf die gehörige Art vollzogen wurde.
2. Nur schöne Menschen durften die Gabe der Finsternis, so wurde es genannt, erhalten, denn das war dem gerechten Gott wohlgefälliger. Außerdem durften nur Vampire erschaffen werden, die für sich selbst sorgen konnten, also keine Behinderten und auch keine Kinder.
3. Kein alter Vampir durfte einen Zögling schaffen, denn die Kräfte steigern sich ja mit der Zeit und die Kräfte der Alten wären zu überwältigend für die Jungen.
4. Kein Vampir durfte einen anderen vernichten, außer der Anführer eines Ordens, der jederzeit bereit sein musste, einen Ungehorsamen zu vernichten. Er musste auch alle umherziehenden Vampire vernichten, die keinen Orden angehörten.
5. Kein Vampir durfte seine wahre Natur oder seine Kräfte einem Sterblichen offenbaren und ihn am Leben lassen. Kein Vampir durfte etwas auf Papier bringen, was diese Geheimnisse offen legte. Und nie durften Sterbliche den Namen eines Unsterblichen erfahren. Und wenn ihnen ein Beweis für ihre Existens in die Hände fiel, mussten sie ausgelöscht werden, zusammen mit dem, der diese Verletzung des Göttlichen Willens zugelassen hatte.
Sonstige feste Bräuche: Sie betraten keine Kirche, da Gott sie sonst angeblich tot niedersinken ließ. Sie mieden das Kreuz und sahen es nicht an und wenn ihre Beute nur ein Kreuz bei sich trugen, genügte dies, sie zu schonen. Sie wanden ihre Augen und Hände von Medaillons und Abbildungen der Heiligen Jungfrau ab. Sie scheuten von den Abbildern der Heiligen zurück. Aber sie stürzten sich auf die, die ohne diese schützenden Zeichen der Kirche waren. Sie tranken wann sie wollten, mit aller Grausamkein und machten sich über Unschuldige ebenso her, wie über die übermäßig mit Reichtum Gesegneten. Aber sie prahlten nie damit. Die Schlösser, Fürstenhöfe und Ballsäle waren ihnen verschlossen, denn sie durften sich niemals in die Geschicke derer einmischen, die Christus für jene vorgesehen hatte, die er nach seinem Bilde schuf. Nach diesem Werk mussten sie sich Orten zusammenfinden, die ohne Luxus und Reichtum waren, die sich sich unter der Erde zum Schlummern bereitet hatten. Dort trafen sie sich im Kerzenlicht um zu beten, ihre Lieder zu singe und ums Feuer zu tanzen. So sollten sie ihre Willenskraft stärken und sie mit ihren Brüdern und Schwestern teilen.
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