Das hier ist meine Übersetzung der Kurzgeschichte "Interview with the Vampire" von Anne Rice, aus der sie später den Roman gemacht hat. Eine Übersetzung gibt es nicht, also mache ich sie selbst. Soweit ich weiß ist die Geschichte nur im "Vampire Companion" erschienen. Natürlich liegen die Rechte NICHT bei mir!!!!! Ich versuche alle 1-3 Tage etwas hinzuzufügen!

"Möchten sie das Interview hier aufzeichnen?", fragte der Vampir
  Der Junge hatte das kleine Aufnahmegerät schüchtern aus seiner Aktentasche geholt. Er hatte diese Antwort nicht erwartet. "Es macht Ihnen nichts aus, ... dass ich dieses Interview aufzeichne, es möglicherweise durch FM Radio in ganz San Francisco ausstrahlen lasse?"
  "Ich habe überhaupt nichts dagegen", sagte der Vampir. "Ich habe auf das Zimmer angespielt." Er wies jetzt auf den kleinen, runden Eichentisch, die Lehnstühle. Das rhymische Aublitzen einer Neonwerbung unter dem Fenster, der Junge sah das alles, und eine Tür, die nicht die Eingangstür war, war teilweise geöffnet.
  "Oh, das ist schon in Orknung", sagte der Junge, und schnell prüfte er die Batterien seines Aufnahmegerätes, hob den durchsichtigen Plastikdeckel um die Kassette einlegen und starten zu können, und sah den Vampir scheu an. "Dann ist das ... Ihr Zimmer?", fragte er.
"Nein." Der Vampir lächelte. "Nur ein Zimmer." Er stand am Fenster und das rote Licht übergoss ihn in abständen von drei Sekunden. Dann gab es nur noch das gedämpfte Licht der Divisadero Street und den vorbeifahrenden Strahlen des Verkehrs. Der Junge konnte ein Waschbecken und einen Spiegel sehen, und wieder starrte er auf die teils geöffnete Tür.
"Möchten Sie, dass ich das Licht anmache?", fragte der Vampir sanft.
"Sie meinen, dass Ihnen das nichts ausmacht?", fragte der Junge.
"Nein, natürlich mach mir das nichts aus", sagte der Vampir während er stumm zur Mitte des Zimmers ging. Sein langer Umhang umflatterte ihn.
"Ich weiß, dass Sie mich in der Bar nicht genau ansehen konnten. Es war sehr dunkel. Ich möchte nicht, dass Sie nervös sind, oder ängstlich."
"Danke", sagte der Junge. Und dann griff der Vampir nach etwas über der Mitte des runden Tisches und zog an einer Schnur, worauf der trostlose, düstere Raum mit grellem Licht überflutet wurde. Er sah zu dem Jungen herab, und der Junge konnte nicht verhindern, dass er nach Luft schnappte. Seine Finger tanzten auf dem Tisch, nach hinten, um sich an der Kante festzukrallen. Der Vampir war völlig weiß und glatt, als wäre er aus bleichen Knochen geformt, aber in seinem schönen und scheinbar unbelebten Gesicht brannten zwei überwältigende grüne Augen. Er lächelte den Jungen an und das kreidebleiche Fleisch bewegte sich mit unbegrenzter Anpassungsfähigkeit, doch hatte es so wenige Linien wie ein Cartoon.
"Sie haben Angst", sagte er sanft. "Das brauche Sie nicht."
"Nein", sagte der Junge, räusperte sich und lockerte seine Krawatte. "Nur erstaunt. " Er begutachtete die hohen Wangenknochen des Vampirs, seine lange, dünne Nase. Die Kleidung war, wie er schon in der Bar gesehen hatte, großartig, ein Mantel aus dem letzten Jahrhundert, der Kragen war steif und weiß wie das Fleisch des Vampirs, die seidene Krawatte perfekt gelegt und gebunden, der Umhang war aus Samt. Er ließ mit seiner Hand jetzt langsam von der leichten Kordel ab und der Umhang fiel ihm sanft über den Arm. An der Hand, mit der er nun kaum den Tisch berührte trug er einen Smaragdring, der einzige Farbtupfer in seinem pferfektem Weiß, abgesehen von dem strahlenden Grün seiner Augen. Jetzt setzte er sich auf den Stuhl gegenüber des Jungen und der Junge konnte keine Bosheit in seinem Gesicht sehen, keine Drohung. Er hätte ein Mann von 35 Jahren sein können, wenn solch ein Mann jemals existiert haben könnte.
"Sollen wir nun anfangen?", fragte der Vampir in der selben, sanften Art. Er legte eine Hand über die andere.

ICH MACHE BALD WEITER!!!

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