Also hier stell ich einige meiner eigenen Schöpfungen hin. Gedichte, falls man das so nennen kann... *ggg*
Ich sitze auf einem Felsen in einer Höhle,
um mich herum Dunkelheit,
Nur ein Lichtstrahl fällt herein,
direkt auf meinen starren Körper.
Ich sitze da und denke nach,
über mein Leben und meinen Tod.
Auf meinem Schoß ein Lichtkreis,
darin sehe ich alles.
Das Gut und das Schlechte,
all das was mir widerfahren ist.
Meine wunderbare Kindheit,
mit all dem Glück.
Dan folgt meine Jugend,
wo mein Leben abfiel.
All das Gute wurde hier schlecht,
viel Schmerz erreichte mich damals.
Ich sehe das alles direkt vor mir,
ich analysiere mein Leben.
Werde melancholisch und doch
bemerke ich etwas Gutes.
Das Gute ist:
Es hätte schlimmer sein können.
Dann kam mein Tod,
als ich sechzehn war.
Er ereilte mich schnell,
ich wollte es so.
Ich nahm mir das Leben,
dem ich jetzt nachtrauere.
Als Engel ist einiges leichter,
aber auch vieles schwerer.
Ich sitze in der Dunkelheit
und denke darüber nach.
Lange stand ich da,
im Garten des Himmels.
Ich betrachtete die Blumen
und auch den See.
Wunderschön anzusehen
und doch strahlt alles Trauer aus.
Die Trauer meiner Seele
spiegelt sich hier wieder.
Ich höre Bienen und Enten,
Frösche und Fische.
Die Sonne brennt auf meinen Flügeln,
lässt mein Kleid hell leuchten.
Ich, der Engel des Wunderschönen.
Warum ich es wurde weiß ich nicht.
Warum ausgerechnet ich?
Das ist mir auch egal.
Ich sehe einen Vogel.
Er stürzt ab und fällt ins Wasser.
Ich fische ihn heraus,
er atmet schwer.
Ich lege meine Hand auf ihn.
Vorsichtig heile ich.
Er schaut mich an
und fliegt weg.
Lässt mich alleine,
in diesem Garten.
Dem Garten Eden,
der soviel schöner ist als ich.
Ich bin für immer verloren
in der unendlichen Ewigkeit.
Alle ließen mich zurück,
einsam bin ich hier.
Meine einzigen Begleiter,
drei strahlend weiße Tauben.
Sie sind immer hier und doch
ich fühle mich einsam.
Kein Partner, niemand.
Keiner ist bei mir,
um mich herum alles nur blau
und überall weiße Wolken.
Ich stehe starr da,
sie gaben mir bunte Blumen.
Sie feierten mich hoch
und lobten mich sehr.
Doch ich verlor alles.
Ein kleiner Fehler und nun,
nur noch diese Tauben,
alles was mir blieb.
Ich finde mich damit ab.
So ist nun mal das Leben,
ob Mensch oder Engel.
Ich leide immer.
Das war aus meiner Sad-Phase, inspiriert von einigen Bildern...
Mein jüngstes:
Die Menschen.
Stets irren sie umher.
Fleißig laufen sie herum
beschäftigt wie kein anderes Lebewesen.
Ich beobachte sie oft von hier oben
sie tun was sie wollen.
Einige haben alles im Überfluß,
andere leiden und haben nichts.
Die reichen wollen mehr,
nie sind sie zufrieden.
Liegt es in ihrer Natur?
Können sie nicht zufrieden sein?
Ich bemerkte in der Zeit einiges.
Die reichen werden reicher,
die armen ärmer und
alle sind unzufrieden.
Die Menschen sind schlecht.
Nach außen ist alles gut
und innen Streit,
jeder verletzt und verachtet jeden.
Ist das was die Menschheit vermag?
Kann sie nur das?
Ist sie zu nichts anderem fähig?
So scheint es mir.
Ich verachte die Menschen nicht,
ich bin nur unzufrieden.
Wir Engel sind eben anders,
oder etwa nicht?