So, jetzt geht´s Linchen an die Eingeweide. Als Erstes habe ich die Kofferaum-Bodenabdeckung mit einem Teppichmesser hinter der Rücksitzbank abgeschnitten. Diese diente mir als Vorlage für die Subwoofer-bodenplatte. Die Form des Hartpappenteils wurde auf eine 19 mm MDF-platte übertragen, und dann mit einer Stichsäge ausgeschnitten. Allerdings wenige mm kleiner, weil das Teil danach noch mit Kunstleder überzogen werden soll. Nach einigem probieren, nachschleifen und Kanten abschrägen, wird dann der Ausschnitt für die Klappe gemacht. Allerdings muß man den Spalt von 2 mm Sägeblattbreite erweitern bis die Feile raucht ! Schließlich muß hier 2 x Leder hineinpassen, und die Klappe muß immernoch plan in der Bodenplatte liegen. Um mir die Montage eines Gitters zu ersparen, habe ich nur Aussparungen in der Form eines Radioaktivitäts-Warnzeichen hineingeschnitten. Dann wurde als Scharnier ein sogenanntes Klavierband angebracht; dann noch ein verchromter Griff drangeschraubt, und schon sieht´s nach was aus ! Jetzt geht es an das " beledern ". Unter Zuhilfenahme einer Heißluftpistole Leder erwärmt und mit Sprühkleber und Elektrotacker befestigt - Voila´, fertig ! Jetzt kann man auch ohne Angst einen Kasten Bier oder sonstwas draufstellen ! Da ich keinerlei Changen gesehen habe, auch nur einen, meiner guten alten JBL 1500 GTI unterzubringen, mußte ein schon betagterer Super Pro PW 128 G mit gelber Kevlarmembran herhalten. Dieser wurde unter die Klappe geschraubt. Leider hat der Wooferkorb etwas popelig ausgeschaut; also habe ich ihn noch mit Chromspray verschönert !

Schritt 2: Reserverad raus - braucht eh´ Keiner ! ( Wozu gibt es Pannenspray ?) Dann muß mit Karosseriekleber eine Trennwand aus Holz eingebracht werden, da die Mulde bis unter die Rücksitzbank geht, und da liegt nachher ja die neue Bodenplatte nicht darüber ! Auch eine Versteifungsleiste (Alu H-profil ), kann man noch einkleben. Als nächstes wird dann mit Bitumenmatten von Phonocar gedämmt:

Diese muß man mit einer Heißluftpistole erhitzen und mit einem Tapetenroller feste andrücken. Sch....-arbeit, und erst die Finger wieder sauberkriegen !!! Als nächste Schicht kommt eine selbstklebende Schallschluckmatte aus dem Industrie-klimaanlagenbereich. Die hab´ich bei uns in der Arbeit "abgestaubt" ! Wo man die offiziell bekommen kann ? - keine Ahnung ! Nun folgt noch selbstklebender Noppenschaumstoff (auch von Phonocar), allerdings mehr wegen der Optik ! Nun kam der Verstärker: Leider konnte ich meine beiden, je 1,2 Kilowatt (rms !) starken, italienischen Audio-Stystems HTL 402 nicht unterbringen.(hatten wir das Thema Platz nicht schon mal ?) Habe mich also entschieden eine Phoenix-Gold MS 275 mit 240 rms-Watt einzusetzen ! Dieser ami-edel-amp hatte mir 5 Jahre lang beste Dienste im Mittel-hochtonbereich geleistet.Nun muß er halt mal richtig ran!

Flugs wurde er rechts in die Reserveradmulde eingelassen, und an der Alustrebe mit kleinen Blechwinkeln befestigt. Als "Doping" wurde ihm ein Pufferkondensator Helix SPC 500 von meinem "Busenfreund" Heinz Fischer (Audiotec Fischer) zur Seite gestellt. Das Ganze noch verkabelt und mit dem Woofer verbunden - fertig !

Anschließend hab´ ich mich gleich noch daran gemacht, den Wechsler einzubauen. Er hat seinen Platz stehend in der rechten Kofferraumseite gefunden, dort störter am wenigsten. Dann wurde noch ein MDF-Brett passen zugeschnitten, und mit Leder bezogenen. Dieses soll den edlen 10er-Wechsler schützen, wenn mal etwas zugeladen wird.

Dann ging es, daran meine "geliebten" Mittel- und Hochton-magnetostaten von Fostex einzubauen.(Für Insider : aus System RP 163).Die Teile haben auch heute noch, also 9 Jahre nach ihrem Erscheinen, einen absolut unübertroffenen Klang. Detailreichtum und Transparenz sind schlichtweg frappierend ! Wohl dem, der noch welche davon hat. Leider hat alles ausprobieren nichts genützt. Die Dinger sind im Armaturenbrett einfach nicht (optimal) zu positionieren ! Die einzige Change sie so anzuordnen, daß sich die gedachten Richtungslinien beim Mittelspiegel kreuzen, war 2 Gehäuse zu bauen. Also flugs an´s Werk. Leider hat sich der Bau als nervenzerfetzend herausgestellt. Ich habe wärend der 3 Tage die ich gebraucht habe, mehr geflucht, als ein Saudi-arabischer Kameltreiber !!! *grzmpfurglhmmpf*. Falls Ihr neugierig seid wie man das macht,(könnte ja auch für den Bau eines Hochtönergehäuses interessant sein), so will ich´s Euch verraten:
1.) Alles mit Zeitungen (dicht!) abkleben. 2.) Zeitungen feucht absprühen.
3.) Mit Bauschaum füllen.(Vorsicht - wächst gewaltig !), trocknen lassen.
4.) Mittels diverser Messer an Ort und Stelle, ca.2-3 cm kleiner als
gewünscht, zuschneiden. Bier trinken !
5.) Ausgehärtete Form abnehmen, und mit Spachtelmasse einstreichen.
6.) In Zeitungspapier gehüllten und zugeklebten Lautsprecher in die
feuchte Spachtelmasse drücken. Rundum glätten. Trocknen lassen.
7.) Lautsprecher rauspopeln. Eine rauchen ; wenn NR - Kaugummi !
8.) Schleifen, feilen, in Form bringen. Wieder Bier trinken.
9.) Spachteln, schleifen, Form prüfen, vergleichen, wundern,
weiterschleifen, spachteln, schleifen, Haare raufen.
10.)Loch für LS-Kabel bohren.
11.)Mit Sprühspachtel behandeln, dann lackieren. Spätestens jetzt:
schlafen geh´n und der Frau versichern, daß man Sie noch liebt !
(Mehr wird nicht passieren, weil man zu entnervt ist !!!)
12.)Nass schleifen, wieder lackieren, schleifen, wieder lackieren. Fertig ! 
Die Form hält übrigens ohne Befestigung ! geil - wa´ ?
Im September hab´ ich mich dann daran gemacht, das Display meiner Sony MOBILE ES Anlage einzubauen. Dazu musste das Armaturenbrett aufgeschnitten werden. Das tut richtig weh, so ein jungfräuliches Teil zu zerschnipseln, aber es musste sein.Schließlich sollte das Becker-Navi-Radio am Orginalplatz verbleiben. Nachdem das Plastik einen 4-eckigen Ausschnitt hatte und man mit einer Taschenlampe hineinleuchten konnte, kam die Ernüchterung. Zu wenig Platz ! Was bleibt also anderes übrig, als die Displayeinheit vom Elektronikteil zu trennen, und nur das Display selber einzubauen. Hierfür wurden alle Kabel durchtrennt und mit geschirmten Kabeln verlängert.Bei der Gelegenheit habe ich auch gleich den Infrarotsensor für die Fernbedienung, und den Regler für den Displaykontrast in die rechte Seite der Lenksäulenverkleidung verlegt. Das eigentliche Blockgerät hat rechts neben den Sicherungen, in den Tiefen des Armaturenbretts, seine neue Heimat gefunden.
Danach musste ich noch eine Abdeckung für´s Display basteln. Dazu muß erst ein Holzteil zurechtgesägt und zugefeilt werden. Dann folgte der Lederbezug.

Nachdem das auch erledigt war, hätte ich es gern getestet. Geht aber noch nicht ! Die MOBILE ES funktioniert nur wenn alle Teile (Displayeinheit, Prozessoreinheit, Digit.Freq.-weiche und Wechsler) miteinander verbunden sind ! Hoffentlich kommt der Winter nicht zu früh; ich halt das Gedudel aus den Serienlautprechern nicht mehr lange aus ! Aber bis dahin freu´ ich mich daran, daß jetzt vor dem Lenkrad nicht mehr alles so leer ausschaut.
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So, es ist Sommer (und Urlaub !), Zeit wieder was zu machen.
Jetzt nehm´ ich mir den doorboardbau vor.
Dazu mußte ich zuerst einen großen Teil des Plastiks im Bereich des vorderen Lautsprecherauschnittes entfernen.

Dann gilt es aus MdF-platten (unten 12 mm, darauf 8 mm) eine Form zu erstellen, die in den Ausschnitt passt. Allerdings nur teilweise, nämlich hinten, im Bereich der Türablage.
Hier verläuft die Oberseite des MdF´s plan mit dem Plastik.
Nach vorne hin kommt das Holz dann immer weiter raus, bis es im vorderen Bereich über dem alten Lautsprecherloch liegt.
Das Ganze wird dann noch mit Holzresten unterfüttert, und wo es nur geht, mit dem Plastik verschraubt.

Dann kommt der Schaum. Bauschaum, um genau zu sein !
Ist echt ´ne endlose Sauerei, und auch schwer wieder von der Haut zu bokommen.
Tip: direkt nach dem Schäumen gleich mehrfach mit Wasser einsprühen, das ergibt einen weniger porigen Schaum.
Nach dem Trocknen schneidet man dann das Ganze in Form.
Natürlich muß man noch genug Platz lassen, schließlich muß noch Spachtelmasse drauf.

Hierzu verwendet man natürlich eine spezielle dauerelastische.Beim Kaufen einfach diesbezüglich die Aufdrucke auf den Dosen genau studieren.
Ist gar nicht so leicht, die zu verarbeiten, sie klebt mehr am Spachtel als sonstwo. Deswegen schaut das auch noch nicht so toll aus.
Nach Trocknung dieser gehts an´s schleifen, am besten mit einem Bohrmaschinenvorsatz.
Ich verwende hier einen sehr großen runden, elastischen, auf den ein Schmirgelpapierring aufgezogen wird.
Letztlich geht´s dann an´s Beledern. Geduld und exaktes, konzentriertes Arbeiten ist hierbei unablässig. Kunstleder geht leichter zu machen und zu schneiden. Mein edles und dickes Echtleder war allerdings eine echte Herausforderung. Da ich ja auch nicht nähen kann und die Lederstücke nicht allzu groß waren, mußte ich Kante an Kante kleben, und das sieht man immer !

(Das Leder hab´ich günstig bekommen, bin doch ein Möbelheini ! )
Zum Beziehen dann auch wieder das Leder selbst, sowie das zu beklebende Teil mit Pattex bestreichen und ein paar min. warten.
Dann beziehen, muß aber auf´s Erste passen, abziehen ist nicht.
Ist schon Mist, wenn man nicht, wie bei der Subwooferbodenplatte tackern kann.
(Die hab´ ich mitlerweile auch mit dem gleichen Echtleder bezogen.
Nun das Ganze mit einem Tapetenroller feste andrücken, überstehende Lederreste abschneiden, immer wieder an kritischen Stellen andrücken - fertig.
Falls Ihr mir mailen wollt ... .
. ..me !!!