zeitgeschehen
Zurück

 

Engelstimmen

Sie nannten es Liebe

um zwanzig nach zwölf

Es blitzten die Triebe

Ich wurde hergestellt

 

Tage danach

Um dreiviertel eins

Ich bewege mich grad

als ein Engel erscheint

 

"Ich bin die Seele

gefangen im All

die vieles durchlebte

Jahrtausende alt"

 

Mein Herz war klein

Zwei Zentimeter breit

Ich ließ ihn rein

denn er tat mir leid

 

Ich hab ihm versprochen

lieb zu sein

Mein Herz blieb offen

denn er sollte frei sein

 

Monate darauf

um fünf vor zwei

kroch ich aus dem Bauch

mit Riesengeschrei

 

Grelle Lichter

rissen meine Augen auf

Zu fremden Gesichtern

sah ich hinauf

 

Ich lag in einen Kasten

unter dem Räder sich drehn

Damit mich Leute begaffen

die ich nicht versteh

 

Ich wurde drei und

zwei Tage danach

Als aus meinem Mund

die Seele sprach

 

Da lachten die Tanten

"ach isser nich prächtig"

er will uns was sagen

doch versteht´s keiner richtig

 

Sie füllten meine Gedanken

mit Bildern die sie sehn

Doch meiner Seele Verlangen

konnte keiner verstehn

 

Ich war schon vier

und sang sehr gerne

Mit dem Engel in mir

das Lied der Sterne

 

Von dem Gesang angetan

konnten sie es nicht erwarten

die Tanten meldeten mich an

im Stadt-Kindergarten

 

Hinterm verschlossenen Gartentor

stand ich im großen Kinderchor

betäubt von lauten Gesängen

Mein Engel ließ die Flügel hängen

 

Nie vergess ich jenes Jahr

als ich fünf geworden war

Sie schleppten mich Wurm

In ein Haus mit´nem Riesenturm

 

Sie zeigten auf ein Lattengerüst

Zu dem ich kniend reden müsst

Da sagte meine Seele mir

Dies Kreuz ist tot, ich leb in Dir

 

Ich war sechs, der Verstand erwachte

Weil meine Seele ihm soviel sagte

Doch kaum hatte ich dies laut gedacht

hat man mich in die Schule gebracht

 

Dahin ging ich überhaupt nicht gerne

Es war die reinste Lernkaserne

Der Lehrer begann mich zu zwingen

nicht mit meinem Engel zu singen

 

In der Schulbank hab ich gesessen

Meine Augen wurden leerer

Den Engel hab ich vergessen

wegen dieser blöden Lehrer

 

Ich war schon älter als sechzehn

und wollt von zu Hause weggehn

Da kam ein uniformierter Herr

und schickte mich zum Militär

 

Er legte ´ne Knarre in meine Hand

So damit verteidigst Du Dein Vaterland

Doch in meines Vaters Heimatland

sind Waffen völlig unbekannt

 

Mein Engel hatte mir erzählt

Dort gibt es keinen Schießbefehl

Weil dort nur eine Liebe zählt

die auf Erden völlig fehlt

 

Zwanzig Jahre war ich alt

und stand in einem Plakatewald

Einem sollt ich meine Stimme geben

Für den Frieden und ein besseres Leben

 

Ich sag Euch warum ich nicht wählte

Denn jedem dieser Bilder fehlte

die Ehrlichkeit meines Engelgesichts

mit dem strahlenden Augenlicht

 

Ihm hab ich meine Stimme geweiht

für die Zukunft und in Ewigkeit

Sein Schweigen ist mir näher

als politisches Gezeter

 

Manchmal im Sturm der Gedanken

hab ich ihn nicht mehr verstanden

wochenlang musste ich lauschen

dann hörte ich sein Flügelrauschen

 

Nun setz ich mich auf seine Schwingen

damit sie mich nach Hause bringen

Unter seinen Krallen

ist die alte Erde zerfallen

 

Er bringt mich heim in jene Stadt,

die von Freien erschaffen ward

Seine Fittiche hüten diese Welt

unter dem neuen Himmelszelt

 

Er lehrt die Menschen mit Herz und Verstand

zu schmieden den Rohling im Lebensbrand

zum Schlüssel für die goldenen Türen,

die in das neue Lichtreich führen

 

Sein Blick umfaßt jede Sphäre

Seine Fänge das Gewürm

Seine Flügel alle Meere

Seine Wacht ist unser Schirm

Kohle 2003

 

Essener Evangelium
4. Kapitel

4. Und es waren in der Höhle ein Ochse, ein Pferd, ein

Esel und ein Schaf, und unter der Krippe lag eine Katze

mit ihren Jungen; und es waren auch Tauben da, und

jedes Tier hatte seinen Gefährten, Männchen und Weibchen

5. Und so geschah es, daß Er geboren wurde inmitten

der Tiere, die Er, durch die Befreiung des Menschen von

Unwissenheit und Selbstsucht, gekommen war von ihren

Leiden zu befreien durch die Offenbarung der Söhne

und Töchter Gottes.

Krippenspiel

So lasset die Herzen zerfließen

beim Krippenspiel um Mitternacht

und den Anblick genießen

wenn´s Lämmlein an der Wiege wacht

 

Lasset uns ein wenig warten

bis die Stunden verfließen

und wir beim Sonntagsbraten

sein Brüderlein aufspießen

 

Lasset uns den Appetit nicht verdrießen

Denkt nicht an die gepfropfte Gans

Der Saft soll in den Mündern fließen

Vorbei am Herzen zum Wanst

Kohle 2003

 

Zwölf Äonen

Der Bomber fliegt

denn Zwölf Äonen

die über mir wohnen

wollen Krieg

 

auf meinen Lippen liegen

unheilvolle Lügen

von Zwölf Äonen

die in mir wohnen

 

Erlösung

versprachen Zwölf Äonen

von ihren Thronen

und brachten Verwesung

 

Das Geld

von Zwölf Äonen

beherrscht schon

jede Institution

und Erhält

die Täuschung der Welt

 

Zwölf Äonen

mit ihren Schwadronen

spiegeln sich

im Sonnenlicht

Bis das Licht

den Spiegel bricht

kohle 2003

 

Kerzen gegen Bomben

Angst glimmt in den Herzen
friedlich schwelt der Brand
Droht es Krieg zu werden
wird eine Kerze entflammt

Sie soll die Angst verbrennen
Runter bis auf den Docht
Die Kerze wird alles versengen
N
ur das Licht bleibt noch

Feuer das uns peinigt
für ein Licht das bleibt
Das Herz wird gereinigt
Nur Asche bleibt vom Leid

Kohle
------------------------------------

Luftbrücke Bagdad

Rosinen statt Bomben
Konserven statt Panzer

versöhnende Worte statt
ermordete Söhne

Milch den Kindern statt
Öl für die Zukunft

Liebe fließt zur Einheit
Hass zermahlt zu Einheit

Sein statt haben

kohle 2003
------------------------------------------

Stellenbörse

Fünf Finger
hat meine Hand
Doch die Dinger
sind nicht sehr gewandt

Die rechte Hand kann Dinge
nicht besser als die Linke
ich such nen Heiligen mit Schein
der voller Tatendrang muss sein

Kräftig sein soll er schon
und arbeiten für Gotteslohn
Mehr kann ich nicht geben
vom Rest will ich alleine leben

Er soll das Tagwerk mir bestellen
und abends werd ich ihm vertellen
Petrus hätte mir verraten
dass auf ihn die Engel warten

kohle 2003
----------------------------------

Sylvester

Mir ist als war´s gestern
Das letzte Jahr Sylvester
Ich saß in meiner Kellerbar
Und wartete auf´s neue Jahr

Bei einem Glas mit Faber Sekt
Hat mich ein Knaller aufgeschreckt
Und als ich auf die Wanduhr sah,
zerschlug sie grad das alte Jahr

Danach bin ich dann eingenickt
Und eben wieder aufgeschrickt
Zum Kaufmann bin ich noch gelaufen
Um mir´ne Flasche Sekt zu kaufen

Ich mach´s dann wie es immer war
Und köpf sie kurz vor nächstes Jahr
Wenn dann die Wanduhr 12mal kracht
Hab ich die Flasche leergemacht

Ja die Zeit verrennt im Kohlenkeller
Hier läuft selbst die Wanduhr schneller
Und sitzt Du hier beim Glase Sekt
Dann läuft ein ganzes Jahr Dir weg

kohle 2003

---------------------------------------------------------------------------------

Die Schneekönigin

(nach Hans Christian Andersens Märchen)

Luzifer hat den Spiegel geschaffen

Um das Gute zusammenzuraffen

Es schrumpfte und ward nicht

Nur Schlechtes hatte noch Gewicht

Der Spiegel war gefüllt

mit schlechtem Spiegelbild

 

Luzifer gefiel

dieses schöne Spiel

Er wollt es auch im Himmel proben

und trug den Spiegel nach oben

Doch als er höher kam

fing das große Zittern an

 

Der Spiegel flog auf den Erdenboden

und war in viele Scherben zerstoben

Splitter durch die Gegend sausten

stachen in Herzen und in Augen

Zu feinem Staub zersprungen

Sind sie in Sphären eingedrungen

 

Alles was so klar ersonnen

scheint seitdem nur verschwommen

Wo einst klarer Geist gewohnt

spiegelt sich nur Illusion

Alles sehen wir verschieden

Nur Verzerrung ist geblieben

 

Es sucht der Verstand

was das Herz einst empfand

Unser Denken kennt nicht

mehr das Licht

Aus dieser Einheit

trennte es sich

 

Jeder Nachweis

wird gefunden

Doch zur Wahrheit

ist keiner gedrungen

Wir suchen Harmonie

doch wir verlieren sie

 

Mancher glaubt

an Harmonie

zwischen Herz und Haupt

Doch sie verliert sich

Denn er verirrt sich

im Spiegelstaub

 

Aus dem Herzen

blutet hell

Begehren

nach der Quell´

Die Wunde quält

Das Balsam fehlt

 

Gedanken erstickten

die Wunde mit Konflikten

vom Verstand

ausgesandt

mit Medienberichten

über Krieg und Vernichten

 

Wer den Kopf nicht verliert

der projiziert

seinen Streit hinaus

in das Medienchaos

auf der Leinwand von Kult und Lärm

sieht er sich selber fern

 

Es macht uns Spaß

und ist vergnügt anzusehen

wie Massenstars

mit unserem Schicksal umgehen

Für einen Moment

ist das Herz nicht verklemmt

 

Herzen ertrinken

in Medienfluten

Schweigend versinken

Hilferufe

Aus Lebenszeit

wird Vergessenheit

 

Nur noch Kunst und Poesie

fordern Spiel und Phantasie

Um die Metapher zu verstehen

muss ich auf das Werk eingehen

Um die Handlung zu erschließen

muss ich selber hineinfließen

 

Hier erlebe ich mich

in meiner Qual

nicht nur die andern

mit gleichem Schicksal

Ich erhalte Möglichkeiten

meine Grenze zu überschreiten

 

Doch die sich so sehen

überwinden nicht schon

Sie müssen noch verstehen

auch Kunst ist Illusion

Denn die Wahrheit liegt innen

Keiner kann sie uns bringen

Kohle 2002

-------------------------------------------------------

Superstar

Jesus Christ Superstar,

inkarnierte vor 2000 Jahr

Er scharte um sich viele Lämmer

Sie haben ihn ans Kreuz gehämmert

 

Jesus Christ Superstar,

war nie tot obwohl er starb

Wenn sie nachts im Dunkel frieren

suchen die Lämmer Ihren Hirten

 

Jesus Christ Superstar,

dessen Macht die Kirche sah

Sie baute einen mächtigen Altar

für die blökende Lämmerschar

 

Jesus Christ Superstar,

den seitdem kein Lamm mehr sah,

wurde von der Landkarte geschmissen

Die weißen Flecken sind zugeschissen

Kohle 2002

------------------------------------------------------------

Hinweise

Achte auf mein Fingerzeichen

Ich könnte damit Dinge zeigen

Die Du im Leben nicht gesehen

Weil achtlos wir vorübergehen

 

Folge meines Fingers Wink

Und siehe wie die Dinge sind

Bisher sahst Du nur ihren Schein

So wie es scheint, muss alles sein

 

Ich bieg jetzt meinen Finger krumm

Und schon fliegt eine Kugel rum

Den Abzug hab ich kaum berührt

Die Kugel wird zu Dir geführt

 

Der Finger zeigt noch auf das Ziel

Bislang war´s nur virtuelles Spiel

Doch wenn um mich die Nebel steigen

Wird mein Finger auf Dein Leben zeigen

 

Mein Finger zuckte im Feuerschein

Nebel verschluckte Euer Schrein

Hättet Ihr mir auf die Finger gesehn

Wären diese Dinge nicht geschehn

Kohle 2002

----------------------------------

Pluto in Erfurt

Aquarius strahlt ein

Uranus steht in Flammen

Pluto wirft im Feuerschein

zur Erde die Verdammten

 

Geistwesen tauchen auf

in die Spären getrieben

Sie brauchen unsern Äther auf

und fressen was sie kriegen

Kohle 2002

-----------------------------------

Von Friedensmeditationen und Kriegsbemalung halt ich nischt ,

Wir leben in einer Zeitenwende, wo die Erde krank ist. Sie reinigt sich, um geheilt zu werden.

1.Im großen wie im kleinen. Wenn ich aufgrund meiner Lebensweise erkältet werde, dann bekriegen sich die Armeen der weißen und roten Blutkörperchen in mir. Ich suche Verbündete (Medikamente), um die anderen besiegen. Es ist immer ein Krieg und ein Frieden auf Zeit.

2. Zur Zeit haben wir aufgrund der kosmischen Einstrahlungen (Aquarius) zerbrechende Einwirkungen auf das Leben im Sonnensystem. Ätherwesen und Geistwesen fliehen in die Sphäre der Erde um Nahrung zu finden. Wo? Nun, bei Liebes-, Angst- und Agressionsenergien der Menschen. Die Äonen dieser Welt schicken ihre Botschaften über Channelings mediengeeigneten Menschen, die sie weiterverbreiten. Mit Meditationsgesängen einerseits und Kriegsritualen andererseit werden Ätherkräfte gutgläubiger Menschen gebündelt und halten diese feinstofflichen Hierarchien aufrecht. Hinzu kommt, dass die Spitzenfunktionäre der Menschheit Ausführungsorgane der Licht- und Finsternisfürsten sind. So wie jeder von uns auch.

3. Der "göttliche" Plan wird durchgeführt. Kein GEdanke kann ihn erfassen. Die Botschaften, die uns erfassen, sind Raubkopien der einen Wahrheit. Diese Wahrheit ist unaussprechlich und kann nur in der Einheit von Herz und Kopf wahrgenommen werden.

4. Ein Restfunke dieser Wahrheit ruht ewig in unseren Herzen. Durch eigene Besinnung mit Vernunft und Herz, also ohne zu meditieren, können wir einen Hauch davon erspüren. Sie liegt im innersten unseres Inneren und liegt zwischen sämtlichen Gedanken und Emotionen.

5. Besinn Dich auf diese Wahrheit und Du brauchst keinen einzigen fremden Verbündeten. Entscheide Dich für den Geist der Wahrheit oder für die Verbündeten von Engeln und Dämonen. Bewege Dich frei nach Gottes Plan, lass Dich von "liebevollen" Engelsfingern melken oder lass dich von kriegslüsternen Andronen abschlachten.

6. Wenn Du um diese Dinge weißt, dann entscheide Dich. Wie auch immer Du Dich entscheidest: für die Pole dieser Welt oder für die Mitte. Eine Entscheidung davon ist immer richtig für Dich, wenn Du bei Dir beginnst.

kohle

Gratis Homepage erstellen bei Beepworld
 
Verantwortlich für den Inhalt dieser Seite ist ausschließlich der
Autor dieser Homepage, kontaktierbar über dieses Formular!