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Eule Li Eule Li fliege Deine Flügel sind die Liebe
Deine Liebe fühlt wie Dein Flügelspiel im Nachtwind kühlt
Spüre sacht wie der Mond erwacht in Deiner Nacht
Verhängt von Nacht drängt Deine Liebe sacht vorwärts zu dem neuen Tag
Denn auch der Mond wer weiß das schon ist der Sonne lieber Sohn
Eule Li, bring dem Tag was die Nacht Dir beigebracht
Lebe uns die Liebe vor die im Tageslicht erfror Christus ist in Dir geborn
kohle 2003
Lila Eulen im Weltraum Die schönste Eule ist lila Sie leuchtet nachts im Weltenraum Die Sterne scheinen für LilLly Nachts erscheint sie mir im Traum
Mond und Sterne rollen durchs All LilLly spielt gerne mit ihnen Ball
Nachts fliegt sie Sterne sammeln zu entfernten Sonnen hin Denn sie kullert gerne Marmeln in die schwarzen Löcher rin
Wenn ich einmal groß bin und meinen Körper los bin Dann hüpf ich in den Weltenraum und werd ihr eine Kugel klaun
Kohle 2002 --------------------------------------------- Eulen in der Nacht Eine Eule fliegt ins Fenster, verkleidet wie eins der Gespenster In´ner Tüte übern Kopf ist ein Ohr hineingestopft Damit niemand sie entdeckt ist auch die Nase reingesteckt
Eule Eule Muschelmaus huscht damit von Haus zu Haus Sie raschelt an den Jalousien damit die Menschen sie hochziehn Den Wind saugt sie sich aus´se Federn und bläst ihn gegen Fensterläden
Uhle Eule Unkenlicht alle Fenster öffnen sich Hüpf unter den Gardinensaum lehr die Menschen Deinen Traum All Dein Wissen, liebe Weise schenkst Du uns auf Deiner Reise
Deine Augen lehren mich meine Augen ehren Dich Wer, Du Königin der Nacht hat Dir das alles beigebracht isses der Mond oder ein Genie oder einfach nur Magie?
Kohle 2002 ----------------------------------------- Eulenauge Kommt ´ne Eule geflogen fliegt geradeaus mit´nem Bogen auf mein Haus
Ich lach und gucke Durch die Dachluke hüpft sie rein auf einem Eulenbein
Große gelbe Augen die mir den Atem rauben strafen mein Gelächter Mir wird immer schlechter
Ihre Augen reden Ich sehe Worte leben In mein Herz kratzt die Eule jeden Satz
Über fliesst mein Blut Mit soviel Wissensflut Der Pegel steigt Das Hirn ist erreicht
Gedanken schweben und werden klar Meine Blicke kleben an der Eule Augenpaar
Sie fliegt in meine Augen Irre wird mein Blick Ich will davonlaufen Doch ich kann nicht zurück
So sind wir nun eins Eulenauge und meins Mit Stolz im Blick verschmolzen im Glück
Kohle 2002 ------------------------------------------------- Eulenerotik heute bin ich ganz allein willst Du mein lila Sternchen sein Dann zeig ich gerne Dir mein Heim Doch komm erst nachts im Mondenschein
klopfe dreimal an die Scheibe in dem Fenster meiner Bleibe wenn ich an Deinen Federn reibe ernenn ich Dich zu meinem Weibe
Bis der Silbermond erblindet und im Ozean verschwindet treiben wir es beide munter und schlucken Deine Weisheit runter
Kräht der Hahn zum erstenmal steck ich Dich in den Hühnerstall Dort darfst Du bis abends pennen zwischen meinen anderen Hennen
Kohle 2002 ------------------------------------------ Die Gesänge der NachteulenKohle heißt der alter Hahn Er ist zwei Meter groß Eine Eule hat´s ihm angetan Sie sitzt auf seinem Schoß
Wenn abends der Mond erwacht singt sie leise ein Lied zur Nacht wenn dieses Lied vergeht weint der alte Hahn und kräht
Mehr als jedes Hühnerei liebt er dieses Lullaby Sogar die Hühnerschar auf der Hühnerstange lauscht noch lange
Danach heulen sie sich an Die Eule und der Hahn Denn sie hebt ihre Schwingen und muss noch für andere singen
sie will in Menschenherzen dringen und ihnen ihre Weisheit bringen Doch verstopft sind Menschenohren Sie muss erst tiefe Löcher bohren
Menschen schlafen in ihren Nestern Vergessen nicht den Tag von gestern Träumen von dem Tag danach Nichtmal nachts sind sie wach
Wenn jedoch der Mond erwacht hören sie leise das Lied zur Nacht Doch sie können nichts verstehen Die Eule weint bis die Hähne krähen
Kohle 2002 --------------------------------------- lila Eule Eine Eule holte mich gestern Nacht und hat mich heute zurück gebracht
ich sah sie nicht doch plötzlich stand ihr Schatten im Mondlicht auf der Fensterbank
lila ihr Gefieder würdevoll ihr Blick Sie setzte sich nieder und ..... schwieg
In ihrer Augen Schein sah ich voll Erstaun´ und fiel hinein in einen tiefen Traum
Der Mond ist unser Zeuge meine Seele war hellwach Ich umschlang die Eule Wir flogen in die Nacht
Ihre Flügel tanzten bis der Tag anbrach Meine Seele bangte bei jedem Flügelschlag
Wir flogen immer höher vorbei am Morgenstern Ein Sternbild rückte näher es war der Große Bär
Bis an den Rand der Ewigkeit sollte die Reise gehn Dort wo die Uhren jederzeit sich ohne Zeiger drehn
Dort angekommen gab es Nichts zu sehn Winzig wurd der Kosmos und ward nicht mehr gesehn
Doch die Eule flatterte weiter denn ihr Herz ratterte heiter flog zurück zum Fensterrahmen wo wir den Ausflug unternahmen
Sie hat meine Seele zurückgebracht als der Körper vom Schlaf erwacht müde reib ich mir die Augen kann das alles garnicht glauben
"Ich hatte heut nacht einen Traum in meiner Seele sei der Weltenraum" Mein Blick sieht durchs Fenster fern und landet auf dem Morgenstern
Jetzt wird der Traum wieder wahr Jetzt weiß ich wieder was geschah Nun ist die Eule wieder da Und erzählt mir was geschehen war
Kohle 2002 -------------------------------------- Maifalke Der Mai wird bald kommen Der Falke schwärmt schon aus wenn die Knospen sich sonnen bricht das Licht sie auf
Der Herr verneigt sich denn herrlich zeigt sich Blütenfrisch das junge Glück in des Falken klaren Blick
Lieber Falke bleib der alte tanz mit Deinen Schwingen im Blühen und zum Singen
um eines bitt ich Dich, wenn Du die Muse siehst vergesse nicht dass Du sie küsst
Kohle 2002 ------------------------------------ Frühlingspiepsen Falken und Piepsen, sind mir die liebsten wie sie schwingen wie sie singen und dabei den Frühling bringen
reißt die Fenster und Ohren auf sie tragen den Lenz zum Herz hinauf
Kohle 2002 ----------------------------- Libellen Wen die Libelle sticht und beisst der vergisst die Stelle nicht und weiss warum sie Teufelsnadel heisst
Aus Millionen Facetten in den Augen der Libellen brechen starre Lichtzellen Sonnenlicht zu Lichterketten
Licht hat Millionen Aspekte die der Mensch nie entdeckte Doch im Prismenauge vom Insekt ist die Vielfalt des Lebens versteckt
kohle 2002 --------------------------------------- Klein Biberherz Drei Biber bauten einen Damm bevor der große Regen kam Biberfrau und Bibermann Schleppten Holz und Zweige an
Stämme wurden angenagt bis der Baum erzittert Sie fällten ihn mit einem Schlag Klein Biberherzchen bibbert
Die Biberburg ist aufgebaut von Kind Frau und Mann Der Fluss hat sich aufgestaut vor dem Biberdamm
Doch in den Bergen grollen Wassermassen die herunterrollen Wolkenbrüche spülen Schlamm ins kleine Tal zum Biberdamm
Die Sturmflut naht ungestüm Die Biber können nicht mehr fliehn Fünf Meter hoher Wellengang Die Biberburg kracht und wankt
Am Bibereingang brüllt die Flut Klein Biberherz verlässt der Mut Verzweifelt setzt er sich zur Wehr Stämme fliegen kreuz und quer
Wenn der Gründungspfahl noch fällt dann zerbricht die Biberwelt erbarmungslos brüllen die Gewalten drei Biber an, die den Pfahl festhalten
Wild schlagen ihre Biberkellen Gegen die tosenden Wasserwellen Da wirft der Sturm ein letztes Mal die Wasserwand gegen den Gründungspfahl
Wütend frisst die gierige Gischt sich in den Pfahl bis dass er bricht Krachend zerbricht die Biberburg Drei Biber unter sich begrub
Kohle 2002 ---------------------------------------------------- Der gestiefelte Kater Wenn es um mich schlecht steht Und mir garnicht recht geht Dann fett ich die Stiefel ein Und gieß Olivenöl hinein
Schieb´ den Kopf mit aller Kraft Hinunter in den Stiefelschaft Die Nase ist schon eingedrückt Das rechte Ohr ist abgeknickt
Sanft schieb ich ihn weiter vor Hinüber übers linke Ohr Sollte es nicht weitergehn Komm ich auf dem Kopf zu stehn
Ein Fetischist hat empfohlen: Gleite weiter zu den Sohlen Hat Dein Mund den Steg geküsst Dann weißt Du dass Du unten bist
Tief steck ich im Schaft Ganz ohne Bein Nur Olivensaft Läuft in meine Nase rein
Nach Stunden der Stille In Schweiß und Qual Befreit Gottes Wille Mich vom Ritual
Kohle 2002 ----------------------------------- Wolfsbrut Nachts um Zwölfe erblicken vier Wölfe das Licht der Welt unterm Sternenzelt
Sie schützt das Rudel der Familie wo die Wölfin sie knuddelt mit viel Liebe
Sie werden gefüttert von der Mutter Sie kämpft erbittert um jedes Gramm Futter
Sie üben sich In der Beutehetze und brechen nicht die Rudelsgesetze
Manchmal heulen die vier durch das ganze Wolfsrevier bis zu fernen Orten und lauschen nach Antworten
Doch alles schweigt Nur Hunger zeigt sich seit Tagen Einsam knurrt der Magen
Winterschlaf ist angesagt hoch im tiefen Norden Wölfe gehen auf Großwildjagd Und sammeln sich in Horden
Sie töten um zu leben Es gibt auch andere Wesen Die leben um zu morden und verdienen dafür Orden
Kohle 2002 ------------------------------------Bienen und Brummer Bienchen auf dem Blütenblatt, trinke Nektar, werde satt sammel Honig aus dem Blütenduft wenn ein süßes Lied Dich ruft Lasse die Immen nicht aus den Augen Ihre summenden Stimmen werden auch Deinen Honig saugen Verlockend tropft der Götter Gabe aus dem Kelch der Honigwabe Folg dem Duft in jene Stadt, die kein Mensch erschaffen hat Kohle ------------------------------------------ Edental In Eden wachsen seltene Pflanzen zwischen Moos und Blumenkohl die im Garten Eden tanzen wenn die Nacht den Tag einholt Ihr Gesang der leisen Töne raunt der Abendsonne zu: Gute Nacht Du Gold´ne Schöne Tauch ins Meer da hast Du Ruh Vater Mond und alle Katzen wecken sie zum Nachtappell: runter von den Schlafmatrazen schiebt die Nacht vors Sternenzelt Und der Eule, dieser Weisen legen sie was zu lesen hin Sternenscharen ziehen leise zu dem neuen Morgen hin Wenn die Morgensonne weckt das verschlafene Edental haben die Pflanzen sich versteckt und schlafen wie an jeden Tag Kohle ---------------------------------------- Eselei Alter Esel trabe weiter verzweifelt ist Dein Geisterreiter Was an Dir ist wichtig? garnichts machst Du richtig sagt Dein Reiter hotte hüh schreist Du altes Zottelvieh fängt der Reiter an zu wein´ beisst Du ihm ins Reiterbein Gibt man Wasser Dir zu saufen willst Du keinen Schritt mehr laufen Benutz mal Deine Grütze wozu bist Du bloß nütze? Tret nicht nach dem Reiter aus bring ihn unversehrt nach Haus Schau nicht nach den Haferflocken die Dich von dem Weg weglocken Eselsohr frag den Wind ob die Wege gerade sind flüstert er, der Weg sei krumm kehre schon beizeiten um hast Du dann nach vielen Tagen den Geisterreiter heimgetragen bedankt er sich für das Geleit und sagt, was bist Du Esel doch gescheit Kohle ------------------------------------------ Ferkel und Bär Ein Ferkel quiekt Ach lieber Bär werf mir geschickt den Spielball her Das Bärchen bläst in die Runde Es fliegen die Härchen an seinem Munde Der Balli hupft im Blaskonzert und tupft dem Ferkel auf ´m Stert Das Ferkel quiekt Au mi o mein Eine Borste piekt ins Bällchen rein Aus das Spiel von Ferkel und Bär Sie pusten noch viel doch der Ball bleibt leer werfe nie auf keinen Fall ein Borstenvieh mit einem Ball Kohle -------------------------------- Fliegen Wenn Du einmal fliegen willst, stell Dich auf einen Fliegenpilz Vom Pilz die Fliegen heben dann zu den Wipfeln Dich hinan Ruder kräftig mit dem Arm sonst fällst Du noch aus dem Schwarm Willst Du zur Erde wieder runter sing das Fliegenlied ganz munter "Fliegen, Flügel, flattert flugs raus aus meiner Jack und Buchs" Sanft zur Erde wirst Du sinken Von oben siehst Du Flügel winken Ganz behutsam unverletzt Wachst Du auf im Spinnennetz Gefesselt in den Spinnenfäden musst Du nun an der Erde kleben Deine Liebe klebt im Kokon Nur die Spinne lebt davon Macht Gier und Dukaten sie haben Dich verraten Unbarmherzig beugen sie Deine Seele in die Knie Keine Kraft aus eigner Hand Löst Dich von dem Kettenband Wohin führt diese Lebensbahn? Immer tiefer in den Wahn! Doch ein kleiner Punkt in Dir Wird nicht geraubt von Geld und Gier Es ist nur ein atomarer Fleck Unbesudelt, frei von Dreck Schenk ihm Licht Nur einen Spalt Du glaubst es nicht Wie es dann knallt Der Kettenpanzer, er verschwindet Wenn das Licht den Eingang findet Doch nicht alles was Dir dann begegnet Ist von Gottes Hand gesegnet Kohle --------------------------------------------- Frösche unter sich Ein Frosch der fing drei Fliegen doch er kam ihnen zum erliegen es waren die drei Sybillen er war ihnen stets zu Willen sie lockten ihn mit Sirenen und hörten nicht sein Stöhnen Jede war eine Loreley nicht an einer kam er vorbei Er baute ihnen ein Haus ohne Tür da leben sie nun alle Vier So jetzt zieh ich mich zurück mein Frosch im Hals hüpft wie verrückt Kohle -------------------------------------------- Gevatter Bär Am Boden liegt die Bärenhaut aus der ein Bärenauge schaut Ich setz mich auf das Bärenfell Der Bär, er schaut zu mir vergrellt Wer, so fragt der Zottelbär, gab Dir Trottel ein Gewehr? Warum musste ich dran glauben? Musstest Du mein Leben rauben? Deine Kugel zerriss die Kraft, mit der ich für meine Brut geschafft Meine Frau war gerade trächtig. Und Du findest Dich noch prächtig Wer wird Ihnen Lachse fangen, sie beschützen, wenn sie bangen? Leblos sind die großen Pranken, die dafür den Flüssen dankten Nachts wenn der Kamin noch knistert hört er wie die Bärin flüstert: Fürsten, Mächte der Natur Wozu starb der Vater nur? Kohle ------------------------------------ Honiggold Folg unbeirrt dem inneren Ruf Wie die Biene dem Blütenduft Geraden Blickes und mit offenen Augen Wirst Du aus jeder Blume Honig saugen Kohle ------------------------------------------ Hundeleben ein Hund stahl eine Wuddel die hat er gleich verbuddelt in die Erde tief in Dreck blub, da war die Wuddel weg Ein Trecker fuhr den Hund zu Brei blub, schon war die Wuddel frei vom Hund blieb nur der halbe Schwanz doch die Wuddel, sie blub ganz. Kohle --------------------------------- Idylle Wir sitzen auf der Veranda einer neben dem andern und schauen auf die Blütenpracht die der Frühling uns gebracht Vor uns summt ein Bienenschwarm denn heut scheint die Sonne warm Eine brummende Hummel sitzt auf einem Blumenstummel Eine Drossel sucht nach Krumen zwischen all den Osterblumen Kater Bobby, rund und dick läuft der Mund und giert der Blick Und die Sonne wärmt die Erde dass sie endlich wärmer werde Doch eine breite Wolkenfront verhängt bereits den Horizont So klappen wir die Stühle ein und gehn zurück ins Haus hinein Im Bienenschwarm wirds auch ganz still weil er zurück ins Körbchen will Die Drossel sieht vor lauter Schreck den Kater und fliegt eilends weg Nur Bobby, der hat keine Bange er läuft zu den Hühnern unter die Stange Die Wolken platzen mit Donnerschlag und waschen die Erde für den nächsten Tag Am Fenster hinter den Gardinen wart ich auf Drossel, Kater und Bienen Kohle --------------------------------------------- Käfighaltung Auf den Käfig legt die Katze schläfrig ihre müde Tatze Nicht gefallen dem Piepser ihre Krallen diese Piekser Zusammengekauert und ganz zittrig duckt sich im Bauer der Wellensittich Och Du dumme Kuschelkatz husch runter vom Gehäuse Komm nie mehr an diesen Platz Jag Fliegen oder Mäuse Und die Katze hört man schnurren Heut gab es mein Leibgericht Vogel Piep hör auf zu knurren, einmal noch verschon ich Dich Will der Sittich sich befrein kriecht die Katze in den Käfig rein Freiheit hat Du erst erreicht wenn Dein Schatten von Dir weicht Kater Kohlo --------------------------------------- Kohlmeise Piep piep piep ich habe eine Meise die ist lieb wohin ich auch reise ich nehm sie mit sie braucht kein Futter nur ein bischen Licht alles ist in Butter wenn sie zu mir spricht, wie eine Mutter piep piep piep Ihr habt alle eine Meise darum hab ich Euch so lieb auf die große Reise nehmt mich bitte mit Kohlen(g)ruß ----------------------------- Krabbeltiere Was für ein Krabbeltier Kribbelt da im Nacken mir Es ist eine von den Zecken Die mich immer so erschrecken Was fällt diesem Käfer ein Was sucht der an meinem Bein Los zurück in die Büsche Wenn ich Dich nochmal erwische Und es zwickt und gruselt mich Mir ist schon ganz duselig Am ärgsten sind die kleinen Flöhe mit den kurzen Beinen Die Läuse beißen wie verrückt Irgendwann beiss ich zurück Irgendwann wenn ich begraben können sie mich inclusive haben kohle ---------------------------------- Mysterienvogel Mysterienvogel, Deine Schwingen Sollen mich nach Hause bringen Unter Deinen Krallen Soll die alte Stadt zerfallen Sei Wächter vor der neuen Stadt, die von freien Maurern erschaffen ward Deine Fittiche bergen diese Welt Unter dem neuen Himmelszelt Zeig den Menschen mit Herz und Verstand zu schmieden den Rohling im Lebensbrand zum Schlüssel für die goldenen Türen, die in das neue Lichtreich führen Dein Blick umfaßt jede Sphäre Deine Fänge das Gewürm Deine Flügel alle Meere Deine Wacht ist unser Schirm Kohle ----------------------------------------- Rheingold Bis zum Knie steht er im Rhein da schürft er sich das Rheingold rein. Dann steigt er in ´nen Schipperkahn und zündet sich ein Nordlicht an. Schnell schreibt er eine Mail als Reim Hängt sie ´ner Möwe an ihr Bein Die Möwe macht ´nen großen Bogen kommt Kohle auf sein Dach geflogen Kohle jauchzt vor Hochgenuß Schickt mir ein Hering seinen Gruß? Doch Jonathan die Möwe schreit "nein" Dein Freund steht bis zum Knie im Rhein! Was führt mich in verschiedene Foren? Das langsame Erwachen und der Zauber der Morgenröte nach einer schwer verhängten Nacht Mein schönstes Forum ist das Leben Dafür würde ich mein Leben geben Kohle ------------------------------------------------------- Schnupperfisch Schnupperfisch Schwimmt durch die Meere Durchkämmt die Gischt Taucht herauf aus tiefer Leere Wo kein Ton zu hören ist Überall Strömen und Fließen Das Wasser schwallt auf ihren Füßen ohne Halt Über sich Zählt sie die Wogen Bis das Ufer sie zerbricht Fragt den fernen Regenbogen Woher kommt Dein buntes Licht Sturm kommt auf Er peitscht die Wellen Jagt sie vor sich her zu Hauf Blanker Hans steigt aus den Höllen Brüllt sein Lied im Sturmgebraus Fisch und Welt Umringt das Toben alles auf den Kopf gestellt Die Welt bleibt bei den Titanen oben Das Fischlein in die Tiefe schnellt. In den tiefen Gründen Wo sich kein Tropfen regt Wird Fischlein etwas finden Was tief ihr Herz bewegt Und befreit von allenSünden Am Meeresgrund Von Algen umrungen Da glitzert rund Der Ring der Nibelungen Zu jeder Stund Schupperfisch Hält den Ring aus Licht Das nicht erlischt An ihr Herz ganz dicht Und die Stille spricht: Unlösbar ist der Welt Geschlinge Vieles schadet, manches nützt Doch im Glanz dieser Ringe Bleibst Du ewiglich geschützt Trag sie stets am Finger Kohle ----------------------------------- Sst...summm flieg ins Licht kleines Insekt was hat Dich im Schlaf geweckt? flieg nicht zurück in alte Träume vom Erdenglück im Schatten der Bäume Meine Ohren kreisen ein Nasenflügel bebt. Lass Deine Flügel reisen, ihr Schwirren mich belebt Das Summen Deiner Flügel dass mir so sehr gefällt singt mit der Schar der Vögel stimmt ein ins Lied der Welt Kohle ------------------------------ Urwaldperle Jumbo heißt der Elefant und tanzt auf allen Vieren Er springt den Dschungelweg entlang umringt von wilden Tieren Trompetend bläst er im Duett mit dem Gebrüll der Affen Der Tiger im Gebüsch versteckt, zieht lauernd seine Waffen Hoch in den Wipfeln schreien, verdeckt vom Blätterwerk erregt die Papageien damit man sie bemerkt Nur die Trommel hör ich nicht Sie schläft noch mit den Schlangen Doch im silbrigen Sternenlicht Kann ich den Klang empfangen Dies Lied steigt aus den Sümpfen auf dort wo der Lotos blüht vereint sich mit der Sterne Lauf der durch die Himmel zieht Ein Staubkorn sanft heruntersinkt aus dieser stummen Welt und in mein Herz als Perle dringt. Ich tausch sie nicht für Geld Kohle ----------------------------------- Vogelbauer Wenn ich ein Vöglein wär, flög ich jetzt zu Dir her mit meinem Vogelbauer der schützt vor Regenschauer Ich sitz auf Deinem Kopf ganz lieb und flüster in Dein Ohr:" Tschiep, piep" Doch Du schaltest, wie gemein, Dein Hörgerät nicht ein. Du wirst mich nie verstehn Kannst nicht mein Herzleid sehn Reißt mir meine Federn raus Sperrst mich ins dunkle Vogelhaus Niemals mehr hörst du mich krähn Wirst mich nur ohne Federn sehn Unser beider Liebesglück Hast Du mit einem Hieb zerdrückt. Kohle --------------------------------------- Vogelstimmen Gottes Wort ist ein Lied Er gab es fort einem Vogel mit Von einsamen Gletschern hör seine Lieder ich zwitschern im bunten Gefieder Auch in den Niederungen wird das Lied gesungen Von vielen Papagein mit einer Kette am Bein Der Text ist bunt das Gefieder stumpf Dies Lied ist leer Es klingt nicht mehr Flieg Vöglein, bring den Klang mit Deiner Stimm Dass jeder Ton vibriert von Perlen reich verziert Öffne meinen Käfig flüster in mein Ohr Meine Seele schläft nicht sie singt im Welten Chor Kohle |
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