Ein Rosenstrauß
Perlen in Rosen gesteckt
von Knospenblättern verdeckt
lassen die jungen Blüten aufspringen
und Rosenduft zur Sonne bringen
Auf der Sonne Strahlenbahn
steigen sie duftend himmelan
Ihr Schimmer ziert das Sternenzelt
Der Rosenstrauß ist längst verwelkt
Kohle 2003
Der Lichtbaum
Knospen
hängen am Baum des Lichts
umschlossen
von dunkler Erdenschicht
Lichterflut
durchströmt den Zweig
der sich in Demut
Zur Erde neigt
Regengüsse
aus Himmelsbrüsten
haben die Krusten
weichgeküsst
Wasser wäscht
den harten Stein
In der Knospe wächst
ein Kindelein
Behüte das Kind
Du Träumer im Nichts
dass es Früchte bringt
am Baume des Lichts
kohle 2003
Der winterfeste Apfel
Ein Apfel hängt in Bedrängnis
am Baume der Erkenntnis
weil jede Apfelfrucht
sich festzuhalten sucht
Im Gewirr der Äste
saugt jeder Apfel das beste
aus des Baumes Wurzelsaft
und des Lichtes Lebenskraft
Ausgereift und vollgesogen
fällt der Apfel im hohen Bogen
aus des Baumes Blätterwald
bis er auf die Erde knallt
Schmerzlich zerschmettert
zwischen herbstlichen Blättern
klagt er dem Kronenkleid
das Leid seiner Gefallenheit
Mit dem Laub im Grasgestrüpp
teilt er sein Missgeschick
Denn selbst bei allerhöchstem Glück
holt sie der Baum nicht mehr zurück
So leidet er in Wind und Wetter
mit dem Faul der braunen Blätter
bis der Kern in seinen Lumpen
eine Lösung hat gefunden
und er ruft das Blattwerk auf:
Bildet um mich einen Hauf
Lasst uns eng zusammenkauern
und den Winter überdauern
Einmal wird das Eis aufbrechen
und die Märzensonne lächeln
Dann wird sich ein Wunder zeigen
und ich als junger Spross aufsteigen
Wenn Kinder Wiesenblumen pflücken
soll Euer Blatt ein Kleid mir stricken
Drum haltet zusammen in trostloser Zeit
bis das Licht uns aus dem Dunkel befreit
kohle 2003
Löwenherz
Stilvoll bin ich nicht gewachsen
Doch ich wurde voller Stiele erwachsen
Ich bin der Löwenzahn in Deinem Garten
Und hasse Deine Hacken und Harken
Dabei besitze ich keine Dornen
Denn ich bin nicht als Rose geboren
Wurzeln durchbohren schwarzen Asphalt
Und finden in tiefer Erde den Halt
Saugen aus dem Dunkel die Lebenskraft
Licht zieht sie durch des Stieles Schaft
Leuchtend blüht im Erdenstaub
des Löwen glühendes goldenes Haupt
Bevor sich die Blüten zur Erde neigen
wird silbernes Haar zur Sonne steigen
Silberfäden sinken nieder
küssen der Erde warmen Mund
Wie Spinnen krallen sich die Glieder
in der Erde feuchten Grund
Vergangen sind die Blumen
geblieben ist die Saat
Aus ihren Samenkrumen
hat sich Licht offenbart
kohle 2003
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Eitel Haschen nach Wind
Wenn der Wind im Laubwald haschelt
dass das Laub lauthals raschelt
und es im nächsten Monat schneit,
verliert der Urwald sein Urlaubskleid
Nackt steht nun der Urwald da
das Haupt entblößt und ohne Haar
Nur im Urlaub wieder und hin
Haschelt eitel der Raschelwind
Woher geschwind
der eitel Wind
bloß diese Windeseile nimmt
und im Urlaub zu rascheln beginnt?
wenn ich im Urlaub bin
und raschelt es dann
hasch ich nach dem Wind
so rasch ich kann
kohle 2003
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Der Lichtbaum
Knospen
hängen am Baum des Lichts
umschlossen
von dunkler Erdenschicht
Lichterflut
durchströmt den Zweig
der sich in Demut
Zur Erde neigt
Regengüsse
aus Himmelsbrüsten
haben die Krusten
weichgeküsst
Wasser wäscht
den harten Stein
In der Knospe wächst
ein Kindelein
Behüte das Kind
Du Träumer im Nichts
dass es Früchte bringt
am Baume des Lichts
Kohle 2003
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Das Kleid des Schweigens
Ich sitz vor meinem Ententeich
Durch eine Lücke meiner Hecke
schau ich in die Unendlichkeit
umgeben von Mücken und Schnecken
Was mein Auge so alles entdeckt
Viele Gräser und sogar ein Insekt
Ich lausch in die tiefe Stille
berauscht von der kleinen Idylle
Sumpfdotter blüht vor mir ganz dicht
Regentropfen rollen über mein Gesicht
Ich lache weil mir alles gefällt
Und erwache in einer anderen Welt
Gedanken vibrieren und brummen
Insekten schwirren und summen
Und eine Wasserpflanze singt
als der Teich zu tanzen beginnt
Tief verneig ich mich vorm Teich
als ein Bild von mir aufsteigt
Daneben erkenn ich viele Gesichter
einzelne kenn ich einige nicht mehr
Der Teich füllt sich mit Gesichtern
Ich hör wie sie ihren Namen wispern
Mein Herz lacht über die Flüsterwesen
Es kennt das Buch aus dem sie lesen
Mitten aus des Teiches Tiefe taucht
ohne dass ich sie rief die Stille auf
Die einzige Königin die ewig schweigt
Unter ihrer Krone hab ich mich verneigt
Ihr Reich liegt fern in alter Zeit
Es liegt an der Grenze zur Einsamkeit
Ihre Augen lächeln stumm vor Glück
"Mutter",ruf ich,"Du kommst zurück"
Sie holt ein Kleid mit Perlen hervor
gewebt aus Tränen die ich einst verlor
Sie winkt zu sich ins schweigende Land
Ich eile und erhalte das Perlengewand
Aus der Einsamkeit strahlt ein Licht
welches jeden Spiegel zerbricht
Zwischen den Scherben schimmert blind
eine Träne die einsam zur Perle gerinnt
Kohle 2002
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Orchideen
Och
wie schön
sind doch
Orchideen
Schwanengleich
der Hals gebogen
Majestätisch zeigt
ihr Kelch nach oben
Glanzvoller Reichtum
im Blütenthron
eine Farbenzeichnung
in Präzision
Kohle 2002
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Rosenknospe
Eine Rose blüht
weil die Knospe bricht
In den Garten sieht
das Rosenlicht
Der Garten blüht
im Rosenblick
Jeder Schatten flieht
vom Sonnenlicht
eine Rose, gesegnet
von heiliger Hand
ist mir begegnet
im Rosengang
Auf Rosenwegen
geht einher
die Rosen zu segnen,
Christus mein Herr
Nicht mehr erblindet
bin ich im Urteil
Es verschwindet
und wird mir zum Heil
Was noch bleibt
sind Gedanken
Lust und Leid
sie sind gegangen
Kohle 2002
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Wurzeln
Die Pflanze wächst in Erde
Die Sonne steht am Firmament
Gottes Wort werde
meiner Seele Element
frei nach Angelius Silesius
Kohle
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Blumenhaare
Leute lasst die Knöpfe fliegen
bevor sie alte Zöpfe kriegen
Der alte Kopf bringt Euch kein Glück
rollt ihn hinter Euch zurück
Streut Blumensaat unter die Mütze
Haltet sie feucht mit Eurer Grütze
Lasst es aus den Ohren sprießen
Ihr müsst nur regelmäßig gießen
Wenn alle aufgegangen sind
Dann seid Ihr ein Blumenkind
und nur Ihr wisst wie man´s macht
aus seinem Haar ´ne Blumenpracht
Kohle
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Demut
Beuge Dein Haupt
streif ab das Laub
beuge die Zweige
in Demut zur Neige
reiche die Frucht
dem der sie sucht
Die Krone mit den Zweigen
muss er selbst ersteigen
Kohle
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Erdbeerkönig
Erdbeeren gab´s dies Jahr nicht wenig
freut sich der kleine Erdbeerkönig
Weil die Sonne heiter schien
stellte er die Erdbeerleiter hin
Er rückte aus zum Pflücken
Es drückte ihm im Rücken
Rote Beeren, grüne, kleine
Alle Beeren wurden seine
Jede Pflanze abgerupft
Ist er durch das Beet gehupft
Wie ein Frosch auf Fliegenjagd
wenn sich eine Fliege naht
Die Beeren sind nun fein geputzt
nicht an einer klebt noch Schmutz
Der Bärenhunger ist gestillt
die Beeren werden tiefgekühlt
Öffnet er das Tiefkühlfach
zählt er seine Erdbeeren nach
Dort leuchten sie rot und rund
drum steckt er keine in den Mund
Kohlenkönig
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Glückspilze
Solltest Du beim Pilzepflücken
mal auf einen Glückspilz blicken
und fehlt Dir dieser Pilz zum Glück
dann halte ihn ganz fest gedrückt
Pilze und das große Glück
erkennst Du nicht auf einen Blick
Beschau Dir beides auch von unten
das erspart verlorene Stunden
Hau den Pilz nicht ins Ragout
sonst verlierst Du ihn im Nu
Willst Du das große Glück genießen
dann lass es aus den Händen fließen
Der Pilz als auch das große Glück
in beiden lauert Missgeschick
Beide Bissen iss geschickt
so mancher ist am Glück erstickt
Kohle
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Herbstastern
Das Blätterwerk wird dünner
durchrüttelt vom Nord-West
In gelben Farben schimmert
der Herbst durch das Geäst
Die Schatten sinken nieder
aufs feuchte kühle Grab
Die Erde holt sich wieder
was sie der Sonne gab
Mein Atem bläst bedächtig
durch dunklen schweren Flor
Aus tiefem Grund steigt mächtig
Erinnerung hervor
Kohle
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Herbstlicht
Im Herbstwind zittert das Geäst
Das Baumkleid ist schon fast zerfetzt
Blätter, leicht wie Papier
rascheln vor der Wohnnungstür
Der Baum hielt sie den Sommer lang
Nun fegen sie die Straße lang
Lustig ist es anzusehen
wie sie sich in den Winden drehen
Kinder spielen im Blattgewimmel
unterm goldenen Oktoberhimmel
Selbst die Sonne scheint entzückt
wenn sie den Rascheltanz erblickt
Lächelnd auf das Blattgefieder
senkt ihr Strahlengold sich nieder
herbstlichst
Kohle
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Kleine Blume
Vergißmeinnicht
Lass mich nicht warten
Vergieß Dein Licht
in meinem Garten
Deine blauen
Blütenflecken
schlummern in grauen
Gartenecken
Verzag nicht
Denn der Morgen bringt
´nen Strahl vom Licht
der zu Dir dringt
Sie wandern fort
die vielen Schatten
die Deinen Ort
verfinstert hatten
Lass Dich heben
hoch empor
zum Licht und Leben
Vors Tempeltor
Senk Deinen Duft
auf jeden Garten
wo ein Blume ruft
im tiefen Schatten
Kohle
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Knospe
Sieh hinauf zum Firmament
Rosenknospen
ohne End,
bleiben verschlossen
Lausch ins Herz hinein
Lass es sprechen
weinen
Deiche brechen
Tränen vergießen
auf harten Stein,
erschließen
Deinen Rosenhain
Folg dem Ruf,
von ganz weit
strömt Rosenduft
von Ewigkeit
Kohle
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Liebeslied
Singt doch mal ein Liebeslied
denn Ihr habt Euch doch so lieb
Himmelschöre, Blumenpracht
Wer hat euch so schön gemacht
Lasst uns Blumensträuße pflücken
und an die armen Seelen schicken
Mit Elfentanz und Feenmusik
entsteigen wir dem Erdenglück
Kohle
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Maiglöckchen
Wir saßen auf der Gartenbank
Im schönen Monat Mai
Wir gaben uns fest die Hand
Honore und Ihr drei
der Tag im Frühling
ging vorbei
so dass ich früh ging
mit Lillly und Euch zwei
Der Fliederduft
holt uns heim
Die Bank sie ruft
nach uns und Alislein
Seh ´nur noch Glöckchen sitzen
im Herbst auf einer Bank
Seh sie ins Holz einritzen:
"Der Frühling, er verschwand"
Kohle
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Rosenwunde(r)
zwischen Steinen verstaubt,
blinzelt eine Rose
der Freiheit beraubt
Das Blumengrab
Ich habe ihr die Hand gereicht
der sterbenden Rose,
fahl und bleich
Die Mauerblume
Fest drück ich an mein Herz
die Rosendornen
und empfang ihren Schmerz
Die Trauerblume
Mein Herzblut füllt
den Rosenkelch
der überquillt
Die Opferblume
Nun liege ich ohne Kraft
Die Rose wächst
aus meinem Saft
Die Wunderblume
Kohle
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Sonnenbank
Lass das Brünnlein fließen
magst Dein Stündlein genießen
wenn ein Blümchen zur Sonne steigt
bevor es sich vor ihr verneigt
Lustig kullern Tropfen
die auf die Erde klopfen
aus den nassen Wolkenbänken
bevor den Keimling sie ertränken
Troll Dich kleiner Erdenkloß
reiß Dich von der Herde los
schieb die Wolkensäcke weg
mach Dein Herz zum Sonnenfleck
Sonne welche Strahlenpracht
hast Du in meiner Brust entfacht
Danke für das Atemlicht
das zu meiner Seele spricht
Kohle
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Unter der Ulme
Ein Baum mit Blatt
steht vor meiner Stadt
Unter seinen Zweigen
die zur Erde neigen
sitzt Du und lauscht,
wenn sein Blattwerk rauscht
Hör die Töne der Nachtigallen
wenn sie in Dein Ohr reinfallen
Die Melodie der Finken
hier gibt es sie zum Trinken
Doch auch der freche Spatz
teilt mit Dir den Platz
Komm mal rein
zum Stelldichein
in der Ulme Gesangsverein
Wo Dir grüne Blätter winken
Bienen goldnen Nektar trinken
Setz Dich hin und wohne
unter der Ulmen Krone
Wo Dein Herz im Winde wankt
mit der Vögel Frohgesang
Wo die Erde kühlt und lacht,
aus Deinen Tränen Perlen macht
Wo die Elfen Lieder singen
und Dir Deine Heimat bringen
Lichtgewimmel auf Strahlengeäst
Dich umarme ich ganz fest
Erde und Himmel halten Dich
Dein Stamm zieht das Wasser ins Licht
Ein Lichtfleck aus Dir niederfällt
Mein Auge strahlt im Licht der Welt
Kohle
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Verweht
Wind wo wehst Du her
Wind wo gehst Du hin
Sag es Wellen und Meer
die Deine Gespielen sind
Streichel Tau ganz sanft
tief im schweren Gras
hebe Wasserdampf
aus der Erde Nass
Trage Wolkenbrüste
voll Wasser und Leben
Fülle die Wüste
mit Wein und Reben
Rausch in den Bäumen
durch dichtes Gestrüpp
Erzähl uns in Träumen
Vom wahrhaften Glück
Kohle
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Wasserhahn
Samstag vormittag. Ausschlafen, ein paar Stunden ohne Verpflichtung, ohne "Du musst!". Ab in
den Schrebergarten. Dort habe ich Rasen gemäht und Portulak
geerntet. Ich saß unterm Nussbaum und schaute auf meines Nachbarn kleinen Teich.
Ein Wasserschlauch sprühte für Luftzufuhr eine kleine Fontäne in die Idylle. Es
wahr kein Strahl, keine Tropfen sondern eher hüpfende nasse Punkte. Ihre
Hauptansinnen lag darin, in Luft und Sonne möglichst lange miteinander zu spielen. Der Schlauch
war nicht wichtig und der Teich auch nicht. Obwohl nur diese bei
dem Spiel übrig blieben. - Wie aus meiner Kindheit, Kopf und Hände sind geblieben-
Dann kam das kleine Nachbarsmädchen, drehte den Hahn weiter auf und verstellte
die Düse an der Schlauchöffnung. Das ganze Bild veränderte sich. Sofort rückten
Schlauch und Teich in den Vordergrund. Der Teich verlangte gefüllt zu werden.
Der Schlauch drückte die einstigen Wasserperlen zu einem Guss zusammen. Ein
größerer Kreislauf öffnete sich. Gesetze und Kraftfelder gaben die Befehle. -
Wie damals bei der Bundeswehr, Formalausbildung. Das hatte mir immer gut
gefallen, weil ich die Magie einer größeren Einheit durch mich fließen spürte.-
So flimmert mir aus den Myriaden Wesen und ihren Verbindungen
die Farbenpracht der einen Wahrheit entgegen. Es gilt nicht, im Rausch der
Farben und Klänge zu verzücken. Es geht darum, die eine menschlich unfassbare
Liebe dahinter zu vermuten. Es geht nicht mehr um den Lauf des Wassers sondern um den Wasserstoff. Der Stoff aus dem das Wasser ist, aus dem das Leben ist.
Aufmerksame und bewusste Beobachtung sind die erforderlichen
Eigenschaften für einen intelligenten Weg zu dieser
Wahrheit. Christus, wie ich ihn verstehe, reicht mir dazu den Faden der
Ariadne zum Zentrum durch mein Labyrint. Die Sphären unserer Wahrnehmung sind
heute derart verschmutzt, dass ich sehr leicht Imitationen dieses Christus auf
den Leim gehe. Nur der Abstand zu meinen Gedanken und Gefühlen gewährleistet, dass ich den Weg der Ich-Zentralität verlasse. Intelligente Neutralität als Schutz vor Überschattung aus dem Totenreich.
Die Wasserperle, die sich aus dem Wasserdruck des Schlauches befreien will, darf nicht wieder in den Teich
fallen. Sie muss sich
1. zur Sonne erheben
2. Die eigene Schwerkraft überwinden
3. Zwischen den Sonnen aufsteigen, damit sie nicht verbrennt
4. Am Ende des Universums in das gläserne Meer der Liebe eintauchen
5. Aus dem Wassertropfen ist wieder Wasserstoff geworden, das Urelement des Universums nach Hoimar v. Ditfurth.
Zu diesem Weg reichen mir Christus und seine Helfer die Hand .
Höre in Dich hinein und lebe aus Dir heraus. So gehst und ebnest
anderen hinter Dir den Weg. Dies ist der Weg, den mir das NT zeigt. Nicht die
christliche Lehre ist mein Geländer. Der Faden, der mich aus meiner
Bewusstlosigkeit hochzog und durch mein Leben zurück bis zur Wahrheit führt, er ist alles für mein Leben.
Kohle
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Wurzeln
Die Pyramide hat Wurzeln im Boden
Der Elfenbeinturm Knoten im Kopf
Der Lotus lebt im Morast vom Toten
Die Zimmerlinde stirbt einsam im Topf
Kohle
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