sternenstaub
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Sternenlicht

Aus Deiner tiefsten Stille

entströmt ein feines Licht

Dort friert der letzte Wille

im ewigen Eis des Ichs

 

Männer brecht die Tore

Ihr Frauen wärmt das Blut

Folgt diesem Licht nach vorne

Verlasst die dunkle Gruft

 

Tausend Sonnen funkeln

ins Auge des Zenith

tief aus Eurem Dunkeln

funkelt ein Stern mit

kohle 2003

 

Gedanken

Ein Gedanke erwachte mit Knall

und dehnte sich aus im Weltenall

Was ihm unterwegs begegnet´

wurde vom Gedanken abgesegnet

 

Milchstraßensysteme

schöpften aus ihm ihre Gene

Und generierten neue Gedanken

die auf die Sterne niedersanken

 

Gedanken zuckten durchs Sternenreich

Einer hatte die Erde erreicht

Er schöpfte menschliche Kreatur

mitten in unberührter Natur

 

Gedanken aus menschlichem Geist

haben Mutter Erde umkreist

beseelen Tiere und Pflanzen

die den homo sapiens umtanzen

 

Drum töte weder Pflanze noch Tier

denn sie sind ein Kind von Dir

Wir alle hängen am silbernen Faden

den einst Gedanken gesponnen haben

Kohle 2003

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Mondfrau

Die Mondin hütet das Sonnenlicht

auch in finsterer Nacht für mich

wenn sie im Meer zu ertrinken droht

verkündet sie das Morgenrot

 

Morgenrot Deine Flammen

rufen mich aus meiner Nacht

rufen mich bei jenem Namen

den das Licht mir zugedacht

 

Lass es Morgenstunde werden

wenn die Nacht am tiefsten ist

Den Morgentau auf dunkler Erde

hat Aurora wachgeküsst

kohle 2003

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Tauwetter

Licht strahlt aus den Sternen

am Lichterbaum entfacht

wird auch Dein Herz wärmen

in der Kälte Deiner Nacht

 

Kohle 2002

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Verschiedene Bahnen

Planeten ziehen ihre Bahn

keiner stösst den anderen an

alles kreist nach Gottes Plan

 

Manchmal sind sich zwei ganz nah

doch höchstens für ein halbes Jahr

wo der eine den andern sah

 

Andere kreisen in weiter Ferne

mögen sich wohl auch ganz gerne

Doch kleben sie an anderen Sternen

 

Fass den Schmetterling nicht an

weil er dann nicht mehr fliegen kann

auf seiner vorgesehenen Bahn

 

kohle 2002

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Bergpredigt

Er brach ein paar Brote
Und speiste hunderte
Das Gleichnis der Beseelung

Mitteilung

Kanadas Kornkammern waren voll
Und es verhungerten viele
dpa-Pressemitteilung

Der Beginn

Am Anfang war das Wort
Nun sind es Myriaden Wesen

Das Ende

Sie verpuppten sich in Betonlarven
im Netz von Babylon

Kohle
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Brahmanen

Ich kenn zwei alte Brahmanen
Ihr Alter lässt sich nur erahnen
Zusammen sind sie hundert Jahr
und singen beide wunderbar
Leise kreisen ihre Weisen
wenn diese beiden Greise reisen

Der eine heißt Perino
er liebt die Muße und den Vino
der andere hebt zum Wohle
sein Glas und nennt sich Kohle
so manches Glas ist zersprungen
wenn ihre schrillen Stimmen sungen

Doch ein jeder ist betört
wenn er sie beide kreischen hört
Meistens singen sie verkehrt
doch keiner hat sich je beschwert

so verfliegen Tage und Jahre
sie landen auf der Trage-Bahre
und als die Erde auf sie fällt
Steigt noch ein Lied zum Himmelzelt:

Reist hinauf ihr kleinen Seelen
seid befreit von unserm Geschrei
es wird Euch nicht mehr quälen
von diesem Karma seid ihr frei

Kohle
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An die erste Liebe meiner Seele,

Seiden umsäumt Dein Kleid
zur Nacht
unserer beider Träume weit
und sacht

Aus dem See von Trunkenheit
steigt hinan Dein Perlenkleid
Bis zur stummen Sternenschar
umhüllt es unser Seelenpaar

Die Nacht verfliegt
Der Morgen siegt
Dein Kleid taucht uns zwei
in ein Meer aus Dunkelheit

gebracht hast Du
Perle der Pracht
Meine Seele zur Ruh
durchs Feuer der Nacht

Kohle
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erste Sinfonie

Wer komponierte sie?
Die erste Sinfonie.
Ihr Klang schwingt durchs All
seit dem allerersten Knall
Jeder Stern jedes Atom
stimmt ein in diesen Ton
Logos, Raum und Zeit
vibrieren in All-Einigkeit

Stimmt die Instrumente ein
horcht in Eure Herzen rein
Millionen Zellen singen im Chor
den Takt gibt Euer Herzschlag vor
Wenn Dir dieser Rhythmus gefällt
trete ein ins Orchester der Welt
Fall in Akashas Weltlied ein
in ewiger Liebe im ewigen Sein

Kohle
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Ferne Sterne

Meine Welt im Erdenkleid
eng bist Du und doch so weit
was hat uns beide nur entzweit

Liebe Sonne komm hernieder
mach aus Fremden wieder Brüder
wärme unsere kalten Glieder

Lieber Mond bist mir so fern
In der Nacht träume ich gern
unter Dir Du großer Stern

Und die Planeten ziehen
auf einem möcht ich knien
und zu der Sonne fliehen

Licht in meiner dunklen Zelle
brachte meinen Schatten Helle
in der Not war ES zur Stelle

Kohle
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Gottesstaat

Heil ist
Vollkommenheit,
heilig ist
was ihr ähnlich bleibt
In dieser Welt
ist nichts zum Heile
Alles zerfällt
in Einzelteile

Im zu Staub gemahlenen Korn
wird ein Heiligtum geborn
Durch die Wolken dieser Welt
sieht es nicht das Himmelszelt
Umgeben von Nacht
versunken im Sand
lehrt fremde Macht
den dunklen Verstand

Die Allmacht des einen
verfliegt im Allgemeinen
Fortgeflogen ist das Heil
Ich suche das verlorene Teil
Verbunden mit Gleichgesinnten
will ich das Gottesreich finden
Und wir gründen einen Staat
in dem das Heil das Sagen hat

Doch erneut zu Hauf
ziehen Wolken auf
Jeder der den Staat bewohnt
verlangt als Sitz den Königsthron
Gold, Staatsschatz und Geschmeid´
erwecken auch des Nachbarn Neid
Jeder will das hellste Licht
für sein Heil, für sein Ich
Jedes Mittel wird gesegnet
damit das Heil auch ihm begegnet

Doch in der Nacht im Dunkeln
hören die Schätze auf zu funkeln
Aus den Wolken brechen Tränen
die den Schein vom Auge nehmen
Lichtfunken
in Tränen versunken
fallen nach unten
tief in den Brunnen
auf das Korn der Saat
Das ewig gewartet hat

Wasser des Lebens
im Licht meiner Nacht
plätschert vergebens
wenn ich nicht aufmach

Kohle
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Honeymoon

Im Honigmond
sitzt ewig schon
ein Königssohn
auf seinem Thron

Nektar sickert
aus seiner Nase
und bekleckert
die milchige Straße

den Honig schnuppern
im ganzen All
Sternenschnuppen
im freien Fall

sie saugen
auf das Himmelgold
und tauchen
ab zum Erdenvolk

Kein Schnupfen
kann mehr niesen
den sie betupfen
und mit honeymoon süßen

Kohle
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Küstenmagie

Versteckt im schwarzen Wattenland
tief unten dort am Nordseestrand
schauen Augen zu den Sternen auf
und lenken der Gezeiten Lauf

Kohle
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Mantram

Vater unser
Du bist das unbewegliche Zentrum meiner Mitte. Dich rufe ich an und nicht die Kapitäne im Sturm meiner Lebenssee.

Vergib uns unsere Schuld
Ich bin mir meiner Trennung von Dir bewusst, nüchtern und ohne schlechtes Gewissen

Unser tägliches Brot gib uns heute
Das Bewusstsein meiner Unvollkommenheit und Du in mir überschüttet mich mit Deinem täglichen Brot

Dein Wille geschehe und nicht der meine
Meine Heilung erfahr ich durch Selbstübergabe an Dich. Denn Du bist mein Selbst. Die Heilung hebt die Trennung zwischen uns auf.

Kohle
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Ohrensausen

Wo wurd er gefunden?
Der erste Ton
Wieviele Zungen
formten ihn schon?

Ein Geiger streicht
ganz seicht
bis der Ton Dein Ohr erreicht

Dein Ohr trinkt
vom Wind
wenn er singt

Ohren lauschen
wenn Blätter plauschen
im Windesrauschen

Wind und Geigen
verneigen
sich dem ewigen Schweigen

Ein tonloser Klang
in mich drang
hört ... die Stille sang

Kohle
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Punkt

Mal dick, mal dünn
doch immer rund
So kenn ich ihn,
meinen Punkt

Nach allen Seiten
ist er offen
Jedes Zeichen
darf auf ihn hoffen

Ist der Stift erst angespitzt
er aus seiner Mine flitzt
Nicht von meiner Hand gewichen
folgt er treu den Kohlestrichen

Schreibatom
der Worte
Deine Evolution
füllt Bücherborte

Jedes Wort und jede Zahl
hat den Punkt zur freien Wahl
Drum sei es dem Punkt gegönnt
Dass er diesen Vers beend.

Kohle
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Salz der Erde

Du bist das Salz der Erde
achte, dass es nicht zertreten werde
es wurde Dir gegeben
würze das Wasser des Lebens

Kohle

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Sommernacht

Wer leicht
dem Reiz des Weibs verfällt
der schleicht
mit ihr ins Weizenfeld

Dort haben sie sich gerne
und über sich die Sterne
Man vergnügt sich eine Weile
schließlich hat man keine Eile

Doch in des Himmel Fernen
herrscht Aufruhr unter den Sternen
Eine Schnuppe die vom Himmel fällt
sie bringt herbei ein Licht der Welt

Und die beiden kuscheln sich
Noch hören sie das Tuscheln nicht
der Sterne über ihr Liebesgeschenk
Welches Zeichen seine Geschicke lenkt

Nur der runde Mond er lacht
weil ihm seine Reise gefällt
Mitten in der Nacht
Überm Weizenfeld

Kohle
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Sonnenblut

Aus der Sonne Feuerball
fließt Plasma in das Weltenall
Wir trinken dieses heiße Blut,
das nachts in unsern Adern ruht
Der Strom pulsiert mit aller Macht,
schenkt uns den Tag, wir stehlen die Nacht

aus diesem Lebenselixier
glüht ein Funke auch in mir
ewig glimmt sein schwaches Licht
doch meine Nacht erkennt es nicht
In Tränen ist mein Schrei erstickt
erstarrt in Mauern, meterdick

Kohle
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Wassermann

Aquarius strahlt ein
Uranus steht in Flammen
Geistwesen fliehen aus dem Feuerschein
zur Erde, die Verdammten

Kohle

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Worte

Musik lächelt durch die Nacht
bis morgens der Autolärm erwacht
Beide sind ein Kind vom Klang
drum liebe auch den Autogestank

Klassik ist erhebende Fülle
ihre Wurzel ist die Stille
aus deren Urton stieg das Wort
und verflüchtigte sich sofort

ewig haschen wir nach den Winden
können das Wort nicht wiederfinden
mir ist als wenn dies Wort nie war
doch die Stille ist noch da.

kohle

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