selbstbegegnung
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Gott im Nichts

Wenn Du Deine Augen reibst

und nichts mehr siehst

weil garnichts bleibt

von dem was ist

 

Wenn selbst die Zeit

vergangen ist

und Deinen Leib

der Wurm auffrisst

 

Wenn das All

zu Staub zerfällt

und mit´nem Knall

ins Dunkel fällt

 

Dann bleibt nur noch

von Deinem Licht

Ein randloses Loch

durch das es wich

 

Nichts geht verloren

Hinzu kommt kein Stück

Alles was geboren

fällt in den Schoß zurück

 

Was bleibt ist Nichts

Bemerkenswert wenig,

unendlich und ewig

Ein Reich ohne König

 

Aus diesem Schoß

der Unaussprechlichkeit

springt das Paradox

von Raum und Zeit

 

Hier erhält die Vernunft

einen ernsthaften Riss

Weil erst nach dem Sprung

der Verstand gewachsen ist

 

Der Eine sieht Licht

aus der Ewigkeit

Ein anderer sieht Nichts

und ist genauso gescheit

kohle 2003

 

Gebet aus dem Nichts

Vom Licht verlassen und nicht gehört

Von den Hassern gegriffen und zerstört

So stürzt Du Seele in schwere Nöte

Letzte Selbstbehauptung wird getötet

 

Blinde Wut und Negation

Reissen Dich von Deinem Thron

Wer versteht die Trauer schon?

Du bleibst in Deiner Isolation

 

In diesem Nichts erkennt das Trauern

sich auch nur noch als Selbstbedauern

Kein Recht wird Dir mehr gelten

Kein Wunsch sich Dir entfalten

 

Versunken mit Stiel und Stumpf

Ohne Ziel verschwunden im Sumpf

erbittest Du Seele keinen Wert

Jetzt wird Dein Schrei erhört

 

Und Du betest nicht mehr für Dich

denn Gelassenheit entwickelt sich

Ein Gebet wächst aus den Todesschreien

Lebe es, um die Menschheit zu befreien

Kohle 2003

 

Liebesatom

Vor unzähligen Generationen

spaltete sich ein Liebesatom

Zwei Energien blitzten sich an

Eine weiblich die andere Mann

 

Aus der Enge der Gebundenheit

stürmten sie ins Weltenweit

Dort wo sie sich wiedersehen

lernen sie miteinander umzugehen

 

Nicht wieder gefangen im Atom

sondern als Funken zur Evolution

wo sie sich frei berühren

ist ihre Liebe zu spüren

 

Jedoch durch Störung und Zwang

wurde die Liebe zu Unheil verbrannt

Übrig blieb nur noch Sand

der zwischen den Energien zerrann

kohle 2003

 

Schleichende Täuschung

Konzepte vrschwinden

beim Blick nach innen

was aussen geschieht

wird innen gefügt

von innen heraus

dehnt Leben sich aus

gräbt seine Bahnen

quer durch mein Planen

Doch in Gedankenschnelle

aus des Lebens Quelle

spritzen Bilder in die Augen

die den Blick nach außen saugen

derweil ich noch nach innen blick

ist mein Blick schon ausgerückt

zu dem Film in meinem Kopf

während das Herz still weiterklopft

kohle 2003

 

Die Verbindung

ewiglich

lauscht mein Sehnen

inniglich  dem Weltenlied

bis das Licht

der Fackelträger

meine Dunkelheit zerbricht

 

Im Flammenlicht

reihen sich Tränen

zu Perlenketten im Gesicht

Liebe bricht

aus meinem Herzen

nach des Flammenschwertes Stich

 

inniglich

sing ich zu den Klängen

von Akashas Weltenlied

bis im Licht

Akashas Gesänge

und die Dunkelheit erlischt

kohle 2003

 

Zwei Träume

Die Maske glühte und war aus Eisen

Jemand drückte sie mir ins Gesicht

Angst hatte ich nicht

Mein Atem konnte die Glut fortreißen

 

Ich lieg auf einem Blatt im Weiher

Ohne dass ich versank

Meine Arme stemmten Menschenleiber

Plötzlich kamen viele Gedanken

und sagten, ich sei untergegangen

Panik riss mich aus dem Traum

Ich erwachte auf der Stelle

Wo sonst flimmerte der Lichterbaum

flatterte nun Angst in jeder Zelle

 

Ich dachte an Christus, wurde ganz klein

Bald strömte sein Licht wieder ein

Jedesmal nach so einem Alb

Fühle ich mich aufs neue gesalbt

Die Schwärze der Angst

macht Herzen bang

Bis das Christuslicht

Den Asphalt zerbricht

 

So bohrt sich der Löwenzahn

durch den Asphalt seine Bahn

weil das Liebeslicht

auch das Dunkel durchsticht

 

Mein Traum

braucht keine Deutung

Sie wäre kaum

von Bedeutung

 

was wichtig

und relevant

gibt das Licht

aus erster Hand

 

ins Zentrum des Alls führt ein Fluss

zwischen Lichtern und Schatten

Seinen Namen habe ich gewusst

bevor sie mich besessen hatten

 

Stille nenn ich seine Quelle

Ausrichtung fließt durch sein Bett

Wenn ich mich ans Ufer stelle

schwimmen meine Grenzen weg

Dieser Fluss verästelt sich in alle Schöpfung, seine Tropfen benetzen jedes Atom. Je höher die Dämme um unsere Herzen, desto höher schwellen seine Fluten an. Aquarius, Deine gesegneten Fluten werden die fremde Heimat überspülen und reinigen. Deine Kräfte werden die Gezeiten neu ordnen und die Schöpfung zu ihrem eigenen Quell führen.

ES geschehe und nicht mein es

Kohle 2003

 

7 Fässer Wein

Gedanken schweben

aufgereiht zu Fäden

umwickeln das Gehirn

wie die Roulade der Zwirn

 

tief windet dies Gebinde

sich in des Hirnes Rinde

mit der Gedanken Spuren

von Falten und Gravuren

 

Gedanken sind gut erzogen

Sie kommen sofort geflogen

und hüpfen in aller Schnelle

aus ihrer grauen Zelle

 

Nur wenn sie einmal kreisen

lassen sie sich nicht abweisen

Dann ziehn sie den Zwirn fester

bis dass Du weinst, mein Bester

 

Sei ein bischen weise drum

und denke nicht in Kreise rum

Bleibe in Deinem Spinnennetz

Deine eigene Spinne selbst

 

Drum spinne einen festen Zwirn

in die Mitte von Deinem Hirn

Wo sich die Gedanken aufreih`n

dort seil sie ab ins Herz hinein

 

Schneller als Gedankenschnelle

trifft jeder Gedanke auf ´ne Quelle

die ihm den guten Tropfen reicht

mit dem er wieder nach oben steigt

 

Und in des Kopfes Höhlen

wo sonst Gedanken Dich quälen

hörst Du sie nur leise summen

Die Tropfen machen sie trunken

 

Unaufhörlich und ganz schnell

sprudelt in Deinen Kopf der Quell

der sich aus Deinem Herzensloch

fässerweise ins Hirn ergoss

kohle 2003

 

Der Ahnungslose

Ahnungslos hat er gelebt
und dem Geiste nach gestrebt
Einmal hat es hell geblitzt
Da ist er ihm ins Gesäß geflitzt

Aus des Becken warmen Mutterboden
hat er sich dann emporgehoben
Mit der Kundalini hat er gerungen
Wirbel um Wirbel dabei umwunden

Das Steißbeinchakra wirbelte und düste
bis in den Schädel zur Zirbeldrüse
Nun liegen beide eng verwunden
Die Kundalini ist vom Geist durchdrungen

Hell erstrahlt der neue Morgen
Die Feuerschlange ist geboren
Sie stieg aus den Eingeweiden
durch das Tor der Ewigkeiten

kohle 2003

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Der Erleuchtete

Er irrte herum
und suchte die Freude
Sie drehte den Spieß um
und spielt mit ihm heute

kohle 2003

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Ursache und Weihnachtsmann

hälst Du Dich an der Wirkung fest
verlierst Du Ursache und den Rest
kannst Du die Ursache verstehn
wird Du den Glanz in allem sehn

Doch es gibt ein Phänomen
ohne dass wir nichts verstehn
es hat den Namen Jesus Christ
das aus der Ursache geboren ist

Lass alle Wirklichkeiten los
leg sie getrost in seinen Schoß
Empfang von ihm die Liebeskraft
welche die ganze Welt erschafft

Und wär´s noch nicht verstehen kann
glaubt weiter an den Weihnachtsmann
der Heiligabend an die Türen klopft
und uns voll mit Geschenken stopft.

kohle 2003

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Armer Leuchter

Hell wie ein Strahl

stell ich mich dar

Denn ich bin ein toller Typ

und halte meinen Jesus lieb

 

Ich hab schon viele erhellt

und dabei Schatten hergestellt

Strahlen umhüllen mich

und in der Mitte strahle ich

 

Nur eins kann ich nicht verstehen

dass andere das nicht sehen

manchmal wird mir schlecht

denn keiner gibt mir recht

 

Und immer sind´s die Bösen

Ich möchte sie gern erlösen

Kinder sagt doch Ja zum Licht

denn ohne Euch leucht ich nicht

Kohle 2002

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Restauration

Ausgestoßen aus der Herde

weint mein Herz bitterlich

Alles was mir Schutz gewährte

es erzittert und zerbricht

 

Im Fall zerreißen Spinnenweben

Unter mir ein schwarzer Schlund

Ein Häufchen Elend bleibt vom Leben

Schreie ersticken in meinem Mund

 

Durchlittene Hölle

im Sturm dieser Nacht

Hoch peitscht die Welle

die mich zerbrach

 

Kein Halt zu finden

Ich geb´ mich auf

Mit den Fallwinden

strömt Stille herauf

 

Schwach ist mein Odem

unendlich fein

Ich sink auf den Boden

Er atmet mich ein

 

Die Frage bleibt offen

Wer bin ich nun?

Mich hat die Antwort getroffen

im Herzheiligtum

Kohle 2002

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Im ewigen Eis

Spuren meiner Vergänglichkeit

tiefe Falten säumen mein Kleid

Unter den Ruinen der Gegenwart

ist das Herz zu Kristall erstarrt

 

nackte Füße suchen Halt

finden Blöße, eisigkalt

Nur der Kristall starrt

grimmig in die Gegenwart

 

zarte Blässe

ziert meine Reste

matt lächelt Fahlheit

im Kristall der Wahrheit

Kohle 2002

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Vergänglichkeit

Sie ist gegangen

Woran ich gehangen

wurde von mir gerissen

Als wär´s nicht gewesen

 

Was bleibt?

Erinnerung wird vergehen

Doch die Gemeinsamkeit

bleibt weiter bestehen

 

Vielleicht heut´nicht

Doch bald spür ich deutlich

Wir bleiben uns nah

wo Gemeinsamkeit war

 

Du sprachst von einer Riesenseele

in die Dein großes Herz eintaucht

Ich konnt ein Grinsen nicht verhehlen

Doch jetzt glaub ich es auch

 

Zum Abschied hobst Du den Schleier

den Dir Dein Bräutigam gereicht

In einem Meer von Licht und Feuer

erstrahlte unsere Gemeinsamkeit

 

Das Schleierband ist uns geblieben

Es senkt sich übers Edental

Dein Herz mit seiner großen Liebe

berührt uns dort jedesmal

Kohle 2002

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Gottes Tränen

Der erste Regen fiel vom Himmel

Die Tropfen vermengten sich mit der Erde

und brachten Leben in Staub und Felsspalt

Eine Träne davon blieb in meinem Herzen

Ich lege meine Kleider ab

wasche den Staub von meiner Haut

zertrümmere den Fels um mein Herz

Staub fällt zur Erde nieder

Die Träne rollt ins Meer zurück

welches Gott heisst

Kohle 2002

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Lächeln

Es spielt um den Mund,

streichelt die Wangen

wie der Südwind,

der das Meer krault

 

Ein Stein fällt ins Meer

bis auf den Grund

Das Meer erschauert

bis an die Ufer

 

Ein Lächeln,

zart und unbeständig

wie der Wind

Das Lächeln der Bilder

 

Ein Lächeln,

fest und unergründlich

wie der Stein

Das Lächeln der Sphynx

 

Der Wind

trägt Dein Lächeln fort

Der Stein

zaubert ein Lächeln hervor

 

Der Wind

kommt und geht

Fang ihn

und lächle ihn an

 

Der Stein

fällt tief

Öffne Dich

lass ihn lächeln

Kohle 2002

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Rauschen und Lauschen

Tief innen

flüstern Stimmen

rascheln wie Laub

dünn wie Staub

 

Nicht zu verstehen

ein Kommen und Gehen

wortloser Wellen

endloser Welten

 

Atome schwirren

durch Kosmos´ Türen

sie schwingen im Klang

mit Akashas Gesang

Kohle 2002

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Lebenstraum

Ich schenk Dir einen Traum:

ich bin der Träumer eines lebenslangen Traum(a)(e)s. Als ich einschlief erlosch die Kerze auf meinem Nachttisch.

Den glimmenden Docht halte ich in meinem Traum in den gefalteten Händen. Meine Augen sind wachsam darauf gerichtet. Eines Traumes Tages wird mir ein Licht begegnen. Dort werde ich den Docht hineinhalten. Bis dahin wandere ich auf Treibsand und behüte den glimmenden Docht.

Die Flamme hat mein Herzen entzündet von Schlangenkraft getrieben erst wenn sie sich zum Haupt hochwindet, hat sie den Thron bestiegen

Kohle 2002

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Sterben um zu sehen

Licht, eine spürbare Gnade

Licht, eine sichtbare Gabe

Licht sieht Dich durch meine Augen

 

Als mich die Finsternis erblickte

und ich in ihr vor Angst erstickte

da zerbrach in stürmischer Nacht

mein erbärmliches Hüttendach

 

Ich wagte nicht ein Gebet zu stottern

Nur meine Gelenke hörte ich schlottern

Ich kniete nieder mit sterbender Seele

"Herr, schau hernieder und befehle!"

 

Da öffnete in schwarzer Verlassenheit

eine winzige Tür sich einen Spalt breit

Ein Lichthauch traf meine zitterndes Herz

Aus qualvoller Nacht brach ein glitzerndes Meer

 

Voll Funken sprühte der Lichterschaum

Geweckt von den Lichtern im leeren Raum

schlug meine Lider ich wieder auf

und erblickte des Weltengangs Lauf

Kohle 2002

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Wunderland

Aus dem Herzen zu leben, das ist das Einfachste der Welt. Denn das Sein denkt nicht. Die Gedanken

machen das Sein zum Traum, und den Denker zum Träumer. Es ist meine Aufgabe als Mensch, zu

träumen. Im inneren Gewahrwerden des Seins ist diese Träumerei eine unvorstellbar schöne

schöpferische Aufgabe.

Meine Reaktionen auf das Sein spüre ich, wenn meine Haut den Frühling durch die Poren atmet, wenn

ich wie ein Betrunkener zwischen den Schießbuden auf dem Jahrmarkt torkel. Ich bin ein Knäuel

Energie, dass sich wie ein Ball durchs Universum tanzt. Bin ein Star, der den großen Sog des Rückfluges

spürt.

Und...ich denke... Mensch, Du Denker. Aus dem ewigen Strom der Elohim und Sepiroth träume ich

Flüsse mit baumbestandenen Ufern. Mit meinen Gedanken taucht aus dem Urgrund des Seins Alice und

ihr Wunderland auf.

 

Alice, pretty little Alice

Deine Augen seh ich im Traum

Du entsteigst buntem Schaum

Er ist auf die Erde runtergeleckt

Gedanken haben ihn aufgeschreckt

 

Dann ist alles verschwunden,

mit krachendem Knall

Mein Herz hat´s verschlungen

mit lachendem Schall

 

Majestät der Stille

Mein Herz steht und staunt

Gott gab mir den Willen

zu zaubern einen Traum

 

Schwer hängen die Gedanken

an der Materie Form

Mein Traum hält mich gefangen

Ich habe mich verlorn

Kohle 2002

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Angst

Feuer schwelt

Verzieht im Rauch

Wärme fehlt

Liebe auch

 

Rauch brennt in den Augen

Beißt mir ins Gesicht

um Tränen aufzusaugen

Zerstört mein Augenlicht

 

Angst brennt in der Seele

Rasselt mit den Ketten

verschnürt ist meine Kehle

Nichts ist mehr zu retten

 

Angst ist Wahn

Flackerschein

Schau Dich an

Nie mehr allein

Kohle

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Der Mann im Mastkorb

Ich saß allein im Mast

Vergaß all meine Last

La Paloma oh je

Unter mir tobte die See

 

Das Boot es wankte

Dass mein Magen erkrankte

Nur schäumende Gischt

die das Deck sauber wischt

 

Mein Auge durchbrach

was unter mir lag

Tief unter meinen Füssen

sah ich Meer und Grund sich küssen

 

Aus dem wilden Liebesspiel

ein Tropfen auf den Kopf mir fiel

Der drang in meine Mütze ein

und wusch mir meine Grütze rein

 

Da sah ich kleiner Wurm

die Ruhe unterm Sturm

Zehn Meter unterm Meeresgrund

da war die Erde still und rund

 

Ab in die Brandung mit ´nem Sprung

und runter auf den Meeresgrund

Wer den Stürmen will entgehn

Der muss in die Tiefe sehn

 

Ganz unten bin ich nun gewesen

Über mir war Sturm und Tösen

Eine Brise legt die See zur Ruh

Ein Lächeln schließt mein Auge zu

Kohle

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Froschkönig

Auf dem Brunnenrand

wartet stundenlang

ein kleiner König

und schaut sehnlichst

nach der Prinzenmaid

dass sie ihn befreit

 

Tief im Brunnen

ganz da unten

quakt ein kleiner Frosch

dessen Licht erlosch

er ist sehr ärmlich

und sein Quaken erbärmlich

 

Jeder erkannte

was im anderen brannte

Da erkannten sie sich

im gleichen Licht

so erhielt vom Königssohne

der Frosch die goldene Krone

Kohle

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Für freie Geister

Tief schau ich in dunkle Brunnen

tauch zum Ring der Nibelungen

Vergebens suche ich den Gral

aus Wolfram Eschenbachs Parzival

Die Wahrheit wird mir keiner verraten

Sie liegt in meinem Rosengarten

 

Schwarze Rose, Lotus der Nacht

in meinen Tränen bist Du erwacht

Deine Dornen graben nach Blut

Trink meinen Kummer, Begierde und Wut

Lass Deine Stille im Herzen erglühn

deine Sprosse aus den Augen sprühn

 

Blüh in meinem Geiste auf

Bestäube meinen Blutkreislauf

Deine Schwärze trinkt das Licht

Deine Farben blenden nicht

Tod und Leben sind nicht entzweit

im Kelche Deiner Dunkelheit

Kohle

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Gesinnung

Ich habe mir das Christentum als Wanderstab zur Wahrheit ausgesucht. Was anderes hat man mir nicht in die Wiege gelegt. Komme nach Jahren der Enttäuschungen auch gut klar damit.

Frage an euch:

Ist es wichtig

Welche Farbe mein Kleid hat,

ob ich im Hellen oder Dunklen furze,

ob ich anderen das Gehirn bügel

oder sie mich anpinkeln?

Ob Jesus tatsächlich gelebt hat,

wie er gelebt hat,

ob die Lichtkirche ihre Schatten abgeschlachtet hat

Ob Gott beim Handstand wie Satan aussieht ?

 

Und nun auch eine mögliche Antwort

Es ist sogar sehr wichtig!

Der Christ wie ich

Der Antchrist von Nietsche

Penner und Könige

Alle schaffen damit

Macht und Magie über dumme Schafe.

 

Seid Ihr davon ausgenommen?

Ich (noch) nicht!

Ich sehe nur eine Alternative:

Die Wahrheit in uns selbst suchen,

mit allen Konsequenzen

Werft die Propheten zum Fenster raus,

mich als ersten.

Glaubt nur das was ihr seht.

Das andere erkennt ihr später, wenn die Zeit reif ist.

Gott lässt die Werke seiner Hände nicht fallen

Kohle

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Gottes Licht

Gottes Licht

scheint nicht

voll Glanz

im Hellen

Es liegt verschanzt

hinter meinen dunklen Stellen

Kohle

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Gottesliebe

Gottesliebe ist am höchsten,

so wie Dich lieb Deinen Nächsten

Gottes Hand soll mich führen

Und des Bruders Herz berühren

 

Liebe will handeln,

will Leben verwandeln

Nur die Liebestat befreit

den Nächsten aus Verlassenheit

kohle

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Lichtbilder

Im Namen des Lichts

Ich veränder die Welt

und raste nicht

bis sie Gott gefällt

 

An den Grenzen des Lichts

macht ein Schatten mich blind

Ich sehe nichts

Mein Licht zerrinnt

 

Aus meiner Ereiferung

wird Verzweifelung

Allein mein Ich

schafft es nicht

 

Doch das Licht

vergisst mich nicht

Es zeigt mir wo die Grenzen sind

denn Ich bin nur ein Erdenkind

 

Wenn das Ich dem Lichte weicht

wird Grenzenlosigkeit erreicht

Um das Licht zu erben

muss mein Wille sterben

 

All mein Fühlen und Denken

wird das Licht versenken

Ich bin im Licht verloren

nun wird das Selbst geboren

 

Mein Ich ist die Mauer meiner Begrenztheit

und die erste Stufe auf der Treppe zum Licht

Knüpfe aus den Fesseln Deiner Freiheit

Seile, die Dich aus der Dunkelheit emporziehn

Helfende Hände warten auf Dich

Kohle

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Ohrensausen

Wo wurd er gefunden?

Der erste Ton

Wieviele Zungen

formten ihn schon?

 

Ein Geiger streicht

ganz seicht

bis der Ton Dein Ohr erreicht

 

Dein Ohr trinkt

vom Wind

wenn er singt

 

Ohren lauschen

wenn Blätter plauschen

im Windesrauschen

 

Wind und Geigen

verneigen

sich dem ewigen Schweigen

 

Ein tonloser Klang

in mich drang

hört ... die Stille sang

Kohle

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Reise zur Mitte

Gefangen im Kreis von:

Leben und Sterben

Geburt und Tod

Gebären und Töten

 

Nenn mir den Ur-Sprung:

Die LIEBE ?

Ohne Grenzen, ohne Zorn, ohne Willen!

Ich – gelöst, Lichtschatten – los!

 

Und doch:

Verschlungen mit Leben und Tod im Stoff

Sie treibt den Stoff

in die höchste Vibration

in das letzte Zellatom

zur Offenbarung

 

Alchemische Gegenreaktion:

Materie verschliesst

Liebe wird zur Austernperle,

versteinert zu Angst und Begierde

Triebstoff meiner Person

 

Ich, Kruste der Liebe

bin Persönlichkeit, bin ICH

bis der Tod mich bricht

Wieder einmal

 

Doch ewig schreit die Liebe

aus der Enge meiner vereisten Weiten

nach Freiheit

so, wie der Hirsch nach Wasser brüllt (AT)

wer bin ich?

Kohle

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Sandwüste

Sand in die Augen gerieben

im Salz der Tränen weggetrieben

Ein Lächeln, das geblieben ist

hat meine Tränen fortgeküsst

 

Wo die Mauer einmal stand

liegen Spuren verweht im Sand

Mauer brachen in Sonnenstrahlen

Spuren hat der Wind zermahlen

 

Verdeckt von Regen, Wind und Sand

wo ein Lächeln meine Tränen fand

schauen Augen zu den Sternen auf

und lenken der Gezeiten Lauf

Kohle

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Sinnsuche

Ich suche das Wahre,

Glück und Gott

Doch ich erfahre

Schwere und Spott

 

Nichts hab ich gefunden

mit meinen Sinnen

Die Seele prüft und hat befunden

Euch gibt es nur Innen

 

Kein Atom Euerer Dreiheit

hab ich je gefunden

Doch dem Feuer Eurer Einheit

entspringt mein Lebensfunken

 

Augen die sehen

werden es nicht verstehen

Augen die erblinden

werden Euch finden

 

Es leuchtet ein Kristall

im inneren Licht

In diesen Lichstrahl

Da siehst DU - DICH -

Kohle

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Toleranz

Der tolle Franz ist ein eigenartiges Mensch

Er genießt den Flair von Großzügigkeit

jenes schwere Parfüm der Harmonie

Solange der Duft seinen Geschmack trifft

Steigt aus seinem Herzen ein Geruch von Menschlichkeit

der es wie ein Wölkchen streichelt

 

Der intolle Franz ist noch eigenartiger

Er schützt sich mit dem Schwert der Trennung

und vertreibt fremde Gedanken wie Fliegen

Sobald ein Staubkorn in sein Auge dringt

zischt der scharfe Stahl in seinen Händen

Zack! Ein wohlgesetzter Hieb kühlt sein Blut

 

Beides sind Eigenarten von Franz

Verliert die Toleranz ihren Flair

Bleibt ein Schatten ohne Licht

Verliert das Schwert seinen Schliff

Bleibt ein Hohlraum ohne Körper

Intoleranz ohne Grenze

nun ist Franz enttollt

in ihm keimt die Friedensblume

Franz im Glück

Kohle

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Wasserkopf

Regentropfen,

die auf Deinen Bregen klopfen,

sagen Dir:

Öffne mir

 

Doch Dein Kopf ist vollgetankt,

zugeschlossen Deine Ohren,

dicht vom Hals bis zum Verstand.

dass kein Tropfen geht verloren.

 

Auch die Augen fest geschlossen,

die Brühe schwappt an der Schädelwand

keine Tränen werden vergossen

denn sie ernähren den Verstand

 

Doch eines Tages leckt das Fass

Unter Deinen Füßen

werden Deine Socken nass.

Du fühlst erstmals Leben sprießen

 

Und der Regen platzt herein,

spritzt durch Deine Venen

in das Haupt, Herz und Gebein,

bis Himmel und Erde sich versöhnen

 

Tosend wie ein Wasserfall

wird Aquarius Dir begegnen

steigst mit ihm ins Weltenall

wirst auf Menschenhäupter regnen

 

Lass uns zu einen Strom vereinen,

den Fluss ohne Wiederkehr

Wir vollen ihn voll Tränen weinen

hinunter bis ins Weltenmeer

Kohle

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Weg in die Einsamkeit

hinter mir liegt Frau und Mann

deren Kraft im Weg zerrann

doch ich sehe zu den Ahnen

die den Weg durchs Dickicht bahnen

 

In ihren Tränen ertrinkt mein Schrei

ihr Liebesopfer macht den Weg mir frei

Hinter meinen Mühen und Wehen

sehe ich eine Sonne aufgehen

kohle

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Wege

Der eine Weg ist innerlich

Welche Macht hindert mich

ihn zu gehen?

 

Vor mir liegt die Autobahn

Ich hab erfahrn

sie zu umgehn!

 

Die Stille töpfert

den Bauch vom Krug

Die Fülle opfert

den Bauch dem Trug

 

Eine Stimm

schweigt im Bauch

Fein und dünn

wie zarter Hauch

 

Der Krug zerbricht

Die Leere bleibt

ewiglich

im Seelenkleid

Kohle

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Wer ist wer

Das Herz poltert, hüpft und tickt

rund um die Uhr wie verrückt

es ist ein Zähler für die Zeit

die mir noch hier verbleibt

 

wer hat dem Herz den Takt gegeben,

den Puls geschlagen für mein Leben

wer hat die Farbe rot gewählt

die sich durch meine Adern quält

 

wer gab meinen Lidern Schwere

füllte meiner Augen Leere

aus dem Schweigen jener Nacht

die mich sehend hat gemacht

 

Wer schob Berge in das Tal

lenkt der Wolken Wasserfall

mit dem heißen Wüstenwind

zu denen die verdurstet sind

 

wer legt Waffen aus Stahl und Feuer

in die Hände von Ungeheuern

die Herzen zerreissen und verbrennen

und ihren Hass die Liebe nennen

Kohle

 

 

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