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Vom Beten

Mächtig ist das Wortgebet

das zum Geist sich erhebt

Auf Bettelei hört er nicht

Denn er weiß was nötig ist

 

Zum Beten fallt die Hände

Berühre ihre Innenwände

Und schließ auf diese Weise

Links und rechts zum Kreise

 

Geschlossen ist nun der Leib

Aus Deinen Fingern steigt

deren Spitze nach oben weist

eine Flamme still zum Geist

kohle 2003

 

Antwort ohne Fragen

Du suchst den Sinn?

Woher und wohin?

Du bist mittendrin!

 

Frag den Wind

Der ans Ohr Dir dringt

Ob er Antwort bringt

 

Frag das Sonnenlicht

Das ins Auge sticht

Wo die Antwort liegt

 

Frag die Finsternis

Ob sie wohl wüsst

Wie die Antwort ist

 

Das Dunkel sucht Antwort

Doch die Antwort ist Licht

Deine Fragen sind fort

wenn das Dunkel erlischt

Kohle 2002

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Lichtbild

Ferne Lichter tauchen

nachts in meine Welt

Die Haut meiner Augen

ist ihr Sternenzelt

 

Sie brennen den Kosmos

in meine Gravur

Ich bin ein Foto

von Gottes Natur

 

Es kommen Spiegel

verstellen die Lichter

Meine Augen irren

zu fremden Gesichtern

 

Das Foto vergilbt

Gravuren versanden

Ich such das Bild

bin nur noch Rahmen

 

Zwischen den Lichtern

fließt ein Strom

voll mit Bildern

und schattenlos

 

Ich geh flussauf

Die Strömung geht mit

Wie schnell ich auch lauf

der Strom hält Schritt

 

Die Lichter werden dunkel

Bald sind sie verblasst

Ich seh etwas funkeln

aus des Flusses Nass

 

Ich beuge mich nieder

zur schimmernden Stelle

und erkenne es wieder

Das Bild meiner Seele

 

Augen eines Kindes

zwei Sterne der Nacht

erhellen im Finstern

mein Herz tausendfach

 

Meine Augen sehen

im Wasser des Lebens

das Bild meiner Seele

zerflossen in Tränen

Kohle 2002

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Des Schicksals dünner Faden

Wer nicht hält

sein Schicksalsband

Dem fällt

das Schicksal aus der Hand

 

Dann hängt es nur

an seidenen Fäden

An dünner Schnur

hängt sein Leben

 

Behutsam

gilt es nun zu sein

Nicht wutentbrannt

zum Himmel schrein

 

Nur sacht

mal zupfen

Nichts mit Macht

zerrupfen

 

wer den Faden

sacht berührt

wird schadlos

durch die Nacht geführt

Kohle 2002

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Schweigen

Wie ein Kirschstein ausgespeit

verblasst jedes Wort

im Glanz der Perle, die schweigt

und verstummt sofort

Kohle 2002

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Chaos 

Chaos aus dem ersten Blitz
der durch alle Körper flitzt
Urblitz und der erste Ton
Funken aller Kommunikation

Jeder Kern
Jeder Stern
wird berührt
im Netzgewirr

Nur
ein Ton aus UR
Bringt die Welt zum Schwingen
und Myriaden Lieder klingen

Alles ist aus einer Hand
hieraus ist auch mein Verstand
Besinnt er sich auf Gottes Worte
öffnet die Hand mir seine Pforte

Und ich seh die ewige Stadt
mit den goldenen Toren
die kein Mensch geschaffen hat
Hier wurd ich geboren

kohle 

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Das erste Wort


Es gibt eine Wahrheit, aus welcher jede Religion entstand und die sich dann verselbständigte.
Wenn ich manchen Reli-Diskussionen folge, habe ich den Eindruck, dass ich mich in jeder Religion verirren
kann. Es stehen oft nur leere Tempel und Kirchen. Die eine Wahrheit liegt hinter den Religionen, im
Ursprung. In diesem Ursprung sind Buddha, Christus, Mohammend, Krishna und.........zusammen, sind
EINS. Diese Großen haben sich nie diskriminiert, denn sie kennen keine Grenzen. Die Hoffnung besteht
vielmehr darin, dass wir selbst, jeder einzelne ihnen begegnet. Dann stehen SIE uns brüderlich zur Seite.
Dann verschmelzen Koran, Bibel usw. zu einer Sprache. Nur so besteht Hoffnung, dass Bewegung in die
Verkrustung kommt. Dieser Weg leuchtet nur in Meiner Stille. Das Flutlicht der kirchlicher
Massenbewegungen blendet nur.
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Auf ein Wort

Am Anfang war das Wort
Die Religionen kamen
und nahmen
es fort

Stille folgt dem letzten Schrei
in das Meer voll Schweigen
Sich verneigen
endlich frei

Welchen Namen hat das Wort?
Erinnerst Du Dich?
Es ruht in sich
an stillem Ort

ein Wort klingt aus der Stille
Lausch ohne zu fragen
Die Stille wird Dir sagen:
Das Wort ist Gottes Wille

Glaube verbindet
mit diesem Wort
den Prediger jag fort
der dies verkündet

Kohle
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Denker

Der Denker lebt dort wor er denkt
Dort, wo ihn Ablenkung hin lenkt

Sprudelt Denken aus eigenem Brunnen
hat der Denker seine Quellen gefunden

Zeit fliegt durch die Ewigkeit
Denken formt die Wirklichkeit

Wirklichkeit täusche mich nicht,
Du Schatten vom Gedankenlicht

Kohle

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Dreieinigkeit

Ewig dringt mit hellem Strahl
Gottes Licht durchs Weltenall

Die Atome dieser Unendlichkeit
leuchten wie Sonnen im Christuskleid

Silberfäden ziehn mich zum Mond
weil der heilige Geist dort wohnt

Kohle

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Eigenwahn

Sehend kam ich auf die Welt,
wollte leben
Bilder hat man mir aufgestellt,
die meine Sicht verkleben

Geblendet bei Tag
überschattet bei Nacht
In Träumen und Bildern erlag
ich der Täuschung Übermacht

Nur die Stille
Die mich hierher warf
ist meine Brille
Durch sie seh ich scharf

Die Reize meiner Sinne
durchdringt die eine Stimme
Sie durchbohrt den Weltentrug
der mir einst das Herz zerschlug

Ihr Klang ist nicht von dieser Welt
weil keine Mauer ihn zerschellt
Auch wenn ich einst zu Staub zerfall
hör ich der Stimme stummen Schall

Kohle
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Eigener Weg

Im blauen Azur
vertrahlt Edelweiß pur
reines klares Licht
doch ich seh es nicht

Rosenduft aus den Tälern
reinigt mein Blut von Fehlern
Der Duft kriecht in die Nase rein
Die Dornen stechen ins Herz hinein

Aus dem Herzen steigt der Strahl
langsam in den Obersaal
In den Augen funkelt Licht
Edelweiß nun seh ich Dich

Kohle
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Eine Stimme

Vernimm
nur eine Stimm
wenn der Bauch spricht
reicht es auch nicht
allein Gefühle
bringen keine Kühle

Gedanken flitzen
und verstummen
Bäuche schwitzen
oder brummen
wenn Du ruhst
und alle schweigen
dann hörst Du´s
im Herz aufsteigen

Kohle

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EINS SEIN

Ewig strahlt die Dunkelheit
durch den Sonnenschein
Vergebens meine Stimme schreit
auf taube Ohren ein

Den Schritt in dunkle Stille
kann nur ein Herz vollziehn
dem in der grellen Schrille
noch Rosenknospen blühn

Die Grenzen des Seins
Werden im Herzen Eins

Kohle
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Ewige Liebe

Ich spüre Dich auf meiner Haut
Ur-Sonne aus der Unendlichkeit,
geschwächt durch Wolken,
verzerrt von Luftbildern

In Deinen Schatten lodert
Helle Begierde und dunkler Wahn
Das Rad von Tod und Leben
Wann steht es still?

Du lockst mich zu den Bergen
Unter mir die Wolken
Aurora, Dein neuer Morgen lächelt mir zu
Nur die Nacht stiehlt meine Träume

Wann bin ich frei, Sonne meiner Seele?
Deine Strahlen sind mein Weg
Mutter Erde, Deine Ketten
Fesseln mich an Tag und Nacht

Zerlegt meine Gebeine
Schluchten der Vergangenheit
Mysterienvogel
Heb meine Seele zu den Sternen

Auch Du, Sonne meiner Seele
wirst verlöschen
Mysterienplaneten,
hinter Euch wächst mein freier Wille

Befreit und vereint in der Liebe.
Die alles umfasst
Ewiger Strom vor dem Anfang
Elohim und Sepiroth

Kohle
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Funken

Jetzt und Hier
Ort und Zeit
Gereichen Dir
Zur Ewigkeit

Im Gewirr
von Maß und Uhr
Verlierst
Du Deine Signatur

Die Füße verschlinge
in Erz und Granit
Das Haupt verwinde
mit dem Zenith

Licht bricht ein
im Herzensgrund
Zündet den Lichtkeim
zum flammenden Bund

Unsterbliche Liebe
geschmiedet im Brand
Stillt Deine Triebe
Klärt Blut und Verstand

Weich nicht der Last
die auf Dir ruht
Denn Du hast
Christus im Blut

Kohle
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Leben um zu sterben

Die Hälfte meines Lebens
lebte ich vergebens
Ich sah des Habens Schein,
vergaß des Glückes Sein


Aber dann,
dann fing mein Leben an
Ich lauschte dem Ruf der Stille
ihm beugte sich mein Wille


Mein Leben wurde tägliches Sterben
um das Reich der Tiefe zu erben.
Nur Augen die erblinden
Können das Lichtreich finden

Kohle
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Herzklopfen

Mein Herz klopft
der Hals ist verstopft
Lautloses Pochen
Angst kommt hochgekrochen

Ich spüre das Grausen
Es ist Angst vor da draußen
wieso innerlich erschauern,
wenn Gefahren draußen lauern?

warum wart ich mit dem Lachen,
bis andere Leute Witze machen?
Leb ich nur vom Sonnenregen,
kann ich mich auch selbst bewegen?

wer kann die Antworten sagen,
die innerlich so nagen?
ob wir sie in uns tragen?
ich werd mein Herz mal fragen

Kohle

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Oh Königin der Nacht
Dein Licht strahlt aus der Finsternis
Ich seh es nicht
Du hälst darüber Wacht

Das Prisma Deiner Farben
versinkt im schwarzen Kristall
Die Kruste meiner Narben
beschwingt Dein stummer Schall

Ein Duft steigt aus
dem Abschied
Ein neues Land mir winkt
Das alte wird versinken
Dein stilles Lied erklingt

Kohle

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kreisfrei

Kreis-Lauf des Todes
Mittel-Punkt des Werdens
Zirkel-Lot zur Einheit

Jeder Mensch ist ein Kreis,
Leere deine Hülle
Finde Deine Mitte

Wenn nicht,
bleib Ring
auf fremden Fingern

In der Mitte sitzt die Spinne
Baut ihr Netz mit fremder Kraft
Nährt sich von dem Blutgerinne
aus der Opfer Lebenssaft

Kohlen(g)ruß
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Lebenssinn

Höchste Gipfel hab ich erklommen
bin im Wasser der Gletscher geschwommen
War auf den Meeresgrund gesunken
habe von den Wassern der Tiefe getrunken
Habe mit Gelehrten gesessen
um den Abstand der Sterne zu messen

Nur nach dem Sinn des Lebens
fragte ich vergebens:
Kinder zeugen und ernähren
erfolgreich gegen andere wehren
Reichtum sammeln und vererben
mächtig werden und nicht sterben

Die Antwort liegt vergraben
unter diesen reichen Gaben
Leise ruft sie mich zurück
lässt den Glanz ohne Glück
Glück liegt in der Ewigkeit
wo es unvergänglich bleibt

kohle
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Die letzte Schlacht

Auf dem Schlachtfeld meines Lebens
suchte ich nach Sieg vergebens
Der Feind der mein Leben schund
lauerte in meines Kerkers Grund

Erst meiner Seele Todesschrei
brachte Hilfe mir herbei
Helfer aus der Ewigkeit
haben mich aus dem Grab befreit
Wasser über meine Lippen rann´
Reines Blut aus den Nieren drang

Gewichen ist der Drang zum Streiten
der Ehrfurcht vor den kosmischen Weiten
Wahres Leben baut auf Liebe
Auf dem Schlachtfeld gibt's nur Hiebe

Kohle
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Mitte

Erste Gedanken:
Die Mitte ist immer dazwischen. Ich sehe nur Eckpunkte. Ein Maler
sieht den Raum dazwischen. Das ist der erste Schritt. Und je
schmaler der erkennbare Rahmen auch wird, die Mitte liegt immer
zwischen den Rändern. Wenn ich Gott definiere, bin ich nicht mehr
in der Mitte.

Vielleicht ist es einfacher, meine Mitte zu erkennen
wenn ich mittellos bin.
Nicht völlig, aber dann schweift mein Blick nicht sosehr umher.

Ich sehe nur die Ecken,
wo kann sich die Mitte verstecken?
eingemauert darbt das Leben
zwischen meterhohen Streben
So sehr wir auch den Rahmen verändern
die Mitte bleibt zwischen den Rändern
Wer will Gott definieren
ohne die Mitte zu verlieren?

Bin ich einmal mittellos
erscheint mir meine Mitte groß
Wer sich keinen Luxus gönnt
wird nicht so einfach abgelenkt

Kohle
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Perlenglut

Perlen auf auf dem Meeresboden
werden von Tauchern ins Licht gehoben

Tief in unser Blut versunken
glüht der LIEBE letzter Funken
Heiliger Atem entfacht die Glut
klärt die Sinne, reinigt das Blut

Kohle
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Die Pyramide

Vier Dreiecke sitzen
an der Pyramide
Ihre Spitzen
weisen ins Herz, die Mitte

An der ersten Fläche
seh ich meine eigene Schwäche
Auf die zweite Seite
strahlt Göttlichkeit in voller Breite
Die dritte Wand weist
mir die Hand vom heiligen Geist
An der vierten Schrägung
find ich Trost und Genesung

Vier Mauern sind geschrumpft
über den Wolken zu einem Punkt
Aufwärts steigen meine Schritte
von der Erde bis zur Mitte

Kohle




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