methodenzumglueck
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Geben und nehmen

Dem Mann der zu dick war
ereilte sein Schicksal
Da er nicht annehmen wollte
dass er abnehmen sollte
nahm sein Bauch weiter zu
Das gab er dann auch heiter zu

Abnehmen hat er gesagt
sei garnicht schwer
Er nahm vom Löffel ab
bis der Teller leer
Sein Bauch nahm zu
wuchs über die Schuh

Schwer fand er dagegen
vom Gewicht was abzugeben
Was er abzugeben hatte
umsäumte ihn wie Watte
Doch die Trennung fiel zu schwer
und das Geben noch viel mehr

So schleppt er ein Leben lang
alles was er in sich schlang
bis in einen Eichensarg
in dem seine Leiche lag
Alles was er an Labsal verdrückt
blieb unter seinem Grabmal zurück

Er hat gelebt in Saus und Braus
und fraß zugleich vier Teller auf
Er suff den Wein auf Kübeln
Und keinmal wurd ihm übel
Sein edler Wanst liegt nun im Grab
und gibt dem Wurm ´ne Mahlzeit ab

kohle 2003

 

Die Tür nach innen

Du trägst ewige Fragen in Dir
Willst ewig Antworten von mir
Studierst die großen Eingeweihten
Lässt Dich durch Meditationen leiten
Doch die Antwort auf Dein ich
Nein, die erhältst Du nicht

Nicht einer wird Dir bringen
Was Du selber musst erringen
Zwischen jeder Antwort und Dir
Versperrt ein Wächter eine Tür
Du stellst ihm Deine Fragen
Und er wird Dir dann sagen:

Deine Fragen sind sehr schwer
Doch die Antwort wiegt noch mehr
Sie ist schwerer zu ertragen
Als jede Deiner vielen Fragen
Ich gebe Dir den guten Rat
Warte mit der Antwort ab

Und Du gehst mit Deinen Fragen
kehrst zurück in späten Tagen
zum alten Wächter vor der Tür
die zu Deiner Antwort führt
Du wirst ihn wieder fragen
Kann ich meine Antwort haben?

Er sagt, die Antwort ist sehr schwer
Ich hab nun keine Kräfte mehr
Sie Dir zu geben
kostet mein Leben
Sollte ich es trotzdem wagen
würdest Du es nicht ertragen

Du siehst ein müdes Gesicht
welches diese Worte spricht
Von den Lippen kannst Du lesen
Das ist Deine Stimme gewesen,
die aus Angst verschwieg
dass die Antwort in Dir liegt.

Kohle 2003

Kohlenkellerfete

Ich lud Euch ein zur Fete
und hatte keine Knete
Ich machte meinen Alten an
dass er mit Knete rüberkam

Um 12 Uhr fing die Feier an
Ich hatte einen Heiermann
und kaufte eine Buddel Stoff
die ich auf einen Zug aussoff

Die zweite Buddel ließ ich frisch
und knallte sie auf den Tisch
Der Korken flog im hohen Bogen
dann ha´m wir uns ein reingezogen

Als die Fete zu Ende war
sangen wir alle trallalah
In der Mitte stand die Buddel Rum
und wir lagen drumherum

kohle 2003


 

Antichrist

Christ oder Satanist,

nur eine Hausnummer?

was dahinter verborgen ist

danach fragt ihr nimmer

 

Tretet ein

alles zu erkunden

nehmt Euch mit hinein

ihr werdet euch wundern

 

Wer Satanismus nicht mag

muss ihn erstmal erleben

Wer Christentum nicht mag

muss sich von Gott nicht lösen

 

Jeder Christ ist

auch Satanist

nur im Selbsterkennen

kann ich beides Trennen

Kohle 2002

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Die Blume am Fuß

I wanna go home

auf vielen Wegen nach Rom

Doch frage nicht

welcher richtig ist

 

Jeder Weg zeigt Grenzen

führt zu Konsequenzen

Nur ein Lichtlein in der Brust

leuchtet Deinem Schritt vorm Fuss

 

Dein Herz piept wie ein Echolot

doch das Echo schweigt wie tot

Zu Dir flüstern Stimmen

die Dich vom Weg abbringen

 

Blumen duften am Wegesrand

Nimmst Du eine in die Hand

ist sie schon zusammengeknickt

bevor Du ihren Namen sprichst

 

Du stehst und seufzt

wenn Dein Weg sich kreuzt

Vergessen ist der Wanderplan

Du wanderst jetzt nur noch spontan

 

Dein Schritt wird schwächer

Du siehst schon die Dächer

vom fernen Rom

Leider nur Illusion

 

Es zittern die Glieder

Müde sinkst Du nieder

in des Pfades tiefen Staub

der Dir Deine Kraft geraubt

 

Siehst vor Dir ein Blümlein zart

wie kein Auge je gesehen hat

Du hustest in den Straßendreck

und pustest den ganzen Staub hinweg

 

Aus Deinem Auge tränt ein Tropfen

Nichtmal Dein Herz wagt zu klopfen

als die Blütenknospe spricht:

Ich heiß Vergiss mein nicht

 

Dein Herz beginnt zu blühen

Es jubelt mit lautem Schlag

Ein Meer aus duftenden Blüten

ertränkt den schweren Pfad

 

Du hast Dich abgemüht

Schleppend war Dein Schritt

Das Blümchen was da blüht

ging immer mit Dir mit

Kohle 2002

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Lebenslügen

Im Universum atmet es ein oder aus

Unser Leben fliegt herein und hinaus

Daran glaubst Du nicht, warum auch

Du spürst nicht mehr den Atemhauch

 

Bewusst lebst Du den kurzen Moment

wenn der Ausatem eine Pause nimmt

Allein dieser Moment beschäftigt Dich

Nur ihn verstehst Du und andere ichs

 

Humanismus blockiert diesen Moment

der sich gegen den Rückatem stemmt

Wir hören zwischen Geburt und Bahre

sehr viele Lügen über das eine Wahre

Kohle 2002

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Menschenführung

Wir wollen Meister auf unsere Schultern heben

und keine Anhänger mit unseren Füßen treten

Unsere Kinder sollen sich der Liebe erinnern

und nicht unter ihren Trümmern wimmern

 

Liebe ist ein Heißgetränk

aus dem heiligen Gral geschenkt

Liebe verströmt unendlich weit

grenzenlose Menschlichkeit

Kohle 2002

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Narrenweisheit

Sie sahen

in Dir ein Licht

Vor Deinen Strahlen

verneigten sie sich

 

Sie sahen

Deine Güte

wie das Wahre

in Dir blühte

 

Sie strahlten

Vor Lachen

Und übersahen

die Stacheln

 

Die Strahlen

glühten

dass sie beinah

verbrühten

 

Zorn und Rauch

entflammte

den Dornenstrauch

Die Güte verbrannte

 

Das Feuer ist gelöscht

Sie starren

auf den Ascherest

wie Narren

Kohle 2002

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Die Prinzessin in der Teetasse

Rund wie eine Vase

Schön ist ihr Bauch

In Deine Nase

steigt Duft hinauf

 

Ihre Haut so dünn

matt wie Porzellan

Danach steht Dein Sinn

rühr sie einfach an

 

Deine Finger zittern,

streicheln sie leicht

Deine Sinne wittern

ihre Haut, so weich

 

Ihr seid euch nah

und doch entrückt

Sie ist so zart

Welch Augenblick

 

Spitze die Lippen

zum ersten Kuss

Vorsichtig nippe

den Tee mit Genuss

Kohle 2002

 

So, wie das Aroma des Tees in die Nase steigt

so steigt die Erotik in manches Oberstübchen

was bleibt,

ist der Windzug einer Erinnerung

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Chakrales

Meiner Seele Erbzustand
ist mir tief ins Blut gebrannt.
Zu löschen ist die Signatur
mit dem lebend Wasser nur

Es gießt sich aus in meine Tiefen
von den Höhen die mich riefen.
In den Staub vor meinen Füßen
wird meine Kundalini fließen

Erst wenn die Chakren anders drehn
werd ich die Morgenröte sehn

Kohle
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Depression

Lerne
spüren,
atmen
und
leben

Lass Dich
führen
umarmen
und
geben

Jeder
Schmerz
in Deiner Stille
Jeder Schrei
aus Deiner Brust

zeugt
im Herz
von Gottes Wille
macht Dich frei
von Schuld und Lust

Kohle
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Feuer ohne Glut

Löse auf die zarten Schleifen
die Dein güldnes Herz bereifen
Enthülle ihrer Perlen Licht
das im Augen- Blick sich bricht

Die Strahlen dieser Lichterkette
führen Dich zur Himmelsstätte
In Sturmwind, Nacht und Regen
erfährst Du Gottes Segen

Kohle
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Dein 33. Geburtstag

Schon dreiunddreißig, echt?
Also, ich weiss nich recht
Mit 33 fing das Elend an,
bis 45 dann das Ende kam
Aber blicke nicht zurück
In der Zukunft lacht das Glück

Schau täglich in das Mondgesicht
Strahl mit ihm im Sonnenlicht
Mache die Medusa an,
damit sie wieder lachen kann
Geht es Dir mal wieder dreckig
denke einfach, Geister leckt mich...

Kohle
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Genesung

Bauch und Haupt
dazwischen hängt
nackt und beraubt
Dein Herz eingeengt

Löse die Zwänge
außen und astral
Schmück Deine Enge
als Hochzeitssaal

Kohle
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Glaube

Im Glauben
erkennen bewusste Augen
die Geister und Dämonen
aus unbewussten Regionen,
bewusst vereint in einem Geist
der den Weg durchs Dunkel weist

Kohle
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Herzensbrecher

Wir brechen die Herzen der stolzesten Frauen
Nur an die Medusa mögen wir uns nicht trauen
Ich habe ihren Kuss gespürt
er hat den Hals mir zugeschnürt.
Aller Stolz wurde mir geraubt
er ist in ihr zu Licht zerstaubt

Kohle
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Kampf ums Licht

Pest der Triebe
Hölle voll Schmerz
Heiligtum der Liebe
Beides im Herz

Doch wohnen
kann hier nur das Licht
auf Thronen
wenn die Begierde zerbricht

Lösche die Ichheit
Töte die Gier
Empfange das Lichtkleid
Der Geist wohnt in Dir

In Dir drin
wächst ein neuer Typ
Ein Beginn
ohne Ende, das Urprinzip

Wer sein Gemüt
dem Lichte weiht
Dessen Haupt erblüht
in freier Maurerarbeit

Kohle
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Krieg und Frieden

Krieger, wer mit anderen ringt
Sieger, wer sich selbst bezwingt

Kohle
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Magische Übung

Ein Doktor, er hieß Eisenbart
der gab mir diesen weisen Rat
Schlag einen Knoten in Dein Bein
Die Hand steckst Du zum Hintern rein

Atme tief bis in Dein Becken
und dabei alle Wirbel strecken
Bis ein Wirbelwind entsteht
der die Chakren schneller dreht

Sanft hörst du den Südwind flüstern
unter den Flügeln Deiner Nüstern
Wenn ein Lungenbläschen kracht,
dann hast Du was falsch gemacht.

Sollten Dir die Sinne schwanken
so mach die Übung in Gedanken
Öffne Deinen leeren Kopf
bis aus ihn der Äther tropft

Kneif Dir fest ins Nasenbein,
sonst schläfst Du bei der Übung ein
Es dauert etwa so zwei Stunden,
dann ist Dein Ich überwunden

Kohle
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Seiltrick

In die Heimat
führt ein Pfad
ich such danach vergebens
im Dschungel meines Lebens

Wege die ich hier betrat
binden mich an das Todesrad
Wie entzieh ich mich den Kräften
die mich an die Erde heften

Wie lösch ich das Feuer-Ich
das aus meiner Tiefe bricht,
wie ein Seil mich umwindet
und fester an die Täuschung bindet

Ich stürze mich der Sonne entgegen
begegne Merkur auf diesen Wegen
fasse seinen Wunderstab
Zwei Seile lässt er zu mir herab

Nicht ergreif ich ihre Knoten
Ihr Feuer verbrennt meine Pfoten
Die Seile lass ich in mich senken
Beide wollen sie mich lenken

Eines wird mich höher heben
Das andere bleibt an mir kleben
Entscheiden soll mein klarer Blick
Aufs andere schau ich nicht zurück

Ist mein Seil das Sonnentau
Umgürt ich meine Lenden
Seil mich ab ins Erdengrau
zerreiss die Fesseln mit den Händen

Das Sonnentau befreite mich,
und webte mir ein Lichtgewand
Mein freies Herz bereitet sich
vor zum Flug ins Heimatland

Kohle
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Wenn Du dem Glück begegnen willst, dann lerne das Geheimnis der Silberfäden kennen.
Ich verrat es Dir hier:

Das Geheimnis der Silberfäden

Silberfäden durchziehen das Haar
Einer mehr in jedem Jahr
glanzvoll war das Hochzeitskleid
aus silbernen Fäden vor langer Zeit

Der erste Faden vor dem Hochzeitsaltar
Verbindet Euch seit 25 Jahr
Liebe und Einheit fürs weitere Leben
Zieht Ihr aus Euren Silberfäden

Lächelnd glänzt der Mond
Der auf dem Silber thront
Er versilbert die Erde bei Nacht
mit Licht, das die Sonne gebracht

Kohle
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Waffenhandel

Alle Deine Feinde
Alle Deine Freunde
Alles Deine Schöpfungen
Du hast sie geschöpft
Sie erschöpfen Dich

Doch Du willst Ihnen nicht weichen
Bist ja stark wie die Eichen,
bis es einmal knackt
wenn der Sturm Dich packt

Dann liegst Du auf dem Rasen allein
Mit zerbrochenem Nasenbein
Das Gras sich still vorm Sturm verneigt
Ihm widerfährt nicht solches Leid

Drum lege Deine Rüstung ab
Ihr Gewicht
zieht Dich in Grab
Umgürte Deine Lenden mit Licht
ES macht unsterblich
und tötet nicht

Kohle

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