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Superstar Jesus Christ Superstar, inkarnierte vor 2000 Jahr Er scharte um sich viele Lämmer Sie haben ihn ans Kreuz gehämmert
Jesus Christ Superstar, war nie tot obwohl er starb Wenn sie nachts im Dunkel frieren suchen die Lämmer Ihren Hirten
Jesus Christ Superstar, dessen Macht die Kirche sah Sie baute einen mächtigen Altar für die blökende Lämmerschar
Jesus Christ Superstar, den seitdem kein Lamm mehr sah, wurde von der Landkarte geschmissen Die weißen Flecken sind zugeschissen
Kohle 2002 ------------------------------------- Wahre Liebe Ich tanzt auf Gottes Wiese Erhoben war mein Blick Da begegnet mir Luzise Satans bestes Stück
Sie sah in meine Augen mit messerscharfem Blick Mein Herz begann zu zaudern und raste wie verrückt
Wir haben dann gesündigt und zeigten unsere Scham Ich war ihr erster Jüngling Kein anderer wollt sie ha´m
Ich fiel um auf der Stelle Luzise noch im Arm bis hinunter in die Hölle Mann, war das da warm
Ich tanzt auf glühenden Kohlen Feuer spuckte mein Blick Da verbrannten meine Sohlen und ich wollt wieder zurück
Ich rannte durch Satans Asche Die Sohlen waren noch heiß Da begegnete mir Natascha Ein Engel ganz in weiß
Sie öffnete ihre Schwingen Und blies mein Feuer aus Mit Krallen scharf wie Klingen riss sie mein Herz heraus
Ich hab nicht mehr gesündigt Alles ist verändert Den Frauen hab ich gekündigt und steh nur noch auf Männer
Ich suche in allen Gärten im Kohlen- und Blütenstaub nach dem gestohlenen Herzen das mir ein Engel geraubt
kohle 2002 ------------------------------------- Zauberkraft Mein Leben ist ein einziger Spuk ein Zauberer hat mich ausgespuckt mit diesem ganz gemeinen Trick hab ich das Licht der Welt erblickt
Nun purzel ich durch Zeit und Raum uns such meine Wurzel in diesem Traum
Allein der Zauberer knüpft die Fäden und zieht sie sauber durch mein Leben
So wie nichts vergehn die Stunden eines Tages bin ich im Hut verschwunden
Die Show ist aus der Vorhang fällt ohne Applaus geh ich von der Welt
Meine Frage nach dem Sinn trage ich dem Zauberer hin
Denn alle Fäden die mich bewegen führen zum Knoten in seinen Pfoten
Ich zersprengte den gordischen Knoten und auch die Ängste die mich bedrohten
Das Gewirr ist nicht mehr da Jetzt wird mir endlich wieder klar:
Zauberer und Fäden sie entschweben Der Vorhang zerfällt Zauberer war ich selbst
Kohle 2002 ----------------------------------------------------- Afghanistan Kreuzzug gegen die Afghanen Völker schwenken ihre Fahnen Auch der Deutsche Bundestag hat zum Einmarsch bunt geflaggt Bündnistreue und Solidarität weil´s um Macht und Dollars geht und die Presse schreit ins Volk: Deutschlands erster Panzer rollt Stell Dir vor, in Dein Land kommen Truppen reingerannt Brennen Deine Heimat ab werfen Deine Frau in Grab Und in der Ferne schreit ein Mann Wir dachten, sie war eine Taliban Auf der Flucht verhungert Dein Kind Eine Granate macht Dich blind Schmerzen auch die Wunden schwer Deutschland Du bleibst solidär Ein Fresspaket und ´ne kleine Spende Reinigt Deine befleckten Hände Kohle ----------------------------------------- Einmal im Jahr im Ofen knistern Tannenzweige sie flüstern SCHWEIGE an Zweigen kräuselt sich Schneeregen er säuselt LEERWERDEN die Seele trinkt Blut rot wie Wein sie singt WACHE IM SEIN einmal im Jahr erwacht der Christ weils nur einmal war dass Jesus geboren ist Kohle ------------------------------------ Haarspalterei Mit dem Spalten von Haaren wirst Du nicht alt an Jahren schneid ab den grauen Zopf und bleibe bunt im Kopf Lass ich den Kamm durch Deine Worte fahren Entsteht ein Spalt in meinen Haaren Worte, dünn wie eine Strähne dass ich schläfrig nur noch gähne Mach doch mal´nen Witz daraus sonst fallen mir die Haare aus Kohle ----------------------------------------- Irrtum Du bist ein Blatt im Wind Und wirst nicht satt mein Kind Hängst unter der Sonne warmen Kuss Denkst an Wunder an Wonne ewigen Genuss Aus Flammender Erkenntnis, Strahlen streicheln Dein Gesicht Wird brennendes Verhängnis, Qualen zerreissen Dich Kohle -------------------------------- Irrwege Rastlos irren wir durchs Leben und lassen nichts mehr los Wohin wir auch streben, die Last drückt riesengroß Geht zurück die krummen Pfade sucht die Kreuzung in Euch drin denn in Eurer Herzmonade ist des Kreuzwegs Urbeginn Lege Rosen auf die Narben wasch Dein Blut mit Tränen aus So erhälst Du Speis´ und Gaben für den Weg ins Vaterhaus Niemals wirst Du nunmehr fragen Welcher Weg führt hin zu Gott? Fortan wird er selbst Dir sagen In Dir selbst, da ist mein Hort! Kohle ---------------------------------- Medienmenschen Wir können vieles ahnen Und von garnichts wissen Schauen auf die Fahnen Die andere vor uns hissen So sitzen wir und gaffen Im Raum bei zwanzig Grad staunend auf die Waffen Die man den Helden gab Wie lange sehn wir schon Vertrauensvoll geneigt Vom Sessel zur Nation Die ein Reporter zeigt Kohle -------------------------------- Missbrauch Wer die Wahrheit will missbrauchen muss erst in ihr Mysterium tauchen hat endlich er den Gral gehoben so wird der Missbrauch ihm entzogen Kohle ----------------------------------------- Schiffsladung Woher kommt der schrille Pfiff? Da, aus dem kleinen Segelschiff mit silbernen Masten voll edler Lasten Darin liegen vergraben kostbare Gaben Öffne die Luken um sie zu begucken Gehst Du von Bord schwimmt alles fort Bleibst Du an Deck nützt es Dir ein Dreck So lass uns betrachten in Stille die Frachten die jeder will haben ohne zu versklaven Uns bleibt die Ehre nur fern der Galeere Hein Kohle -------------------------------- Schönes Leben Fressen, saufen, raffen dafür bin ich geschaffen Ich lebe ohne Hemmnis vom Baume der Erkenntnis Alle Früchte Alle Süchte Alles mein Alles in das Bäuchlein rein Und ich fress mich durch die Krone Keine Frucht, die ich verschone Wo neue Triebe sprießen muss ich sie genießen Der Baum ist ein Hochgenuss Solange ich nicht runter muss Und ich stürm zum Wipfelblatt Da will ich hin, dann bin ich satt Doch von der Schwere meiner Last Kracht unter mir ein dicker Ast Habe keinen Halt jetzt mehr Zum Sonnenflug bin ich zu schwer Und so fall ich durchs Gestrüpp Auf Mutter Erdes Bauch zurück Fressen, Wachsen und Vergehn Ach wie ist das Leben schön Kohle ---------------------------------- Tschernobyl Roter Schimmer Färbt das Grau Aurora flimmert Im Morgentau Scharf sind der Strahlen Schneiden unter denen das Leben zerfiel Vergessen sind all die Leiden unter der Sonne von Tschernobyl Verschlafen wird die dunkle Stunde wenn der neue Tag anbricht Doch es brennt im Hintergrunde eine Sonne ohne Licht Mit Geistern und Dämonen spiel ich im Sternenlicht Doch mit gespaltenen Atomen Nein, damit spiel ich nicht. Kohle ---------------------------------- Wirrwar im Nirwana Wir warn im Nirwarna Und sahn niemand war da Selbst wenn wer hier war Im Wahn unseres Wirrwar Fahrn wir Nicht mehr hin da Kohlchen mit´m Loch inne Kopp ------------------------------------ |
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