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Liebe FreundInnen der Betriebsseelsorge Traisental!          St. Pölten,  Dezember 2010

 

Bei so viel vorweihnachtlichem Kitsch (aber auch Stimmung) in den Strassen und den Punschständen, dem Einkaufszwang und (leider auch) Streit in Familien möchte ich als Korrektiv den Ruf der Engel an die Hirten in Bethlehem wiederholen: Ehre sei Gott im Himmel! Denn er bringt der Welt Frieden und wendet sich den Menschen in Liebe zu." (Lk 1, 14) Und als Text zur Besinnung die Gedanken meiner Kollegin Martina Bzoch:

 

Denn MANCHMAL ….

Manchmal geschieht es, dass Menschen gut zu anderen sind und füreinander sorgen, es ihnen wichtig ist, wie es dem Nachbarn – dem Anderen geht.

Darin zeigt sich etwas von Gott.

Manchmal geschieht es, dass Menschen einen Streit beenden und sich wieder vertragen.

Darin zeigt sich etwas von Gott.

Manchmal geschieht es, dass Menschen sich einsetzen für Schwächere,

für Ausgegrenzte und auch für Ausgebeutete,

denen Unrecht geschieht.

Darin zeigt sich etwas von Gott.

Manchmal geschieht es, dass Menschen Worte sprechen, die andere froh machen

und ihnen die Angst wegnehmen, die Stärken und Hoffnung schenken..

Darin zeigt sich etwas von Gott.

Manchmal

wird Weihnachten Wirklichkeit - auch heute!

Das kleine Kind Jesus Christus ist auch für dich auf die Welt gekommen, um dir

die Hoffnung- die Freude – den Frieden – die Gerechtigkeit und die Liebe zu zeigen und zu bringen.

 

Hinweise:

* Da immer wieder hilfesuchende Menschen zu uns in die ‚OASE’ kommen, bitte ich Sie auch heuer wieder um kleine Spenden für diesen Zweck  unter dem Vermerk „Soziales - Sepp“ auf unser Konto: BAWAG(14000), Nr. 27610791293, „Betriebspastoral“.

* Auch auf die Zweckwidmung von 50% des Kirchenbeitrages (nach Offenlegung des Einkommens) für den ‚Arbeitslosenfond’ oder die ‚kategoriale Seelsorge’ möchte ich sie wieder aufmerksam machen.

* die Betriebsseelsorge hat vor 20 Jahren wieder die Arbeit in St. Pölten begonnen, deshalb wollen wir am 25. 2. 1011 auch gemeinsam mit euch feiern (Einladung folgt)!

 

OstergrüßeTextfeld: Was sucht ihr den Lebenden bei den Toten?
Er ist nicht hier, sondern er ist auferstanden!“
Lk, 24, 5 -6

 

 

 

 

Ostern - eine Zeit des neuen Sehens - der neuen Wirklichkeit! Jesus lebt!!

Das Paradoxe unserer Zeit ist, dass wir höhere Gebäude, aber kleinere Gemüter haben, breitere Autobahnen, aber engere Sichtweisen. Wir geben mehr aus, aber haben weniger, wir kaufen mehr, aber erfreuen uns weniger daran. Wir haben größere Häuser, aber kleinere Familien, mehr Annehmlichkeiten, aber weniger Zeit.

Wir trinken und rauchen zu viel, geben zu gedankenlos Geld aus, lachen zu wenig, fahren zu schnell, werden schnell wütend, lesen zu wenig, schauen zu viel fern, und beten zu selten. 

Wir haben unsere Besitztümer vervielfacht, aber unsere Werte reduziert. Wir reden zu viel, lieben zu wenig und hassen zu oft.

Wir haben dem Leben Jahre dazugegeben aber nicht den Jahren das Leben. Wir haben den ganzen Weg zum Mond zurückgelegt, aber Schwierigkeiten, die Straße zu überqueren, um unseren Nachbarn kennen zu lernen.

Wir haben den Weltraum erobert, aber nicht unser Innerstes. Wir haben große Dinge getan, aber nicht bessere. Wir haben die Luft gereinigt, aber unsere Seele verschmutzt.

Wir haben das Atom in den Griff bekommen, aber nicht unsere Vorurteile.     

Wir bauen immer mehr Computer, um immer mehr Informationen zu verwahren aber wir kommunizieren immer weniger.

Wir leben in einer Welt der schnellen Ausflügen, Wegwerfwindeln, Wegwerfmoral, ‚One Night Stands’, übergewichtigen Körper, und Pillen, die alles erledigen, vom Aufheitern bis zum Töten.

Denk daran, mehr Zeit mit deinen Lieben zu verbringen, weil diese nicht für immer da sein werden!

Denk daran, ein paar liebe Worte zu dem zu sagen, der bewundernd zu dir aufschaut, weil diese kleine Person bald erwachsen sein wird und deine Seite verlässt.

Denk daran, Jemandem, der dir nahe steht zu umarmen, weil das der einzige Schatz ist, den du mit deinem Herzen geben kannst und der keinen Cent kostet.

Denk daran “Ich liebe dich” zu deinem Partner und deinen Lieben zu sagen, aber es vor allem auch so zu meinen. Ein Kuss und eine Umarmung wird Schmerz lindern, wenn sie aus deinem tiefen Inneren kommen.

Denk daran, Hände zu halten und den Moment zu genießen, eines Tages wird diese Person nicht mehr da sein.

Nimm dir Zeit zu lieben, zu sprechen und die wundervollen Gedanken zu teilen.

Und denk immer daran: Das Leben wird nicht an den Atemzügen gemessen, sondern an den Momenten, in denen sie dir den Atem rauben.

(Gedanken zum Ostern von heute von Martina Bzoch)

 

Anderes Osterlied

 

Das könnte den Herren der Welt ja so passen,

wenn erst nach dem Tod Gerechtigkeit käme,

erst dann die Herrschaft der Herren,

erst dann die Knechtschaft der Knechte

vergessen wäre für immer!

 

Das könnte den Herren der Welt ja so passen,

wenn hier auf der Erde stets alles so bliebe,

wenn hier die Herrschaft der Herren,

wenn hier die Knechtschaft der Knechte

so weiterginge wie immer.

 

Doch ist der Befreier vom Tod auferstanden,

ist schon auferstanden und ruft uns jetzt alle

zur Auferstehung auf Erden,

zum Aufstand gegen die Herren,

die mit dem Tod uns regieren!

(Kurt Marti, evang. Theologe, Schweiz)

 

Wir wünschen Euch  allen ein gesegnetes Osterfest und das Spüren – Jesus lebt -   in Dir und Mir!

Sepp Gruber      Martina Bzoch    und   Martina Pummer

 

 

Text zur Fastenzeit 2010:

 

Eigentlich

Eigentlich sollte ich aufbrechen
aus der Enge verbrauchter Gewohnheiten

Eigentlich sollte ich aufhören
atemlos durch die Tage zu rennen

Eigentlich sollte ich mich weigern
fraglos zu funktionieren und zu schweigen

Eigentlich sollte ich
das Wort Eigentlich streichen
um am Ende nicht sagen zu müssen
Eigentlich hätte ich
leben wollen

Sabine Naegeli, Quelle unbekannt

 

 

 

Es herrschte pechschwarze Nacht

als sie aufgegriffen wurden:

ein Nigerianer;

man sah nur seine funkelnden Augen,

ein Afghane,

eine Frau aus Tschetschenien.

 

Sie stammelten etwas

von einem Stern,

dem Stern ihres Lebens,

dem sie gefolgt seien,

der sie hierher geführt hätte.

 

Wohl nur ein Irrlicht

in einem überstrapazierten Hirn

meinte der Sicherheitsbeamte,

schöne Phantasie,

aber kein Asylgrund.

 

Ihren Augen wich er aus,

konnte die enttäuschten,

traurigen,

zornigen Sterne

nicht aushalten!

So ließ er sie in die Schubhaft

verfrachten.

 

Dann fühlte der Beamte

sich plötzlich nicht sicher:

holte seine Geldbörse aus der Tasche

und zählte die Sterne

auf einem Zehn-Euro-Schein.

Es waren noch alle.

(Autor unbekannt)

        

 

 

„Wäre Christus tausendmal in Bethlehem geboren,

aber nicht in deinem Herzen,

dann wäre er für dich umsonst geboren.“

(Angelus Silesius)


Das vergessene Geschenk

 

Das Städtchen lag wie verzaubert da. Die Schneeflocken tanzten ihren lautlosen Reigen und verwandelten die Welt. Was schmutzig und hässlich aussah, bedeckten sie; was spitz und kantig war, formten sie weich und rund. Mit brennenden Augen starrte Ralf in das Schneetreiben hinaus und drückte seine heiße Stirn an die kühle Fensterscheibe. Seit Tagen suchte er die Antwort auf eine schwere Frage. Von seinen Geschwistern hatte er wissen wollen, warum Weihnachten gefeiert wird und sie hatten ihm kurz und bündig erklärt: „Weil Jesus Geburtstag hat.“

 

„Wenn Jesus Geburtstag hat, warum bekommen dann wir die Geschenke – und nicht er?“ Das war seine schwere Frage. Dabei hatte er sich vorgestellt, dass an seinem nächsten Geburtstag alle seine Freunde die schönsten Geschenke auspackten – nur er stünde abseits mit leeren Händen. Wie traurig würde er dann sein! Und Jesus? Auf der ganzen Welt beschenkten sich die Menschen gegenseitig, erraten heimlich Wünsche, verwirklichen Träume. Arme und Reiche, Junge und Alte, Kranke und Gesunde – alle sollen sich freuen. Und Jesus?

Ralf hatte überall herumgefragt, doch niemand konnte ihm erklären, warum Jesus nicht beschenkt wird, niemand hatte überhaupt an ein Geschenk für Jesus gedacht. Nun wollte er ganz bestimmt nach einem passenden Geschenk suchen. Aber worüber würde sich Jesus freuen? Kaufen konnte er ihm nicht mehr, er hatte alles ausgegeben, um Geschenke für Eltern und Geschwister zu basteln.

 

Morgen war heiliger Abend, Jesu Geburtstagsfeier und er hatte immer noch kein Geschenk für ihn. Während er grübelnd am Fenster stand, zündete in ihm eine Idee, die ihn ganz glücklich machte. Er lachte laut auf, denn es war ja so einfach, Jesus eine Freude zu machen.

 

Endlich begann der Weihnachtsgottesdienst. Die Kirche war heimelig und warm, es duftete nach Kerzen und Tannengrün. Die vielen Menschen, die keine Geschenke für Jesus mitgebracht hatten, wollten doch wenigstens eine Stunde von ihm singen, wollten beten und das Evangelium von seiner Geburt hören, das die Engel über den Fluren von Bethlehem in die Nacht hinausgejubelt hatten: „Fürchtet euch nicht! Siehe, ich verkündige euch große Freude, die allem Volk widerfahren ist; denn euch ist heute der Heiland geboren, welcher ist Christus, der Herr, in der Stadt Davids. Und das habt ihr zum Zeichen: ihr werdet finden das Kind in Windel gewickelt in einer Krippe liegen.“

 

Kurz vor Schluss des Gottesdienstes gingen die schön geflochtenen Opferkörbe durch die Reihen. Die Jungbläser vom Posaunenchor sammelten die Opfer ein und trugen die Körbe zum Altar. Auf diesen Augenblick hatte Ralf gewartet.

Flutsch rutschte er von seiner Bank, drückte sich an seinem Nachbarn vorbei, lief im Mittelgang bis zum Altar und stellte sich mitten hinein in einen Opferkorb und rief mit lauter und heller Stimme: „Ich habe kein Geld für Jesus, aber ich schenke ihm meine Arme und Beine, meinen Kopf, meine Stimme und mein Herz zu seinem Geburtstag!“

 

Ein Raunen ging durch die Menge, die Kinder sprangen von den Bänken auf, um besser sehen zu können. Alle spürten, dass Ralf etwas Wichtiges gemacht hatte. Pfarrer Heimer legte den Arm um ihn, rückte das Mikrofon etwas näher und wandte sich an seine Gemeinde: Ralf hat uns allen geholfen, Weihnachten richtig zu feiern. Jesus kam auf die Erde, um uns in Gottes Reich einzuladen. Es war für ihn ein Wagnis, Gottlose mit Gott zu versöhnen. Es hat ihn sein Leben gekostet. Doch das war es ihm wert. Sein Sterben besiegte den Tod, seine Liebe den Hass, seine Ohnmacht die Macht. Seitdem können Menschen zu Gott umkehren und ihr Leben neu mit Gott beginnen. Das alte Programm der Menschheit wurde von tiefem Erbarmen, grenzenloser Vergebung und ewiger Liebe überholt. Mit Jesus zusammen öffnen sich neue Wege, neue Horizonte, neue Ziele. Wer das erleben will, muss mutig sein wie Ralf und sich selbst ihm ganz schenken. Wie es auch in einem alten Weihnachtslied  von Paul Gerharth heißt:

„Ich steh an deiner Krippe hier, o Jesus du mein Leben,

ich komme, bring und schenke dir, was du mir hast gegeben.

Nimm hin, es ist mein Geist und Sinn, Herz, Seel’ und Mut, nimm alles hin

Und lass dir’s wohl gefallen.“

                        Liebe FreundInnen der Betriebsseelsorge!

 

„Dann erwarten wir, seiner Verheißung gemäß, einen neuen Himmel und eine neue Erde, in denen die Gerechtigkeit wohnt.“ (2 Petr 3,13)

Diese Verheißung im Petrusbrief gilt als Trost für die Gläubigen in der Endzeit. Aber so wie Jesus die Verheißung der Propheten auf seine Zeit aktualisiert hat  („heute hat sich das Schriftwort erfüllt“ –gute Nachricht für die Armen, Befreiung der Gefangenen etc.- Lk 4, 18ff), so gilt für Christen heute die Verheißung von der „neuen Erde, in der Gerechtigkeit wohnt“ auch als aktueller Auftrag für Heute.

Weihnachten ist das Fest der Menschwerdung Gottes in einem kleinen Kind, im Menschen Jesus von Nazareth, ist das Fest seiner Liebeserklärung an die Menschen. Diese Liebe (Gnade) Gottes befähigt uns, die Liebe weiterzugeben an die Armen, die Schwachen, die Unterdrückten, die Vertriebenen; und in dieser Kraft sind wir beauftragt, uns für eine gerechte und friedliche Welt zu engagieren.

So kann Jede/r an seinem/ihren Ort sich für die Menschen engagieren, die seine/ihre Nächsten sind - ohne Unterschied von Hautfarbe, Schicht etc.  So ist es wichtig, Initiativen zu setzen gegen die wachsende Kluft zwischen Arm und Reich, gegen die wachsende Armut, gegen Burn-Out und Mobbing, gegen Arbeitslosigkeit (z.B. nach dem Aus für die Glanzstoff) und gegen die Ausgrenzung von AusländerInnen. Für Letztere engagiert sich die ‚Plattform Bleiberecht’, die integrationswilligen Migranten ein Recht auf menschenrechtskonforme Behandlung geben will. Nähere Infos bei mir oder unter www.bleiberecht.at .

Ein guter Anstoß kann auch der Film ‚Let’s make money’ sein, der im cinema paradiso läuft.

„Liebe ist nicht nur ein Wort. Liebe, das sind Worte und Taten. Als Zeichen der Liebe ist Jesus geboren, als Zeichen der Liebe für diese Welt.“, heißt es in einem Lied. Setzen wir auch Zeichen dieser Liebe Gottes und das nicht nur zu Weihnachten!

 

Spendenaufruf!

Da die Betriebsseelsorge seit Jahren Budgetkürzungen hinnehmen muss und auch die Anfragen wegen Unterstützung bei finanzieller Notlage bei In- und AusländerInnen stark sind, erlaube ich mir,  Sie wieder um Spenden zu bitten. Falls ihr für die Büroarbeit (‚Bewusstsein’) einzahlt - Vermerk „Büro“, sonst „Soziales“: BAWAG(14000), Nr. 27610791293, „Josef Gruber Betriebspastoral“.

Weiterhin gibt es auch die Möglichkeit zur Zweckwidmung von 50% des Kirchenbeitrages (nach Offenlegung des Einkommens) für den „Arbeitslosenfond“ oder die „kategoriale Seelsorge“ – Informationen erhalten sie bei den Kirchenbeitragsstellen oder bei mir.

 

Einen herzlichen Dank, ein friedliches Weihnachtsfest und einen guten  Jahreswechsel wünscht euch  Sepp Gruber     St. Pölten, am 15. Dezember 2008

 

 

 

 

 

Die Welt in Ordnung bringen

Ein kleiner Junge kam zu seinem Vater und wollte mit ihm spielen. Der aber hatte keine Zeit für den Jungen und auch keine Lust zum Spiel. Also überlegte er, womit er den Knaben beschäftigen könnte.

Er fand in einer Zeitschrift eine komplizierte und detailreiche Abbildung der Erde. Dieses Bild riss er aus und zerschnipselte es dann in viele kleine Teile. Das gab er dem Jungen und dachte, dass der nun mit diesem schwierigen Puzzle wohl eine ganze Zeit beschäftigt sei.

Der Junge zog sich in eine Ecke zurück und begann mit dem Puzzle. Nach wenigen Minuten kam er zum Vater und zeigte ihm das fertig zusammengesetzte Bild.

Der Vater konnte es kaum glauben und fragte seinen Sohn, wie er das geschafft habe.

Das Kind sagte: "Ach, auf der Rückseite war ein Mensch abgebildet. Den habe ich richtig zusammengesetzt. Und als der Mensch in Ordnung war, war es auch die Welt."

Zwei Wölfe ...

Ein alter Indianer saß mit seinem Enkelsohn am Lagerfeuer. Es war schon dunkel geworden und das Feuer knackte, während die Flammen in den Himmel züngelten.

Der Alte sagte nach einer Weile des Schweigens: „ Weißt du, wie ich mich manchmal fühle? Es ist, als ob da zwei Wölfe in meinem Herzen miteinander kämpfen würden. Einer der beiden ist rachsüchtig, aggressiv und grausam. Der andere hingegen ist liebevoll, sanft und mitfühlend.“

„Welcher der beiden wird den Kampf um dein Herz gewinnen?“ fragte der Junge.

„Der Wolf, den ich füttere.“ antwortete der Alte.

 

 Arme Leute

Eines Tages nahm ein Mann seinen Sohn mit aufs Land, um ihm zu zeigen, wie arme Leute leben. Vater und Sohn verbrachten einen Tag und eine Nacht auf einer Farm einer sehr armen Familie.

Als sie wieder zurückkehrten, fragte der Vater seinen Sohn: „Wie war dieser Ausflug?“ „Sehr interessant!“ antwortete der Sohn.

„Und hast du gesehen, wie arm Menschen sein können? “ „Oh ja, Vater, das habe ich gesehen.“

„Was hast du also gelernt?“ fragte der Vater. Und der Sohn antwortete: „Ich habe gesehen, dass wir einen Hund haben und die Leute auf der Farm haben vier. Wir haben einen Swimmingpool, der bis zur Mitte unseres Gartens reicht, und sie haben einen See, der gar nicht mehr aufhört. Wir haben prächtige Lampen in unserem Garten und sie haben die Sterne. Unsere Terrasse reicht bis zum Vorgarten und sie haben den ganzen Horizont.“

Der Vater war sprachlos.

Und der Sohn fügte noch hinzu: „Danke Vater, dass du mir gezeigt hast, wie arm wir sind.“

(Quelle: Dr. Philip E. Humbert, The Innovative Professional's Letter, frei übersetzt und leicht geändert)

 

Eine kleine Weihnachtsgeschichte über das gute Leben

 

Im Jahr 1897 schrieb ein kleines Mädchen einen Brief an die New York Sun und berichtete, seine Freunde hätten behauptet, es gebe gar keinen Weihnachtsmann. Die Zeitung solle ihr die Wahrheit sagen. Und die Sun antwortete ihr mit einem Artikel, den heute kein Journalist mehr zu schreiben den Mut hätte: "Liebe Virginia, deine Freunde irren sich. Sie sind Opfer eines Misstrauens, das für unsere misstrauische Zeit so typisch ist. Sie glauben nur das, was sie mit eigenen Augen sehen können. Es gibt den Weihnachtsmann genau so, wie es Liebe gibt, Großherzigkeit und Hingabe. Alles Dinge die es im Überfluss gibt; es sind die Dinge, die dein Leben schön und lebenswert machen. Denn am wichtigsten sind jene Dinge, die weder Kinder noch Erwachsene sehen können."

 

 (Aus: Tiziano Terzani: Noch eine Runde auf dem Karussell ) 

 

 

 

 

Was, wenn Weihnachten nicht vor 2008 Jahren,
sondern heute stattgefunden hätte ...


Säugling in Stall gefunden
Polizei und Jugendamt ermitteln


Zimmermann aus Nazareth und unmündige Mutter
vorläufig festgenomme
n


BETHLEHEM, JUDÄA -


In den frühen Morgenstunden wurden die Behörden von einem
besorgten Bürger alarmiert. Er hatte eine junge Familie entdeckt, die
in einem Stall haust.
Bei Ankunft fanden die Beamten des Sozialdienstes, die durch
Polizeibeamte unterstützt wurden, einen Säugling, der von seiner erst
14-jährigen Mutter, einer gewissen Maria H. aus Nazareth, in
Stoffstreifen gewickelt in eine Futterkrippe gelegt worden war.
Bei der Festnahme von Mutter und Kind versuchte ein Mann, der
später als Joseph H., ebenfalls aus Nazareth identifiziert wurde, die
Sozialarbeiter abzuhalten. Joseph, unterstützt von anwesenden Hirten,
sowie drei unidentifizierten Ausländern, wollte die Mitnahme des
Kindes unterbinden, wurde aber von der Polizei daran gehindert.
Festgenommen wurden auch die drei Ausländer, die sich als "weise
Männer" eines östlichen Landes bezeichneten. Sowohl das
Innenministerium als auch der Zoll sind auf der Suche nach Hinweisen
über die Herkunft dieser drei Männer, die sich anscheinend illegal im
Land aufhalten. Ein Sprecher der Polizei teilte mit, dass sie keinerlei
Identifikation bei sich trugen, aber in Besitz von Gold, sowie einigen
möglicherweise verbotenen Substanzen waren. Sie widersetzten sich
der Festnahme und behaupteten, Gott habe ihn angetragen, sofort
nach Hause zu gehen und jeden Kontakt mit offiziellen Stellen zu
vermeiden. Die mitgeführten Chemikalien wurden zur weiteren
Untersuchung in das Kriminallabor geschickt.
Der Aufenthaltsort des Säuglings wird bis auf weiteres nicht
bekanntgegeben. Eine schnelle Klärung des ganzen Falls scheint sehr
zweifelhaft. Auf Rückfragen teilte eine Mitarbeiterin des Sozialamts
mit: "Der Vater ist mittleren Alters und die Mutter ist definitiv noch
nicht volljährig. Wir prüfen gerade mit den Behörden in Nazareth, in
welcher Beziehung die beiden zueinander stehen."
Maria ist im Kreiskrankenhaus in Bethlehem zu medizinischen und
psychiatrischen Untersuchungen. Sie kann mit einer Anklage wegen
Fahrlässigkeit rechnen.
Ihr geistiger Zustand wird deshalb näher unter die Lupe genommen,
weil sie behauptet, sie wäre noch Jungfrau und der Säugling stamme
von Gott.
In einer offiziellen Mitteilung des Leiters der Psychiatrie steht: "Mir
steht nicht zu, den Leuten zu sagen, was sie glauben sollen, aber
wenn dieser Glaube dazu führt, dass - wie in diesem Fall - ein
Neugeborenes gefährdet wird, muss man diese Leute als gefährlich
einstufen. Die Tatsache, dass Drogen, die vermutlich von den
anwesenden Ausländern verteilt wurden, vor Ort waren, trägt nicht
dazu bei, Vertrauen zu erwecken. Ich bin mir jedoch sicher, dass alle
Beteiligten mit der nötigen Behandlung in ein paar Jahren wieder
normale Mitglieder unserer Gesellschaft werden können."
Zu guter Letzt erreicht uns noch diese Info. Die anwesenden Hirten
behaupteten steif und fest, dass ein großer Mann in einem weißen
Nachthemd mit Flügeln (!) auf dem Rücken ihnen befohlen hätte den
Stall aufzusuchen und das Neugeborene zu seinem Geburtstag hoch
leben zu lassen. Dazu meinte ein Sprecher der Drogenfahndung: "Das
ist so ziemlich die dümmste Ausrede eines vollgekifften Junkies, die
ich je gehört habe."
Na denn....


Fröhliche Weihnachten

Warum der Krieg ausblieb

(chinesisches Märchen)

Als der Krieg zwischen den beiden benachbarten Völkern unvermeidlich schien, schickten die Feldherren beider Seiten Späher aus,

um zu erkunden, wo man am leichtesten in das Nachbarland einfallen könne.

Die Kundschafter kehrten zurück

und berichteten auf beiden Seiten dasselbe:

Es gebe nur eine Stelle an der Grenze, die sich dafür eigne.

„Dort aber“, sagten sie, „wohnt ein braver Bauer in einem kleinen Haus mit seiner anmutigen Frau.

Sie haben einander lieb, und es heißt,

sie seien die glücklichsten Menschen auf der Welt.

Sie haben auch zwei Kinder.

Wenn wir nun über ihr Grundstück marschieren,

dann zerstören wir das Glück.

Also kann es keinen Krieg geben.“

Das sahen die Feldherren ein,

und der Krieg unterblieb, wie jeder Mensch begreifen wird.

 

Wie ein Märchen klingt auch die Verheißung im Buch Jesaja.

Es ist für den Gläubigen eine Verheißung von Gott.

Wir sind schon hier auf Erden aufgerufen

entsprechend dieser Vision zu leben

darauf besinnen wir uns zu Weihnachten,

dem Fest der Menschwerdung des Messias Jesus.

„Am Ende der Tage wird es geschehen: Der Berg mit dem Haus des Herrn steht fest gegründet als Höchster der Berge… Zu ihm strömen alle Völker… Er spricht Recht im Streit der Völker, er weist viele Nationen zurecht. Dann schmieden sie Pflugscharen aus ihren Schwertern und Winzermesser aus ihren Lanzen. Man zieht nicht mehr das Schwert, Volk gegen Volk und übt nicht mehr für den Krieg. … wir wollen unsere Wege gehen im Licht des Herrn.“ (Jes 2, 2-5)

 

Am 19. 12., 17 Uhr planen wir wieder eine Adventwanderung auf die Stockerhütte/Wilhelmsburg

(Anmeldung unter 0676/826688398)

 

„Hasst das Böse und liebt das Gute und bringt bei Gericht das Recht zur Geltung.“ (Am 5, 15a)

Weihnachten ist,

wenn alle bereit sind zum Fest,

Weihnachten heißt, mit Hoffnung leben.

Wenn sich die Menschen die Hände reichen

wenn Fremde aufgenommen werden,

wenn einer dem anderen hilft,

das Böse vermeiden und das Gute tun,

dann ist Weihnachten.

 

Weihnachten heißt, die Tränen trocken.

Das was du hast, mit anderen teilen.

Die Not der anderen mildern.

Wenn du Unglücklichen beistehst,

dann ist Weihnachten.

Jeden Tag ist Weihnachten.

Jedesmal,

wenn einer dem anderen Liebe schenkt,

wenn die Herzen zufrieden sind,

wenn Menschen Menschen glücklich machen,

dann ist Weihnachten.

 

Dann steigt Gott vom Himmel herab

Und bringt uns sein Licht.

 

Weihnachtslied aus Haiti

 

 

Weihnachten
OHNE AusländerInnen

 

„Es war einmal …“, so beginnt das Märchen „von denen, die auszogen, weil sie das Fürchten gelernt hatten.“

 

Es war einmal, etwa drei Tage vor Weihnachten, spät abends. Über den kleinen Hauptplatz der kleinen Stadt kamen ein paar Männer gezogen. Sie blieben an der Kirche stehen und sprühten auf die Mauer „Ausländer raus“ und „Österreich zuerst“. Steine flogen in das Fenster des türkischen Greisslers gegen über der Kirche. Dann zogen die Männer ab. Gespenstische Ruhe. Die Vorhänge an den Häusern waren schnell wieder zugefallen. Niemand hatte etwas gesehen.

 

„Los komm, es reicht, wir gehen.“

„Wo denkst du hin! Was sollen wir denn da unten im Süden?“

„Da unten? Das ist immerhin unsere Heimat. Hier wird es immer schlimmer. Wir tun, was an der Wand steht: Ausländer raus!“

 

Tatsächlich, mitten in der Nacht kam Bewegung in die kleine Stadt. Die Türen der Geschäfte sprangen auf: Zuerst kamen die Kakaopäckchen, die Schokoladen und Pralinen in ihren Weihnachtsverkleidun­gen. Sie wollten nach Ghana und Westafrika, denn da waren sie zu Hause. Dann der Kaffee, paletten­weise der ÖsterreicherInnen Lieblingsgetränk; Uganda, Kenia und Lateinamerika waren seine Heimat. Ananas und Bananen räumten ihre Kisten, auch die Trauben und Erdbeeren aus Südafrika. Fast alle Weihnachtsleckereien brachen auf, Vanillekipferl, Spekulatius und Zimtsterne, die Gewürze in ihrem Inneren zog es nach Indien

 

Der Weihnachtsstollen zögerte. Man sah Tränen in seinen Rosinenaugen, als er zugab: Mischlingen wie mir geht’s besonders an den Kragen. Mit ihm kamen das Marzipan und der Lebkuchen.

 

Nicht Qualität, nur Herkunft zählte jetzt. Es war schon Morgendämmerung, als die Schnittblumen nach Kolumbien aufbrachen und die Pelzmäntel mit Gold und Edelsteinen in teuren Chartermaschinen in alle Welt starteten.

 

Der Verkehr brach an diesem Tag zusammen. Lange Schlangen japanischer Autos, voll gestopft mit Optik und Unterhaltungselektronik krochen gen Osten. Am Himmel sah man die Weihnachtsgänse nach Polen oder Ungarn fliegen, auf ihrer Bahn gefolgt von den feinen Seidenhemden und den Teppi­chen des fernen Asien.

 

Mit Krachen lösten sich die tropischen Hölzer aus den Fensterrahmen und schwirrten ins Amazonas­becken. Man musste aufpassen, um nicht auszurutschen, denn von überall quoll Öl und Benzin hervor, floss aus Rinnsalen zu Bächen zusammen in Richtung des Nahen Osten.

 

Aber man hatte ja Vorsorge getroffen. Stolz holten die großen AutohändlerInnen ihre Krisenpläne aus den Schubladen: Der Holzvergaser war ganz neu aufgelegt worden. Wozu ausländisches Öl? – Aber es waren nur mehr die Steyr-LKW, einige Autos von General Motors und ein paar Traktoren im Land geblieben.

 

Aber wie sahen die bloß aus? Sie begannen sich aufzulösen in ihre Einzelteile. Das Aluminium wan­derte nach Jamaika, das Kupfer nach Somalia, fast alle Eisenteile nach Brasilien oder nach Deutsch­land, der Naturkautschuk nach Zaire. Und die Straßendecke hatte mit dem Asphalt im Verbund auch immer ein besseres Bild abgegeben als heute.

 

Nach drei Tagen war der Spuk vorbei, der Auszug war geschafft, gerade rechtzeitig zum Weihnachts­fest. Nichts Ausländisches war mehr im Land. Aber Tannenbäume gab es noch, auch Äpfel und Nüsse. Und „Stille Nacht“ durfte gesungen werden. Jetzt hatten wir dieses Lied wieder ganz für uns allein. In der Kirche gab es das Weihnachtsoratorium – zwar mit Extragenehmigung, Bach war immerhin Deutscher.

 

Nur eines wollte nicht ins Bild passen. Maria, Josef und das Kind waren geblieben. Drei jüdische Menschen. Ausgerechnet.

 

„Wir bleiben“, sagte Maria, „wenn wir aus diesem Land gehen – wer will ihnen dann noch den Weg zurück zeigen, zur Vernunft und zur Menschlichkeit.“

 

 

ADVENT

Da kommt eineR – und du übersiehst ihn/sie!

Da geht eineR auf dich zu – und du bist verschlossen!

Da klopft eineR bei dir an – und du verschläfst ihn/Sie!

Da tritt einR bei dir ein – und du bist außer Haus!

Da wohnt eineR bei dir – und du wirfst ihn/sie raus!

Da kommt eineR sich mitteilen – und du schneidest ihm/ihr das Wort ab!

Da wartet eineR auf dich – und du zeigst ihm/ihr den Rücken!

Da fragt einR um Hilfe – und du verhärtest dein Herz!

Da läßt einR Geschenke zurück – und du vergräbst sie!

Da hat eineR unendlich Zeit – und du bist nie zu sprechen!

Da bringt eineR Ruhe – und du bist zerstreut!

Da kommt einR – und du siehst nur dich!

Solange er/sie immer noch kommt – kannst Du dich ändern!

aus: Publik - Forum

 

Wieder Einmal

 

Wieder einmal hat ein Augustus

den ganzen Erdkreis befriedet.

Wieder einmal werden durch ihn

alle Terroristen ausgemerzt.

Wieder einmal stehen

alle Vasallen: Habt Acht!

Gleichschritt marsch

zur Globalisierung des Globus.

Im entscheidenden Moment:

Wieder einmal sind

friedliebende Tauben ins Out gedrängt

und kreischende Falken

beherrschen den politischen Markt.

Wieder einmal sind wir dort angelangt,

wo wir meinten,

nie wieder hinzukommen

auf unserem vernebelten Weg im Kreis.

Seltsame Weihnachtsbescherung:

Ein abgeworfener

Container mit Lebensmittel

erschlägt Mutter und Kind.

Wieder einmal

hat ein Augustus keine Ahnung,

wer und was wehrlosen Menschen

wirklich Frieden bereitet.

Wieder einmal –

statt alle Jahre wieder –

haben wir eine neue Chance,

es allen zu zeigen.

 

 

„Der Gott, an den ich glaube,

ist in einer Höhle zur Welt gekommen,

er war Jude, wurde von einem ausländischen König verfolgt

und zog wie ein Fremder

in Palästina umher.

Er ließ sich begleiten

von Leuten aus dem Volk.

Er gab denen, die Hunger hatten,

zu essen;

denen, die Durst hatten, zu trinken;

denen, die im Dunkeln lebten, Licht;

denen, die im Gefängnis saßen, Befreiung;

denen, die Gerechtigkeit verlangten, Frieden.

Er stellte den Menschen über das Gesetz

und die Liebe über die alten Traditionen.

Der Gott, an den ich glaube,

ist kein anderer als der Sohn Marias, Jesus, von Nazareth.

Alle Tage steht er wieder auf durch unsere Liebe.“

(Frei Betto/Brasilien)

 

„Doch aus dem Baumstumpf Isais

wächst ein Reis hervor,…

Der Geist des Herrn lässt sich

nieder auf ihm …

Er richtet die Hilflosen gerecht

und entscheidet für die Armen des Landes, wie es recht ist. …

Gerechtigkeit ist der Gürtel

um seine Hüften, …

Dann wohnt der Wolf beim Lamm,…

Man tut nichts Böses mehr

… auf meinem ganzen heiligen Berg;

Denn das Land ist erfüllt von der Erkenntnis des Herrn,…“

(Jesaja 11,1-11)

 

Mit dieser prophetischen Vision

wünsche ich euch ein Fest der Menschwerdung Jesu,

das auch uns mehr Mensch werden lässt

 

         

                             

Christus hat keine Hände


nur unsere Hände, um seine Arbeit heute zu tun.

Er hat keine Füße, nur unsere Füße,

um Menschen auf seinen Weg zu führen.

Christus hat keine Lippen, nur unsere Lippen,

um Menschen von ihm zu erzählen.

Er hat keine Hilfe, nur unsere Hilfe,

um Menschen an seine Seite zu bringen.

(Gebet aus dem 14.Jahrhundert)

                                                           

 

 

Hoffnung ist im Gegensatz zu Optimismus nicht die Erwartung, dass alles gut geht.                                                                    

Hoffnung ist Engagement in der Gewißheit, dass es Sinn hat, egal, wie es ausgeht."

(Vaclav Havel)

 

 

NIE WIEDER KRIEG!

(Gebet des Papstes)

Gott unserer Väter, groß und voll Erbarmen,

Herr des Friedens und des Lebens, Du Vater aller Menschen.

Du hegst Pläne des Friedens und nicht des Leides,

Du verdammst die Kriege und brichst den Stolz der Gewalttäter.

Du hast Deinen Sohn Jesus gesandt,

um den Menschen aller Rassen und Völker in einer einzigen Familie zu vereinen.

Höre den einmütigen Aufschrei Deiner Kinder,

auf die dringende Bitte der ganzen Menschheit:Nie wieder Krieg, dieses Abenteuer, aus dem es kein Zurück mehr gibt.

Nie wieder Krieg, diese Spirale von Trauer und Gewalt.

Nie wieder Krieg am Persischen Golf,

eine Bedrohung für alle Geschöpfe im Himmel, zu Wasser und zu Land.

In Gemeinschaft mit Maria, der Mutter Jesu, bitten wir Dich nun:

Sprich zu den Herzen derer, die Verantwortung tragen für das Schicksal der Völker, halt auf die Logik der Rache und Vergeltung.

Ermögliche durch Deinen Heiligen Geist neue Lösungen,

großmütige und ehrenvolle Gesten des Friedens,

eröffne Räume des Dialogs und geduldigen Wartens,

die fruchtbarer sind als überstürzte Kriegstermine.

Gib unserer Welt Tage des Friedens.

Nie wieder Krieg!

 

Johannes Paul II sprach dieses Gebet während der Generalaudienz am 16. 1. 1991, am Vortag des Kriegsbeginns gegen den Irak 1991.

 

 

Zivilcourage

Erst kuendigte man diejenigen,
die weniger Leistung brachten,
ich sagte nichts,
denn ich brachte die von mir
verlangte Leistung.

Dann wurden die gekuendigt,
die Alkohol zu sich nahmen;
ich sagte nichts,
denn ich nahm keinen Alkohol
zu mir.

Dann wurden die gekuendigt,
die eine mangelnde Arbeits-
auffassung und -moral hatten;
ich sagte nichts,
denn meine Arbeitsauffassung
und -moral war gut.

Dann wurden die gekuendigt,
die Fehlzeiten hatten;
ich sagte nichts,
denn ich hatte keine Fehlzeiten.

Dann wurden die gekuendigt,
die ein Attest
fuer leichtere Arbeit hatten,
sie waren fuer diese Arbeit nicht
mehr geeignet;
ich sagte nichts,
da ich noch geeignet war.

Dann wurden die Kranken gekuendigt;
ich sagte nichts,
weil ich nicht krank war.

Ich habe geschwiegen bis ich kaputt war,
dann war ich auch dran.

Text von ÖGB - OÖ

 

Biblische Sprüche

Amos:

"Weh den Sorglosen auf dem Zion und den Selbstsicheren auf dem Berg von Samaria. ...Ihr liegt auf Betten aus Elfenbein und faulenzt auf euren Polstern. Zum Essen holt ihr euch Laemmer aus der Herde und Mastkaelber aus dem Stall. Ihr groelt zum Klang der Harfe, ihr wollt Lieder erfinden wie David. Ihr trinkt den Wein aus grossen Humpen, ihr salbt euch mit dem feinsten Oel und sorgt euch nicht um den Untergang Josefs. ... Das Fest der Faulenzer ist nun vorbei... " (Am 6, 1ff)

"Hoert dieses Wort, die ihr die Schwachen verfolgt und die Armen im Land unterdrueckt. Ihr sagt: Wann ist das Neumondfest vorbei? Wir wollen Getreide verkaufen. Und wann ist der Sabbat vorbei? Wir wollen den Kornspeicher oeffnen, das Mass kleiner und den Preis groesser machen und die Gewichte faelschen. Wir wollen mit Geld die Hilflosen kaufen, für ein paar Sandalen die Armen. Sogar den Abfall des Getreides machen wir zu Geld. Beim Stolz Jakobs hat der Herr geschworen: Keiner ihrer Taten werde ich jemals vergessen." (Am 8, 4ff)

 

Kohelet =Prediger

Also: Iß freudig dein Brot, und trink vergnügt deinen Wein; denn das, was du tust, hat Gott längst so festgelegt, wie es ihm gefiel. ... Mit einer Frau, die du liebst, genieß das Leben alle Tage deines Lebens voll Windhauch, die er dir unter der Sonne geschenkt hat.

9, 7ff)

Alles hat seine Stunde. Für jedes Geschehen unter dem Himmel gibt es eine bestimmte Zeit: eine Zeit zum Gebären und eine Zeit zum Sterben, ....

eine Zeit zum Weinen und eine Zeit zum Lachen, eine Zeit für die Klage und eine Zeit für den Tanz; ...(3, 1 ff)

 

Sprüche

Gesell dich nicht zu den Weinsäufern, zu solchen die in Fleischgenuß schlemmen; denn Säufer und Schlemmer werden arm, Schläfrigkeit kleidet in Lumpen. (23, 20-21)

V 29 ff: ‚Wer hat Ach? Wer hat Weh? Wer hat Zank? Wer hat Klage? Wer hat Wunden wegen nichts? Wer trübe Augen? Jene, die bis in die Nacht beim Wein sitzen, die kommen, um den Mischwein zu probieren. .....‘

Wer eine Grube gräbt, fällt selbst hinein, wer einen Stein hochwälzt, auf den rollt er zurück. (26,27)

 

Ein Geschenk des Himmels

 

Manche Menschen wissen nicht

wie wichtig es ist,

dass sie einfach da sind.

 

Manche Menschen wissen nicht,

wie gut es tut,

sie einfach nur zu sehen.

 

Manche Menschen wissen nicht,

wie tröstlich

ihr gütiges Lächeln wirkt.

 

Manche Menschen wissen nicht,

wie viel ärmer wir

ohne sie wären.

 

Manche Menschen wissen nicht,

dass sie ein Geschenk des Himmels sind.

 

Sie wüssten es,

würden wir es ihnen sagen.

 

Sie wüssten es,

würden wir von Zeit zu Zeit

DANKE sagen.

 

 

OSTERLIED

 

 

'Das könnte den Herren der Welt ja so passen,

wenn erst nach dem Tode Gerechtigkeit käme,

erst dann die Herrschaft der Herren,

erst dann die Knechtschaft der Knechte

vergessen wäre für immer!

 

Das könnte den Herren der Welt ja so passen,

wenn hier auf der Erde stets alles so bliebe,

wenn hier die Herrschaft der Herren,

wenn hier die Knechtschaft der Knechte

so weiterginge wie immer.

 

Doch ist der Befreier vom Tod auferstanden,

ist schon auferstanden und ruft uns jetzt alle

zur Auferstehung auf Erden,

zum Aufstand gegen die Herren,

die mit dem Tod uns regieren!

 

(von Kurt Marti - evag.. Theologe Schweiz)

 

 

 

 

'Wenn aber Christus nicht auferweckt worden ist, dann ist euer Glaube nutzlos, und ihr seid noch immer in Sünden; und auch die in Christus Entschlafenen sind dann verloren. Wenn wir unsere Hoffnung nur in diesem Leben auf Christus gesetzt haben, sind wir erbärmlicher daran als alle anderen Menschen. Nun aber ist Christus von den Toten auferweckt worden als der Erste der Entschlafenen. Da nämlich durch einen Menschen der Tod gekommen ist, kommt durch einen Menschen auch die Auferstehung der Toten. Denn wie in Adam alle sterben, so werden in Christus alle lebendig gemacht werden. ... ' 1. Kor 15 , 17-22

 

 

 

"Da hörte ich eine laute Stimme vom Thron her rufen: Seht die Wohnung Gottes unter den Menschen! Er wird in ihrer Mitte wohnen, und sie werden sein Volk sein; und er, Gott, wird bei ihnen sein. Er wird alle Tränen von ihren Augen abwischen: Der Tod wird nicht mehr sein, keine Trauer, keine Klage, keine Mühsal. Denn was früher war: ist vergangen." Offb 20, 3f

 

 

 

                                                                                        

Keine Zeit für Gott und für sich ...


Terminkalender, du verfolgst mich und du kennst mich.
Ob ich sitze oder stehe, ich trag dich bei mir.
Selbst von ferne bestimmst du meine Gedanken.
Ob ich gebe oder ruhe, es ist dir bekannt;
dir sind vertraut all meine Wege.
Noch liegt der Tag unbeschrieben vor mir –
hast du schon meine Termine bestimmt.
Du umschließt mich von allen Seiten und legst
deine Klammer um mich.
Zu unfaßbar ist für mich deine Zeiteinteilung,
zu hoch, ich kann sie nicht begreifen.
Wohin könnte ich fliehen vor deinen Plänen?
Wohin mich vor deinem Diktat flüchten? ....
Ich werde gezwungen, mit letzter Kraft
die Zeiten zu ändern, die du für mich festgelegt hast.
Würde ich sagen: “Zeit will ich haben für Gott,
statt Streß soll mich Ruhe umgeben” –
doch für diesen Wunsch ist keine Zeile mehr frei,
denn dies würde deinen Rhythmus sprengen.
Denn du hast mein Innerstes ergriffen,
eingepreßt in den Zwang zur Hektik.
Dir verdanke ich, daß du mich so gestaltet hast.
Ich weiß: Staunenswert ist deine Macht.
Wie schwierig ist für mich dieses Leben, o Herr, wie gewaltig
der Druck der Termine!
Wolltest Du, o Gott, mir die Kraft geben,
mich aus ihren Fesseln zu befreien!
Bestimme Du mich, o Gott,
gib mir, Deinen Willen zu erkennen, und leite mich,
nach Deiner Zeit zu leben!

Eine Verfremdung von Psalm 139, getextet von Studenten;
entnommen: ”Christ in der Gegenwart” Nr. 1 (1984) 


 

PSALM 23 FÜR HEKTISCHE LEUTE

 

Der Herr ist mein Schrittmacher!

Ich werde nicht hetzen;

er stoppt mich

und findet für mich viele Augenblicke,

damit ich zur Ruhe komme;

er erzieht mich zur Haltung der Stille.

sodaß ich ständig zur Gelassenheit zurückfinde.

Er weiß mich zum Weg der fruchtsamen Wirksamkeit zu leiten,

indem er meinen Geist auf das Eigentliche orientiert;

die Führung des Herrn ist Friede!

Und das, obwohl ich jeden Tag wirklich viel zu erledigen habe.

Ich brauche mir keine Sorgen zu machen, er ist ja hier!

Seine Zeitlosigkeit und seine Allmacht

werden für die Harmonie in meinem Leben sorgen.

Er verschafft mir Erfrischung

und gibt mir neue Kraft mitten in meiner Arbeit

und salbt meinen Geist mit dem Öl der Gelassenheit.

Der Becher meiner Energie geht vor Freude über.

Lauter Harmonie und Wirksamkeit

werden die Früchte meiner Stunden sein

und ich werde wandern

mit dem Schritt meines Herrn

und wohnen in seinem Haus für immer.

(aus Japan)

"Dann geht im Dunkeln dein Licht auf,

und deine Finsternis

wird hell wie der Mittag."

(Jesaja 58, 10)

 

 

 

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