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 Neues Projekt:

Friedensradfahrt nach Bosnien im September 2011

- siehe www.friedensradfahrt.eu und http://friedensradtour.wordpress.com

Bericht: 
Wir sind von unserer Friedensradfahrt nach Bosnien-Herzegowina
zurückgekehrt, d.h. die 17 (-21) TeilnehmerInnen aus NÖ, Wien,
Steiermark, OÖ und Vorarlberg und Deutschland, die von 2.-24. 9.2011
nach und durch Bosnien radelten, um ein Zeichen für Frieden und Versöhung zu setzen.


Die Route führte uns - unter der Leitung von Pete Hämmerle vom
internationalen Versöhnungsbund/österr.Zweig (und von Sepp Gruber, Betriebsseelsorger) 
von Wien über Ungarn und Kroatien (Westslavonien) zunächst nach Banja Luka, der Haupstadt
der Republica Srbska,wo wir ein Treffen mit dem kath. Bischof Komarica  und der 
Ministerin für Jugend,Familie und Sport Fr. Nadar Tesanovic hatten sowie in der orth.
Kirche und der wiedererrichteten Moschee sowie in einer Schule.
Von dort radelten wir nach Jajce, der alten Königsstadt sowie nach Gorni Vakuf 
mit einem Treffen mit Jugendlichen, die an den Spannungen zwischen den Volksgruppen leiden; 
hinüber in die Herzegowina nach Mostar (mit Abstecher nach Medjugorje), dann über
Konjic nach Sarajewo mit einem Besuch beim interreligiösen Komitee von
Bosnien (bestehend aus VertreterInnen der Katholiken, Orthodoxen, Juden und Muslimen.
Weiter ging die Radtour über die Berge nach Srebrenica, wo das schreckliche Masacker an 8000
muslimischen Männern im Juli '95 geschah und nach Tuzla, der einzigen
Stadt, die sich dem nationalistischen Krieg damals großteils entziehen
konnte und wieder zurück nach Sarajewo, wo es ein Treffen mit dem Chef
der OSZE, Hr. Fletcher Burton und beim 'hohen Repräsentanten' der Staatengemeinschaft, dem
Österreicher Valentin Inzko gab sowie die Teilnahme an einer Aktion zum
Weltfriedenstag der UNO am 21.9. u.a. Begegnungen.
Die Gruppe konnte in den vielen Begegnungen auch mit Jugendvertretern
und Basisinitiativen im ganzen Land die Wunden des Krieges und die noch
immer bestehenden unsichtbaren Gräben zwischen den Volksgruppen und
Religionsgemeinschaften erleben und die Menschen stärken, die einen
gemeinsamen Neuanfang für ein zukunftsfähiges Bosnien gehen wollen.
Die herrliche Landschaft, die freundlichen Leute und das hervorragende
Essen entschädigten die RadlerInnen für manche Strapatzen in dem
gebirgigen Land.

Tagebücher zur Radfahrt finden sie unter: www.friedensradfahrt.eu und
unter http://friedensradtour.wordpress.com
BOTSCHAFT der Friedensradfahrt in BiH
 (Weltfriedenstag am 21.9. 2011 in Sarajewo)

 Wir sind zwei Wochen durch alle Teile Bosnien-Herzegowinas geradelt. Wunderbare Landschaften und berührende Begegnungen mit Menschen an zahlreichen Orten haben uns einen tiefen Eindruck hinterlassen.

1.       Wir haben in BiH Menschen getroffen.
Auch wenn wir BosniakInnen, SerbInnen oder KroatInnen, bzw. MuslimInnen, orthodoxe oder katholische ChristInnen, gesehen und gesprochen haben, haben wir entdeckt, dass immer dann, wenn das Menschsein der Menschen und nicht ihre ethnische Zuordnung im Vordergrund steht, die einzelne Person als MitgestalterIn des Lebens auf allen Ebenen und als Bürger/in eines Staates wichtig wird.
Aus unserer gewaltfreien Grundhaltung steht die Achtung der Würde jedes Menschen im Mittelpunkt – unabhängig von seiner Nation, Religion und anderen Unterschieden, die für uns Außenstehende sowieso kaum erkennbar waren.

2.      Wir sind „Brückenbauern/innen“ begegnet.
Die ethnische Zugehörigkeit begründet allzuoft (un)sichtbare Gräben und Mauern zwischen den Entitäten und Volksgruppen, in einzelnen Städten und Orten, ja selbst innerhalb von Familien. Wer es wagt Brücken zu bauen, Grenzen zu überschreiten wird oft als Verräter betrachtet anstatt in seinem Mut zum Brückenbauen gewürdigt.

3.      Wir haben viele Geschichten des Leidens gehört.
Diese Erfahrungen sind anzuerkennen. Die Aufarbeitung der Vergangenheit braucht Zeit, aber sie ist not-wendig für Heilung und Versöhnung. Es gibt so vieles, das lähmt und resignativ machen kann und so die eigene Initiative hemmt. Eine Befreiung davon eröffnet neue Möglichkeiten für neues Handeln. Regionale Wahrheits- und Versöhnungskommissionen können dafür einen geeigneten Rahmen schaffen.

4.      Wir haben Zeichen der Hoffnung auf ein gutes Leben in der Zukunft gesehen.
Einerseits ist von einer gemeinsamen Zukunft und einer guten Entwicklung des Landes für ein friedliches Zusammenleben wenig spürbar und viele sehen mehr Probleme als Lösungsansätze. Viele Menschen sind von der bosnischen und internationalen Politik trotz hoher Erwartungen enttäuscht. Andererseits ist BiH seiner Geschichte nach eindeutig Teil Europas. Die Frage ist, wie diese Integration in der Region, in Europa und global am besten von statten gehen kann.

5.      Wir wollen die Verbundenheit von Menschen aus BiH und Österreich weiterhin fördern-
* Das größte Hoffnungspotential sehen wir in der Jugend, und hier könnte die EU mit ihren Jugend- und Austauschprogrammen ein „Friedensprojekt“ sein. Wichtig wäre unserer Meinung nach auch die Förderung einer Friedenskultur, die schon jetzt durch das lokale Friedensnetzwerk aufgebaut wird, durch europäische Programme.
* Durch die Er-Fahrung des Landes mit dem Fahrrad sehen wir Entwicklungsmöglichkeiten im touristischen Bereich, aber auch für uns schwer verständliche Versäumnisse im Bereich des Umweltschutzes. Die Idee einer „Friedensradfahrt“ in Österreich mit bosnischer Beteiligung im Jahr 2012 ist eine Idee für die Zukunft.
* Anlässlich des Jahres 2014 (Beginn des 1. Weltkriegs und Gründung des IVB) haben wir die Vision einer großen Friedens-Veranstaltung in Sarajewo für ein Europa des Friedens in Zusammenarbeit von bosnischen und internationalen Friedensorganisationen.

Bericht: www.kirche.at/stpoelten

 

Einladung zu einer

Friedensradfahrt“ nach Bosnien-Herzegowina

(Radfahrt mit/zu Nachbarn)

 

2. – 23. September 2011 (von Wien nach Sarajewo)!

 

Initiative des IVB (internationaler Versöhnungsbund) - Pete Hämmerle -, von Sepp Gruber gemeinsam mit bosnischen FreundInnen.

 

Ziele:

* die TeilnehmerInnen (ÖsterreicherInnen u.a. Interessierte gemeinsam mit Bosniern aus allen Volksgruppen) wollen durch die Radfahrt das Land und die Geschichte Bosniens besser kennen- und verstehen lernen

* 15/16 Jahre nach Ende des Bürgerkrieges (& dem Abkommen von Dayton) die politisch und wirtschaftliche verfahrene Realität des Landes sehen

* Sichtweisen der jeweils anderen Seite (Volksgruppen) sehen lernen und Begegnungen mit Vertretern der verschiedenen ethnischen und religiösen Gruppen

* Ansätze einer gewaltfreien gemeinsamen Lösung kennen lernen, in Kooperation mit dem „Center of nonviolent action“ in Sarajewo (www.nenasilje.org) u.a. gewaltfreien Gruppen in Bosnien

* einen kleinen Beitrag zu einem Miteinander im Frieden leisten.

* körperlich intensive Er-Fahrung der Strecke mit dem Rad (täglich ca. 90 km)

 

Bisherige Planungstreffen: Anfang Nov. mit Tamara Smiling vom CNA Sarajewo beim IVB in Wien; 8. Dez. mit bosnischen Österreicherinnen und 4. 2. 2011 beim IVB Wien

 
 

Abfahrt ist am 2. September 2011 in Wien, Ankunft in Bosnien (Banja Luka) am 6.9. abends (ca. 530 km), dann bis zum 21. 9. (=Weltfriedenstag der UNO) Rundfahrt und Treffen in allen Landesteilen (Bosnien ist groß und bergig) und Rückfahrt per Bahn von Sarajewo am 23. September. In Summe also 22 Tage, mindestens 16 Tage am Rad (ca. 90 km pro Tag)!

Gemeinsames Treffen aller Interessierten am Sa., 30. April - 1. Mai in St. Pölten!

Anmeldung bei: sepp.gruber@kstp.at oder petehaemmerle@versoehnungsbund.at

Suche nach MitfahrerInnen vor allem auch unter Jungen Leuten wie StudentInnen aus Österreich wie aus Ex-Jugoslawien!

Maximale TeilnehmerInnenzahl: 20 -25 (zusätzliche Teilnahme für einzelne Tage in Bosnien möglich)

Anmeldeschluss: Ostern 2011!!

 

 

Friedensradfahrt nach Bosnien-Herzegowina im September!

Vorbereitungstreffen am 30.4./1.5. im Hippolythaus

 

Der Internationale Versöhnungsbund/österr.Zweig mit Pete Hämmerle und Sepp Gruber von der Betriebsseelsorge initiieren eine Radfahrt für Frieden und Versöhnung in Bosnien/H.

Ziel dieser Tour, die gemeinsam von Menschen aus ganz Österreicher, 1 Briten und BosnierInnen von 2. – 23. 9. 2011 mit max. 25 TeilnehmerInnen stattfindet, ist es, eine „Verbundenheit zwischen den Menschen hier und Bosnien zu schaffen“ und „die Anliegen der lokalen Friedensgruppen in Bosnien zu stärken“. Zugleich soll diese gemeinsame Tour ein „Symbol für ein friedliches Zusammenleben aller Volksgruppen sein und soll Mut machen zu einem freiwilligen Engagement durch das eigene Beispiel“, ökologisches Bewusstsein fördern sowie die Verbundenheit mit Europa zeigen.

18 potentielle TeilnehmerInnen setzten sich am letzten Wochenende mit den Fragen der aktiven Gewaltfreiheit sowie mit der Geschichte und dem Krieg und seinen Folgen in Bosnien-Herzegowina und den Zukunftsperspektiven dort auseinander und erarbeiteten gemeinsam die Ziele der Reise. Dabei erzählten NeoösterreicherInnen mit bosnischem Hintergrund sowie ein Ehepaar aus Sarajewo, die gerade in St. Pölten waren, über ihre Erinnerungen und Erfahrungen, aber auch über die politisch und wirtschaftlich sehr verfahrene Situation in Bosnien – Herzegowina. Einerseits gibt es seit 16 Jahren keinen Krieg, aber von einem echten Frieden und Verständigung zwischen den Volksgruppen kann nicht die Rede sein. Schritte der Annäherung und Verständigung (und des wirtschaftlichen Aufbaues) zu unterstützen, soll auch das Hauptziel der Friedensradfahrt sein. Darüber hinaus soll auch ein Projekt einer bosnischen NGO für die Schulbildung in einer vernachlässigten Romasiedlung bei Sarajewo konkret unterstützt werden.

Nähere Informationen bekommen sie bei den Initiatoren und unter www.friedensradfahrt.eu

 

Nächstes Vorbereitungstreffen: Dienstag, 14. Juni, 15-20 Uhr in Linz!

 

 

Film von Werner Ertl "3712 km für den Frieden in Nahost. Friedensradfahrt 2009 Wien - Jerusalem"  

Film unter www.emmaus.at und Link zu Friedensradfahrt zu finden!


Reisetagebuch u.a. unter www.friedensradfahrt.eu

 
3700 km (per Rad) für den Frieden
 
St. Pöltner bei der „1. Friedensradfahrt Wien – Jerusalem“ im Frühjahr 2009
 
Auch eine Reise von tausend Meilen fängt mit dem ersten Schritt an.“(Spruch aus China)
Mit diesem Satz beginnt Dieter, ein 68 jahriger ehemaliger Steuerberater, sein Tagebuch, das unter www.friedensradfahrt.eu diese 1. Friedensradfahrt von Wien nach Jerusalem beschreibt.
Oder korrekter: Die Reise begann mit der Vision des Journalisten Werner Ertl (Mitglied der Franziskusgemeinschaft Pinkafeld, wohnhaft in Melk), „die Pilgerfahrt des Lebens – einmal mit dem Fahrrad nach Jerusalem mit Juden, Christen und Muslime als Freunde des einen Gottes Abrahams, Isaaks, Jakobs und Ismails“ gemeinsam zu machen.Nach einer einjährigen Vorbereitungszeit starteten am Ostermontag (13.4.) nach einer Verabschiedung durch die Vertreter der 3 abrahamitischen Religionen (Anas Shakfeh, Präsident der islamischen Glaubensgemeinschaft, der rumänisch-orthodoxe Bischofsvikar Nicolae Duna, stellv. Vorsitzender des Ökumenischen Rats der Kirchen und der wegen des Pessachfestes entschuldigte Oberrabbiner Paul Chaim Eisenberg von der israelitische Kultusgemeinde) unter dem Ehrenschutz des Wiener Bürgermeisters Häupl 19 RadlerInnen im Alter von 48 bis 69 Jahren vom Wiener Rathausplatz Richtung Jerusalem. Leider gelang es nicht, Muslime oder Juden zur Teilnahme zu gewinnen, der Obmann der Mevlanamoschee in St. Pölten (Isik Mehmet) wollte aber ursprünglich mitradeln und musste wegen dem AK-Wahlkampf absagen. Begleitet wurden die 16 Radler und 3 Radlerinnen von einem Begleitbus mit dem Logo der Tour, gestiftet von der Autofirma Weintritt in Baden und chauffiert von einem Mitarbeiter des österr. Samariterbundes Wien, der sich auch um alle Wehwehchen während der Fahrt kümmerte. Mit dabei waren von Beginn an Gerhard Havlik, ehemaliger Bezirksstellenleiter der AK St.Pölten und passionierter Radler sowie Hans Auzinger, Oberösterreicher und Mitarbeiter der Emmausgemeinschaft St.Pölten. Der oberste „Routenplaner“ Sepp Gruber, Betriebsseelsorger + ‚Multikultispezialist’ aus St. Pölten konnte wegen einem wichtigen Familienfest erst nach der 1. Nacht in Sopron zur Reisegruppe dazustossen. Doch der Großteil der 3700 km Radlerstrecke lag noch vor uns durch die Tiefebene Südungarns, durch die im Jugoslawienkrieg umkämpfte Region Ostslavonien, durch die Woyvodina und den Rest Serbiens bis Nis, von wo die einzige Etappe per Bahn nach Sofia führte. In Osijek, Novi Sad und Belgrad traf sich die Gruppe mit friedensbewegten Menschen aus den ehemaligen Kriegsgebieten Jugoslawiens. Von dort ging die Fahrt durch das ziemlich kühle Bulgarien (1 Grad und Reif in Kostenec), wo ein Höhepunkt die Übernachtung im bulgarischen Kloster Zlatna Livada war, in die europäische Türkei bei Edirne bis Istanbul, wo uns bei der Stadteinfahrt nur zahlreiche Schutzengel vor Unfällen bewahren konnten.

Hier war der Höhepunkte der Besuch beim obersten Vertreter der orthodoxen Kirchen, bei Patriarch Bartholomäus, ebenso wie der Besuch in der dortigen Synagoge, in der Hagia Sofia und im österr. St. Georgskolleg. Mit der Fähre setzten wir nach Kleinasien über und kamen vorbei am alten Nizäa immer tiefer ins Hochland von Anatolien mit der religiösen Hauptstadt Konya mit dem Grabmahl des berühmten islamischen Mystikers Mevlana (Rumi) und der Pauluskirche. Hier machte uns auch der Regen und der Wind einige Male zu schaffen. Durch das Taurusgebirge gelangten wir bei Tarsus, der Geburtsstadt des Apostels Paulus endlich in wärmere Regionen am Mittelmeer. Ein Besuch beim kath., Bischof in Iskenderun und im ‚Haus der Begegnung’ der Deutschen Barbara Kallasch im antiken Antiochien und der Bsuch beim dortigen islamischen Mufti waren weitere Höhepunkte der langen Türkeietappe, wo uns die große Gastfreundschaft und das Interesse an unserer Friedensidee besonders überraschte. Nach langen Schwierigkeiten wegen des syrischen Visums, das nur durch Interventionen bis zum Außenminister und zahlreiche Gebete von Freunden gelöst werden konnte (zu guter Letzt mussten wir extra per Bus zum syrischen Generalkonsul im kurdischen Gaziantep fahren, um das Visum zu bekommen), durchquerten wir dieses interessante Land im Schnellzugstempo auf den gut ausgebauten Autobahnen, begleitet und kontrolliert von Mitarbeitern des Tourismusministeriums, die uns nebenbei aber auch sehr günstige Hotels organisierten. Der geplante Besuch beim Großmufti der Ommayadenmoschee in Damaskus konnte leider wegen einer Terminkollision nicht stattfinden, trotzdem nahmen wir uns 1 Tag Zeit für diese multireligiöse historische Stadt. Nach einer Nacht in Nordjordanien überquerten wir die israelische Grenze am Jordan und wurden mit einer mörderischen Hitze von 42 Grad im Schatten (und 62 in der Sonne) empfangen, was zu einigen körperlichen und gruppendynamischen Turbulenzen führte. So hatten wir am kommenden Tag nicht die nötige Ausdauer, um den militärischen Checkpoint zur Einreise ins besetzte Palästinensergebiet, wo uns ein Bus und Freunde zu palästinensischen Flüchtlingen bringen sollte, doch zu überwinden. Trotz eines Ausweises der österreichischen Botschaft und zahlreichen Telefonaten mit dieser und einem israelischen General wurde uns die Einreise verweigert. Hier scheiterte erstmals unsere bescheidene Friedensinitiative. Doch wir schafften am späten Nachmittag noch den Umweg an die israelische Mittelmeerküste bei Netanya, von wo wir plangemäß am 38.Tag über Korridorstraßen durch das Palästinensergebiet (von dieser sind die einheimischen Palästinenser ausgeschlossen) von Norden her die Altstadt von Jerusalem erreichten. Am Damaskustor, nicht weit vom österreichischen Hospiz, wo wir einquartiert waren, umarmten wir einander und waren glücklich, den Radlerpart gemeinsam geschafft zu haben. 3740 km und 23000 Höhenmeter in nur 38 Tagen (davon 6 Ruhetage) und das mit 18-20 nicht mehr so jungen RadlerInnen! Eine nicht schwache Leistung.

In Jerusalem und Bethlehem trafen wir uns mit VertreterInnen von jüdischen, christlichen und muslimischen Friedensinitiativen, um die Möglichkeiten für ein gemeinsames Zusammenleben im so verfahrenen Konflikt im nahen Osten auszuloten. Leider erlebten wir auch gleich am ‚Jerusalemeinheitstag’ (Gedenktag zur Erinnerung an die Rückeroberung der Altstadt durch die Israelis 1967) direkt vor der Haustüre, wie unterschiedlich diese Vorstellung vom Zusammenleben aussehen: Zahlreiche junge Israelis mit Fahnen und Stöcken zogen unter Militärschutz durch die arabische Altstadt vom Damaskustor bis zur Westmauer (Klagemauer) des alten Tempels, um ihre Besitzansprüche auszudrücken und schlugen dabei auf alle arabischen Aufschriften (auch solche von christlichen Einrichtungen), der Rest der Altstadt war für Passanten war gesperrt und so mussten wir uns mit Mühe gegen die nationalistischen Menschenmassen zum Hospiz kämpfen. Am Tag darauf, ein Freitag, war die Straße wieder voll mit islamischen Pilgern, die (friedlich) zum Gebet am Tempelberg zogen. Und dazwischen sahen wir auch die frommen christlichen Pilger, die betend auf dem Weg zur Grabeskirche waren.
3 verschiedene Weltreligionen und 2 verfeindete Nationen an einem Ort und die Aufmerksamkeit der ganzen Welt – ein nicht einfach zu lösendes Konfliktfeld.
Jerusalem, die Stadt des Friedens – eine nicht einfache Vision!
Doch für uns FriedensradlerInnen war vor allem der lange mühsame gemeinsame Weg nach Jerusalem der größte Beitrag zum Frieden – in der Gruppe und in der Welt nach dem Motto „der Weg ist das Ziel“.
 
Sepp Gruber

 

 

 

 

Die Friedensradfahrt ist erfolgreich abgeschlossen worden in den geplanten 38 Tagen + 2/3 Tage in Jerusalem und Bethlehem.

 

Info auf der Homepage bzw. bei Sepp Gruber (0650/2318824) und den anderen TeilnehmerInnen (17 Männer + 4 Frauen)

Erste österreichische

Friedensradfahrt Wien – Jerusalem

13. 4. 2009 (Ostermontag) – 24. 5. 2009 (Sonntag)

40 Tage per Fahrrad durch 8 Länder!

 

Juden, Christen und Muslime 

in einem „Trialog auf Rädern“ unterwegs für den Frieden in Nahost

Juden, Christen und Muslime:

Freunde des einen Gottes Abrahams, Isaaks und Ismails.

 

 40 Tage lang auf Fahrrädern gemeinsam unterwegs: die Werte unserer jeweiligen Religion, Kultur und Tradition  austauschen, abwechselnd eine kulturell-religiöse Begleitung  dieser Fahrt übernehmen, religiöse Feste gemeinsam feiern, die in die Zeit der Friedensradfahrt fallen..

40 Tage miteinander unterwegs: Der Weg als das Ziel.

 Am Ziel Jerusalem angekommen, können wir mit entsprechend abgestimmten Aktionen

 noch einmal unser Anliegen einer friedlichen Koexistenz von Israelis und Palästinensern, Juden und Arabern in die Öffentlichkeit bringen.

 Schön wäre es, Gast sein zu dürfen bei Juden,. Christen und Muslimen in Jerusalem; vielleicht gibt es  Familien, die uns Friedensradler aufnehmen..

 

Der WEG :  ca. 3500 km

 

WIEN  Neusiedlersee, Mörbisch, Balf (Ungarn) – Keszthely, Plattensee – Szigetva, Osijek (Kroatien)  Novi Sad (Serbien)BEOGRAD (7.Tag, Ruhetag)

 

Kragujevac – Aleksinac, Nis, Bela Palnaka, Pirot - – SOFIA (Bulgarien)  – Kostenec - Plovdiv - EDIRNE – Lüleburgaz – ISTANBUL (17. Tag, Ruhetag)

 

Yalova , Bilecik – Eskisehir – Civtelir, Bolvadin – Aksehir, Ilgin - KONYA (24.Tag, Ruhetag)

 

Karapinar – Ulukisla - Tarsus – Ceyhan - Iskenderun – ANTAKYA (Besichtigung/Ruhe)   

Reyhanli – Aleppo (Syrien) – Hama – Homs/Maalula – Damaskus (35.Tag, Ruhetag)

 

Jordanische Grenze – Irbid – Israelische Grenze, Tiberias – Nazareth, Jenin, Nablus (Besatzungsgrenze)  oder Tiberias – Jericho,

JERUSALEM (39.Tag) – Bethlehem (Übernachtung, Begegnungen) – Hebron (Friedensgepsräche) – JERUSALEM  (Gespräche, Besuche, Ruhetag, Abschluß)

 

Rückflug Sonntag, 24.5.

Tel Aviv - Wien

 

Die Friedensradfahrt soll ein Kompromiß aus einer „direttissima“ und einem kulturhistorisch, religiös und politisch anspruchsvollen Programm werden.

Die Teilnehmerzahl soll von vorneherein nicht beschränkt sein. Unsere Radfahrt soll als  Zeichen des Friedens und der Versöhnung wahrgenommen werden. Wem das ein Anliegen ist, der ist herzlich willkommen.

 

                                                                     
 

Patronanz:

 

 Der Bürgermerister von Wien, Michael Häupl

 Israelitische Kultusgemeinde Wien

 Islamische Glaubensgemeinschaft Österreichs

Ökumenischer Rat der Kirchen in Österreich (ÖRKÖ)

  TRIALOG-Institut Wien

Arbeiter-Samariterbund Österreichs (Begleitbus)

 

TeilnehmerInnen/InteressentInnen

 

Werner Ertel, Melk, NÖ                                    werner.ertel@aon.at

        (INITIATIVE, LEITUNG)

Waltraud Ertel, Melk, NÖ                                  waltraud.ertel@gmx.at

Sepp Gruber, ST PÖLTEN, NÖ(ROUTE)        bszgruber@gmx.at

Dr.Josef Mann, WIEN (KONTAKTE)              mann.josef@aon.at

Anna Sima, WIEN (ORGANISATION)           asima39@gmail.com

Pete Hämmerle, WIEN                                        office@versoehungsbund.at

 Martin Ranftler,

Weigelsdorf, NÖ (KOMMUNIKATION)         martin@ranftler.eu

Dr.Irmgard Handler, WIEN                                 praxis@zahn-handler.at

Dr.Karl Reinberg, KREMS                                   karl.reinberg@gmx.at

 Friedrich Peterka,

LANGENZERSDORF, NÖ                                 friedrich.peterka@schule.at

 Karl Imlinger, ST.PÖLTEN, NÖ                       karl.imlinger@chello.at

 Hans Gattringer, Wiener Neudorf, .NÖ               hans.gattringer@reflex.at

 Dieter Zumpfe, Mödling, NÖ                            dieterz@kabsi.at

 Bettina Schörgenhofer, WIEN                           b.schoergenhofer@caritas-wien.at

Hans Auzinger, ST.PÖLTEN                             hansauzi@gmx.at

 Gerhard Havlik, ST.PÖLTEN                              gerhard.havlik@kabelnet.at

Isik Mehmet, ST.PÖLTEN                                 aon.913957251@aon.at

 Heinz Kubicka, WIEN                                       harald.frey@aon.at

Elfriede Schwandl, Ulmerfeld, NÖ                    walterschwandl@gmx.at

Christian Neumaier, Strasshof, NÖ                      christian@neumaier.at

 

Shalom, salam, Frieden

 

Werner Ertel

Laglerstraße 3

3390 MELK

0664-5048465

werner.ertel@aon.at

 

  

Routenplanung Wien – Jerusalem –neu (Stand 8. 1. 2009

 

1. Tag (Mo.13.4.)    Wien – Mörbisch (+ an Sopron vorbei) - Balf (Ungarn): 100 km (7,04 h) laut Michelin bzw. Nagycent (+8km) – Übernachtung ?

2. Tag:         (Di., 14.4.)   Balf/ Nagycent – Keszthely (Balaton): 130 km (9,18 h) oder etwas davor – Übernachtung Camping?     

3. Tag:         (Mi., 15.4.)   Keszthely – Szigetva: 109 km (7,45 h) – ev. Evang. Pfarre (angefr.)

4. Tag:         (Do., 16.4.)   Szigetva (U) -Osijek (Kroatien): 109. km (7,45 h) – Übernachtung Franziskanerkloster (ziemlich fix); Kontakt mit Friedensgruppe

5. Tag: (Fr., 17.4.) Osijek (K) -Novi Sad: (Serbien): 106 km (7.32); ev. Besuch der Synagoge, Übernachtungsmöglichkeit in Ruma (Franzikanerpfarre), 28 km südlich

6. Tag: (Sa,18.4.)   Novi Sad – Belgrad         75 km (5,2 h) – abends Synagoge oder orth. Osternachtsfeier – Übernachtung noch offen (Hotel?) – 629 km in 6 Tagen. Ruhe!

7. Tag: (So.19.4.) Ruhetag in Belgrad (orth.Ostersonntag – Romasiedlung?)

8. Tag:         (Mo., 20.4.)  Belgrad – Kragujevac 105 km (7,29 h) – Übernachtung ?

 9.Tag (Di., 21.4.)   Kragujevac – Aleksinac: 111 km ( 7,57 h) - Übernachtung ?

10. Tag: Mi., 22.4.:Aleksinac –Nis – Bela Palnaka - Pirot: 107 km (7,39 h) –

oder Aleksinac – Nis: ca. 40 km mit Rad und Zug Nis(S) 12.40 – Sofia (Bulgarien)17.40 (keine Fahrradmitnahme, daher mit Begleitbus), (Pirot (Serbien) – Sofia (B) 85 km (6,02h)

11. Tag: Do., 23.4.  Sofia – Kostenec (via 82): 100 km (7,1 h) – bulg. Kontakt

12. Tag Fr., 24.4. Kostenec – Plovdiv: 83 (5,56 h) + Ruhe (schöne Altstadt) nach 439 km (mit Zug Hilfe, sonst 130 km mehr)– günstiges Hotel (10.-)

13. Tag Sa. 25.4. Plovdiv – Haskovo: 109 km (7,48)

14. Tag So., 26.4. Haskovo- Edirne    117 km (8,2 h))

15. Tag Mo., 27.4. Edirne – Lüleburgaz         80 km (5,42 h)

16. Tag: Di., 28.4. Lüleburgaz – Silivri: 94 km (6,42 h) + Zug nach Istanbul (o. mit Rad +76 km/5,25) – 376 km seit Plovdiv!

17. Tag: Mi., 29.4.: Ruhetag in Istanbul (nach 1444km per Rad + 130 per Bahn): Kontakt mit Patriarch, österr. Schule, Moscheen etc.

18.Tag: Do., 30.4. Fähre Istanbul – Yalova, dann per Rad Bilecik (112 km = 7,52)

19. Tag: Fr.1.5. Bilecik – Eskisehir (76 =5,25 h); ev. (14.28 Zug ri. Konya!))

20. Tag (Sa.2.5.) Eskisehir – Civtelir (71 km=5,03) - Bolvadin (84 km =5,59)

21. Tag (So.3.5.)    Bolvadin – Aksehir (67 km = 4,47) – Ilgin (41 km)  

22.Tag (Mo., 4.5): Ilgin - Konya (106 km)

23. Tag (Di., 5.5.) Ruhetag in Konya (557 km von Yalova)

 24.Tag:(Mi., 6.5.) Konya – Karapinar 98 km (7,01)

25. Tag: Do. 7.5. Karapinar – Ulukisla (99 km = 7,02)    

26.- Tag: Fr., 8.5.  Ulukisla -  Tarsus (120 km = 8,35)

27. Tag (Sa., 9.5.) Tarsus – Ceyhan: 94 km (6,42)

28. Tag (So.10. 5.) Ceyhan - Iskenderun – 97 km (6,57)

29. Tag (Mo., 11.5.) Iskenderun - Antakya : 57 km (4,02) und Besichtigung/Ruhe!

30. Tag (Di., 12.5) Antakya (T) – Reyhanli (57 km) – Bab al Hava (syr.Grenze) (622 km von Konya) -Aleppo (Haleb) – 52 km oder direkt nach Iblid (36 km)

31. Tag (Mi., 13.5.): Aleppo – Hama – ca. 135 km oder Iblid – Hamah (ca.105 km)

32 Tag: (Do., 14.5.) Hamah – Homs – Qarah oder Dayr Atiyah (110 o. 117 km)

33. T. (Fr., 15.5.): Qarah – An Nabk – Malula – Damaskus (ca. 95 km)

34. Tag (Sa., 16.5.) Ruhetag in Damaskus (346 o. 392 km ab Grenze) –

Caritas Projekt für irak.Flüchtlinge, Mufti, Basar, etc., günstiges Hotel

35. Tag (So., 17.5.) Damaskus (Begegnung Großmufti) – Shaykh MiskinDeraa- Ar Ramtha/Jord. (ca. 95 km

36. Tag: (Mo., 18.5.):Ar Ramtha – Irbid –isr. Grenze-Tiberias/En Gev (95 km)

37. Tag: (Di., 19.5.) Tiberias – Nazareth – Jenin (Paläst.gebiet) –Nablus(ca. 100 km)

oder Tiberias-Jericho (Aricha) 116, km)

38. Tag  (Mi., 20. 5.) Nablus – Ramallah – Jerusalem (Al Quds) 65 km (Jericho

- Jerus.-37 km) 355 km (ab Damaskus); in Summe 3500 km!

39. Tag (Do., 21.5).: Bethlehem u. Treffen dort und Übernachtung

40. Tag (Fr. 22. 5.) mit Bus nach Hebron bzw. südl. davon (Friedensgespräche)

41. Tag (Sa., 23.5.): Ruhetag und Abschluss in Jerusalem

Offen: – 1 Tag Gespräche u. Besuche in Jerusalem (+ Jad Va Shem u.a.)                           

Rückflug 24.5. von Tel Aviv nach Wien

 

www.friedensradfahrt.eu

 

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