Sepp Gruber
Liebe FreundInnen der Betriebsseelsorge St.Pölten/Traisental!
„Die Welt hat genug für Alle, aber nicht genug für die Gier von Wenigen.“ (M.Gandhi)
Dieser Spruch kam mir in der aktuellen Wirtschaftskrise (die von der Gier Weniger ausgelöst wurde) und in den Verhandlungen der Staaten um Maßnahmen gegen die Klimakatastrophe oft in den Sinn. Die Gier von Spekulanten und Mächtigen in der Welt stürzte viele einfache Menschen und ganze Staaten in den Ruin und für Hilfe gegen Hunger, Epidemien und Elend bleibt kein Geld.
Hier können wir als Christen auf das Kommen Gottes in einem kleinen Kind vertrauen, der auf der Seite der Armen, Schwachen und Friedfertigen steht, wie es im Magnifikat Mariens formuliert ist: „Er vollbringt mit seinem Arm machtvolle Taten; er zerstreut die im Herzen voll Hochmut sind; er stürzt die Mächtigen vom Thron und erhöht die Niedrigen. Die Hungernden beschenkt er mit seinen Gaben und lässt die Reichen leer ausgehen.“ (Lk 1, 51ff)
Neue Struktur der Betriebsseelsorge Traisental:
Mit September dieses Jahres hat sich Einiges geändert in der Betriebsseelsorge im Traisental. Mit der Pastoralassistentin Martina Bzoch konnte wieder eine Seelsorgerin für das untere Traisental angestellt werden, die jetzt auch ihr Büro in St. Pölten hat, wodurch wir gemeinsam das ganze Traisental und St. Pölten von hier aus betreuen, nachdem auch Markus Bostl in einen anderen Arbeitsbereich gewechselt ist. Im Jänner bekommen wir halbtags eine Bürosekretärin und Ansprechpartnerin im Zentrum in der Schneckgasse, damit wir mehr hinaus zu den Arbeitenden gehen können. Somit soll unser Büro von Montag bis Donnerstag vormittags sowie am Mittwoch nachmittags fix besetzt sein.
Spendenaufruf!
Sehr viele Menschen leben unter äußerst bescheidenen Verhältnissen und können sich oftmals nicht mal eine warme Mahlzeit leisten. Diese Situation ist nicht nur zu Weihnachten so, sondern begleitet uns über das ganze Jahr. Immer wieder werden auch wir in der Betriebsseelsorge mit „ARMEN“ konfrontiert- egal on Inländer oder Migranten. Aus diesem Wissen heraus und auch mit der Gewissheit einer sorgfältigen Vergabe bitte ich Sie darum heute um eine freiwillige Spende! Einzahlungen unter Vermerk “Soziales“ auf BAWAG (14000), Nr. 27610791293, „Josef Gruber Betriebspastoral“.
Weiterhin gibt es auch die Möglichkeit zur Zweckwidmung von 50% des Kirchenbeitrages (nach Offenlegung des Einkommens) für den „Arbeitslosenfond“ oder die „kategoriale Seelsorge“ – Informationen erhalten sie bei den Kirchenbeitragsstellen oder bei uns!
Einen herzlichen Dank, ein friedliches Weihnachtsfest und einen guten Jahreswechsel wünscht euch
Sepp Gruber St. Pölten, am 22. Dezember 2009
Liebe FreundInnen der Betriebsseelsorge!
„Dann erwarten wir, seiner Verheißung gemäß, einen neuen Himmel und eine neue Erde, in denen die Gerechtigkeit wohnt.“ (2 Petr 3,13)
Diese Verheißung im Petrusbrief gilt als Trost für die Gläubigen in der Endzeit. Aber so wie Jesus die Verheißung der Propheten auf seine Zeit aktualisiert hat („heute hat sich das Schriftwort erfüllt“ –gute Nachricht für die Armen, Befreiung der Gefangenen etc.- Lk 4, 18ff), so gilt für Christen heute die Verheißung von der „neuen Erde, in der Gerechtigkeit wohnt“ auch als aktueller Auftrag für Heute.
Weihnachten ist das Fest der Menschwerdung Gottes in einem kleinen Kind, im Menschen Jesus von Nazareth, ist das Fest seiner Liebeserklärung an die Menschen. Diese Liebe (Gnade) Gottes befähigt uns, die Liebe weiterzugeben an die Armen, die Schwachen, die Unterdrückten, die Vertriebenen; und in dieser Kraft sind wir beauftragt, uns für eine gerechte und friedliche Welt zu engagieren.
So kann Jede/r an seinem/ihren Ort sich für die Menschen engagieren, die seine/ihre Nächsten sind - ohne Unterschied von Hautfarbe, Schicht etc. So ist es wichtig, Initiativen zu setzen gegen die wachsende Kluft zwischen Arm und Reich, gegen die wachsende Armut, gegen Burn-Out und Mobbing, gegen Arbeitslosigkeit (z.B. nach dem Aus für die Glanzstoff) und gegen die Ausgrenzung von AusländerInnen. Für Letztere engagiert sich die ‚Plattform Bleiberecht’, die integrationswilligen Migranten ein Recht auf menschenrechtskonforme Behandlung geben will. Nähere Infos bei mir oder unter www.bleiberecht.at .
Ein guter Anstoß kann auch der Film ‚Let’s make money’ sein, der im cinema paradiso läuft.
„Liebe ist nicht nur ein Wort. Liebe, das sind Worte und Taten. Als Zeichen der Liebe ist Jesus geboren, als Zeichen der Liebe für diese Welt.“, heißt es in einem Lied. Setzen wir auch Zeichen dieser Liebe Gottes und das nicht nur zu Weihnachten!
Spendenaufruf!
Da die Betriebsseelsorge seit Jahren Budgetkürzungen hinnehmen muss und auch die Anfragen wegen Unterstützung bei finanzieller Notlage bei In- und AusländerInnen stark sind, erlaube ich mir, Sie wieder um Spenden zu bitten. Falls ihr für die Büroarbeit (‚Bewusstsein’) einzahlt - Vermerk „Büro“, sonst „Soziales“: BAWAG(14000), Nr. 27610791293, „Josef Gruber Betriebspastoral“.
Weiterhin gibt es auch die Möglichkeit zur Zweckwidmung von 50% des Kirchenbeitrages (nach Offenlegung des Einkommens) für den „Arbeitslosenfond“ oder die „kategoriale Seelsorge“ – Informationen erhalten sie bei den Kirchenbeitragsstellen oder bei mir.
Einen herzlichen Dank, ein friedliches Weihnachtsfest und einen guten Jahreswechsel wünscht euch Sepp Gruber St. Pölten, am 9. Dezember 2008
Zur aktuell angekündigten Schließung der Firma Glanzstoff in St. Pölten übernehme ich folgenden kritischen Artikel von oekolinks:
Aus unerfreulichem Anlass über einen der traditionsreichsten niederösterreichischen Industriebetriebe
von meinem weblog: http://baum.puon.at/blog/baum.php?itemid=100
Kann und soll durchaus weiterverbreitet werden
Glanzstoff macht in St. Pölten dicht - Fusstritt für 327 Menschen trotz „angemessener Ertragslage“ – ein Geschichte wie im Bilderbuch
Ein Kapitalboss in der 6. Generation dirigiert 5600 Leute – Generationen von ArbeiterInnen haben Glanzstoff geschaffen, blicken auf eine kämpferische Tradition und soziale Errungenschaften zurück, jetzt verlieren 327 Familien ihre Existenz - Ein Kapitalboss, der sich gern ökologisch gibt, seine Geschäfte aber unter hoher Belastung der Umwelt macht - Unter Vorwand von Ökoauflagen vor Verlagerung der Produktion in andere Länder? – Oder nur um Geschenke der öffentlichen Hand vor den Wahlen zu bekommen ?
Ein Kapitalboss, der mit der schwarzen Nomenklatura in NÖ eng verbunden ist – eine VP, die noch vor den letzten Landtagswahlen dazu Schaumschlägereien inszenierte - viele Migranten, die mit ihrer langjährigen Arbeit auch die Grundlage dafür gelegt haben, dass die Kapitalgruppe laufend international expandieren kann – das ganze wurde möglich, weil durch die Verschleuderung öffentlichen und halböffentlichen Eigentums in den letzten Jahren die alten Kapitalfamilien wieder voll zulangen konnten und wieder die Herren spielen können.
Heute : Glanzstoff sucht Mitarbeiter..
Paradoxerweise suchen die Glanzstoffwerke auf ihrer Homepage (heute abgefragt)
http://www.glanzstoff.at/main.htm Mitarbeiter!
Es heißt dort: „Unsere Mitarbeiter sind die Basis für unseren Erfolg [wie wahr!]. Wir haben ehrgeizige Ziele und suchen Menschen, die gemeinsam mit uns die Herausforderungen der Zukunft aktiv mitgestalten wollen. Persönlichkeiten mit einem hohen Maß an Eigenverantwortung, unternehmerischen Denken und ergebnisorientiert, innovativ und problemlösungsorientiert.“
… und sperrt gleichzeitig zu!
Gleichzeitig teilt das Unternehmen beschönigend unter der Überschrift
„Sozial verträgliche Lösungen“
(so was muss einem zu diesem Anlass erst einfallen!) mit:
„Betriebsrat, Belegschaft sowie das Arbeitsmarktservice wurden Freitag Vormittag von dem Schritt informiert. Vom Auslaufen der Produktion sind rund 290 Arbeitsplätze betroffen. Glanzstoff ist sich seiner sozialen Verantwortung bewusst und wird sich um sozialverträgliche Lösungen bemühen. Rund 10 Arbeitsplätze bleiben in der Glanzstoff-Holding am Standort St. Pölten erhalten. Glanzstoff wird seine bestehenden Lieferverträge erfüllen, zumal bis Ende 2008 produziert wird und Restlagerbestände abgebaut werden können. Für die Nachnutzung freiwerdender Flächen gibt es noch keine Entscheidung. Um eine bestmögliche Nutzung sicherzustellen, strebt Glanzstoff an, gemeinsam mit der Stadt St. Pölten einen Ideenwettbewerb ins Leben zu rufen.“
Mastermind: Herr über 5600 Menschen in 3 Kontinenten
Der Duft der Glanzstoff-Werks ist seit Jahrzehnten ein Markenzeichen von St. Pölten. Seit Hundert Jahren ist Glanzstoff einer der wichtigsten Arbeitsstätten in NÖ. Ab heute soll es damit vorbei sein. Dahinter steckt das Profitstreben eines Kapitals, das sich entsprechend der Logik unseres Wirtschaftssystems fortlaufend mehren möchte. Personell wird es durch einen Mann abgebildet, der erst am 4.7.08 im Newsletter der Industriellenbvereinigung NÖ dankenswerterweise vorgestellt wurde und um die 5600 Menschen weltweit dirigiert: „Dr. Cornelius Grupp, Eigentümer der Neuman/Prefa Gruppe und Glanzstoff“
„Mit unseren Betrieben sind wir der größte Arbeitgeber im gesamten Traisental", so Grupp.
Cornelius Grupp lässt an die 5600 Leute für sich arbeiten. Sein gesamtes Eigentum ist nicht so leicht zu überblicken. Es ist in der CAG-Holding vereinigt, und umfasst vor allem Glanzstoff, Stölzle Oberglas, und Neuman-Prefa – jeweils mit diversen Werken in mehreren Kontinenten und Ländern. Der Gesamtumsatz dürfte um die 1,2 Milliarden € ausmachen.
Kapital entsprang aus Profit für Nazi-Panzer
Glanzstoff hat Werke in St. Pölten, Lovosice (CZ), Pizzighettone (Italien) und Luxemburg. Die meisten der 1200 Beschäftigen arbeiten im tschechischen Werk (530)
Neumann-Prefa hatte Werke in Marktl- Lilienfeld, Sherbrooke CAN, Verona USA, Xinhui (Guangdong - Südchina).
Stölzle-Oberglas Gmbh hat Standorte in Köflach (Kärnten), U Sklárny- Hermanova Hut (TSCHECHISCHE REPUBLIK) Czestochowa (POLEN) , Flaconnage (GROSSBRITANNIEN)
Details siehe: http://www.neuman.at/ www.prefa.at/ www.glanzstoff.at.
Cornelius Grupp betont immer wieder, dass er die 6. Generation der Gruppfamilie verkörpert. Die Grupp-Linie gehört zur bairischen Maffei-Kapitaldynastie aus dem Rüstungs- und Finanzbereich, zu der auch die Waffenschmiede Krauss-Maffei um München gehört, die schon für die Nazi-Armee einen Grossteil der Angriffspanzer baute, und auch heute noch in diesem ehrenwerten Geschäft tätig ist. siehe z. B. http://www.kmweg.de/index.php
(für den Panzer „Leopard II“ wurde auch in Österreich viel unnötiges Geld ausgegeben)
„Stark wie ein Stier“: bestens vernetzt und mit der schwarzen Nomenklatura eng
Am bekanntestesten ist der Konzern wohl für Aluminiumverpackungen fast jeder Art und das Prefa-Dach („Stark wie ein Stier“). Cornelius Grupp ist familiär mit diversen andern Kapitaldynastien verbunden, und auch über Funktionen bestens „vernetzt“ (um es positiv auszudrücken). In einem Jubelartikel heiß es: “Cornelius Grupp bekleidet verschiedene Aufsichtsratsmandate, beispielsweise bei der Schöllerbank, dem Steinehersteller RHI oder der Papierfabrik Hamburger Werke, als deren Stiftungsvorstandsvorsitzender er außerdem fungiert. Er ist ‚spielender Präsident’ des Münchener Polo-Clubs sowie Mitglied im Internationalen Advisory Board von Fontainebleau; er fungiert als Präsident einer Studentenverbindung und als Vorstand der Organisation ‚Europe 500’, die jährlich die bezüglich Umsatz und Beschäftigung am schnellsten wachsenden Unternehmen Europas ermittelt“. http://www.wirmagazin.de/pdf/Artikel-Grupp.pdf (Grupp ist übrigens, wie es sich für einen ordentlichen Kapital-Vertreter gehört, auch sehr kunstsinnig, er ist z. b. Präsident des Museums für angewandte Kunst -Wien).
Nichtzuletzt ist der Kapitalboss mit der schwarzen Nomenklatura in NÖ sehr eng verbunden. Und das war bei mancher Subvention sicher nicht hinderlich.
Wieder der Hofjournalist im Original über den Heroe: „Ab 1987 erwarb er in rascher Folge österreichische Unternehmen im Rahmen der großen Privatisierungs- und Restrukturierungswelle der österreichischen Volkswirtschaft. Der große Kehraus war
sein Glück, wie er heute sagt. Er schmiedete aus Teilen der österreichischen
Staatswirtschaft eine potente, moderne, technologisch anspruchsvolle Unternehmensgruppe mit den beiden wesentlichen Standbeinen Glas und technische Garne.“
Flops etwa mit der Rohr-Produktion vor einigen Jahren in Krieglach stören dieses „Glück wenig.
„Angemessene“ Ertragslage – Expansionsziel: +35%!
Herr Cornelius Grupp meinte dem Hofjournalisten gegenüber, seine Werke im Konzern der CAG-Holding hätten eine „angemessene“ Ertragslage. Man darf annehmen, dass er da schon eine ordentlich hohe Profitrate für das Kapital seiner Dynastie angemessen hält. Jedenfalls ist er in der Lage derzeit seit Jahren mit nicht weniger als 12% Umsatzwachstum zu expandieren, voriges Jahr war das Ziel sogar 35%!
Siehe: http://www.wirmagazin.de/pdf/Artikel-Grupp.pdf
Daher verwundert es, dass nun nach dem Brand in St. Pölten partout gerade kein Geld für die schon längst notwendigen Umweltinvestitionen da sein soll.
Oder könnte es sein, dass deswegen kein Geld da ist, weil das Geld unter Vorwand von Ökoauflagen woanders investiert werden soll?
Oder könnte es sein – soll ja schon vorgekommen sein, dass – das Kapital der Grupp-Familie sich gern die Umweltinvestitionen schenken lassen möchte? Immerhin haben sie ja die meisten Betriebe auch mehr oder weniger von der öffentlichen Hand und deren neoliberalen Politikern geschenkt bekommen? Die Zeit wäre ja irgendwie günstig: vor einer Wahl sind Politiker ja gern spendabel – jedenfalls was Steuergelder betrifft.
Einzelne Betriebsmanager waren wahrscheinlich auch teilweise bemüht tatsächlich Lösungen für die neuen Anlagen nach dem Brand zu finden. Sind sie jetzt zurückgepfiffen worden?
Die schwarze Machtmaschine in NÖ hat sofort einen Schuldigen gefunden: die St. Pöltner Stadtverwaltung. Weil diese meint, der Rechtsstaat dürfe nicht sofort die Segel streifen, wenn das Kapital verlangt, dass allgemeine Gesetze für alle Gelten sollen, aber nicht für das Kapital. Durch die eigentlich unerhörten Anschüttungen der schwarze Machtmaschine in NÖ wird offenbar der Weg für das Grupp-Kapital frei: entweder ins Ausland, oder zum Griff nach Steuergeldern.
Übrigens: der Bosse der Bosse in NÖ, unser Landesvater hat ja noch vor der Landtagswahl verkündet, dass die schwarze Macht Glanzstoff gerettet hat. Aber – richtig geraten – die St. Pöltner Stadtverwaltung wollte ihm das offenbar nicht gönnen…!
Der Konzernboss gibt sich übrigens gern ökologisch, aber seine Geschäfte bewirken hohe Belastungen der Umwelt. Allein die Alu-Industrie hat einen riesigen Energieaufwand mit beträchtlichen globalen Umweltwirkungen, dagegen ist der Duft in St. Pölten vernachlässigbar. Öko-Touch und Ökomäntelchen können fesch sein, jetzt zählen Ökoinvestitionen.
Sicher ist Aluminium und auch die Viskose wichtig, aber wenn jemand damit soviel abgecasht hat, dann müsste er auch ein Scherzel für Umweltinvestitionen übrig haben….
Lähmung durch Angst oder länderübergreifende Solidarität?
Bleibt noch das Schicksal von Hunderten Familien in der Region, mit dem Kapital und schwarze Macht spielen: Mit Sicherheit werden sie heute nicht – wie eventuell Cornelius Grupp in München - Polo spielen. Sie werden eine unruhige Nacht haben; viele werden buchstäblich nicht wissen, wie es weitergehen soll. Darunter viele Migranten aus der Türkei, die mit ihrer langjährigen Arbeit auch die Grundlage dafür gelegt haben, dass die Grupp-Kapitalgruppe laufend international expandieren kann. Es ist zu hoffen, dass in einer Zeit, wo die Teuerung für Lebensmittel und Energie enorm geworden ist, die Angst nicht lähmt, sondern die Kraft der Gemeinsamkeit zum Vorschein kommt, z. B. der Gemeinsamkeit zwischen den ArbeiterInnen in den verschiedenen Standorten.
Die Fronten sind Klar: das Ergebnis wird folgen haben! So oder so!
Irgendwie sind die Fronten klar: Expandierendes Kapital, ein Kapitalboss in der 6. Generation und befreundete Politiker auf der einen Seite; hunderte Arbeiterfamilien, die in Generationen den Wert bei Glanzstoff geschaffen haben, und auf eine kämpferische Tradition und soziale Errungenschaften zurückblicken, auf der anderen Seite. Wer wird seine Kraft stärker entwickeln können? Wenn die Grupp-Familie damit durchkommt, dann werden viele weitere das zum Beispiel nehmen; aber umgekehrt auch.
Zeigen wir kreative Solidarität!
Mit ökosolidarischen Grüßen
Josef Baum
+43 2231 64759 +43 664 1142298
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Presseaussendung zum Aktionstag ‚Fair statt Prekär’ am 29. Februar!
Santa Precaria, eine Teilzeitheilige - Namenstag am 29.2., kommt auch nach St. Pölten und übergibt am Freitag, den 29. Februar zwischen 9 und 12 Uhr ihr Forderungspapier ‚ Fair statt Prekär – für ein Leben in Fülle für alle Beschäftigten’ an die Klubobleute der Landtagsparteien in NÖ.
‚Santa Precaria’ trifft mit ihrem Gefolge (AktivistInnen des Forums Kirche & Arbeitswelt in der Diözese St. Pölten) um 8.50 vor dem NÖ. Landhaus ein und wird zunächst um 9 Uhr die Petition an Klubobmann Hannes Weniger (SPÖ) übergeben und ein Gespräch führen.
Danach werden Flugblätter an Passanten verteilt.
Um 10.30 laden wir Sie, die Medienvertreter, zu einem Pressegespräch in das Landhausstüberl ein, um sie über unsere Forderungen zu informieren.
Um 11 Uhr wird die Petition an Dr. Helga Kriesmer vom Grünen Klub übergeben und um 11.30 an Klubobmann Klaus Schneeberger von der ÖVP.
Wir fordern: FAIR STATT PREKÄR – Für ein Leben in Fülle!
ZEIT: Planbare Arbeitszeiten und bezahlte Bereitschaftszeit müssen auch bei
atypischen Beschäftigungsformen sichergestellt sein!
LOHN: Existenzsichernder Mindestlohn und eine Grundsicherung müssen in allen
Bereichen der Beschäftigung gesichert sein!
SOZIALE SICHERHEIT: Arbeitslosengeld, Gesundheits- und Pensionssicherung
dürfen nicht nur für Vollzeitarbeit gelten. Auch prekär Beschäftigte haben ein
Recht darauf sowie auf Vereinbarkeit von Beruf und Familie!
MITBESTIMMUNG: Prekär Beschäftigt müssen gleichberechtigten Zugang zur
betrieblichen Mitbestimmung und Interessensvertretung haben!
Forderung an die Landesregierung: Keine prekären Arbeitsverhältnisse ohne ausreichende Absicherung im Landesdienst und in ausgelagerten Bereichen (Gesundheit, Reinigung, Kultur) zulassen! F.d.V. Sepp Gruber
Bericht über Hüttenwanderwoche mit der Bibel (Juli 2007): Bei sehr heißem und schönen Wetter mühten sich 14 Erwachsene und Kinder ab 5 Jahren von Puchberg aus (zu Fuß bzw. per Bahn) über Schneeberg, Rax und zum Teil bis zur Schneealpe und Neuberg/Mürz und genossen Gottes schöne Natur in einer netten Gemeinschaft und mit Hüttenerlebnis am Berg. Täglich stand aber auch die Beschäftigung mit den ProphetInnen des alten (Mirjam, Mose, Elija, Hosea, Amos, Joel...) sowie des neuen Bundes (Jesus) und der neueren Zeit (D. Bonhoeffer, F. Jägerstäter, Mutter Teresa ..) auf dem Programm sowie das gemeinsame Singen von christlichen Liedern. Die Woche sollte einerseits motivieren zur Beschäftigung mit der Bibel, aber auch zum eigenen prophetischen Wirken in der heutigen Welt entsprechend dem Vers bei Joel: "Eure Söhne und Töchter werden ProphetInnen sein, eure Alten werden Träume haben und eure Jungen Visionen..." (3,1)
Nächstes Jahr wird sicher wieder eine solche Wanderwoche mit der Bibel stattfinden so wie in den letzten 10 Jahren. Infos bei Sepp Gruber unter 0676/826688398
Liebe FreundInnen der Betriebsseelsorge!
Am Samstag, den 16.6. um 12 Uhr startet also das Fest der Begegnung am Rathausplatz, wie ihr ja alle wisst.
Programm unter: www.festderbegegnung.at.tf
Fest der Begegnung Samstag, 16. Juni 2007 -Ansprache von Sepp Gruber Liebe FreundInnen und BesucherInnen aus aller Welt und allen Nationen! Vor 15 Jahren, Anfang Mai 1992, kampierten hier am Rathausplatz in provisorischen Slumhütten vielleicht 20- 30 Menschen aus der entwicklungspolitischen Organisation Südwind, von der Amnesty Gruppe St. Pölten, der kath. ArbeiterInnenjugend und der Betriebsseelsorge drei Tage lang auf dieser Seite des Rathausplatzes, um auf das Elend in vielen Teilen der Welt, die Obdachlosigkeit auch in der reichen Welt und das Schicksal der Flüchtlinge hinzuweisen. Dabei meldeten sich einige junge Burschen türkischer Herkunft bei uns und erzählten, wie isoliert sie hinter der Bahn – in der Herzogenburgerstrasse lebten und es nicht schafften, diese Barriere zu überwinden. Daraus entstanden die Multikultifeste und später Feste der Begegnung, die wir mit immer mehr Gruppen gemeinsam veranstalteten, um die Barrieren zwischen Menschen verschiedener Herkunft in St. Pölten überwinden zu helfen. So Manches ist gelungen, so arbeiten heute anders als damals auch Menschen mit Migrantenhintergrund in Banken und Versicherungen, auch in städtischen Einrichtungen und 2 MigrantInnen mit österr. Staatsbürgerschaft sitzen auch im Gemeinderat. Auch in Vereinen sind schon viel mehr Migranten selbstverständlich mit dabei. Trotzdem gibt es natürlich noch viel Nachholbedarf. Einerseits gibt es noch immer Berufsbereiche, wo Migranten eine äußerste Seltenheit sind wie bei Polizei, Bahn oder im öffentl. Dienst, aber das ist eine Frage der Zeit. Was allerdings schwieriger zu überwinden ist, sind die inneren Barrieren durch die Bilder vom Fremden, von anderen Nationen, anderen Religionen oder anderer Hautfarben. Dabei spielt die Frage der Staatsbürgerschaft eine nebensächliche Rolle. In der Bibel gibt es ein sehr interessantes Glaubensbekenntnis im Buch Deuteronomium, das die Israeliten beim Erntedank ablegen mussten. Dort heißt es: Mein Vater war ein heimatloser Aramäer. Er zog nach Ägypten, lebte dort als Fremder etc. Die Ägypter behandelten uns schlecht, machten uns rechtlos und legten uns harte Fronarbeit auf. Wir schrieen zum Herrn, dem Gott unserer Väter und er hörte unser Schreien und unsere Rechtlosigkeit, unsere Arbeitslast und unsere Bedrängnis. Er führte uns mit starker Hand .. aus Ägypten und brachte uns in dieses Land, in dem Milch und Honig fließt. Und siehe, nun bringe ich vom Ertrag des Landes, das du mir gegeben hast. Dann heißt es, ‚sollst du fröhlich sein und dich freuen über alles Gute, das der Herr, dein Gott dir gegeben hat: du, die Leviten und die Fremden in deiner Mitte.’ Interessant, dass hier auch die Fremden miteinbezogen werden und das geschieht durchgängig in den Büchern Mose. Aus der Grunderfahrung, dass die ‚Väter’ (von Abraham bis Jakob und seinen Söhnen) vor 100erten und 1000den Jahren selber erlebt hatten, wie es ist, fremd und ausgebeutet zu sein, wurden die revolutionärsten Sozialforderungen aufgestellt mit dem Sabbatjahr, dem Jubeljahr, aber auch im Umgang mit den Fremden, was bis zur Fremdenliebe reicht. In Lev 19 steht: „Wenn bei dir ein Fremder in eurem Land lebt, sollt ihr ihn nicht unterdrücken. Der Fremde, der sich bei euch aufhält, soll euch wie ein Einheimischer gelten und du sollst ihn lieben wie dich selbst, denn ihr selbst seid Fremde in Ägypten gewesen. Ich bin der Herr, eurer Gott!" Nicht: ‚Österreicher zuerst; nicht: wo kommen wir hin, wenn wir die alle aufnehmen; nicht: die sollen sich mal anpassen, die sollen wieder heimgehen oder: wir haben auch nicht gleich alle Österreich verlassen. Stimmt zwar oft, aber diese Haltung ist eines christlichen und humanistischen Landes nicht würdig. Wenn Ausländer auch durch jahrelange Arbeit und Steuerzahlen keine Chance haben, einen Aufenthalt zu bekommen, weil sie einmal illegal eingereist sind, ist das Ausbeutung. Wenn Ausländer auch bei Heirat und Gründung einer Familie keinen Aufenthalt bekommen und nicht arbeiten dürfen, aber die Ehefrauen allein für die Kinder aufkommen müssen und der Mann beim Sozialamt nicht einmal zählt (es darf ihn ja nicht geben), da stimmt etwas nicht mehr. Aus einem aktuellen Anlass noch ein anderes Beispiel: Wenn die Rechtsprechung scheinbar bei Ausländern, noch dazu bei Schwarzen, anders agiert als bei Österreichern, dann zweifle ich an unserem gerechten Rechtsstaat. Ganz konkret der Fall der 2 Afrikaner, die seit gut 6 Wochen hier in St. Pölten in U-Haft sitze, weil sie beschuldigt werden, eine junge Frau vergewaltigt zu haben. Eine schreckliche Tat, aber zunächst muss ernsthaft geklärt werden, wer sie wirklich begangen hat. Vom Tag der Verhaftung weg hat die Polizei und haben die Medien die Beiden auf das Ärgste vorverurteilt, es wurden Ängste geschürt gegen ‚Schwarze’ (Pfeffersprayaktion der FP), es wurden die Beiden öffentlich bloß gestellt, in dem der fast volle Name mit Beruf veröffentlicht wurde (siehe NÖN). O.K., aber der Verdacht musste geprüft werden, das ist klar. Dass dann „Kommissar DNA" dann gut 5 Wochen braucht, um festzustellen, dass es keinerlei Übereinstimmung mit den Verdächtigen gibt, ist noch zu akzeptieren. Dass dann aber keine Enthaftung erfolgt ist unter Berufung auf die Aussage des Opfers, die nur sehr vage die Beiden identifiziert haben will (obwohl sie ziemlich alkoholisiert war), grenzt wirklich schon an Rassismus. Oder ist es üblich in einem Rechtsstaat, dass man Beschuldigte nicht frei lässt, weil man sich ja sonst mit der Vorverurteilung blamiert hätte. Ich vertraue auf unseren Rechtsstaat und hoffe, John und Raymund endlich wieder in Freiheit zu sehen, die die letzten Jahre hier immer mit uns mitgefeiert haben. Das trübt meine Feierstimmung etwas, aber ich denke, die Gerechtigkeit wird siegen oder wie John mir mehrmals bei Besuchen sagte: Gott wird die ganze Sache zu einem gerechten Ende bringen und er vertraue auf ihn.
Übrigens ist der 16.oder 17. Juni der Welttag des Flüchtlings, wir sind also genau aktuell mit unserem Fest. (siehe www.integrationsfonds.at)
Fremd sein -- da sein
Theresa L. (78) aus Simmering hatte früher blau gewählt. Ihr war, als würde sie nicht in Wien, sondern "am Balkan" leben. Sie hatte Angst vor den vielen fremden Gestalten in der Siedlung, wagte nicht mehr, im Finstern allein auf die Straße zu gehen.
An einem Märznachmittag stolperte sie über den Gehsteig, kam zu Sturz, schlug mit dem Kopf auf, blieb liegen, rang nach Luft. Sie hörte mehrmals Schritte, doch keiner blieb stehen, die Passanten dachten wohl, sie sei volltrunken. Es war ein Mädchen mit Kopftuch, das sich schließlich über sie beugte und die Hand auf ihre Stirn legte. Dann waren zwei Männer und eine Frau um sie, halfen ihr auf, schleppten sie in eine Wohnung. -- Türken, keiner sprach Deutsch. Sie gaben ihr Wasser, danach "ein weißes Getränk" (Ayran), versorgten ihre Kopfwunde, bandagierten den verstauchten Knöchel ein. Das türkische Mädchen hielt die ganze Zeit über ihre Hand. Als die Rettung eintraf, war Theresa L. wieder auf den Beinen.
Die Pensionistin bittet uns, der Ministerin folgende Nachricht zu überbringe: "Ich weiß nicht genau, was ,sich integrieren' heißt. Aber ich weiß, was in der Not für wen da zu sein heißt. Das hat mir eine türkische Familie gezeigt."
(dag im Standard vom 20./21. Mai 2006)
Liebe Freundinnen und Freunde der Betriebsseelsorge!
In Österreich scheint das Jahr ohne neue Regierung zu Ende zu gehen (wenn nicht noch ein kleines Wunder geschieht) und auch in der Weltpolitik haben sich die Konflikte (Irak, Israel) nur verschärft und es ist wenig vom weihnachtlichen Frieden zu merken. Trotzdem gibt es die kleinen Anzeichen des Lichtes, die mit biblischen Worten dem „Herrn die Wege bereiten“: Wenn sich Bürger gegen ein unmenschliches Asylgesetz wehren, das integrierte Asylwerber aus ihrer Mitte reißen will, wenn der Bundespräsident eine zynische und menschenverachtende Verordnung der Sozialministerin gegen Babys von AusländerInnen und beseitigen will, wenn binationale Ehepaare, die seit Jahren auf ein Visum und Arbeitsbewilligung warten müssen, wieder auf eine Änderung hoffen können, wenn jetzt eine Partei, die zuerst mit Hetz-Inseraten gegen die Grundsicherung für die Ärmsten in Österreich ins Feld zog, diese nun selber einführen will. Oder wenn der Papst den Vertretern der Muslime in der Türkei die Hände reicht und diese sie freudig annehmen.
Da Weihnachten ja nicht nur das Fest für ein ‚liebliches Kindlein’ sein soll, an dem man sich mit Geschenken und Konsumgütern überhäuft, sondern das Gedenkfest für das Kommen des „Messias“ (=Gesalbter, königlicher und gerechter Retter der Welt) und das Fest der „Epiphania“, der „Erscheinung des Herrn/Gottes“ auf dieser Erde, möchte ich diesmal die revolutionäre Botschaft des (erwachsenen) Jesus in die Mitte stellen: „So kam er auch nach Nazaret, wo er aufgewachsen war, und ging, wie gewohnt, am Sabbat in die Synagoge. … Er schlug das Buch (Jesaja) auf und fand die Stelle, wo es heißt: „Der Geist des Herrn ruht auf mir; denn der Herr hat mich gesalbt. Er hat mich gesandt, damit ich den Armen eine gute Nachricht bringe; damit ich den Gefangenen die Entlassung verkünde und den Blinden das Augenlicht; damit ich die Zerschlagenen in Freiheit setze und ein Gnadenjahr des Herrn ausrufe.“ …Da begann er, ihnen darzulegen: Heute hat sich das Schriftwort, das ihr eben gehört habt, erfüllt.“ (Lukas 4, 16 ff)
Mit Jesus hat dieses „Gnadenjahr Gottes“, an dem alle Schuld(en) und Ungerechtigkeiten getilgt wurden/werden, begonnen. Seine Botschaft hat konkrete und befreiende Auswirkungen auf die Armen, die Kranken, die Gefangenen, die gesellschaftlich Ausgeschlossenen und Verzweifelten, das Reich Gottes des „Schalom“ (Friede, Heil) hat begonnen. Das feiern wir zu Weihnachten!
Spendenaufruf!
Da die Betriebsseelsorge seit Jahren Budgetkürzungen hinnehmen musste und auch die Anfragen wegen Unterstützung bei finanzieller Notlage bei In- und AusländerInnen immer mehr zugenommen haben, erlaube ich mir diesmal um Spenden zu bitten. Falls ihr für die Büroarbeit (Zeitung etc.) einzahlen wollt, bitte den Vermerk „Büro“, sonst den Vermerk „Soziales“. Konto bei BAWAG, Blz. 14000, Konto Nr. 27610791293, lautend auf: „Josef Gruber Betriebspastoral“.
Weiterhin gibt es auch die Möglichkeit zur Zweckwidmung von 50% des Kirchenbeitrages (nach Offenlegung des Einkommens) für den „Arbeitslosenfond“ oder die „kategoriale Seelsorge“ – Informationen erhalten sie bei der Kirchenbeitragsstelle.
Einen herzlichen Dank und ein friedliches Weihnachtsfest und einen guten Jahresabschluss wünscht euch Sepp Gruber
Weihnachten ist,
wenn alle bereit sind zum Fest,
Weihnachten heißt, mit Hoffnung leben.
Wenn sich die Menschen die Hände reichen
wenn Fremde aufgenommen werden,
wenn einer dem anderen hilft,
das Böse vermeiden und das Gute tun,
dann ist Weihnachten.
Weihnachten heißt, die Tränen trocken.
Das was du hast, mit anderen teilen.
Die Not der anderen mildern.
Wenn du Unglücklichen beistehst,
dann ist Weihnachten.
Jeden Tag ist Weihnachten.
Jedesmal,
wenn einer dem anderen Liebe schenkt,
wenn die Herzen zufrieden sind,
wenn Menschen Menschen glücklich machen,
dann ist Weihnachten.
Dann steigt Gott vom Himmel herab
Und bringt uns sein Licht.
Weihnachtslied aus Haiti
Einkaufen am 8. Dezember
NEIN -DANKE!
Dieser Marienfeiertag wurde hart erkämpft.
Es wäre schade, wenn er nur zum Shoppen
genutzt wird!
Nehmen Sie sich lieber Zeit für Ihre Familie, Ihre
Freunde, Ihre Mitmenschen und zur Besinnung!
Über 300.000 Handelsangestellte wären Ihnen
dafür dankbar!
Christen sollten mit gutem Beispiel vorausgehen
und an diesem Feiertag auf's Einkaufen
verzichten.
Katholische Aktion der Diözese St. Pölten, Klostergasse 15, 3100 St. Pölten
http://www.dsp.at/ka
8. Dezember - Seit 51 Jahren -
„Der österreichische Marienfeiertag“
Dank für die wiedererlangte Freiheit
Das Hochfest der ohne Erbsünde empfangenen Jungfrau und
Gottesmutter Maria wurde, nachdem es 1938 durch die NS-
Machthaber abgeschafft worden war, nach einer
überwältigenden Unterschriftenaktion der ÖsterreicherInnen im
Jahr 1955 von der österreichischen Bundesregierung als
Dankfeiertag für die Erringung der Freiheit durch den
Staatsvertrag wiedereingeführt.
Das neun Monate vor Mariä Geburt gefeierte Fest erinnert an
die Glaubenslehre, dass Maria vom ersten Augenblick ihres
Lebens an frei von der Erbschuld war.
Dabei bleibt klar, dass Maria auf natürliche Weise als Kind ihrer
Eltern geboren wurde und dass auch sie alle Gnade durch Jesus
Christus, durch seinen Erlösungstod am Kreuz, empfangen hat.
Maria ist ein, in einmaliger Weise von Gott bevorzugter Mensch,
die „neue Eva“, die ohne Sünde blieb und so zur „Mutter aller
Lebenden“ werden konnte.
Die Festfeier wird in Rom vom Hl. Offizium seit 1476 empfohlen.
Papst Sixtus IV. hat 1483, die von ihm erbaute berühmte, mit
Michelangelos Fresken geschmückte Sixtinische Kapelle, auf
den Namen der Unbefleckten Empfängnis geweiht.
In der Diözese St. Pölten feiern am 8. Dezember folgende
Pfarrkirchen ihr Patrozinium: Hain, Hoheneich, Krummnußbaum,
Randegg, Ramsau, St. Pölten-Viehofen, Theiß und Zeiselmauer.
Liebe FreundInnnen!
Nach erfolgreichem Studientag 'Reich und Arm', zu dem auch eine
Dokumentation verfasst werden wird, ist diese Woche mal nicht so viel
los bei mir, daher schon Vorausschau für die nächsten 2 Wochen:
Heute abend, Mo. 13.11. um 18 Uhr werde ich beim Pax Christi Treffen im
Hiphaus etwas zum Thema 'Die Liebe Christi zu den MigrantInnen' bzw. zum
Thema 'Christen und Fremde' erzählen.
Bei Interesse könnten wir am Donnerstag mittag wieder ein Mittagskaffee
machen (allerdings weiß ich, dass die Tauchner's nicht können) -
trotzdem Frage an die anderen: wer würde kommen - Meldung bis Mittwoch
abend!
Dann ein Termin vom KBW: Do. 16.11. um 19 Uhr im Hiphaus:
Buchpräsentation von Heinrich Wohlmeyer"Globales Schafe Scheren" - Gegen
eine Politik des Niedergangs mit prominenter Podiumsdiskussion danach -
Anmeldung bei Dr. Kloimstein im KBW (398-...)
Fußwallfahrt auf dem Jakobsweg nach Maria Langegg (Berufunspastoral
-Gerhard Reitzinger) am 15. Nov. mit Abschluß um 13 Uhr Gottesdienst mit
dem Bischof und Agage - Motto: 'Was willst du, dass ich tue?'
Woche 47:
Mo. 20.11. um 13 Uhr schaue ich mit SchülerInnen der MTF - Schule im
cinema den Film 'Welcome Home' von Andreas Gruber nochmals an (wer sich
vei mir meldet, kann noch dazukommen mit 5.50.- Eintritt)
25-Jahre Aktion Leben St. Pölten: Di. 21. Nov. 18 Uhr mit
Festgottesdienst im Dom und 19 Uhr Festakt im Sommerrefektorium "Dem
Anfang auf der Spur" mit Dr. Marina Marcovich und Dr. Rotraud Perner -
Anmeldung unter 02742/363286
BSZ-Gottesdienst in Wagram: Mi. 22. 11. um 19.30!
Do. 23. Nov. 16.30: Buchpräsentation und Vortrag "Gestürmte Festung
Europa - Einwanderung zwischen Stacheldraht und Ghetto" mit Corinna
Milborn - NÖ. Landesakademie (christian.schobel@noe-lak.at) - sehr
empfehlenswert!
Vorschau: Am Mo. 4. Dez. um 19.30 haben wir unseren nächsten
Sozialstammtisch zu 'Mobbing' mit Markus Bostl im BSZ!
Also dann noch eine schöne Woche und Gottes Segen wünscht euch
Sepp Gruber
Betriebsseelsorge
02742/772240 & 0676/826688398
Liebe FreundInnen!
5. Am Donnerstag, den 5. Okt. zum 16 Uhr starten wir wieder mit 2
Deutschkursen für AsylwerberInnen im Gymnasium der englischen Fräulein -
Anmeldung bei mir.
>
> Liebe Grüße
> Sepp
> MAG. SEPP GRUBER MAS
> BETRIEBSSEELSORGE ST. PÖLTEN
> 3100 St. Pölten, Schneckgasse 22
> Telefon: 02742/72240 & 0650/2318824
> Diensthandy (0676) 826 68 83 98
> E - Mail: bszgruber@gmx.at
> http://www.betriebsseelsorge.at.tf/
anschließend multikultureller Disco und Unterhaltung - Open Air!
cinema paradiso: 14.30 Film 'Operation Spring
18.30 Diskussion zu 'spannendem Verhältnis Behörden - MigrantInnen, anschließend: Buchpräsentation 'tandem - Polizisten treffen Migranten'
20.30 Abschlußkonzert mit 'Fatima Spar & den Freedom fries'!
Heiße, schmutzige Grooves und exzessives Euphorie. New Orleans Swing á la Good Old Jungle Style mit Anatolische Wurzeln.. gespielt mit lasziver Intensität... Versuche die Musik von Fatima Spar und die Freedom Fries in Worte zu fassen. Aus Serbien, der Ukraine, Bulgarien und Österreich kommen die virtuosen und verspielten Musiker rund um die fabelhafte türkische Sängerin Fatima Spar. sie sind einer der angesagtesten World Music Acts Europas. Zwischen Wien, Paris und Brüssel haben sie in Clubs und Festivals die Menge
aufgeheizt. Mit ihrem hoch gelobten Debütalbum "Zirzop" im Gepäck machen Fatima Spar und die Freedom Fries das Beislkino zum kochenden Schmelztiegel der Sprachen und Rhythmen.
Lebhafter orientalischer Touch trifft irre Balkan-Läufe auf dem Boden des dreckigen New Orleans. Fatima Spar, die einen Regenbogen über den Stimmbändern hat. The Gap
Feurig, frech, schlüpfrig, rassig, schmutzig und ausufernd legt die multikulturelle Kombo um die türkische Sängerin Fatima Spar los. Dixie-Swing kreuzt sich mit Gypsie-Ausgelassenheit, Balkan-
Klang prallt im satirischen "Istanbul darf nicht Wien werden" auf Dreivierteltakt. Prickelnde Tanzmusik, die geradezu nach Live-Auftritten und Schweißperlen schreit. ON
10.6.06, 14.30 Uhr: Operation Spring Film: 5 EUR (mit Asyl-Karte: Sonderpreis 1 EUR)
Thalia Buchtipp: Tandem Polizisten treffen Migranten - Literarische Protokolle von Dimitré Dinev, Erich Hakl, Alma Hadzibeganovic, Heinz Janisch, Vladimir Vertlib, Renate Welsh-Radaby, Christa Zettel, Mandelbaum, 15,80 EUR, erhältlich im Kino und bei Thalia
Siehe auch: www.festderbegegnung.at.tf
die Herrlichkeit des Herrn folgt dir nach.
Wenn du dann rufst, / wird der Herr dir Antwort geben, und wenn du um
Hilfe schreist, wird er sagen: / Hier bin ich. Wenn du der Unterdrückung
bei dir ein Ende machst, / auf keinen mit dem Finger zeigst und niemand
verleumdest, dem Hungrigen dein Brot reichst / und den Darbenden satt machst, dann geht im Dunkel dein Licht auf
> Liebe FreundInnen!
Am Aschermittwoch könnte ich natürlich auch an den 'Aschenspruch'
erinnern: "Gedenk o Mensch, du bist von Staub und wirst zu Staube werden.".
Allerdings ist dieser Spruch wohl bekannt (wenn auch oft verdrängt) und braucht
weniger der Erinnerung als der Grundsatz des Fastens, wie er beim Propheten
Jesaja, Kapitel 58 beschrieben wird:
DAS IST EIN FASTEN, WIE ICH ES LIEBE!
Vers3ff: Warum fasten wir und du siehst es nicht? / Warum tun wir Buße und du
merkst es nicht? Seht, an euren Fasttagen macht ihr Geschäfte / und treibt
alle eure Arbeiter zur Arbeit an.
Obwohl ihr fastet, gibt es Streit und Zank / und ihr schlagt zu mit
roher Gewalt. So wie ihr jetzt fastet, / verschafft ihr eurer Stimme droben kein Gehör. Ist das ein Fasten, wie ich es liebe, / ein Tag, an dem man sich der
Buße unterzieht: wenn man den Kopf hängen lässt, so wie eine Binse sich neigt,
wenn man sich mit Sack und Asche bedeckt? Nennst du das ein Fasten / und
einen Tag, der dem Herrn gefällt?
Nein, das ist ein Fasten, wie ich es liebe: / die Fesseln des Unrechts
zu lösen, / die Stricke des Jochs zu entfernen, die Versklavten freizulassen,
jedes Joch zu zerbrechen, an die Hungrigen dein Brot auszuteilen, / die obdachlosen Armen ins Haus aufzunehmen, wenn du einen Nackten siehst, ihn zu bekleiden / und dich deinen Verwandten nicht zu entziehen.
Dann wird dein Licht hervorbrechen wie die Morgenröte / und deine Wunden
werden schnell vernarben. Deine Gerechtigkeit geht dir voran,
und deine Finsternis wird hell wie der Mittag.
Der Herr wird dich immer führen, / auch im dürren Land macht er dich
satt und stärkt deine Glieder. Du gleichst einem bewässerten Garten, / einer
Quelle, deren Wasser niemals versiegt."
Konkret denke ich an diesen Satz, wenn ich Menschen in meinem Büro habe,
die mit 480.- Euro im Monat ihre Miete zahlen sollen (280.-) und eine
Nachzahlung für den Strom bekommen, allerdings eine Unterstützung durch
unser Sozialsystem nicht möglich ist, da zusätzliches Geld (einer Pension)
durch Regressforderung vom Gericht geholt wird. Oder auch an die
Asylwerber, die sogar mit 290.- Euro im Monat leben und ein Zimmer zahlen sollen, aber keine Arbeitsbewilligung bekommen, auch nicht für Saisonarbeit. Wenn sie
aus dem System rausfallen, weil sie aus persönlichen Gründen in ein anderes Bundesland kamen als zugewiesen, mit Null auskommen müssen, für die
Werbemittelverteilung allerdings eine Krankenversicherung vorweisen
müssen, die sie nicht haben.
Auch denke ich an einige Nigerianer, die als Asylwerber nach Österreich
kamen, inzwischen eine Österreicherin geheiratet haben und nun trotzdem
nicht arbeiten dürfen, da sie dazu eine Niederlassungsbewilligung
benötigen, für die sie nach neuem Gesetz nur von ihrem Heimatland ansuchen dürfen und noch dazu ihren Asylantrag zurückziehen müssten, was natürlich den Schritt in die Illegalität bedeutet und Schubhaft droht. Wenn Menschen, die geflohen sind, durch 8 Monate Schubhaft ausser Landes gebracht werden sollen, auch wenn in diesem Land Bürgerkrieg herrscht wie im Sudan oder die Herkunft
nicht eruierbar ist usw.
Also euch fällt sicher auch genug dazu ein und das ist es, was die 40 Tage
(und 6 Sonntage) Fastenzeit eigentlich sein sollten, Zeit, um nachzudenken
über die fehlende Gerechtigkeit in unserer Welt und was wir zu mehr
Gerechtigkeit beitragen können. Das ist es zumindest auch neben dem
Nachdenken über die eigene Zukunft.
>
Dazu eine gute Besinnung wünscht euch
MAG. SEPP GRUBER MAS
Termine! Termine! Termine!
Regelmäßige Termine:
Jeden 1. Mittwoch im Monat im BSZ - Schneckgasse 22, St. Pölten: Gesprächsrunde "Die Bibel - mein Leben"
Jeden 3. Mittwoch im Monat in Privatwohnung: Gottesdienst der Betriebsseelsorge
19.April 2006, jeweils 19.30
Jeden Donnerstag mittag (ausgenommen Ferien): Mittagskaffee, - essen im BSZ.
Regelmäßige Bürotermine:
Montag, 9 - 11 Uhr; Mittwoch von 14 - 16.00 & Donnerstag von 9.30 bis 12.30
Terminvorschau:
Neuer Deutschkurs für Anfängerinnen (AsylwerberInnen u.a.): Februar bis Mai 2006!
Samstag, 20. Mai 2006: Strassenfest/Maifest zu '10-Jahre Jugendtreff Little Phönix': mit irisch-folk-band 'Ballycotton (www.ballycotton.at) u.a. in der Schneckgasse - St. Pölten
Fest der Begegnung/Kulturen: 10. Juni 2006, ab 12 Uhr St. Pölten - Rathausplatz & cinema paradiso u.a. mit chilenischer Liveband 'Sol & Lluvia'!
Anmerkungen zu unserer Arbeit (Ende 2005) * Nach dem Ende meiner Bildungskarenz Anfang Juni und dem Abschluss meines Masterlehrganges in kommunikativer Theologie habe ich einen Arbeitseinsatz in der Glanzstoff als Schichtarbeiter gemacht, der mir zeigte, welche Schwerarbeit heute bei uns noch immer geleistet wird. * Im Sommer hat mein Vertreter Alois Reisenbichler seine Arbeit in der Betriebsseelsorge wieder beendet, die er mit übermäßigem Einsatz vorbildlich bewältigt hat. Ein herzliches Dankeschön noch einmal dafür. * Wie jedes Jahr bitte ich die Bezieherinnen und Bezieher unserer Zeitschrift ‚Bewusstsein’ wieder um einen freiwilligen Unkostenbeitrag mit dem Vermerk: ‚Bewusstsein’ auf unser Konto bei der BAWAG (BLZ: 14000), Kontonummer: 27610791293, lautend auf: Betriebspastoral. Falls Jemand für unsere Sozialarbeit (AsylwerberInnen, Deutschkurse, Einzelhilfe) etwas spenden möchte, bitte mit dem Vermerk: ‚Soziales’ auf dasselbe Konto. * Seit Jahren ist es in unserer Diözese möglich, 50% des vorgeschriebenen Kirchenbeitrages für einen besonderen Zweck zu widmen; dazu muss das Einkommen bei der Kirchenbeitragsstelle offen gelegt werden (mit Lohnsteuerbescheid o. ä.), dann kann für die ‚Kategoriale Seelsorge’ (u. a. Betriebsseelsorge), für den ‚Arbeitslosenfonds’ oder die Caritas gewidmet werden. Interessierte am Fest der Begegnung können unter www.festderbegegnung.at.tf reinschauen. Herzliches Dankeschön und ein gute neues Jahres 2006 wünscht Euch Infos auch unter: 02742/72240 & 0676/826688398