www.tartelperien.dePrivate Hobbyzucht von SchlangenPantheropis guttatus
Die Kornnatter unterscheidet sich in drei Arten. Pantheropis guttatus die gewöhnliche Kornnatter, Pantheropis emory die Prärie Kornnatter und Pantheropis slowinkii die Slowinski Kornnatter.
Auf meiner Seite hier möchte ich nur genauer auf Pantheropis guttatus eingehen, da ich meine Freizeit dieser schönen und farbenprächtigen Schlange gewidmet habe.
Schutzstatus: Keiner
Die gewöhnliche Kornnatter: Das Verbreitungsgebiet der gewöhnlichen Kornnatter zieht sich von Lousiana, Mississippi, Tennessee, Kentucky bis über Virginia, Carolina, Florida, Georgia und Alabama. Sie wird unter unseren Terrarienbedingungen durchschnittlich zwischen 100 bis 140cm groß. Natürlich gibt es auch größere Exemplare von Pantheropis guttatus, allerdings sind dies eher die Außnahmen. Die größte bekannte Kornnatter war 189,2cm lang! So verhält es sich auch mit dem Alter der Schlange. Uns allen dürfte klar sein das eine in Gefangenschaft gehaltene Kornnatter älter wird als eine die in freier Wildbahn lebt. Auch hier kann ein Durchschnittsalter von zehn bis fünfzehn Jahren für eine in gefangenschaft gehaltene Schlange angegeben werden. Der Maximalwert beläuft sich hier auf ca. 32 Jahre! Die Farbe und Optik dieser Schlange variert stark, wobei ich hier aufCornpedia²verweisen möchte.
Ernährung: Die Kornnatter ernährt sich in der Natur überwiegend von Kleinsäugern, Amphibien, Reptilien sowie Vögel und deren Eier. Bei uns im Terrarium füttern wir der Schlange Mäuse in den unterschiedlichsten Größen, Ratten, Hamster, Lemminge, andere Kleinsäuger und ab und an mal Eintagsküken. Hier ist immer darauf zu achten, dass die Futtertiere in entsprechender Größe zum Verhältnis der Schlange angeboten werden. Die zusätzliche gabe von anderen Mineralien und Ergänzungsfuttermitteln ist bei gesunden Schlangen, welche hochwertige Futtertiere bekommen nicht nötig. Manche fragen sich ob sie ihre Schlange lieber tot oder lebendig füttern sollen. Dabei ist grundsätzlich zu tot zu raten, da von einem solchen Futtertier keine akute Gefahr für die Schlange ausgehen kann. Frostfutter kann man des weiteren gut lagern und hat auch immer etwas da. Man kann dieses Futter über das Internet oder beim Zooladen bekommen. Allerdings gibt es auch Schlangen die nicht an totes Futter gehen. Hier sollte man lebend füttern. Für Futterverweigerer gibt es auch wieder mehrere Möglichkeiten um solche Tiere an das Futter zu bekommen. Bei Jungschlangen bezieht sich dies für gewöhnlich auf das erst einmal ins Maul legen bzw das Stopfen. Aber bevor man stopft (was niemand machen sollte der sich nicht damit auskennt!) versucht man es mit einem "Brainsplitting" bei der Maus. Für die Häufigkeit der Fütterung bei Kornnattern kann man in der Regel folgende Richtwerte beachten. Jungschlangen alle fünf bis sieben Tage füttern, halbwüchsige alle sieben bis vierzehn Tage und ausgewachsene Kornnattern alle vierzehn bis achtundzwanzig Tage. Die Fütterung an sich sollte immer einzeln vorgenommen werden, damit keine Unfälle mit anderen mitbewohnenden Schlangen passieren. Wobei noch gesagt werden muss, das eine Futterverweigernde Schlange nicht immer krank sein muss. Die Futterverweigerung trifft auch bei paarungsbereiten Böcken und trächtigen Weibern zu. Der Schlange sollte auch immer frisches Trinkwasser zur Verfügung stehen.
Haltung: Das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten hat 1997 die "Mindestanforderung an die Haltung von Reptilien" festgelegt. Daraus kann man die Größe für ein Terrarium wie folgt berechnen. Die Formel lautet 1,0x0,5x1,0 (Größe des Terrariums) multipliziert mit der Gesamtlänge (GL) der Schlange. Das würde bedeuten das eine Schlange mit der Länge 120cm ein Terrarium mit den Maßen 120x60x120 (L/T/H) benötigt. Dieses Maß kann man für ein Pärchen der gleichen Größe nehmen. Für jedes weitere Tier ist ein 20%iges Volumen den Terrarienmaßen hinzuzufügen.
Eine besondere Beleuchtung mit VA und UVB Teilen benötigen Kornnattern nicht. Allerdings muss man für einen deutlichen Tag-Nacht-Zyklus achten. Diesen kann man bequem mit einer Zeitschaltuhr einstellen und dem Jahresrythmus der Tiere anpassen. Im Sommer beträgt die Beleuchtungszeit 14 bis 16 Stunden, im Frühjahr und Herbst 8 bis 10 Stunden und im Winter entweder 6 bis 8 Stunden oder aber auch eine komplett Ausschaltung (Winterruhe s.u.)
Da Schlangen auch zu den wechselwarmen Tieren zählen, muss die entsprechende Temperatur von uns, den Pflegern, eingestellt werden. Die Temperaturen sollten in einem "Gefälle" im Terrarium herschen, so das die Tiere sich einen für sie angenehmen Platz aussuchen können. Eine Tagestemperatur von 24°C bis 28°C und eine lokale Wärmequelle mit den Werten von 32°C bis 35°C sind optimal. Eine Nachtabsenkung auf 20°C bis 22°C sind genauso wünschenswert. Um die gewünschte Wärme in das Terrarium zu bekommen heitzt man vorzugsweiße mit Spots, welche unbedingt durch ein für die Schlange undurchdringlichen Schutzkorb abgesichert sind. Des weiteren kan man auf heitzmatten und Heitzkabel zugreifen, allerdings muss man sie so anbringen das die Schlange nicht in direkter Berührung damit gelangen kann, da dies oftmals zu warm würde. Solche Wärmequellen von unten entsprechen auch ncht der natürlichen Wärmebildung. Allerdings sind solche Bodenheitzungen recht gut unter einem Bade- Wasserbecken anzubringen, da dies zusätzlich einen positiven Efekt für die Lufttemperatur (LF) hat. Die relative LF in einem Kornnatterterrarium sollte Tags zwischen 50-60% und Nachts zwischen 60-70% liegen. Dazu kann und sollte man ab und an in das Terrarium sprühen. Allerdings nie direkt auf die Schlange. Hierzu zwei Tabellen, welche das Klima verdeutlichen:
Da die Kornnatter eine Kletterschlange ist, sollte es an Klettermöglichkeiten nicht fehlen. Genauso wichtig sind genügend Verstecke, die ihr zur Auswahl stehen wo sie sich zurückziehen kann. Eine optimale Rückwandgestaltung kann da schon einiges helfen. Zubehör und entsprechende Materialien für die Einrichtung kann man aus Zoofachgeschäften oder auf speziellen Reptilienbörsen erwerben, oder man geht einfach mal durch den Wald und besorgt sich ein paar schöne Äste. Dabei immer auf eine Desinfizierung achten. Dies macht man entweder im Backofen oder im Hochsommer auf dem Balkon, indem man die gefundenen Gegenstände in der direkten Sonne austrocknen lässt. Verzieren kann man das ganze noch mit schönen Kunstpflanzen. Wozu ich rate, da die meißten echten Pflanzen schnell eingehen. Dabei hat sich aber die Efeutute am meißten bewährt.
Zucht: Nach einer Geschlechtsbestimmung die man mit größter Sicherheit durch sondieren (nur von einem Fachmann machen lassen!) feststellt, kann man die Tiere entsprechend zusammen führen wenn sie groß und altgenug für die Zucht sind. Sondieren sollte man Jungtiere unter einem Jahr grundsätzlich nicht! Um bei Jungschlangen das Geschlecht festzustellen "poppt" man sie. Dies bitte auch nur von Leuten die dies schon gemacht haben und es können. Beim poppen stülpen die Männchen ihre Hemipenise aus und somit kann man diese erkennen. Kornnattern können bereits nach einem Jahr geschlechtsreif sein. Allerdings darf man die Tiere dann noch nicht zur Zucht heranziehen, da es im schlimmsten Fall zum Tod des jungen Weibchens durch Legenot führen kann. Deswegen sollte man die Schlangen auch nach eschlechtern getrennt halten, damit soetwas nicht passiert. Männchen können im Gegensatz zu den Weibchen schon sobald sie bereit sind zur Zucht herangezogen werden. Ein Weibchen sollte auf keinen Fall verpaart werden, wenn es weniger wiegt als 200 bis 230 Gramm und unter einer Länge von 90 bis 110cm GL. Diese Mindestangaben müssen auf jeden Fall erfüllt sein. Nach einer entsprechenden Winterruhe oder wieder zusammenführung beider Geschlechter, kann die kopulation beginnen. Die Trächtigkeit der Weibchen variiert von 30 bis ca 70 Tage. Sind die Eier dann gelegt und in einen Inkubator überführt brauchen sie bei Temperaturen von 27°C bis 28°C zwischen 59 und 75 Tagen.
Quarantäne: Grundsätzlich sind Neuzugänge für sechs Monate einzeln und in einem Quarantänebecken, abgesondert von anderen Tieren zu halten, bis alle notwenigen Untersuchungen durchgeführt wurden und das Tier gesund ist. In dieser Zeit sollte man das entsprechende Tier nur mit Einmalhandschuhen händeln.
Cornpedia² im Menü Links unter www.Kornnatter.de zu finden.
Unsere Kornnattern 0.1. Classic het Anerythristic Bloodred 0.2. Classic het Amelanistic Caramel Sunkissed Motley oder Striped 0.1. Amelanistic Striped het Anerythristic 0.1. Amelanistic Striped het Caramel 0.1. Anerythristic Striped het Amelanistic
1.0. Classic het Anerythristic Bloodred 1.0. Classic het Amelanistic Caramel Sunkissed Motley oder Striped 1.0. Snow Striped
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