www.tartelperien.de

Private Hobbyzucht von Schlangen


Griechische Landschildkröte (Westrasse)

Testudo hermanni hermanni

 

Vorab, es sind immer wieder mehrere Namen im Umlauf wenn es sich um die Griechische Landschildkröte handelt. Dabei geht es um testudo hermanni hermanni, testudo hermanni boettgeri sowie testudo hermanni robertmertensi. Die Nominatform ist hierbei testudo hermanni hermanni (Westrasse). Testudo hermanni boettgeri ist die Unterart (Ostrasse), welche ursprünglich aus dem Balkan stammt und auch etwas größer wird als die Westrasse. Bei testudo hermanni robertmertensi handelt es sich lediglich um den früheren Namen von Testudo hermanni hermanni.

Schutzstatus:

WAII, EG-VO A

 

Die Griechische Landschildkröte:

Mit einer Carapaxlänge (Panzerlänge) von 15-20 cm ist die Griechische Landschildkröte die kleinste Europäische Landschildkröte. Die Verbreitung der Schildkröte geht von Spanien, Balearen, bis über Südfrankreich, Korsika, Sardinien, Italien und Sizilien. Sie hat eine schwarzbraune und gelbe Zeichnung. Das Alter dieser Schildkröten in Gefangenschaft ist meißt bei 45 Jahren. Natürlich gibt es auch Ausnahmen. Es gibt viele Altersangaben von 90 bis 120 Jahren, ja selbst 150 ist bekannt. Wenn man Schildkröten in Gruppen hält sollten auf ein männliches Tier mindestens zwei weibliche Tiere kommen, da das Männchen sonst schnell belastend für das Weibchen werden kann, was unter Umständen auch zum Tod des Weibchens führen kann! Man erkennt eine testudo hermanni hermanni an der Mittelnaht des Brustschildes am Plastron (Bauchpanzer). Die Mittelnaht des Brustschildes ist bei einer thh kürzer als die Mittelnaht des Beinschildes. Bei thb ist es genau umgekehrt, da ist die Mittelnaht des Brustschildes länger als die des Beinschildes. Ein weiteres Erkennungszeichen für thh ist das sogenannte "Schlüssellochzeichen" über dem Schwanzschild und die gelbe Wangenfärbung am Kopf der Tiere. Alle Griechischen Landschildkröten besitzen ein geteiltes Schwanzschild und einen Hornnagel an der Schwanzspitze.

 

Ernährung:

Die Hauptnahrung besteht aus Wiesenkräutern- und Pflanzen! Sicherlich kann man auch andere Dinge wie Obst und Gemüse füttern, wobei dies bei vielen Schildkrötenbesitzern den Vorzug bekommt. Daher möchte ich ganz deutlich sagen das das Hauptfutter aus Wiesenkräutern- und Pflanzen besteht! Diese Schildkröten fressen neben dem auch allzugern das unterschiedlichste Obst und Gemüse. Man sollte allerdings darauf achten das die Schildis nicht zu viel Tomaten und Gurken bekommen. Möhren hingegen sind sehr gesund und sie können nicht zu viel davon bekommen. Kohlrabiblätter und Brennesseln werden auch sehr gerne gefressen. Die Trinkschale sollte immer und das täglich mit frischen Wasser gefüllt werden (da die Tiere auch gerne im Wasser koten). Eine Sepiaschale zum Nagen sollte auch nicht fehlen. Regelmäßige Vitaminzugaben in Form vonKorvimin ZVT sind sehr zu empfehlen!

 

Haltung:

Sollte es, aus welchen Gründen auch immer, nicht möglich sein, die Tiere im Freilandgehege zu halten und man muss auf ein Terrarium zugreifen, dann muss gesagt sein das das Terri 8x so lang und 4x so tief sein muss wie die Panzerlänge der Schildkröte! Das würde bedeuten, bei einem Tier mit einer Panzerlänge (PL) von 10cm, muss das Terri 80cm lang und 40cm tief sein. Bei jedem weitern Tier natürlich entsprechend mehr Platz (20% der Gesamtfläche).Man beachte das es sich dabei um Mindestmaße handelt, das Überschreiten davon freut die Tiere sicherlich! Der Bodengrund sollte aus einem Erde/Sand/Torf Gemisch bestehen, welcher in einer Ecke immer leicht feucht gehaltenwerden sollte. Dabei Staunässe und Schimmel unbedingt vermeiden. Zu trockene Haltung kann nämlich zu Panzerverformungen und Wachstumsmissbildungen führen. Auf Wärmematten oder Heitzkabel kann man auch getrost verzichten, denn in der Natur kommt die Wärme auch von oben und nicht aus dem Boden. Wobei wir bei dem technischen Zubehör wären. Dazu gehören eine Lampe die UVA und UVB Strahlen abgibt unbedingt! Da nur durch diese Strahlen das Vitamin D³ freigesetzt wird, was die Schildkröten bereits in sich haben. Dieses Vitamin ist unerlässlich für das Wachstum und den Knochenbau der Tiere, da ohne dies auch weitere Missbildungen und Wachstumsstörungen auftreten. Dazu kommt dann noch eine weitere Lampe für die Wärme die die Tiere benötigen. Ob man einen Elsteinstrahler oder einen Spot benutzt ist jedem selbst überlassen, da es auf die Isolierung des Terrariums ankommt und die Wärme, die im Endeffekt maßgebend ist. Da Schildkröten wechselwarme Tiere sind und ihr Körper nicht in der Lage ist sie selbständig auf 36°C zu halten, übernehmen dies die Lampen. Generell kommen bei viele Reptilien die Lebensvorgänge erst ab einer Temperatur von 30°C zu stande. Die Lufttemperaturen sollten tagsüber zwischen 25 und 31°C liegen und an einem Sonnenplatz sogar bei ca. 45°C. In die weitere Einrichtung gehören Korkröhren, welche als Unterschlupf dienen, sowie verschiedene Äste und teilweise Steine, womit man das Terri abwechslungsreich gestaltet. Planzen können auch eingesetzt werden, jedoch ist dabei zu beachten, das die Kröten damit viel Spaß haben werden, im gegensatz zu ihrem Besitzer. Denn Grünes schmeckt ihnen gut. Welche Pflanzen man dabei verwendet, kann man sich in verschiedenen Büchern über Terrarienpflanzen aussuchen. Man darf nur keine für die Tiere giftigen wählen!

Bei der Freilandhaltung ist zu beachten das die Tiere geschützt sind. Das heißt von Oben mit einem Netz gegen Raubvögel und von den Seiten mit einem Gitter oder Ähnlichem. Wenn man ein Außengehege anlegt, sollte man auch 20-30cm tief in den Boden eine Umrandung eingraben, da die Tiere gerne buddeln und so unter dem eigentlichen Gehege abhauen können. Dies hat auch noch den Vorteil, das keine weiteren Tiere, die den Schildkröten gefährlich werden können, zu ihnen hineingelangen. Auch im Außengehege soll den Schildis viel Abwechslung durch Steine, Äste, Wurzeln und andere Dinge geboten werden, wo die Tiere auch gerne drüber hinweg klettern. Wasser darf auch hier nicht fehlen! Ein Frühbeet kann bei einer Außenanlage gute Dienste erfüllen. Die Tiere können hinein wenn es ihnen draußen noch zu kalt ist und nächtigen auch gern dort. Des weiteren sind sie auch vor schlechtem Wetter weitesgehends geschützt. Wenn man sich ein Frühbeet zulegt, muss man auch hier darauf achten, das die UVA und UVB Strahlen der Sonne durchgängig für das Glas sind. Weitere Informationen zu dem Aufbau eines Außengeheges entnehmen sie bitte entsprechender Literatur wenn sie Anregungen benötigen.

 

Zucht:

Diese Schildkröten werden meist in einem alter von 10 Jahren geschlechtsreif. Dann sind sie ca. 15cm lang (PL) und haben ein Gewicht von ca. 850 Gramm. Die Eier brauchen bei einer Temperatur um die 30°C ca. 60 Tage zum Schlupf. Wenn man Züchten möchte sollte man dem weiblichen Tier auch einen entsprechenden Eiablegeplatz zur Verfügung stellen.

 

 

 

Unsere Schildkröten

1.1. Testudo hermanni hermanni

Kostenlose Homepage erstellen bei Beepworld
 
Verantwortlich für den Inhalt dieser Seite ist ausschließlich der
Autor dieser Homepage, kontaktierbar über dieses Formular!