www.tartelperien.dePrivate Hobbyzucht von SchlangenPython regius Schutzstatus: WAII, EG-VO B
Das Verbreitungsgebiet des Königspythons ist in West- und Zentralafrika. Dort bewohnt er hauptsächlich verlassene Termitenbauten, welche im Inneren eine relativ hohe Luftfeuchtigkeit aufweisen. Im Normalfall wird ein adulter Königspython zwischen 1,30m und 1,50m groß. Es wurden aber auch schon Tiere gefunden die etwas über 1,80m groß waren. Solche gelten dann aber eher als "Riesen". Das Alter des Königspythons wird im Allgemeinen mit ca 20 Jahren beschrieben. Diese Schlange rollt sich bei Gefahr zu einem "Ball" zusammen. Dieses natürliche Abwehrverhalten brachte dem Königspython im englischen den Namen Ballpython ein. Da es sich hier um eine meist ruhige und friedliche Schlange handelt, welche auch nicht sofort zu beisst, wird sie oftmals als "Anfängerschlange" beschrieben. So wird sie häufig unter falschen Vorraussetzungen gehalten, da die wenigsten Menschen wissen, dass sie normalerweise wie oben schon beschrieben in verlassenen Termitenbauten lebt und diese nur zum Jagen verlässt. Auch die bekannten, gerade bei paarungswilligen Böcken, Fresspausen von mehreren Monaten, lassen Anfänger in der Schlangenhaltung oft verzweifeln.
Ernährung: Der Königspython ernährt sich in der Natur überwiegend von Kleinsäugern, die auch in seinem Verbreitungsgebiet vorkommen. Zum natürlichen Beutespektrum gehören die afrikanische Vielzitzenmaus (Mastomys coucha) und Wüstenrennmäuse (Gerbillus gerbillus und Gerbillus pyramidum). In Terrarienhaltung kann man ihnen selbstverständlich auch andere Kleinsäuger anbieten wie Mäuse oder Ratten. Aber alles in entsprechender Größe. Jungtiere des Königspythons sind wöchentlich, alle fünf bis sieben Tage zu füttern, wobei dieser Fütterungsintervall im Alter des Tieres auf alle zwei Wochen ausgedehnt werden kann. Wir füttern unsere semiadulten und adulten Weibchen alle sieben Tage und unsere semiadulten und adulten Böcke alle 14 Tage. Was ein größeres Problem bei der Fütterung darstellt, ist das die meissten Königspythons lebende Futtertiere fressen und sich im Vergleich zu anderen Schlangenarten auch relativ schlecht auf Frostfutter umstellen lassen. Wobei die Verletzungsgefahr gerade bei größeren Ratten relativ hoch ist. Eine weitere Möglichkeit ist Prekilled zu füttern, aber auch nur wenn die Schlangen dies auch annehmen! In der Paarungszeit werden paarungswillige Böcke, sowie paarungswillige und trächtige Weibchen auch oftmals kein Futter annehmen. Eine Schale mit frischem Trinkwasser sollte immer zugänglich sein.
Haltung: Auf die Haltungsbedingungen des Königspythons zu kommen, sollte jeder als erstes einmal selbst entscheiden welche Haltungsform er seinen Tieren anbieten möchte. Grundsätzlich sind dabei Zwei zu unterscheiden. Die gewöhnliche Terrarienhaltung und die Rackhaltung. Wobei wir uns für die Rackhaltung entschieden haben.Dies kann ich mit folgenden Gründen argumentieren. Wenn man von dem natürlichen Lebensraum eines Königspythons ausgeht, sollte man wissen wie die Tiere in freier Natur leben. Wie oben schon geschrieben halten sich die Tiere immer in ihrem Versteck auf und kommen nur zur Nahrungssuche heraus. Der Königspython fühlt sich am wohlsten wenn er sich in einem kleinen, engen Versteck befindet, wo er mit seinem Körper die Wände spührt. Er ist keine bewegungsaktive Schlange und somit ist in unseren Augen die Rackhaltung (nurbei dieser Art), die Haltungsart die dem natürlichen Lebensform am gerechtesten wird. Davon abgesehen ließt man immer wieder auch das Königspythons die im Rack gehalten werden, weniger Probleme bei der Fütterung machen und auch besser ans Futter ran gehen. Dieses können wir aus unseren Erfahrungen auch bestätigen. Die Lufttemperatur sollte Tags zwischen 24°C und 30°C, sowie Nachts zwischen 18°C und 22°C liegen. Im Terrarium, was den Mindestanforderungen an die Terrarienhaltung von Schlangen entsprechen sollte, muss auch ein Sonnenplatz zur Verfügung stehen, wo Temperaturen zwischen 34°C und 38°C herrschen. Die Beleuchtung, welche nicht aus UVA und UVB Licht bestehen muss, kann 12 Stunden am Tag brennen. Eine relative Luftfeuchte im gesamten Terrarium von 60% bis 85% muss gegeben sein. Man kann alternativ auch auch eine Wetbox anbieten, was wir sehr empfehlen.
Zucht: Weibchen sollten mit drei Jahren und ab einem Gewicht von 1000 Gramm und Böcke ab 600 Gramm zur Zucht eingesetzt werden. Eine ganzjährige Trennung und das Zusammensetzen in der Paarungszeit (Dezember bis März), mit erhöhter LF auf 90% begünstigt die Paarung bei Python regius. Vorher sollte auch eine zwei- bis vierwöchige Ruhepause mit herabgesenkten Temperaturen vorausgegangen sein. Auch das zusammenführen von Zuchtgruppen (2.1.) wirkt sich auf die Weibchen sehr stimulierend aus. Jedoch ist bei den Kommentkämpfen vorsicht geboten und man muss den Bock der sich nicht Paaren soll, danach auch wieder vom Weibchen entfernen. Bei manchen Weibchen reicht auch schon eine Schlangenhaut von einem anderen Königspythonbock aus um es zur Zucht zu bewegen. Zwischen März und Mai kommt es dann zu einer Eiablage von durchschnittlich acht Eiern. Bei einer Zeitigungstemperatur um die 28°C, schlüpfen die jungen dann ca. nach zwei Monaten. Zur Geschlechtsdiagnose beim Königspython gibt es allerdings eine sehr erstaunliche Feststellung. Auch adulte Tiere von Python regius kann man leicht durch das "Poppen" (herausmassieren der Hemipenise) im Geschlecht bestimmen. Wohingegen es bei adulten Kornnattern unmöglich ist eine solche Diagnose zu stellen, da sie ab einem Alter von einem Jahr ihre Muskelmasse in diesem Bereich so aufgebaut haben das ein Herausmassieren unmöglich macht. Gerade deswegen ist es um so erstaunlicher, das beim viel massigeren Königspython ein Poppen auch von adulten Tieren Leicht zu unternehmen ist. Allerdings sollte dies auch nur ein Erfahrener Schlangenhalter machen, um den Tieren nicht zu schaden und sie nicht zu überdehnen.
Quarantäne: Generell sollte auch hier wie bei jedem anderen Tier eine halbjährige Quarantäne mit den entsprechenden Maßnahmen eingehalten werden. Dazu gehört als erstes eine Kotuntersuchung, welche nach drei Monaten nochmals zu wiederholen ist. Bei Auffälligkeiten, wie zum Beispiel bei Erbrechen sind Magenspühlproben angebracht oder man kann das frisch ausgewürgte Futtertier auch an Exomed zur Untersuchung schicken.
Unsere Königspythons 0.1. Granite Striped 0.3. Classic 0.1. het Albino 0.2. het Piebald 0.1. Spider
1.0. Axanthic Pastel 1.0. het Albino 1.0. het Piebald 1.0. Pastel
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