www.tartelperien.dePrivate Hobbyzucht von SchlangenBoa constrictor imperator Schutzstatus: WAII, EG-VO B
Die Kaiserboa: Das Verbreitungsgebiet der Kaiserboa zieht sich von Süd-Mexiko bis ins nördliche Südamerika. Alleine von dieser Unterart gibt es mehrere Lokalformen. Die Festlandformen sind Sonora, Mexiko, Panama, Kolumbien, Ecuador, El Salvador, Costa Rica, Honduras und Nicaragua. Zu den Inselformen gehören Belize (Crawl Cay und Cay Caulker), Sigmaboa, sowie Honduras (Hog Island und Islas de la Bahia die sogenannten Firebellys) und Nicaragua (Corn Island). Im Durchschnitt werden Imperatoren 1,80m groß. Selten sind Tiere über 2,00m bekannt, wobei die Männlichen Tiere immer etwas kleiner bleiben als die Weiblichen. Im Gegensatz zu der Größe, variieren die bekannten Angaben vom Alter der Imperatoren zwischen 20 und 30 Jahren. Im juvenilen Alter klettern die Schlangen noch gerne, was aber bis ins adulte Alter aufhört und sie sich überwiegend nur noch auf dem Boden aufhalten.
Ernährung: In freier Natur steht für die Kaiserboa alles auf dem Speiseplan, was sie überwältigen kann. Neben Kleinsäugern sind dies auch noch Vögel, Echsen und Kaimane. In Gefangenschaft sollte man sie, mit an die Größe angepassten, Mäusen und später Ratten füttern. Ratten haben ein nahrhafteres Fleisch (mehr Muskelfleisch als Mäuse), was die Schlangen besser verarbeiten können und sie besser umsetzen. Da in den Futtertieren alle Organe, wie Leber usw und Knochen vorhanden sind, ist es völlig überflüssig gesunden Schlangen noch zusätzlich irgendwelche Vitaminpräparate zu verabreichen. Dies kann oftmals auch in das Gegenteil des Gewünschten umschlagen und der Schlange mehr schaden als gut tun (Hypervitaminose). Eine Trink- und Bademöglichkeit mit frischem Leitungswasser sollte immer zugänglich sein.
Haltung: Im Terrarium sollten Ablageplätze, stabile Klettermöglichkeiten und eine Rückzugsmöglichkeit nicht fehlen. Die Bademöglichkeit für die Schlange sollte so groß sein, dass sie komplett hinein passt. Die Temperaturen tagsüber betragen zwischen 22°C und 28°C, Nachts zwischen 20°C und 22°C und am lokalen Sonnenplatz zwischen 30°C und 35°C. Die Beleuchtungsdauer beträgt 12 Stunden. Es sollte immer eine relative Luftfeuchte von 70% bis 80% herrschen. Die Terrariengröße muss gemäß der Mindestanforderungen den Haltungsrichtlinien für Schlangen berechnet werden. Bei Schlangen bis 1,50m beträgt dies 1,0L x 0,5B x 0,75H der Gesamtlänge der Schlange. Bei Schlangen über 1,50m ist es 0,75L x 0,5B x 0,75H der Gesamtlänge der Schlange, wobei die Höhe des Terrariums nicht 2,0m überschreiten soll.
Zucht: Boas sind lebendgebärende Schlangen. Eine Verpaarung kann zwischen Oktober bis Dezember stattfinden, wonach ca. ein halbes Jahr später die Jungtiere geboren werden. Die Tragzeit kann aber zwischen vier und neun Monaten variieren. Ein Wurf kann von ca. 20 bis 30 Jungtieren betragen. Die Weibliche Boas sollten erst ab einem Alter von drei Jahren und einem Gewicht von 3500 Gramm zur Zucht eingesetzt werden. Böcke kann man weitaus früher und mit weniger Gewicht zur Paarung nutzen.
Quarantäne: Gerade bei Boas, gilt es besonders streng auf die Quarantäne zu achten! Diese fängt meines erachtens schon beim Kauf der Riesenschlange an. In der heutigen Zeit wo IBD (Inclusion Body Disease) schon relativ weit verbreitet ist, muss ein Käufer schon bei der Anschaffung darauf schauen, ob die Boa Milben hat oder nicht. Gerade die Blut trinkenden Milben können diese Krankheit utopisch schnell verbreiten und somit einen gesamten Bestand dahin rotten! Eine Boa kann diese Krankheit eine sehr lange Zeit in sich tragen, ohne das sie zum Ausbruch kommt und somit viele andere Tiere damit infizieren. Wohingegen ein befallener Königspython schon nach ca. drei Monaten an dieser Krankheit verendet. Daher ist auch eine einjährige Quarantäne unter genauester Beobachtung und Bluttest zu empfehlen! Sowie die üblichen Vorsichtsmaßnahmen wie Kotproben usw... Anzeichen für eine IBD können das "Stargazingsyndrom" (Sterngucker Syndrom) sein. Durch Ausfälle im Zentralen Nervensystem wird die "Steuerung" der Schlange beeinträchtigt und sie windet ihren Kopf und Vorderkörper ganz abstrakt nach oben und hinten gleichzeitig. Aber selbst das Stargazinsyndrom sind keine 100%igen Anzeichen für eine IBD, denn auch ein massiv starker Wurmbefall kann solche Aussetzer im ZNS verursachen. Was auch hier noch einmal deutlich zu erwähnen gilt, ist das man auch immer nur eine Art zusammen in einem Terrarium halten sollte, da es viele Bakterien gibt, die einem anderen Tier erheblichen Schaden zufügen können. Oft haben wir es schon gesehen das manche Menschen oder einige Zoofachgeschäfte größere Boas mit Königspythons zusammen halten. Davon können wir nur immer wieder strengstens abraten, da Boas gewisse Bakterien in ihrem Immunhaushalt haben, die ihnen selbst nicht schaden und völlig normal sind, aber einen Königspython beispielsweise nach einiger Zeit und mit viel Pech umbringen können. Genauso ist es auch anders herum. All denen die diese Haltung von den beiden aufgeführten Arten schon praktiziert haben und nichts passiert ist, können wir nur unseren Glückwunsch zum sogenannten "Dummenglück" aussprechen. Wer seine Tiere aber mit langer Freude und Gesund halten möchte, sollte zum Wohlergehen der Tiere von einer Vergesellschaftung verschiedener Arten absehen!
Unsere Boas 0.1. Salmon
1.0. Sharp Strain Albino
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