Dijon 2011
Rückblick


Vom 4. bis zum 8. Mai 2011 fand in Dijon das alljährliche HEMACDijonEvent
statt. Mit von der
Partie waren dieses Mal auch vier Fechter von Schwertfechten Nordhessen: Heiko M., Fritz, Adrian
und ich.
Auf der Hinfahrt schon erlebten wir Kuriositäten, so lernten mit Hilfe des Navigationsgerätes ein
Parkhaus am Frankfurter Flughafen von innen kennen. Meine Versuche, den Mitfahrern ein paar
Worte Französisch beizubringen erwiesen sich leider als völlig fruchtlos.
Angekommen in Dijon trafen wir Adrian und bald auch die meisten anderen der insgesamt 265
Teilnehmer auf dem Campus der Université de Bourgogne. Hier gab es zunächst Geschenke:
Darunter Stadtpläne, Stifte und Block, ein Kellnermesser, eine wunderbar geräumige Reisetasche.
Dann ging es auch schon zu den ersten Vorträgen: Cor Kronenburg (Orde der Noorderwind,
Niederlande) über statisches Dehnen, Youval Kuipers (Zwaard & Steen, Niederlande) über ein
eigenes Sparringspunktesystem und Daniel Jacquet (GAGS, Schweiz) über Forschung zum Thema
Harnischfechten. Nach einer kurzen Mittagspause folgten die ersten Workshops. Zum Beispiel
"Winden mit dem Langen Schwert" mit Szabolcs Waldmann (ARS ENSIS) und "Ringen am Schwert"
mit Harald Winter von Dreynschlag. Insgesamt besuchten wir zehn dieser einstündigen Workshops:
Ein Sparringsworkshop von Axel Pettersson und Anders Linnard, "Wrestling des 19. Jahrhunderts"
mit Alain Migotti und Vivien Poinsel, "Fußarbeit nach Fiore dei Liberi" (Colin Richards),
"Bodymechanics" mit Mishael Lopes Cardozo und "Schrankhut" mit Scott Brown. Besonders gut
gefallen haben uns die Workshops zum Thema Langes Messer von Martin Enzi (Dreynschlag) und der
Beitrag von ACTA über griechisches Boxen.
Doch zurück zum ersten Tag. Die offizielle Eröffnung des Events am Abend erlebten wir mit großer
Freude, denn es gab leckere Häppchen der burgundischen Küche und Wein. Den weiteren Abend
verbrachten wir mit französischem Bier in der mittelalterlichen Taverne "Antre II Mondes" und mit
gemütlicher LiveMusik
von Mitgliedern des Events. Irgendwann fielen wir (es scheint spät gewesen
zu sein) in die Betten.
Auch der nächste Tag verging wie im Flug. Nachmittags trat Heiko mit 17 weiteren zum Federturnier
an und wunderte sich, als man ihm die Regeln erklärte, die auf einem historischen belgischen
System beruhen. Keine Stiche und kein Ringen?! Treffer auf Hände und Unterarme werden nicht
gezählt?! Dennoch schlug Heiko sich tapfer und landete im Mittelfeld.
Am Samstagabend fand sich nach den Workshops endlich Zeit für in wenig Sightseeing in der
wunderschönen Altstadt von Dijon. So bewunderten wir unter anderem die Wasserspeier der
Kathedrale Notre Dame und den Junggesellenabschied von Lara Croft. Anschließend beim Dinner in
einer Kantine wurden wir Zeuge eines Geschenks von Zornhau und Dreynschlag an die Organisatoren
"De Taille et d'Estoc": Eine wunderbare Schwertreplik. Vielleicht sollten wir auch ein solches Event in
Kassel organisieren.
Der nächste Tag verlief ruhig, wir verließen Dijon nach dem ersten Workshop.
Wir erlebten schöne Tage bei gutem Wetter und kehrten mit vielen neuen Eindrücken nach
Deutschland zurück. Unser besonderer Dank gilt den Organisatoren des Events, aber auch allen
Übungsleitern und Teilnehmern. Es hat uns sehr gefreut die Fechter von Dreynschlag, Zornhau,
Hammaborg, Ochs, Lupus Lubu und der Lungenfuchser zu treffen.
Sonja Heer

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