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| Wenn ein Sänger eine
Band verlässt, muss möglichst schnell ein Neuer her, da der Rest die
Musik nicht einfach aufgeben will. Eben vor diesem Problem standen 1996
"Xero", als sich deren Sänger, Mark Wakefield, entschloss die
Band wegen einiger Unstimmigkeiten zu verlassen. Die Band „Xero“
bestand damals aus Sänger Mark, Co-Vocalist und Gitarrist Mike Shinoda,
Gitarrist Brad Delson, Drummer Rob Bourdon, Bassist David „Phoenix“
Farrell und DJ Joe Hahn. Als Mark dann ausstieg kam es, dass in ganz
Amerika Demotapes an potentielle Frontmänner geschickt wurden, mit der
Bitte ihr Können unter Beweis zu stellen, falls Interesse besteht.
Chester Bennington aus Arizona kam dieser Bitte noch am selben Tag, an dem
er das Tape erhalten hatte, nach, spielte ihnen sein Tape am Telefon vor
und überzeugte so alle von seiner Stimmgewaltigkeit und Schreikraft. Am
Tag darauf flog er bereits nach L.A. und wurde Teil der Band. Mit dem
neuen Shouter kam auch ein neuer Name: "Hybrid Theory". |
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Nach dem Schreiben neuer
Songs kommt 1999 die erste EP raus und erste Probleme kommen auf die Band
zu. Eine weitere Band beansprucht den Namen "Hybrid Theory" für
sich und um gerichtlichen Streitigkeiten aus dem Weg zu gehen, beschließt
die Band sich umzubenennen. Gerüchte besagen, dass die Fünf auf ihrer
Suche zufällig auf dem Lincoln Park landeten und da in Kalifornien ein
wenig genuschelt wird, heißt er nicht Lincoln, sondern Linkin Park.
Richtig ist es allerdings, dass die Internetadresse lincolnpark.com schon
vergeben war und somit nannte sich die Band Linkin Park. Damit sollte der
neue Name geboren sein. |
| Trotz eines neuen Namens
und vieler neuer Texte ließ der große Durchbruch noch auf sich warten -
vorerst! Vier Wochen vor dem Album, welches ironischerweise "Hybrid
Theory" (R: 05.02.2001) hieß, erschien die erste Single "One
Step Closer". Und die schlug ein wie eine Bombe. Innerhalb von drei
Wochen erreichte sie Goldstatus und lief auf allen Radio- und TV-Sendern
hoch und runter. Mit Hilfe dieses enormen Airplays schaffte es das Album
schon in der ersten Woche in die Top20 der Billboard Charts. Der Erfolg in
Amerika übertrug sich ohne große Schwierigkeiten auch auf Europa. Kurze
Zeit später wurde ein Traum für Linkin Park wahr. Sie wurden als Support
ihrer Favorites, den Deaftones, gebucht und konnten während der Tour auch
vor großem Publikum überzeugen. Es wurde Zeit für die zweite
Singleauskopplung und sie entschieden sich für "Crawling". Ohne
Probleme knüpften sie damit an die Erfolge der ersten Single und des
Albums an. Im Spätsommer 2001 eroberten sie damit in Deutschland Platz 14
der Charts und sicherten sich damit die erste europäische Headlinertour,
welche, wie könnte es anders sein, ein voller Erfolg war. |
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Es werden weiter Singles
ausgekoppelt (In the End, Papercut) und sie arbeiten bereits am neuen
Album. "Reanimaton" (R: 29.07.2002) heißt das gute Stück und
ist eigentlich nur ein Remix ihres ersten Albums. Von den Kritikern
bekommt es nicht die besten Noten, die Fans kaufen es trotzdem und für
viele wird Linkin Park dadurch zu einer Kommerzband. So konstant die Band
sich bis dahin weiter entwickelte, gab es doch immer eine Variable - der
Bassist. Für "Hybrid Theory" wurden verschiedene Bassisten
engagiert und so wurde es Zeit, einen festen Bassisten zu finden. An
dieser Stelle greift ihnen der Zufall unter die Arme, denn Phoenix
Farrell, der die ersten vier Bandmitglieder noch von früher kannte und
auch schon auf "Hybrid Theory" zu hören ist, hat sein Studium
abgeschlossen und sich entschieden, nun den Weg der Musik einzuschlagen.
Jetzt also zu sechst begeben sich Linkin Park im März 2002 wieder ins
Studio um das zweite Studioalbum aufzunehmen. "Meteora" (R:
24.03.2003), benannt nach einem griechischen Kloster, heißt es und schießt
in diversen Longplayer Charts bis auf Platz 1. Auch die erste Single
"Somewhere I Belong" geht weg wie warme Semmeln und festigt
Linkin Parks Position als ernstzunehmende Rockband. |
| Wobei man vielleicht
nicht unbedingt sagen kann, dass es sich bei dieser Art von Musik um Rock
im eigentlichen Sinn handelt, vielmehr ist es eine perfekte Symbiose aus
Scratches, einprägsamen Melodien, harten Gitarrenriffs und
Stimmgewaltigkeit. Es obliegt also jedem selbst, diese Band zu
kategorisieren. Auch die weiteren Auskopplungen "Faint" und
"Numb" können die Fans überzeugen und platzieren sich auf den
vorderen Plätzen der Charts. Die anschließenden Konzerte auf großen
Festivals mussten krankheitsbedingt abgesagt werden. Chester litt an einer
Fehlfunktion des Zwerchfells, wurde aber erfolgreich operiert, so dass
alles wieder seinen gewohnten Lauf nehmen konnte. Auf ihrer US-Tour ließen
Linkin Park dann die Kameras und Bänder mitlaufen, um am 24.11.2003 dann
das "Live in Texas" Album zu veröffentlichen, bestehend auch
aus einer DVD und der dazu gehörigen Audioversion. |
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Im Juli 2004 folgte dann
das MTV Ultimate Mash Up! von Linkin Park mit dem Rapper Jay-Z. Das Album
“Collision Course“, das daraus entstand und insgesamt sechs Collabos
sowie eine DVD mit dem Live-Auftritt im Roxy-Theatre enthält, wurde
einerseits hoch gelobt und von viele Fans geliebt, bekam aber auch sehr
harte Kritik, doch die Jungs haben ihr Ding durchgezogen und wurden
dementsprechend auch mit Preisen, wie MTV Awards und in diesem Jahr sogar
einen Grammy prämiert. Mitlerweile, nachdem die Band eine etwa einjährige
Pause gemacht haben, in der sich Mike Shinoda eine Solo-Side-Project
zuwand, laufen die Arbeiten an dem nun dritten Studioalbum, das im Herbst
diesen Jahres erscheinen soll, auf Hochtouren. |
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