Ein Westernhorse muss
- intelligent
- sensibel
- lernbereit
sein, denn die Ausbildung stellt hohe Anforderungen an das Pferd. Es soll
- vielseitig und sicher im Gelände sein,
- nervenstark und
- volles Vertrauen zum Reiter haben.
Durch jahrzehntelanges Züchten entwickelten sich drei spezielle Westernpferderassen, die von ihrer genetischen Veranlagung bereits bestmöglich den Ansprüchen der Westernreiter gerecht werden:
- Quarter Horse
- Paint Horse
- Appaloosa
Quarter Horse

Das Quarter Horse ist heute mit knapp vier Millionen registrierter Pferden die größte Pferderasse der Welt. In Deutschland leben derzeit rund 17.000 eingetragene Quarter Horses. Sein Name leitet sich von "a quarter mile race" - ein Kurzstreckenrennen über ca. 400 m - ab, das sich bereits in den Pioniertagen der Vereinigten Staaten höchster Beliebtheit erfreute und bei dem besonders die antrittsstarken Quarter Horses dominierten.
Paint Horse

Exterieur gepaart mit Farbe
Paint Horses sind gescheckte Pferde mit Quarter Horse-Ahnen und Quarter Horse-Exterieur. Diese Zucht entstand aus so genannten "crop outs":
gescheckten Fohlen von registrierten, solidfarbenen Quarter Horse-Eltern.
Appaloosa

Individuelle Fellzeichnungen
Alle heute registrierten und gezüchteten Appaloosas gehen auf die Zucht der Nez-Perce-Indianer im Nordwesten der USA zurück. Ihr Name leitet sich vom Palouse River ab, an dessen Ufer die Indianer einst ihre Weidegebiete hatten. Ihr typisches Merkmal sind ihre einzigartigen Zeichnungen, die für die Indianer eine mythische Bedeutung hatten.
Seinen Ursprung hat das Westernreiten im "Wilden Westen" Amerikas. über die weiten Prärien zogen riesige Rinderherden. Um das Vieh kontrollieren, betreuen und versorgen zu können, war das Pferd unentbehrlich. Der Cowboy stellte dafür besondere Anforderungen an sein Pferd. Auch die Reitweise mußte zweckdienlich sein. Nur ein gut ausgebildetes Pferd war für die Arbeit nützlich. So wurde systematisch durch die Auswahl und zielgerichtete Zucht ein besonderer Pferdetyp geschaffen und es bildete sich eine eigenständige Reitweise heraus � das Westernreiten.
Ein Ranchpferd wuchs damals in der Wildnis auf. Es lernte, sich dort zu ern�hren und sicher über Stock und Stein zu bewegen. Es war ausdauernd und genügsam und nach dem Einreiten zudem ein zuverlässiger Partner für den Cowboy. Zusätzlich zu diesen Eigenschaften schätzte der Reiter besondere Fähigkeiten: Den sogenannten Cow-Sense zum Beispiel. Das ist die angeborene Neigung das Pferdes, jede Bewegung eines Rindes vorauszuahnen � gepaart mit dem Willen, die Kontrolle über ein Rind zu gewinnen. Auch mußte ein Pferd ein gutes Sprintvermögen haben, um mit einem davonstürmenden Rind Schritt halten zu können. In heiklen Situationen mußte es ruhig bleiben, also war ein ausgewogenes Temperament gewünscht. Kurz: Ein gutes Pferd erleichterte dem Cowboy seine harte Arbeit wesentlich. Viele dieser ursprünglichen Bewertungskriterien für ein gutes Ranchpferd werden auch heute noch in der Westernpferdezucht berücksichtigt
Canadian Cutting Horse

Wissenschaftliche Bezeichnung:
Equus
Natürliche Verbreitung:
Nordamerika
Ein typisches Pferd aus der Gruppe der Western Horses. Der eher kleine, trockene Kopf wird von einem tief aufgesetzten, geraden Hals getragen, der Rumpf ist tief und kompakt, die Kruppe stark abgeschlagen und sehr gut bemuskelt. Die Beine sind kurz, stabil und ebenfalls sehr gut bemuskelt, die Hufe klein und hart. Bei einer Größe von rund 150 bis 160 cm Stockmaß kommen alle Farben vor, auch die in Amerika geschätzten Palominos, Schecken, Falben, etc..
Das Canadian Cutting Horse geht auf dieselben Ahnen zurück wie das Quarter Horse, bzw. es stammt von diesem ab. Etwas später als in den USA erfolgte in Kanada der Aufbau der Rinderzucht, wobei man von den Erfahrungen des südlichen Nachbars profitierte und sich früh auf eine verbesserte Methode konzentrierte. Longhorns und Mustangs spielten hier keine große Rolle, und die "Wildwest-Romantik" wurde von wirtschaftlichen Überlegungen zurückgedrängt. So begann man, auf der Basis des Quarter Horse einen kanadischen Typ des Cow-ponys zu züchten, der in allen Merkmalen diesem ähnlich ist, wenn er auch nicht so ausgeprägt bemuskelt erscheint. Auch in Kanada sind Rodeos sehr populär, und das Canadian Cutting Horse findet in der Arbeit mit den Rindern, aber auch im sanften Reittourismus seine Hauptaufgaben, sein Cow-sense ist stark ausgeprägt, er ist ruhig und verläßlich. Mit der Canadian Cutting Horse Association existiert eine offizielle Zuchtorganisation.
http://www.youtube.com/watch?v=kCq4_Tuw1oc
http://www.youtube.com/watch?v=OMko5LelBdA