Intensiv- und Frührehastation |
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Sascha wurde also am 08.05. in das Krankenhaus der Barmherzigen Brüder nach Trier verlegt. Er kam auf die Intensivstation und wurde auf Grund seiner schweren Verletzungen in ein künstliches Koma versetzt. Man stellte ein Schädelhirntrauma fest und auch die Lungen waren in Mitleidenschaft gezogen.Die Ärzte hatten kaum Hoffnung, das er die Nacht überleben würde. Man empfahl den Eltern schonmal darüber nach zu denken, ob die lebenserhaltenden Maschinen abgestellt werden sollten. Doch Sascha kämpfte und er überlebte. Nach dem 2. Versuch die künstliche Beatmung abzustellen, atmete er selbständig. Er blieb bis zum 13.06. auf der Intensivstation und wurde dann im gleichen Krankenhaus in die Frühreha verlegt. Er war nun im Wachkoma und durch den erlittenen Hirnschaden stellte sich auch eine Spastik ein. Es wurde außerdem eine Trachealkanüle eingesetzt, um eine Erstickungsgefahr durch den eigenen Speichel zu verhindern. In den folgenden Wochen nahm die Spastik noch zu, durch Wechsel der Medikamente und einer Ergotherapie konnte wieder eine etwas bessere Beweglichkeit erreicht werden. Da sich aber keine wesentlichen Veränderungen abzeichneten, stand nun eine Entlassung aus dem Krankenhaus an. Die Frage nach einer Heimunterbringung stellte sich erst garnicht, da Saschas Eltern ihr Kind zuhause pflegen wollten. Nach einigen Kämpfen mit der Krankenkasse, die die Kosten für ein spezielles Pflegebett, sowie einen Spezialrollstuhl und sonstige Hilfsmittel tragen mußte, sich zuerst aber gegen diverse verschriebene Maßnahmen aus Kostengründen wehrte, schließlich aber dann doch einwilligte, wurde Sascha am 30.08. nach Hause entlassen. Sein Zimmer war inzwischen pflegegerecht eingerichtet und seine Mutter, eine gelernte Altenpflegerin, übernahm ab sofort die Vollzeitpflege. Sie wurde hierbei von ihrem Mann und ihrer Tochter Jennifer unterstützt. Der Hausarzt der Familie, der auch als erster am Unfallort gewesen war, übernahm nun Saschas Betreuung. Es wurde außerdem noch ein Neurologe hinzugezogen, sowie eine Ergotherapeutin. Ansonsten ist die Familie bei der Pflege ganz auf sich gestellt, eine sehr schwere Aufgabe, da ja auch der Reiterhof, der ja die Existenz der Familie bedeutet, weitergeführt werden muß. Es ist bewundernswert, wie Saschas Familie mit der neuen Situation umgeht, denn schließlich muß Sascha rund um die Uhr versorgt werden. da die Spastik zwischenzeitlich wieder zugenommen hatte, wurde die Anlage einer Baclofenpumpe in Betracht gezogen, um die Beweglichkeit wieder zu verbessern. Diese Pumpe wird in die Bauchdecke implantiert und befördert das Medikament schnell und gezielt. Es war dafür ein kleiner Eingriff nötig, den Sascha aber gut überstanden hat. Seit Einsetzten der Pumpe ist wieder eine Besserung der Spastik eingetreten und auch sein Allgemeinzustand hat sich verbessert. Wie es weitergeht kann man jetzt allerdings noch nicht sagen. Verantwortlich für den Inhalt dieser Seite ist ausschließlich der Autor dieser Homepage, kontaktierbar über dieses Formular! |