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In Südtirols Westen befindet sich die Stadt Meran, Tirols alte Landeshauptstadt. Meran zählt heute etwa 35.000 Einwohner, wobei sich die deutsche und die italienische Sprachgruppe in etwa die Waage halten. Die Kurstadt ist durch den Jugendstil geprägt, man sieht schnell, wann die großen Zeiten des Aufschwungs waren. Die kunstvolle Eleganz, die Therme und das milde Klima machen aus Meran etwas besonderes: Wo sonst mitten in Tirol kann man zwischen den Palmen die verschneiten Gletscher erspähen?
Die Umgebung der Passerstadt verdient genauso viel Aufmerksamkeit. Im Etschtal südwestlich gelegen finden wir Lana mit dem besonders naturbelassenen Vigiljoch-Berg, einem echten Wanderparadies. Nördlich von Lana liegen Tscherms und Marling mit ihren Weinbergen, die nicht im Herbst zum Törggelen einen Besuch wert sind. Westlich von Meran, der Etsch hinauf, befindet sich der Vinschgau. Dieses Tal zieht sich bis an die Schweizer und österreichische Grenze hin. Landschaftlich hat es einige Besonderheiten zu bieten, denn hier ist es trockener als in anderen Teilen der Alpen, und so hat sich eine besondere Flora und Fauna, z.B. am Sonnenberg, entwickelt. Die Erneuerung der Vinschgauer Eisenbahn und die Fertigstellung des Radweges, einem Teilstück der Via Claudia Augusta, haben dem Tourismus neuen Schwung gegeben. Am Taleingang, direkt an Meran angrenzend, bedifindet sich Algund auf etwa 370 m Meereshöhe, der höchste Punkt des Tales ist der Reschenpass, 1500 m hoch. Die Texelgruppe ist das Hochgebirge nördlich der Stadt, auch "Meraner Berge" genannt. Da sich hier die Natur in einer besonderen Weise erhalten hat, wurde die Region zum Naturpark erklärt. Zahlreiche Wanderwege ermöglichen es, dieses Gebiet mit seiner ursprünglichen Flora und Fauna zu erleben. Ein Highlight sind z.B. die Spronser Seen. Als Bindeglied zwischen der Stadt und den Bergen gilt Dorf Tirol, welches direkt an Meran angrenzt. Hier befindet sich auch das Stammschloss der Grafen von Tirol. Im Osten der Stadt liegt Schenna auf einer Anhöhe, Hier geht es ins Passeiertal, welches sich bis zu den Pässen Timmelsjoch und Jaufen hinaufzieht. Das grüne Bergtal reicht vom Meraner Weingebiet bis zu den hochalpinen Gletschern der Ötztaler Alpen. Das Skigebiet im oberen Passeiertal, Pfelders, wurde im letzten Winter zur autofreien Zone erklärt, hier ist der Urlaub wirklich stressfrei. Am Schneeberg befindet sich das Bergbaumuseum im alten Silberbergwerk. Zu sehen gäbe es in der Meraner Gegend auch sonst noch eine Menge. Die botanischen Gärten von Schloss Trauttmansdorff sind nur eine der bekannten Attraktionen. Mit verschiedenen Seilbahnen erreicht man in kurzer Zeit von der Stadt oder der Talebene aus die Hochebenen und Gebirgsorte. Mehr kann man von einem Urlaub im Alpenraum doch nicht verlangen.
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