Schell
Manfred Schell
Berufliche Laufbahn
Manfred Schell wurde 1943 in Aachen als Sohn eines Lokomotivführers geboren. Im April 1957 begann er seine Ausbildung zum Maschinenschlosser in einem privaten Unternehmen. Nur 1 Jahr später wechselte er zur damaligen Deutschen Bundesbahn, wo er im April 1959 übernommen wurde. Als Rohrbläser reinigte er zunächst den Ruß aus den Rohren der Dampflokomotiven. Später arbeitete er als Heizer und bei der Viehwagenreinigung. Seinen Grundwehrdienst leistete er von Juli 1963 bis Dezember 1964.
Am 1. August 1964 wurde er zum Reservelokomotivführer-Anwärter ernannt. Ab 1. Januar 1965 arbeitete erbei der DB als Heizer und Schlosser.Im Mai 1967 wurde er zum Reservelokomotivführer ernannt. Ab 1. April 1969 wurde er dann Lokomotivführer und am 1. Juli 1971 Oberlokomotvführer. Am 1. Oktober 1978 folgte die Beförderung zum Hauptlokomotivführer. 1987 wurde er dann Lokomotiv-Betriebsinspektor, ab 1990 mit Zulage (Besoldungsgruppe A 9z)
Gewerkschaftliche Laufbahn
Nach seinem Eintritt am 1. Mai 1970 wurde Manfred Schell 1971 Schriftführer in der Ortsgruppe Aachen. Im Jahre 1972 wurde er zum stellvertretenden Vorsitzende, 1 Jahr später zum Vorsitzenden dieser Ortsgruppe ernannt. Ab 1. November 1974 leitete er als hauptamtlicher Mitarbeiter die GDL-Hauptgeschäftsstelle in Frankfurt (Main).
Ab 1. April 1983 war er stellvertretender Bundesvorsitzender der GDL. Ab 9. Mai 1989 ist er Bundesvorsitzender der Gewerkschaft. Seit 1989 ist er Präsident der Autonomen Lokomotivführer-Gewerkschaft Europas(Vereinigung von Lokführer-Gewerkschaften aus 16 europäischen Ländern). Am 29. Januar 1991 wurde Manfred Schell auf der Vereinigungsgeneralversammlung zum Bundesvorsitzenden der wiedervereinigten GDL gewählt.
Am 24. November 2000 erhielt er für sein Engagement in der Gewerkschafts- und Bildungsarbeit das Bundesverdienstkreuz I. Klasse.
Politische Laufbahn
Im Jahre 1971 trat Manfred Schell in die CDU ein., 1972 in deren Arbeitnehmervereinigung.
Als Harald Schreiber zum 30. Juni 1993 sein Direktmandat niedergelegt hatte, zog Manfred Schell über die Landesliste Sachsen-Anhalt in das Parlament ein. So wurde er ab 22. Juli 1993 Mitglied des 12. Deutschen Bundestages. .Sein Mandat endete am 10. November 1994 zur Bundestagswahl.
Als CDU-Bundestagsabgeordneter stimmte er als einziger gegen die Bahnreform.
Privatleben
Manfred Schell ist verheiratet und hat zwei Kinder. Gem. §41 Bundesbeamtengesetz wird er mit Ablauf des 29. Februar 2008 in den Ruhestand treten.