Zum Gedenken an Herrn Dr. Karl Schmitz und seine Gattin


 
 
 
 
 
Zum Gedenken an Dr. med. Karl Schmitz: Gründer des ältesten Tierschutzvereines in der Region (gegründet 1954) er
starb nach einem tragischen Unfall. Ein Mensch der seine Familie und die Tiere über alles liebte. Ein Freund bei dem man
stets einen weisen Rat bekam. Er half unzähligen in Not geratenen Menschen, vor allem aber den Tieren.
Mir selbst, sowie vielen anderen wird er sehr fehlen. In unseren Gedanken lebt er weiter und wir werden uns jederzeit gerne
an ihn zurück erinnern. Wir werden sein Lebenswerk weiterführen.
 
 
Geschichtlicher Rückblick
Dr. med. Karl Schmitz, ein Mann der sein Leben den Menschen und den Tieren widmete, der den Tieren Freund und Anwalt war und sich Jahrzehnte lang liebevoll um unsere Mitgeschöpfe gekümmert hat

Geboren am 14. Mai 1911 in Düsseldorf, dort aufgewachsen und nach dem Medizinstudium auch in seiner Heimatstadt vorerst praktiziert.


Seine damalige Frau arbeitete als Kinderärztin im Kreiskrankenhaus Mechernich.
Die letzten Bomben des 2. Weltkrieges trafen das Krankenhaus.
Viele Menschen, auch Frau Schmitz, starben dabei.
Nach dem Tod seiner Frau, liess sich Dr. Schmitz mit seinem 5 jährigen Töchterchen in Schmidtheim gegenüber dem Schloss nieder, da dort gerade eine Praxis frei war.
So lernte er auch seine zweite Frau, die Gräfin Beissel von Gymnich kennen und lieben und sie heirateten 1950 gegen alle Wiederstände.
1958 wurde ihr Sohn geboren.

Dr. Schmitz war zu jeder Tag und Nachtzeit für seine Patienten da.
Es war schon eine Sensation, wenn der Doktor mit dem 1. Automobil des Ortes zu den Bauern auf die abgelegenen Höfe führ. So manche Geburt fand bei Kerzenlicht statt, denn Elektrizität gab es nicht hier oben in der Eifel. So kurz nach dem Krieg sah man viel Elend in den Eifeldörfern. Aber nicht nur bei den Menschen, auch die Tiere mussten leiden. Hunde waren auf dem Misthaufen angekettet ohne Wasser, ohne Futter, ohne Schutz!


Zum Essen bei einem Bauern eingeladen, machte sich Dr. Schmitz ein Brot mit Wurst, entschuldigte sich, ging hinaus und gab das Brot dem hungrigen Kettenhund. Nie wieder wurde der Arzt zu diesem Bauern gerufen.


Bei seinen Fahrten über die Dörfer wurde Dr. Schmitz immer wieder mit den katastrophalen Zuständen der Tierhaltung konfrontiert und er fasste den Entschluss, für das Recht der geschundenen Tiere zu kämpfen.


1954 gründete er den Tierschutzverein Schmidtheim.
Er stieß auf Unverständnis, verlor viele Patienten, machte sich Feinde, da er nicht schweigen konnte und wollte.
Aber immer unterstützt von seiner Frau, ging er unbeirrt seinen Weg, selbstlos und voller Liebe für das Tier.
Und wenn ein Tier geröntgt werden musste, warum weit fahren, der Apparat stand ja in seiner Praxis.

 

Über 40 Jahre pflegte das Ehepaar Schmitz in Schmidtheim, 30 Katzen und 5 bis 8 Hunde, Tag ein, Tag aus.
Bis 1992 war Dr. Schmitz der 1. Vorsitzende des TSV. Schmidtheim. Dann übergab er dieses Amt Frau Johanna Hansen. Er fand in ihr eine würdige, angagierte und sachkundige Nachfolgerin.
Jedoch war er noch bis 2000 als 2. Vorsitzender tätig und bis zuletzt stand er dem Tierschutz jederzeit mit Rat und Tat zur Seite.
Ein Mann voller Achtung vor dem Leben und dem Tod, denn wenn das Wohl des Tieres es erforderte, setzte er sich auch dafür ein.


Am 10. Juni 2001, während der Arbeit bei seinen geliebten Freunden, den Katzen und Hunden, verstarb Dr. Karl Schmitz durch einen Unfall.


Wir alle, Menschen und Tiere, trauern um diesen wertvollen Mann.
Wir werden versuchen, uns in seinem Sinne weiterhin für unsere Mitgeschöpfe einzusetzen.

 

 

 
 
 
Wir gedenken an unseren lieben Herrn Dr. Karl Schmitz
 
 
                        
 


 

*14.05.1911 +10.06.2001

Nachruf

Frau Gräfin Gabriele Beissel von Gymnich, geboren am 17.07.1922,  ist ihrem geliebten und 2001 verstorbenen Mann Dr. med. Karl Schmitz in die Ewigkeit gefolgt. Dr.Schmitz hatte 1954 zusammen mit seiner Frau Gräfin Beissel den Tierschutzverein Schmidtheim e.V. gegründet

Große Tierliebe verband die beiden, selbstlos kümmerten sie sich um kranke, geschundene, ausgesetzte und entlaufene Tiere in der Umgebung.

Darüberhinaus nahmen sie in ihr Haus in Schmidtheim viele herrenlose Katzen und Hunde auf, kümmerten sich rund um die Uhr um sie, Tag für Tag, Woche für Woche.

Ein schier unglaubliches Engagement!

 

Auch nach dem Tod ihres Mannes und bis zuletzt bot Frau Gräfin Beissel ,,ihren" Katzen und Hunden Kost und Logis, aufopfernd, auch wenn es mit der Zeit immer schwerer für sie wurde.

Die Tiere waren ihre Freunde, ihr ganzes Glück, sie hielten sie am Leben, sie wurde gebraucht.

Auch unserem Verein half sie bis zum Schluß mit Rat und Tat.

Im Sessel friedlich eingeschlafen fand sie unsere Tierärztin, inmitten ihrer Tiere.

Mit Frau Gräfin Beissel von Gymnich verliert der Verein eine ganz große Stütze. Wir trauern in tiefer Dankbarkeit um einen wunderbaren Menschen. Sie wird uns mit ihrer großen Liebe zu den Mitgeschöpfen Beispiel bleiben.

Wir werden Gräfin Beissel nicht vergessen.

 

 

Hanne Hansen

1. Vorsitzende - Tierschutzverein Schmidtheim / Eifel e.V.


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