Leserbrief-Rundschau


 

 

Leserbrief unseres Schatzmeisters -Andreas Heinen- vom 13.04.2011 in der Kölnischen Rundschau.
Vorausgegangen waren einige Artikel in der Rundschau und Leserbriefe von Mitgliedern des TSV Kall.
 
Bessere Zeit….
 
Der Tierschutzverein (TSV) Schmidtheim besteht seit über 50. Jahren. Die jetzige Vorsitzende Hanne Hansen und der Schatzmeister leiten den Verein
(mit einigen anderen Damen und Herren) seit 20 Jahren. Der TSV betreute und betreut die Gemeinden Blankenheim, Dahlem, Nettersheim (zwischenzeitlich auch Hellenthal) und seit dem 1. Januar 2009 wieder die Stadt Schleiden auf deren Wunsch. Bis zur Gründung des TSV Kall wurde Schleiden vom TSV Schmidtheimbetreut. Irgendwann hat dann der TSV Kall die Stadt in der Tierbetreuung übernommen, ohne dass der TSV Schmidtheim informiert wurde. Wir haben damals nicht
weiter interveniert, weil wir die Betreuung in „guten“ Händen sahen und weil wir eine Entlastung erfahren konnten. Auch wir leisten unsere Arbeit ehrenamtlich und
in unserer Freizeit, auch wir müssen zunächst einmal unserem Beruf nachgehen. Probleme gab es erst, nachdem der TSV Kall die Kostenpauschale von 2500 auf
10000 Euro seitens der Stadt Schleiden erhöht haben wollte. Wir haben uns dann bereit erklärt, die Betreuung der Tiere im Stadtgebiet Schleiden mit der Kostenpauschale
von 2500 Euro zu übernehmen.
 
 Es ist richtig, dass man uns vom Deutschen Tierschutzbund 2009 ausgeschlossen hat. Man konnte lesen, wegen „unfreundlichen Verhaltens“ gegenüber benachbarten
Vereinen. Die Aussage von Frau Hansen war jedoch: „Es gibt Vereine in der Eifel, die Geld machen wollen.“ Warum reagiert man vom TSV Kall so heftig, hat man ein
schlechtes Gewissen? Auch vom Landestierschutzbund sollten wir wegen dieser Äußerung ausgeschlossen werden. Gemäß des Artikels erfolgte der Ausschluss am 16. März
2011. Uns liegt eine Aufforderung zur Zahlung des Mitgliedbeitrages vom 20. Januar für das Jahr 2011 vor. Der Jahresbeitrag (80 Euro für 152 Mitglieder) wurde von uns
am 21.Februar überwiesen. Man brauchte also fast zwei Jahre, um den Ausschluss aus dem Ladestierschutzbund wegen so genannten „unfreundlichem“ und „unsolidarischen“
Verhalten durchzusetzen.
 Die Aussage von Kreisveterinär Jochen Weins können wir beim besten Willen nicht nachvollziehen. „Der TSV Schmidtheim habe kein Geld aus dem Katzenkatrations-
Programm erhalten, weil die Vorsitzende sich außerstande gesehen habe, ihren Dokumentationspflichten nachzukommen. Ob dies für 2011 anders sei, werde man sehen.“
Tatsache ist, dass wir 1171,30 Euro erhalten haben, die am 26.März 2010 auf unserem Konto eingegangen sind. Seltsam, oder?
Zurzeit sind wir im Raum Blankenheim bezüglich der Katzenkastration tätig und müssen uns dort mit über etwa 40 Katzen beschäftigen.
Sollte Schleiden beschlossen haben, mit dem TSV Kall erneut zu verhandeln, so ist das eine absolut freie Entscheidung, die wir nicht beeinflussen können. Seitens des
Ordnungsamtes, mit dem wir sehr gut zusammenarbeiten, haben wir in dieser Richtung bis vor wenigen Tagen nichts gehört. Wir haben auch nicht in Einzugsgebieten
anderer Vereine Einfluss genommen, nein, man ist auf uns zugekommen.
Da ich auch in meiner Funktion als Ratsmitglied und Toni Mießeler als mein Fraktionsvorsitzender „angegriffen“ wurde, auch hierzu einige Anmerkungen: Mir und meinen CDU-Kollegen zu unterstellen, wir würden nicht um das Wohl der Tiere bemüht sein, ist schlichtweg eine Unverschämtheit. Selbstverständlich ist uns auch an unseren Mitgeschöpfen gelegen, darauf besonders hinzuweisen, dürft sich wohl erübrigen. In den Haushaltsberatungen sind wir alle Positionen „durchgegangen“. Es gibt sicherlich kaum einen Haushaltsansatz, der auffälliger ist als die Erhöhung von 4000,00 auf 11500,00 Euro (plus 187,5%). Wir alle im Rat sind bemüht, die Ausgaben in einem vernünftigen Rahmen zu halten, ohne unsere Verpflichtungen gegenüber unseren Bürgern zu vernachlässigen. Hierzu gehört sicherlich auch, dass der Tierschutz mit einem finanziellen Rahmen ausgestattet wird, der ihm zusteht und zu dem wir gesetzlich verpflichtet sind. Uns also zu unterstellen, wir wüssten nicht, wovon wir reden, ist sicherlich die nächste Unverschämtheit.
 Auch der TSV Kall sollte, wie wir im Rat der Gemeinde Kall, seine Ausgaben überprüfen. Damit wir uns nicht wieder falsch verstehen: Meine Kollegen von der CDU und ich werden sie immer dann unterstützen, wenn wir der Meinung sind, dass die Kostenpauschale berechtigt ist. Heute haben wir sicherlich noch unsere Zweifel. Der Gründer des TSV Schmidtheim, Dr. Karl Schmitz, hat über 30 Jahre Tierschutzgeschichte geschrieben – ohne finanzielle Zuschüsse. Wir mussten jahrelang sehen,wie wir mit unseren eigenen Mitteln zurechtkommen. Ich denke, wir haben in all den Jahren eine gute Tierschutzarbeit geleistet und werden künftig nicht mehr auf  Anfeindungen und Äußerungen reagieren. So traurig es ist – es lohnt sich nicht mehr.
Wir werden das Katzenkastrationsprogramm für Katzen des Kreises, an dem wir uns mit einem Drittel der Kosten beteiligen, weiterhin in Anspruch nehmen. Wir haben schon vor Jahren auf unsere Kosten in dieser Richtung einiges unternommen.
Ich hoffe, die „Tierschützer“ kehren irgendwann wieder zu ihren Aufgaben zurück und negative Schlagzeilen bleiben uns erspart.
In diesem Sinne hoffe ich auf eine bessere Zeit für die Menschen und für die Tiere.
 
Andreas Heinen
Schatzmeister TSV Schmidtheim,
CDU-Ratsmitglied in Kall
 
 
 
 
 
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