Rennertshofen 2001 mit Zauberblume zum Körnerteppich

 
Rennertshofen - Das Körnerdorf - mit Marktrecht  
zurück Geografisches rund um die Welt mit  Zauberblume   

 
         . Erntedankkrone . x
   
   
  Als ich Körner zählte
   
  © Brigitte Obermaier, München,  2001-10-10
   
  Ausflug nach  Neuburg an der Donau
   
  und
  Pfarrkirche  
  St. Johannes Baptist
  in Rennertshofen
   
   
   
  Als ich Körner zählte
  © Brigitte Obermaier, München,  2001-10-10
   
  oder
  Der Ausflug mit dem KDFB nach Neuburg a/Donau und Rennertshofen mit dem Körnermosaik
   
  Die Fahrt ging pünktlich los. Bei strahlendem Sonnenschein war der Treffpunkt bei der Kirche in Gröbenzell.
  Über die Nürnberger Autobahn erreichten wir nach einer Stunde Neuburg an der Donau.
  Von den vierzig Teilnehmerinnen (davon ein Herr) blieben zwölf bei der Wirtschaft sitzen. Die restlichen schlossen sich der Stadt-Führung unter Otto-Heinrich an. Otto-Heinrich, ein geborener  Neuburger, erklärte uns die Stadt-Geschichte sehr ausführlich.
  Obwohl alles sehr korrekt, prasselten zuviel Daten und Fakten auf uns ein. Am Besten nochmals in einer ruhigen Stunde durchdenken.
   
  Der Renaissancebau entstand 1603 – 1609 nach Plänen von Jos. Heintz und Alexander Pasqualini.
  Das Obergeschoss wurde durch Johann Serro 1642 -1645 erneuert. 
   
  Als erstes betraten wir die Hofkirche, die als katholische Kirche gegründet wurde, kurzfristig evangelisch wurde und wieder katholisch, als der Sohn durch die Bekennung zum katholischen Glauben übertrat.
   
  Hier ein kleiner Auszug aus der Geschichte der Pfalzgrafen. Alle Daten und Fakten dem Internet entnommen. (ohne Garantie)
   
  VOR RUND 500 JAHREN wurde die Junge Pfalz gegründet. 
   
  STREIT UM DAS LANDSHUTER ERBE
  Die "Junge Pfalz" entsteht
  Herzog Georg der Reiche von Bayern-Landshut hatte keinen männlichen Erben und daher seine Tochter Elisabeth als Erbin eingesetzt. Das wollte die an sich erbberechtigte Münchener Linie nicht hinnehmen und so kam es 1503 zum verheerenden Landshuter Erbfolgekrieg. Beendet wurde der Krieg 1505 nach dem Tode Elisabeths und ihres Ehemanns Ruprecht von der Pfalz, die zwei Söhne hinterließen, durch Schiedsspruch Kaiser Maximilians. Die Enkel Herzog Georgs erhielten mit der "Jungen Pfalz" ein zersplittertes Territorium von der schwäbischen oberen Donau über Franken bis zur nördlichen Oberpfalz. Der Rest des Erbes fiel an die Münchener Linie, der Kaiser hatte sich an Kufstein schadlos gehalten.
   
  Pfalzgraf Ottheinrich Reformation
  und Renaissance Fürstentum Neuburg
  Eine der markantesten Herrscherpersönlichkeiten der Jungen Pfalz war Ottheinrich (1502-1559) der ab 1522 teils allein, teils mit seinem Bruder Philipp (1503-1548) regierte. Ottheinrich führte 1542 in seinem Fürstentum die Reformation ein.
   
  Landesherren und Landstände
  Als Ottheinrich 1556 die Pfälzer Kurwürde erhielt, übertrug er das Territorium der "Jungen Pfalz" seinem Vetter und Hauptgläubiger Herzog Wolfgang von Zweibrücken (1526-1569).
   
  Eine reiche Erbschaft und ihre Folgen -
  Die junge Pfalz wird wieder katholisch
  Nicht nur persönliche, sondern in erster Linie politische Gründe waren daher 1613 der Grund für den Übertritt Wolfgang Wilhelms (1578-1653) zum Katholizismus. Mit diesem Schritt erhielt er die Unterstützung des katholischen Lagers, vor allem seines Schwagers Maximilian von Bayern, im Kampf um das Herzogtum Jülich und Berg (1609-1666). In den Pfalz-Neuburger Territorien führte Wolfgang Wilhelm gegen Willen von Mutter und Brüder mit Hilfe des Jesuitenordens die Rekatholisierung durch. Die unter seinem Vater als evangelischer "Trutzmichael" (Als Vorbild der Michaelskirche in der Münchner Kaufinger Straße)  gebaute Neuburger Hofkirche wurde als prächtige katholische Marienkirche vollendet.
  Nach der Konversion Christian Augusts zum katholischen Glauben 1656 erlangte das Fürstentum Pfalz-Sulzbach die volle Souveränität.
   
  Neuburger "Weltgeltung" und
  die Wiedervereinigung mit Bayern
   
  Philipp-Wilhelm (1615-1690 in zweiter Ehe hatte er 17 Kinder) war vor seinem Regierungsantritt - mit der Verwaltung der "Jungen Pfalz" betraut -  oft in Neuburg, wo er das Neuburger Wahrzeichen, den Ostflügel des Schlosses mit den beiden Türmen erbaute. Später regierte er wie sein Vater von Düsseldorf aus. Seine Söhne wirkten als geistliche Kurfürsten, seine Töchter - man nannte ihn den Schwiegervater Europas - heirateten in europäische Herrscherfamilien ein. Die älteste Tochter Magdalena Eleonore ehelichte den Kaiser und wurde so die Großmutter Maria Theresias. Mit der Erlangung der pfälzischen Kurwürde, verlegten die Pfalz-Neuburger Fürsten ihre Residenzen endgültig nach Düsseldorf, Heidelberg und Mannheim.
  Der letzte Regent der "Jungen Pfalz", Karl Theodor (1724-1799), stammte aus der Pfalz-Sulzbacher Linie und erbte nach dem Aussterben der kurbayerischen Linie 1777 auch das Kurfürstentum Bayern.
  Mit der Wiedervereinigung der wittelsbachischen Lande endete die Eigenständigkeit Pfalz-Neuburgs, das zuletzt als "Provinz Neuburg" bezeichnet, im Königreich Bayern aufgegangen ist.
   
   
  STADT DER RENAISSANCE UND DES BAROCK
  Neuburg an der Donau liegt landschaftlich reizvoll im Donautal an der Grenze zwischen Fränkischer Alb im Norden und Donaumoos und Hügelland im Süden. Ihre "Sonnenseite" präsentiert die Stadt vor allem den von Norden kommenden Besuchern, die mit einer traumhaften Ansicht der alten Residenz auf dem Jurafelsen hoch über der Donau belohnt werden.
   
  Neuburg ist auch eine der ältesten Städte Bayerns. Die früheste Ansiedlung auf dem Stadtberg geht bis in die Urnenfelderzeit zurück. Die bedeutendste Epoche der Stadtgeschichte begann 1505 mit der Gründung der "Jungen Pfalz". Neuburg wurde Residenz des Fürstentums Pfalz-Neuburg. Beginnend mit Ottheinrich haben die baufreudigsten Fürsten das mittelalterliche Stadtbild vollständig verändert, so dass Neuburg noch heute als Stadt der Renaissance und des Barock erscheint. In diese Zeit fallen die Erweiterung des Schlosses und die Erbauung des Jagdschlosses Grünau. Ein eindrucksvolles Zeugnis potestantischer Kirchenbaukunst gibt die Schlosskapelle mit den berühmten Fresken von Hans Bocksberger.
   
  SCHLUSSBEMERKUNG ZUR JUNGEN PFALZ
  Seit dem Anfall der Herzogtümer Jülich und Berg der Pfälzischen Kurwürde, hatten die pfalz-neuburgischen Fürsten ihren Regierungssitz weg von Neuburg nach Düsseldorf, Mannheim und Schwetzingen verlagert. Als nach dem kinderlosen Tod des letzten kurbayerischen Herrschers Maximilian III. Joseph das Kurfürstentum Bayern an Karl-Theodor von Pfalz-Sulzbach kam, nahm der seinen Regierungssitz - eher ungern - in München.
   
  Erst im Jahre 1997 trafen sich Vertreter der verschiedenen ehemaligen Pfalz-Neuburger Städte und Märkte, um auf dem Gebiet des Tourismus und der historischen Forschung aber auch in Verwaltungsfragen zu kooperieren. Ein erstes Ergebnis dieser Zusammenarbeit stellt der vorliegende Prospekt dar.
   
  Viel Geschichte lies uns die verdiente Pause genießen. Cafe-Arco, im Norden von Neuburg, wurde nach kurzer Strecke und einer einspurigen steilen Bergwege gegen drei Uhr erreicht. Vortreffliches fahren des Busfahrers ermöglichte enge Straßen und schmale Parkplätze anzufahren.
   
  Kaffee und Kuchen wurden schnellstmöglichst serviert. Mit Wiener Scharm fühlten wir uns im Sonnenschein auf der Terrasse mit Ausblick auf das Neuburger-Schloß-Silhouette sehr wohl.
  Die Donau lag ruhig in ihrem Flussbett. 
   
  Rennertshofen
   
  Die Fahrt ging weiter gegen 16 Uhr in das in westlich gelegene  Rennertshofen.
  Der Bus parkte in der Bahnhofstraße, da er durch das Stadttor nicht durchkam, 3 m Höhe.
  Zur  Geschichte
  Die Gründung des Marktes Rennertshofen ist auf eine alemannische oder aber bajuwarische Gründung wahrscheinlich um das 7. Jahrhundert zurückzuführen. Seit dem 31. Oktober 1335 besitzt Rennertshofen das Marktrecht. Das Wappen zeigt einen in Silber aufsteigenden roten Fuchs.
   
  Vor der Landkreis-Reform war der Markt Rennertshofen dem Regierungsbezirk Schwaben zugeordnet, seit dem 01. Juli 1972 gehört er zum Regierungsbezirk Oberbayern.
   
  Im Rahmen der Gemeindegebietsreform wurde zum 01. Mai 1978 die Einheitsgemeinde Rennertshofen gebildet, die außer der Kerngemeinde Rennertshofen noch weitere 15 Gemeindeteile umfasst.
  Der Markt Rennertshofen ist seit dem 01. Mai 1979 verbindlich als Kleinzentrum ausgewiesen.
   
Das Rathaus  
   
Sonnenblumen in der Kirche
   
  Die Kirche erreichten wir mit einem Abstecher in der Metzgerei, wo es Leberkäs-Semmel und eine Hackfleisch-Semmel gab.
  Vor der Kirche St. Johannes Baptist sammelten wir uns und da wir angemeldet waren, konnten wir sie gleich betreten.
   
  Diesen Text für das Körner-Mosaik habe ich dem Internet entnommen.
   
     "MARIA - KÖNIGIN DER ENGEL"
   
  Körnermosaik zum Erntedank in der Pfarrkirche  St. Johannes Baptist in Rennertshofen  vom 24.09.2001 - 15.10.2001    Anmeldungen für Busse  erbeten im Pfarrhof Rennertshofen unter Tel. Nr. 0 84 34/ 2 41
   
Erntedank-Früchte hinter dem Mosaik-Bild  
   
   
Erntedank-Krone  
   
   
  Zur Betrachtung des Körner-Bildes 2001:
   
  Die Vorlage des diesjährigen Körnermosaiks stammt aus einer ungewohnten und fast unbekannten Kunstrichtung. Es ist ein Werk der "Beuroner Kunst" und zeigt das Marienbild in der Kuppel der Gnadenkapelle des Klosters Beuron. Die Beuroner Kunst, die viele Jahre fast vergessen war, fällt in die Zeit von 1868 bis zum Ende des Ersten Weltkriegs. Erste Anfänge liegen im Jahr 1864, bis in die 30er Jahre des 20. Jahrhunderts wirkte sie noch nach. Besondere Aktivität entfaltete sie zwischen 1880 und 1910. 1898 wurde der Beuroner Kunstverlag gegründet, der viele Werke und Vorlagen der Beuroner Künstler weltweit bekannt machte. Die führenden Beuroner Künstler waren Desiderius (Peter) Lenz (1832-1928), Gabriel (Jakob) Wüger (1829-1892), Paul (Adolf) Krebs (1849-1935) und Willibrord (Jan) Verkade (1868-1946).
   
  Das Kloster Beuron besitzt ein Gnadenbild, das sich in einer Seitenkapelle der Klosterkirche befindet. 1898 wurde mit dem Bau der Kapelle begonnen, um dem Bild einen würdigen Platz zu geben. Im Gegensatz zur lichtdurchfluteten Barockkirche ist die Kapelle von schweren und dunklen Farben auf goldenem Grund geprägt. Das Bildprogramm ist ganz auf die Verehrung Mariens ausgerichtet.
  Das zentrale Bild in der Vierungskuppel zeigt die Verherrlichung der Gottesmutter Maria - das diesjährige Körnerbild. Es stellt das von Engeln getragene und von Cherubinen begleitete Bild Mariens in der Glorie dar.
  Maria wird verehrt als die "Mater Deit", die "Mutter Gottes". Acht große Engelsfiguren tragen das Bild der Gottesmutter. Dazwischen finden sich 56 Cherubim, 16 mal steht das Wort "Pax"="Friede" zwischen den Engeln, acht große und 36 kleine Sterne und 90 kleine Kreuze umgeben das Bild der "Mater Dei". An der Ausmalung der Gnadenkapelle waren verschiedene Künstler der Beuroner Schule beteiligt. Das Kuppelbild weist auf Bildprägungen von P. Desiderius Lenz hin, der aber an der Ausmalung selbst nicht beteiligt war.
   
  Die Umschrift des Bildes lautet:
  "+BEATA ES VIRGO MARIA DEI GENITRIX QUAE CREDIDISTI DOMINO: PERFECTA SUNT IN TE QUAE DICTA SUNT TIBI: ECCE EXALTATA ES SUPER CHOROS ANGELORUM INTERECEDE PRO NOBIS AD COMINUM DEUM NOSTRUM".
  "+SELIG BIST DU JUNGFRAU MARIA, GOTTESGEBÄRERIN, DIE DU DEM HERRN GEGELAUBT HAST: ERFÜLLT HAT SICH IN DIR, WAS VON DIR GESAGT WURDE: SIEHE, DU BIST ERHÖHT ÜBER DIE CHÖRE DER ENGEL. VERBÜRGE DICH FÜR UNS BEIM HERRN, UNSEREM GOTT."
   
  (Quelle: Krins, Hubert. Die Kunst der Beuroner Schule. Wie ein Lichtblick vom Himmel. Beuron 1998).
   
weitere Ausschnitte aus dem Mosaik-Körner-Bild  
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
   
Körnerteppich 2001  
   
 
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Rennertshofen 2001 von Zauberblume

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