Unser charly


 

                                                                                          Unser Liebling 

                                                                                                     

...... und seine Mama Brunhilde, genannt Bruni

    < "Katzen kommen nicht, wenn Du sie rufst; sie kommen, wenn sie es für angebracht halten." Wilfried P.Lampton>

Hallo, ich bin der Charly

geboren wurde ich im Juli 1999 im Garten von Marion & Peter.

Mein Geburtstag ist der 21.7.

Eigentlich hatten die beiden ja früher so gar nichts mit Katzen "am Hut". Diese kleinen Biester gruben nämlich die Beete in ihrem Garten immer dann um, wenn es absolut nicht gewünscht war. Die Steckzwiebeln wurden wieder raus gescharrt und mußten neu gelegt werden, dabei war die Zeit bei Marion & Peter schon immer knapp.

Aber eines Tages kam alles anders, nämlich im Juli 1999:

Die Katze einer Nachbarin hatte vor ein paar Jahren im Schuppen von Meister Kurt Junge geboren, eine hübsche Miez blieb und nistete sich in dem Schuppen ein. Die Katze war "wild" und lies niemanden an sich ran. Knurren und Fauchen konnte sie ganz perfekt. Gelebt hat sie vom Komposthaufen. Kam jemand mit Abfällen lief sie hinterher. Waren die Zweibeiner verschwunden, fraß sie alles was noch eßbar war. Mein Vater stellte ihr etwas Trockenfutter aus unserem Geschäft hin. Das fraß sie auch.

An besagten Julitag, ich weiß nicht welchen,es war Mitte Juli 1999, gingen Karina und ich in den Garten. Wir zuckten zusammen als es aus der Zuckerhutfichte am Gartenteich wie wild fauchte. Was war da los? Wir bückten uns und sahen in die zornigen Augen der schwarzen Miez. Dabei waren wir Augenzeuge einer Geburt. Im Laufe von 2 Tagen kamen 4 kleine Kätzchen zur Welt. Wir stellten Wasser und Trockenfutter unter die Fichte und es wurde dankbar angenommen. Das ging einige Tage so. Doch Ende Juli waren die Kleinen plötzlich verschwunden. Wir waren traurig. Hatte ein fremder Kater sie geholt, oder auch einer der "Zweibeiner". Die Miez, die wir auf den Namen "Brunhilde", oder auch kurz "Bruni" getauft hatten, suchte mit uns nach ihren Babys. Erfolglos.

Im August fuhren wir in den Urlaub. Aber was war das? Als wir nach Hause kamen, tapsten 4 kleine "Wollknäule" hinter unserer Bruni her und begrüßten uns. Was haben wir uns gefreut. So eine "Katzenschläue" hätten wir der Bruni nie zugetraut. Sie hatte die Kleinen gut versteckt.

Von da an waren wir die größten Katzenfreunde, die man sich vorstellen konnte. So scheu die Bruni auch war, wir durften ihre Babys anfassen, streicheln, ja sogar knuddeln. Wurde es ihr zuviel, genügte ein kurzer Laut und alle Babys rannten zu ihrer Mama. Wehe dem, eines vergas sich und kam zu spät. Der kriegte doch glatt ein paar hinter die kleinen Ohren. Bruni war da sehr streng! Es war ein herrlicher Sommer und Herbst. Zweimal mußten wir ein Baby aus dem Gartenteich fischen, dann kam ein Netzt darüber. Obwohl wir keine Ahnung hatten, welches Geschlecht unsere Kleinen hatten, gaben wir jeden einen Namen: Willy, Charly, Pünktchen und Mäuschen. Pünktchen war gefleckt wie eine Kuh und Mäuschen piepste andauernd. Willy war etwas scheu.

Anfang Oktober mußten wir uns schweren Herzens von 2 Katzenkindern trennen. Das Pünktchen nahmen Nachbarn auf, der Willy ging auch an einen Lunzenauer. Charly und Mäuschen blieben noch 2 Wochen zusammen, bevor die Lebensgefährtin meines Vatis das Mäuschen mit zu sich in ihr Haus nahm.

Charly blieb bei uns, und seine Mama, die Bruni, natürlich auch. Anfangs wollte die Bruni ihren Sohn vertreiben, aber schließlich mußte sie akzeptieren, dass beide Katzen ihr Revier in unserem Garten haben. Im September 2001 wurde unser Charly sehr krank, er wollte nichts mehr fressen, magerte ab, bekam Fieber. Unser Tierarzt im Ort hatte ihn schon aufgegeben. Charly bekam zwar paar Stärkungsspritzen, aber die halfen nicht. Am Bauch bildete sich ein Geschwür, dass nach Tagen aufplatzte und eine hellrosa Flüssigkeit tröpfelte raus. Wir fuhren nach Burgstädt zum Dr.Dietz, der unseren Charly 3 Tage später operierte. Es war ein Krebsgeschwür. Wir waren am Boden zerstört, aber Dr.Dietz machte uns Mut, und er sollte Recht behalten. Am Abend des OP-Tages konnten wir Charly wieder mit nach Hause nehmen, aber er sollte noch nichts fressen und trinken. Doch kaum war Charly wieder richtig wach, steckte er seinen Kopf in die Gießkanne, warf das Trockenfutterpäckchen um und schlang in sich hinein, was hinein ging.

Von da an ging es ihm blendend und toi, toi, toi - er war bis zum Juni 2011 nie wieder  krank.

   

 

< "Jede Katze, der es misslungen ist, eine Maus zu erwischen, gibt vor, sie wäre nach einem Blatt gesprungen." Charlotte Gray>

 

 

                                                                   


 

  

Unser bester Kater aller Zeiten, unser lieber Charly ging am 7.Juni 2011 über die Regenbogenbrücke. Wir mussten ihn nach akutem Nierenversagen erlösen lassen. Die Entscheidung fiel uns sehr sehr schwer,aber er sollte nicht leiden. Innerhalb von 3 Tagen hatte Charly die Hälfte seines Gewichts abgenommen.

Wir werden dich nie vergessen, kleiner Sonnenschein, in unserem Herzen bist du immer bei uns...................

 

Bruno & Elly

    

Wir hatten erst spät bemerkt, dass unsere Brunhilde im Frühjahr 2005 trotz Pille wieder schwanger war. Unser "altes Mädchen" wurde kugelrund.  Es war schon ein heißes Frühjahr und Bruni sehr liebebedürftig und anschmiegsam. Sie kam, was gar nicht ihre Art war, sogar mit in unsere Wohnung hinauf. Doch da sie geschlossene Türen hasste, verbrachte sie die Zeit auch gern auf dem Wäscheboden. So kam es, dass sie auch da oben ihre Jungen gebar, am 18.Mai 2005. Es war eine schwere Geburt, die Kleinen waren doch ziemlich groß. Zwei Babys starben an den ersten beiden Tagen, es waren die kleinsten.

 

Die beiden Großen wurden ganz hübsche liebe Katzenkinder. Wir tauften sie auf die Namen Bruno & Elly.

 

Es war wieder eine wunderschöne Zeit. Bruni vertraute uns vollkommen. Vom ersten Tag an konnten wir die Kleinen streicheln und fotografieren. Nur eins durften wir nicht : Es war so heiß, auf dem Wäscheboden stickig und schwül. Bruni atmete ganz schnell und kurz. Doch ich getraute mir nicht die Fenster zu öffnen. Wenn die kleinen Racker da raus klettern ! Die Bodenfenster befinden sich in einer Höhe von rund 11 m. So nahm ich das Kuschelbett mit den Babys und stellte es in unseren Flur. Dort war eine angenehme Temperatur. Doch am gleichen Tag hatte unsere Bruni ihre Kleinen die steile Bodentreppe wieder hoch geschleppt.

Unser Charly rannte auch vor den Zwergen davon.

Anfang August waren wir dann beim Dr.Dietz, damit die Kleinen ihre Spritzen bekamen. Dr.Dietz stellte fest : Bruno ist auch eine Bruni, wir hatten uns getäuscht! Uns blieben nur noch wenige Tage mit Klein-Bruni und Elly. 5 Katzen waren uns zuviel und so hatte Karina mit einer Arbeitskollegin geredet. Deren Oma suchte eine schwarze Katze. Wir gaben viele Fotos mit und die Oma entschloss sich kurzerhand, alle beide zu nehmen. Es war die Ideallösung, denn die beiden waren unzertrennlich!

Am 12.August 2005 holte Silke und Oma Liebing unsere Süßen ab. Ein Trauertag für uns, denn auch Brunhilde war seit einem Tag verschwunden. Am späten Nachmittag schleppte sie sich heim, trank zwar Wasser, aber reagierte auf sonst nichts. Was ich mir sonst nie getraut hätte, habe ich getan : Ich habe Bruni, die sich absolut nicht einsperren ließ, in den Transportkorb gelegt und bin nach Burgstädt gefahren. Dr.Dietz hatte wenig Hoffnung, gab aber noch mehrere Spritzen. Er vermutete, dass Bruni in ein Auto gelaufen ist und innere Verletzungen hat, ihr Gehirn reagierte nicht mehr.

Am 13.August 2005 um 9.30Uhr ging unsere Bruni "über die Regenbogenbrücke". Sie hat alle Höhen und Tiefen eines Katzenlebens durchschritten. Sie fehlt uns! Wir werden sie und ihr blauschimmerndes seidiges Fell nie vergessen.

 

powered by Beepworld