Schmerzpatienten

 

Chronische Schmerzen: Effektive Bekämpfung durch Neuromodulation

Die Neuromodulation vereint zwei Formen der Schmerzbekämpfung: Die Medikamentenabgabe mit einer implantierten Pumpe sowie die Nervenstimulation mit Hilfe elektrischer Impulse.„Die Verfahren der Neuromodulation sind für Patienten mit schweren chronischen Schmerzen oft die letzte Chance auf ein erträgliches Leben“,erklärt Dr. med. Athanasios Koulousakis,Bereichsleiter in der Klinik für Stereotaxie und funktionelle Neurochirurgie an der Universitätsklinik Köln.Der Präsident der Deutschen Gesellschaft für Neuromodulation weiter: „Vor einer Behandlung mit einem der beiden Verfahren gilt es allerdings zu klären, an welcher Form von chronischen Schmerzen der Betroffene leidet".

Schmerz ist nicht gleich Schmerz 

Es gibt die so genannten nozizeptiven Schmerzen, die entstehen, wenn das Gewebe verletzt wird wie zum Beispiel bei einer Verbrennung oder Schnittverletzung.Schmerzmelder“ in unserer Haut, medizinisch Nozizeptoren, senden dann einen Schmerzreiz ans Rückenmark. Geschieht dies über längere Zeit, reagiert das Rückenmark irgendwann hypersensibel und leitet alle Signale als Schmerz an das Gehirn weiter. Daneben können Patienten auch an den  selteneren neuropathischen Schmerzen leiden. Sie treten auf, wenn die Nervenbahnen direkt geschädigt werden und deswegen Schmerzsignale an das Gehirn schicken. Das kann bisweilen fatale Folgen haben: So kann beispielsweise ein bei einer Beinamputation durchtrennter Nerv dem Gehirn vorgaukeln es bestünden Schmerzen im entfernten Bein, so genannte Phantomschmerzen. Selteneren neuropathischen Schmerzen leiden. Sie treten auf, wenn die Nervenbahnen direkt geschädigt werden und deswegen Schmerzsignale ans Gehirn schicken. Das kann bisweilen fatale Folgen haben: So kann beispielsweise ein bei einer Beinamputation durchtrennter Nerv dem Gehirn „vorgaukeln“, es bestünden Schmerzen im entfernten Bein, so genannte Phantomschmerzen.

 

Richtige Therapiewahl entscheidend

 

In der Praxis treten oft „gemischte“ chronische Schmerzsyndrome auf, eine exakte

Diagnose ist deshalb schwierig. Ist jedoch eine eindeutige Zuordnung der Schmerzen möglich, kann der Arzt Medikamentenpumpe oder Nervenstimulation in seine Therapie mit einbeziehen. Krebspatienten und Rückenoperierten mit nozizeptiven Schmerzen kann die kleine Pumpe unter der Haut helfen, die starke Schmerzmittel – häufig Morphine – direkt an die Nervenzellen und an die Rezeptoren im Rückenmark abgibt. Ihre Schmerzen werden so zielgenau und mit relativ geringer Dosierung bekämpft. Für Patienten mit neuropathischen Beschwerden wie dauerhaften Amputations- oder Nervenschmerzen kann hingegen die Neurostimulation eine Alternative sein. Ein so genannter Neurostimulator sendet leichte Stromimpulse an Rücken mark und Gehirn, wo sie registriert und verarbeitet werrden und die eigentlichen Schmerzsignale „überlagern“. Das Gerät wird in der Bauch- oder Rückenregion des Patienten implantiert.

 

Grundsätzlich gilt: Die Verfahren der Neuromodulation werden von den Gesetzlichen

Krankenkassen erstattet, sofern die Betroffenen durch herkömmliche Schmerztherapien keine Linderung erfahren.

 

Die Behandlung chronisch Schmerzkranker orientiert sich im medizinischen Alltag

am dreistufi gen Schema der Weltgesundheitsorganisation (WHO). Es kennt mäßig

starke, starke und sehr starke Schmerzen. Auf der untersten Schmerzstufe kommen

nicht opiathaltige Medikamente zur Schmerzstillung wie ASS oder Paracetamol zum

Einsatz. Für starke Schmerzen hält die Medizin leichte Opioide wie zum Beispiel

Codein, Tramadol oder Tilidin bereit. Sie wirken im Unterschied zu den Wirkstoffen

der Stufe 1 vorrangig im Zentralen Nervensystem des Menschen. Äußerst wirksame

Opioide wie Morphium sind ausschließlich Patienten mit sehr starken Schmerzen

vorbehalten. Bei starken chronischen Schmerzen reichen diese Wirkstoffe, sofern

sie herkömmlich verabreicht werden, jedoch häufi g nicht mehr aus. Die Patienten

können nicht dauerhaft von ihren schier unerträglichen Schmerzen befreit werden.

Eine inoffizielle vierte Schmerzstufe der chronischen Schmerzen hat sich deshalb

herausgebildet: Hier bietet die Neuromodulation erfolgreiche Therapieansätze.

 Anmerkung !

 

Auch mir wurde ein Neurostimmulator in Köln bei Dr. Koulousakis in den Bauch implantiert ! Für den Sudeck im Fuß funktioniert er wunderbar,im Oberschenkel leider nicht ausreichend. Ob das eine Sache der Einstellung ist kann ich nicht sagen, da sich der einzige in Frankfurt behandelnde Arzt der sich mit dem Neurostimmulator auskennt weigert  danach zu sehen( Mit der Aussage: Er wisse nicht wo die Dioden im Rücken sitzen) und ich nicht wegen jeder Einstellung nach Köln fahren kann. Die Frage die sich mir hierbei aufzwingt ? Wäre es nicht Sinnvoll eine Medikamentenpumpe mit ein zu setzten um die Schmerzen direkt an der Quelle zu bekämpfen anstatt alle 3 Tage ein 100mg Morpium Pflaster zu kleben? Eine weitere Frage die ich mir stelle ist ob die Implantation unter die Bauchdecke das richtige war. Ich habe 20 Kilo abgnommen und seit dieser Zeit habe ich Schmerzen wo der Schrittmacher sitzt. Auch stand dieser teilweise wie ein Ei groß aus dem Bauch raus. Dort wo der Schrittmacher sitzt ist der Bauch teilweise richtig glühend heiß, was laut Angabe der behandelden Ärzte in Köln im Juni 2007 bei einer anderen Patientin nicht sein könne. Ich kann dieses heute auch bestätigen, auch wenn dieses Medronic nicht bekannt sein sollte, auch bei mir wird der Schrittmacher öfters unangenehm heiß sodas ich die Bauchseite mit Eis kühle, auch beim Aufladen des im Neurostimmulator befindlichen Accus !

 

Trotzdem ist die Weiterbehandlung von Patienten mit Schmerzschrittmacher im Frankfurter Bereich unzureichend ! Daran müßte umgehend was geändert werden!

 

 

 

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