Nachrichten aus aller Welt
90 Prozent der Patienten sind mit Ärzten zufrieden !
Berlin - Die Kassenärztliche Bundesvereinigung(KBV) hat ihren Qualitätsbericht für 2008 veröffentlicht. Danach bewerten außerordentlich viele Patienten die ärztliche Leistung als " gut " oder sehr gut".
Der Report informiert über indikationsbezogene Qualitätsparameter. Im Fokus stehen Bereiche, für die spezielle Qualitätsanforderungen existieren, zum Beispiel Akupunktur oder Hygiene bei der Koloskopie. Mit den Ergebnissen ist der Vorstandsvorsitzende der KBV, Dr. Andreas Köhler, zufrieden: „Unsere Qualitätssicherungsmaßnahmen zeigen deutlich positive Effekte und werden von den meisten Ärzten begrüßt.“ Ein Beispiel dafür sind die deutlich verbesserten Zahlen des Mammographie-Screenings. Im Jahr 2006 wurden rund 86 Prozent der Karzinome korrekt erkannt, ein Jahr später waren es 91 Prozent. Auch die Zahl der falsch-positiven Befunde entwickelt sich erfreulich: Der fälschliche Verdacht auf ein Karzinom trat 2007 mit 3,7 Prozent nur noch halb so häufig auf wie 2006.
Köhler gibt zu bedenken, dass hohe Qualität auch ihren Preis habe. „Ich bin gerne bereit, mit den Krankenkassen über eine Kopplung von Qualität der ärztlichen Leistung und der Vergütung zu sprechen. Aber dann müssen die Kassen auch bereit sein, die notwendigen Finanzmittel bereitzustellen. Denn die Qualität der ambulanten Versorgung ist hoch.“
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Allergien: Risiko für junge Menschen steigt stark an
Aktuelle Zahlen der Kaufmänischen Krankenkasse KKH) zeigen, dass Allergien bei jungen Menschen immer häufiger auftreten. Dies belastet das allgemeine Wohlbefinden der Betroffenen, lässt sich aber relativ leicht vermeiden.
Die KKH präsentierte kürzlich die Zahlen anlässlich des gemeinsam mit der Unabhängigen Patientenberatung (UPD) ausgerichteten Kongresses „Allergien – kein Kinderspiel“. Zwischen 2004 und 2007 stieg beispielsweise die Anzahl der Jugendlichen mit Asthma um 30 Prozent an. Im gleichen Zeitraum wurden bei einem Drittel der Neugeborenen Neurodermitis diagnostiziert. Auch bei Heuschnupfen sind die bis 17-Jährigen die am häufigsten betroffene Altersgruppe. Mit dem Fachkongress wollen UPD und KKH die neuesten Erkenntnisse zu kindlichen Allergien in den Fokus der Öffentlichkeit rücken. „Damit wollen wir Betroffene und ihre Eltern aufklären“, sagt Ingo Kailuweit, Vorstandsvorsitzender der KKH. „Allergien beeinträchtigen nicht nur die Lebensqualität in hohem Maß, sie verursachen auch immer höhere Kosten im Gesundheitswesen.“
Prävention wird von den Kongressteilnehmern als Schlüssel gegen die weitere Zunahme von Allergien angesehen. Studien belegen, dass Vorbeugung relativ einfach möglich sei. Stillt man den Säugling in den ersten vier Monaten ausschließlich, verringere sich zum Beispiel das Risiko. Ebenso wirken sich Nichtrauchen und ein gutes Wohnklima positiv aus. Wünschenswert wäre laut KKH-Chef Kailuweit zudem eine bessere Kennzeichnung von Lebensmitteln
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Erste repräsentative Befragung zur Sterbebegleitung
Berlin/Mainz – Anhand einer neuen Studie will die Universität Mainz den aktuellen Stand der Versorgungs- und Lebensqualität von Sterbenden und deren Angehörigen ermitteln. Dazu wurden die Angehörigen von 5.000 Verstorbenen befragt. Mit ersten Ergebnissen wird im Frühjahr 2009 gerechnet.
Die Ergebnisse der Studie sollen später mit den Veränderungen verglichen werden, die durch die geplante Einrichtung von so genannten „Palliative Care Teams“ eintreten.
Wie es im Einzelnen um die Qualität der Versorgung in den verschiedenen Einrichtungen wie Krankenhäusern, Intensivstationen, Pflegeheimen, Palliativstationen oder auch zu Hause bestellt ist, wird in der Studie ebenso abgefragt wie etwa die Zufriedenheit der Angehörigen mit den Informationen der Ärzte. „Wir möchten wissen, wo die Patienten sterben, ob bei der Betreuung spezialisierte Hospiz- und Palliativdienste einbezogen wurden und wie die Angehörigen die Betreuung in der letzten Lebensphase erlebt haben“, erklärt Eva Münster, Juniorprofessorin für Sozialmedizin und Public Health. „Wir wollen aber auch wissen, ob es bestimmte Erkrankungen gibt, die besser versorgt werden als andere, und ob untere soziale Schichten seltener oder ebenso häufig palliativmedizinisch betreut werden wie andere soziale Gruppen.“
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Bald Pflegeroboter für Menschen mit Handicap?
Berlin/Frankfurt a.M. – Ein internationales Forscherteam mit Studierenden der Fachhochschule Frankfurt am Main und deren Partnerhochschulen hat einen lernfähigen Roboter entwickelt. Er verfügt über künstliche Intelligenz und kann sehen, hören sowie greifen. Die von den Wissenschaftlern entwickelte Technologie soll alten und behinderten Menschen im Alltag helfen.
Der Roboter kann einfache Objekte, die er mittels einer Kamera sieht, unterscheiden. Auf ein Sprachkommando bewegt er sich zu ihnen hin. Die Forscher sind überzeugt, dass der Roboter in der Praxis einen behinderten Menschen „hören“ und ihm einen gewünschten Gegenstand mit dem Greifarm bringen könne.
Die Arbeiten wurden im Labor für autonome Systeme und intelligente Sensoren des Fachbereichs Informatik und Ingenieurwissenschaften durchgeführt. Im Team sind bulgarische, chinesische, deutsche und rumänische Studierende. Die Finanzierung erfolgt aus Projektmitteln der Fachhochschule und Fördermitteln der Gesellschaft für technische Weiterbildung.