Remember

"Ich will dir ein Tier für eine Weile leihen", hat Gott gesagt. "Damit du es lieben kannst, solange es lebt und trauern, wenn es tot ist. Ich kann dir nicht versprechen, dass es bleiben wird, weil alles von der Erde zurückkehren muss. Aber ich kann dir eine Sache versprechen: Dieses Tier wird dich lieben, so wie du es liebst. Du wirst immer in seinem Herzen sein. Und wenn es am Ende seines Lebens auf Erden wieder bei mir ist, am Ende des Regenbogens, wird es mit Sehnsucht auf dich warten. Und wenn du dann endlich kommst, wird es dir entgegen laufen, in Windeseile, damit ihr für immer zusammen seid.
Wirst du auf das dir anvertraute Wesen aufpassen, für mich, bis ich es zurückrufe?
Es wird dich bezaubern, um dich zu erfreuen und sollte sein Bleiben nur für kurz sein, hast du immer die Erinnerung, um dich zu trösten.
Willst du ihm all deine Liebe geben und nicht denken, dass deine Arbeit umsonst war? Und mich auch nicht hassen, wenn ich das Tier zu mir heim hole?"
Mein Herz antwortete:
"Dies soll geschehen. Für all die Freuden, die dieses Tier bringt werde ich das Risiko der Trauer eingehen. Wir werden esmit Zärtlichkeit beschützen und es lieben, solange wir dürfen. Und für das Glück, das wir erfahren durften, werden wir für immer dankbar sein. Aber solltest du es früher zurückrufen, viel früher als geplant, werden wir die tiefe Trauer meistern und versuchen, zu verstehen. Wenn unser geliebtes Tier diese Welt verlässt, schicke uns doch bitte eine andere bedürftige Seele, um sie ihr Leben lang zu lieben."
....für unsere geliebten Seelen...
(Autor unbekannt)
Amy
* bei mir gewesen seit 11.03.2003
(Alter damals von Tierarzt auf ca. 2 Jahre geschätzt)
+ 01.06.2011

Amy habe ich zusammen mit Lio 2003 aus dem Tierheim Gelnhausen zu mir geholt.
Nach Herkules wollte ich auf keinen Fall wieder ein Tier was nur solch eine kurze Lebenserwartung hat. Aber ohne ein Tier im Haus ging es nun mal nicht. Ich war ständig schlecht gelaunt und ständig traurig ohne zu wissen warum. Mir fehlte einfach etwas. Also erkundigte ich mich nach der Haltung von Kaninchen. Wer mich kennt weiß, dass ich mich wenn ich etwas mache es richtig mache und so war es für mich klar, dass meine zukünftigen Kaninchen das Beste vom Besten bekommen würden und in jedem Fall so artgerecht wie möglich gehalten werden. Und dennoch erinnere ich mich sehr gut, dass ich vor den Beiden saß und verschiedene Verunsicherungen meinerseits wahr nahm..."Ob das normal ist, dass die so schnell atmen"... oder "Warum jagen die sich denn ständig.." oder Ähnliches. Ich wußte halt nicht was auf mich zu kommt. Kaninchen sind doch ganz etwas anderes als ein Hamster oder ein Hund. Lange Rede - kurzer Sinn: Es dauerte nicht lange, da zogen die Beiden von einem 1,20m Käfig in einen 1,40m Käfig um (gleich nachdem dieser Käfig auf dem Markt war, hatte ich ihn für meine Beiden ergattert). Auch achtete ich peinlichst genau darauf, dass die Beiden täglich min. 1 Stunde Auslauf bekamen, was von vielen Freunden und Bekannten belächelt wurde. Aber ich dachte mir dann immer: Würdest du 24 Stunden in solch einem "kleinen" Käfig eingesperrt sein? Leider versetzen sich immer noch viel zu wenig Menschen in diese Lage und machen sich keine Gedanken darüber. Als wir 2005 umzogen und ich mir das geniale Buch von Ruth Morgenegg über Kaninchenhaltung zulegte bekamen Amy und Lio ein Vivarium gebaut indem sie bis jetzt leben (im Fall von Amy lebten). Zwischendurch waren sie zwar 2 Jahre lang in ihrem extra gebauten Außengehege (3mx2m) aber nachdem Amy aufgrund ihres Alters wahrscheinlich die Temperaturschwankungen sehr zu schaffen gemacht hatten und sie kurz vor Weihnachten das erste Mal richtig krank wurde, holte ich die Beiden wieder herein was die beste Entscheidung überhaupt war.
Amy war ein sehr aussergewöhnliches Kaninchen. Besser gesagt unsere Verbindung war/ist sehr aussergewöhnlich. Sie hat mir Vieles beigebracht vorallem Vertrauen in mich selbst und in meine Fähigkeiten zu haben bei allem was ich tue. Sie hat mich mehrmals auf ihren Tod vorbereitet weil sie genau wußte wie sehr ich darunter leiden würde...so war sie mehrmals dem Tode sehr nahe und hat sich immer wieder hochgerappelt um sich den schließlich letzten Zeitpunkt auszuwählen.
Anfang des Jahres fing Amy auf einmal an den Kopf in den Nacken zu nehmen. Beim Tierarzt sahen wir per Ultraschall, dass ihre Gebärmutter vereitert war. Eine OP kam bei diesem Alter nicht mehr in Frage. Ihr Immunsystem war noch nie das Beste und eine OP wollte sie auch nicht. Also bekam sie ein Medikament, dass die Gebärmutter öffnete um den Eiter raus fließen zu lassen. Pünktlich nach 4 Wochen saßen wir mit genau dem selben Problem wieder beim Tierarzt und diesmal hielt es für 10 Wochen. Da es ihr in den Wochen zwischendurch immer wieder sehr gut ging entschloss ich, dass wir das so bei behalten würden bis die Medikamente nicht mehr wirken würden und die Abstände bis zum nächsten Mal nicht mehr vertretbar werden würden. Ja was soll ich sagen...der Zeitpunkt kam natürlich... obwohl sie diesmal nicht den Kopf in den Nacken legte (Anzeichen für Bauchschmerzen) war es doch sehr offensichtlich, dass sie Schmerzen hatte. Sie wog ihre Wege mehrmals ab, ob es sich lohnte zu kommen oder ob sie lieber sitzen blieb und bewegte sich nur wenn es nötig war. Nach einem letzten Versuch den wir unternahmen hatte sie zwar keine offensichtlichen Schmerzen aber es spielte alles zusammen. Mir fiel auf einmal auf, dass sie sehr, sehr dünn war, man wirklich beim Streicheln die Rippen spürte obwohl sie durchgehend toll fraß und sie bereitete sich mittels Pipi überall verteilen schonmal auf das Loslassen vor. Nachdem sie ständig ihre Lage wechselte wie es ihr am angenehmsten zu liegen war musste ich mir leider eingestehen, dass es nun soweit war.
Der Tierarzt kam zu uns heim und Amy schlief friedlich, vertrauenvoll und entspannt in meinen Armen ein. Durch ihre mehrmaligen Vorbereitungen hat sie es tatsächlich geschafft, dass ich mit ihrem Verlust verhältnismäßig gut zurecht gekommen bin und sehr gefaßt war. Allerdings weiß ich auch, dass sie immer bei mir sein wird und mir weiterhin mit ihrem Rat zur Seite steht...
Ihr glaubt gar nicht wie sehr ich mich auf den Tag freue, wenn ich sie am anderen Ende des Regenbogens wieder sehe....
Vielen Dank meine kleine Amy, dass du in mein Leben getreten bist, mich so lange auf meinem Weg begleitet und mir wirklich soviel beigebracht hast. Das werde ich dir nie vergessen und werde dir dafür immer dankbar sein...
Du wirst immer bei mir sein mein Schatz!
Einige Stunden nachdem ich Amy gehen lassen musste bekamen wir die Nachricht, dass Jazzper und seine Brüder auf die Welt gekommen sind.......

Cherry
* 13.08.1990
+ 09.11.2003

Cherry war mein 1. Hund. Als ich ca. 6 Jahre alt war bekamen wir 1990 unseren Goldschatz. Er war ein Yorkshire-Malteser Mischling. Leider war er von Anfang an oft krank und hatte schon von seiner Geburt an ein zu großes Herz.
2003 mussten wir ihn schweren Herzens mit 13 Jahren einschläfern lassen. Der Tierarzt erleichterte uns die Entscheidung indem er uns die Untersuchungsberichte zeigte. Cherry´s Leber und Nierenwerte waren so dermaßen schlecht, dass wir nicht egoistisch sein durften.
Er konnte nicht mehr ohne Schmerzen laufen, sitzen, liegen. Sogar beim auf den Arm nehmen tat ihm manchmal etwas weh. Das konnten wir ihm nicht antun.
Sonntag abends am 09.11.2003 traten meine Mutter und ich mit ihm zusammen diesen letzten schweren Gang an.
Das war sowas von schwer für uns, zumal ich mir einbilde er wußte was passiert. Aber auch wenn es uns das Herz brach, das ist man seinem Tier schuldig. Bis zum Schluß bei ihm zu sein.
Wir werden ihn nie vergessen.
Herkules
* bei mir gewesen seid 09.12.2000
+ 03.09.2002

Herkules war mein 1. und einzigster Hamster.
Eigentlich wollte sich ja nur meine Schwester einen Hamster holen, aber als ich Herk gesehen habe......
Er ist gleich an die Scheibe gekommen und hat sich drangestellt, so als wollte er sagen: Hey, wer bist du denn? Also war der Fall für mich klar 
Das erste Abenteuer hatten wir dann auch gleich, als er sich durch den Transportkarton gefressen hat und auf der Kasse rumgesprungen ist.
Herk war mein 1. Tier, dass nur auf mich fixiert war.
Er durfte jeden Tag eine Stunde raus und hatten einen großen Käfig.
Anfang September 2002 hat er sich ein Virus eingefangen. Selbst die Ärztin wußte nicht wirklich was es war. Obwohl wir alles probierten unteranderem auch Aufbau- und Vitaminspritzen wurde er immer schwächer.
Als er sein Futter nicht mehr fressen wollte und konnte, kochten wir ihm extra Karotten, die dann schön weich waren.
Einen Tag lang dachte ich er schafft es.
Aber den Tag drauf, konnte er kaum laufen, ist seine Treppe im Käfig runtergefallen und konnte nichts mehr trinken.
Wieder stand die schwere Entscheidung an!
Meine Mama hat mich dann abends mit ihm zum Tierarzt gefahren. Obwohl es draußen sehr warm war, hatte ich meinen kleinen Herk die ganze Autofahrt über in meiner Hand. Er hat so gefroren und war so kalt, dass er sich richtig in meine Hand eingekuschelt hatte.
Wiedermal fiel es mir nicht leicht, mein geliebtes Tier gehen zu lassen. Aber auch hier musste ich seinetwillen loslassen.
Manche sagen: "Es war doch NUR ein Hamster." Für mich war sein Tod genauso schlimm wie Andere auch. Denn ich liebe alle meine Tiere ....ob groß oder klein.
Auch meinen kleinen Herkules werde ich nie vergessen.
Zur Erinnerung an die Drei:

Die Regenbogenbrücke
Eine Brücke verbindet den Himmel und die Erde.
Wegen der vielen Farben nennt man sie
die Brücke des Regenbogens.
Auf dieser Seite der Brücke liegt ein Land mit
Wiesen, Hügeln und saftigem grünen Gras.
Wenn ein geliebtes Tier auf der Erde für immer eingeschlafen
ist, geht es zu diesem wunderschönen Ort.
Dort gibt es immer zu fressen und zu trinken, und es ist
warmes, schönes Frühlingswetter.
Die alten und kranken Tiere sind wieder jung und gesund.
Sie spielen den ganzen Tag zusammen.
Es gibt nur eine Sache, die sie vermissen.
Sie sind nicht mit ihren Menschen zusammen, die sie auf der
Erde so geliebt haben.
So rennen und spielen sie jeden Tag
zusammen, bis eines Tages plötzlich einer von ihnen innehält
und aufsieht. Die Nase bebt, die Ohren stellen sich auf, und
die Augen werden ganz groß!
Plötzlich rennt er aus der Gruppe heraus und fliegt über das
grüne Gras. Die Füße tragen ihn schneller und schneller.
Er hat Dich gesehen.
Und wenn Du und Dein spezieller Freund sich treffen,
nimmst Du ihn in Deine Arme und hältst ihn fest.
Dein Gesicht wird geküsst, wieder und wieder, und Du
schaust endlich wieder in die Augen Deines geliebten
Tieres, das so lange aus Deinem Leben verschwunden war,
aber nie aus Deinem Herzen.
Dann überschreitet Ihr gemeinsam die Brücke des
Regenbogens, und Ihr werdet nie wieder getrennt sein...
Autor unbekannt
.
Rückkehr vom Regenbogen
Ein kleiner Hund kam an der Regenbogenbrücke an und eine Gruppe von Hunden
kam sofort zu ihm gelaufen um ihn zu begrüßen.
Er war darauf gefasst, nun
angegriffen zu werden, aber statt dessen wedelten alle ganz freundlich mit den
Ruten und anstatt ihn zu beißen, küssten sie ihn einfach.
Es war dort wunderschön und jeder war ganz lieb zu ihm.
Keiner von ihnen war in einer "Welpen-Fabrik" geboren und dann als Kampfhund
benutzt worden, so wie er damals, um dann in der Gosse zu sterben weil er
eine hässliche Promenadenmischung war.
Sie erklärten ihm, dass sie hier auf ihre "Herrchen und Frauchen" warten würden, die sie
so geliebt hatten.
"Was ist Liebe?", fragte der kleine Hund und Gott ließ ihn zurückkehren um
das herauszufinden.
Es war warm und dunkel; er wartete zusammengequetscht mit den anderen, um
geboren zu werden. Ängstlich wartete er, bis er endlich an den Hinterpfoten
herausgezogen wurde. Unbehaarte Hände hielten ihn vorsichtig fest und trockneten
ihn ab. Sie zeigten ihm, wo es einen Schluck warmer Milch gab. Er hatte
nicht die Kraft dazu, sich lange an der Zitze festzuhalten. Seine Brüder und
Schwestern waren viel kräftiger als er und schupsten ihn ständig zur Seite.
Die Menschenhand schob die anderen Welpen ein wenig zur Seite und hielt ihn
so, dass er trinken konnte. "Aaaahhh .. so ist es besser!" dachte er und
trank, bis er erschöpft war und zusammengekuschelt an seiner Mutter einschlief.
"Hieran werde ich mich immer erinnern, " sagte er glücklich. "Zu dumm, dass ich
erwachsen werden und hinaus in Kälte und Nässe muss, um dort zu kämpfen und
dann als Verliererhund zu sterben. Dann weiß ich aber wenigstens, was es heißt
ein Hund zu sein." dachte er traurig.
In dieser Nacht kroch er zu seiner Mutter und versuchte zu trinken, aber er
rutschte immer wieder zur Seite weg. Wenn seine Geschwister satt waren wurde
ihnen der Bauch geleckt und er konnte nur noch die Restmilch trinken, die die
anderen übrig gelassen hatten. Aber die Menschenhand die ihm vorher noch
geholfen hatte, dass er auch noch etwas abbekam, war jetzt nicht da. Die Zitzen
waren ständig leer wenn er an die Reihe kam.
Schon sich aufzurappeln fiel ihm schwer, so klein und schmächtig wie er war.
Als er auf den Rücken fiel und sich nicht mehr aufrichten konnte, begann er
zu schreien. Sofort kam der Mensch herbeigeeilt und im Nu war auch die Menschenhand wieder da und gab ihm einen Gumminippel in sein Mäulchen. Es schmeckte nicht so gut wie die Milch von der Mutter, aber es war warm und vertrieb die Schmerzen in seinem kleinen Bäuchlein.
Der Kleine hatte Probleme beim Atmen, weil seine Lungen nicht voll
entwickelt waren - er hatte einfach zu lange gebraucht um den anderen in die
Gebärmutter zu folgen, als er seine letzte große Chance von der Regenbogenbrücke
bekommen hatte.
Er konnte den Herzschlag des Menschen spüren, der ihn sich, zugedeckt mit
einem warmen, weichen Tuch, auf den Bauch gelegt hatte. Das hielt seinen
dünnen, kleinen Körper schön warm und die sich ständig wiederholenden, liebevollen
Streicheleinheiten beruhigten ihn sehr.
In diesem Moment dachte er wieder an seine neuen Freunde, die an der
Regenbogenbrücke so lieb zu ihm gewesen waren und er fragte Gott, ob er wohl wieder dorthin zurück dürfte. Gott sagte: "Ja, aber nicht jetzt. Du wolltest
erleben, was Liebe ist."
So gaben ihm die Menschen Stunde um Stunde seine Milcheinheiten (es kam ihm
vor wie Tage, aber er wusste ja nicht was Zeit ist und außerdem war es ja auch
dunkel um ihn herum) und in ihm kam eine Erinnerung an Wärme und Mutterliebe
zurück.
Er wurde größer und lebhafter, und der Mensch nahm ihn immer häufiger mit
und ließ ihn bei sich schlafen. Während er beschmust und geküsst wurde, konnte
er dessen Herzschlag hören, der fest und lieb klang.
Dann kam eines Tages Gott und fragte ihn: "Bist du bereit zu uns auf die
Regenbogenbrücke zurück zu kommen?"
"Ja", antwortete er mit etwas Wehmut, weil sein Mensch ihn nicht gehen
lassen wollte und zu weinen begann.
Er tat seinen letzten Atemzug und ging zurück zur Regenbogenbrücke.
Von dort schaute er auf seinen Menschen, der immer noch weinte und den
Körper in den Händen hielt, den er für seine neue Chance geborgt bekommen hatte.
"Danke Gott," sagte er. "Liebe ist WUNDERBAR! Nun werde auch ich an der
Regenbogenbrücke auf meinen Menschen warten, um ihm beim Wiedersehen zu sagen, wie sehr ich ihn geliebt habe."
Autor unbekannt
