yfu


 

Halli Hallo Leutz! ^^ Da ich 2007 für ein Jahr in die Vereinigten Staaten gehe werde, habe ich mir gedacht, das ich euch auf dieser Seite meine supi Organisation YFU vorstelle.

Die Vorgeschichte

 

Schon vor ca.3 Jahren war mir klar, ich verlasse mein Heimatland und erkunde die Welt.  Das Land, in welches ich gehen wollte, stand für mich aus unerfindlichen Gründen schon immer fest: THE USA! Deswegen fing ich an, meiner Ma und Sven laufend über mein Vorhaben in der 11.Klasse in die Vereinigten Staaten von Amerika zu gehen, zu erzählen. Doch sie taten es immer mit einem "Jajaja" ab, da sie dachten, dies wäre mal wieder nur eine fixe Idee von mir und in ein paar Wochen hätte ich sowieso keine Lust mehr dazu. Doch die Gedanken der Beiden erwiesen sich als falsch! Anfang diesen Jahres, forderte ich per Internet, viele kostenlose Broschüren von verschiedenen Austauschorganisationen an. Diese wälzte ich durch -Preise vergleichen- Leistungen...Nach kurzer Zeit war mir klar: YFU soll es sei . Am meißten hat mir an YFU zugesagt, dass es eine gemeinnützige Organisation ist, die somit nicht nur auf das Geld scharf ist. Außerdem existiert diese Organisation schon seid vielen Jahren und die meißten "Angestellten" sind ehemalige Austauschschüler, die sich also gut in die Zukünftigen hineinversetzen können. 

Jedenfalls fing ich an, das beigelegte Anmeldeformular auszufüllen. Dieses beinhaltete viele Fragen, wie zum Beispiel: "Was sind deine Hobbys? Was möchtest du später einmal werden und warum? Warum möchtest du ein Austauschjahr machen? u.s.w...Dies war alles noch kein Problem, doch dann kam schon die erste Hürde, die ich bewältigen musste: Schreibe einen Lebenslauf!" Lebenslauf?! Wie bitte schön soll das denn gehen, was habe ich denn schon groß in meinem Leben gemacht oder Zustande gebracht?! Ich schob es immer weiter hinaus...Schließlich musste meine Ma ein paar ernste Worte loslassen und mir im wahrsten Sinne des Wortes in den Arsch treten, damit ich endlich mit meinem Lebenslauf anfing. Es wurde schon langsam brenzlig, denn der Einsendetermin rückte immer näher!  Mit nicht gerade bester Laune, setzte ich mich also an meinen Computer und fing an, meinen Lebenslauf zu schreiben. Irgendwie schaffte ich es dann, Satz für Satz einzutippen...Am Ende korrigierte meine Ma und ihre Freundin meinen "tollen" Lebenslauf noch einmal, da er nicht wirklich perfekt war...Einerseits war ich froh über ihre Hilfe, doch andererseits fühlte ich mich auch elend, denn es war und ist schließlich mein Traum und ich hatte es nicht einmal geschafft, einen popligen Lebenslauf alleine zu schreiben. Dann hatte meine Lehrerin noch die ehrenvolle Aufgabe^^, mich einzuschätzen und dies kurz auf einer A4 Seite zusammenzufassen. Dies war schnell erledigt und so steckte ich alles, klopfenden Herzens, in einen Umschlag und schickte es weg, in der Hoffnung, zu einem Auswahlgespräch eingeladen zu werden...

Eine Woche...Zwei Wochen...Drei Wochen...Ein Monat...Ich hatte schon längst die Hoffnung aufgegeben, überhaupt nocheinmal etwas von YFU zu hören, doch in den Sommerferien war es dann endlich soweit! Die glückliche Nachricht kam ins Haus geflattert. Am 3.September, es war ein Sonntag, sollte mein Auswahlgespräch in Magdeburg an der Oberschule stattfinden. Mit dieser Mitteilung fingen die Bauchschmerzen an...

Mein Auswahlgespräch

 

Dann kam der Tag, den ich seid einigen Wochen entgegengefiebert hatte. Ich musste um halb sieben (an einem Sonntag!!) aus den Federn, da das Gespräch um neun Uhr beginnen sollte. Ein Tag vorher war Pias Einschulung (my sister) gewesen und so waren Sven, Ma und ich noch etwas verwirrt. Meine Ma hatte uns noch schnell Frühstück gemacht, damit wir alle was in den Magen bekamen, obwohl niemand von uns wirklich etwas gegessen hatte...Als ich das Toast vor mir sah, hätte ich am liebsten raufgekotzt, so schlecht war mir. Nachdem ich mich nun endlich für ein Outfit entschieden hatte (habe Wochen vorher darüber nachgedacht, was ich an diesem Tag tragen werde) stiegen wir ins Auto und fuhren los ins Ungewisse. Die Fahrt ging nach meinem Geschmack zu schnell vorbei, was die Aufregung noch steigerte.Wir kamen an. Erstmal mussten wir uns einen Parkplatz an der Straße suchen, was nicht wirklich schwer war, denn welcher normale Mensch befindet sich morgens an einem Sonntag um halb neun auf der Straße?! Niemand. So hatten wir also freie Auswahl. Als wir aus dem Auto stiegen, standen etwa 20verschiedene riesige Häuser vor uns. Wir hatten schon so etwas erwartet, denn YFU hatte uns einen Plan für dieses riesige Grundstück mitgegeben. Wir mussten zu Haus 14, doch wer hätte gedacht, das es mit Plan so schwer sein kann, Haus 14 zu finden??? Diese netten Häuser waren nämlich nicht wirklich gut ausgeschildert!  Nachdem wir also einmal um den Platz rumgelatscht waren, kamen wir endlich zu unserem besagten Haus und was erwartete uns? Eine verschlossene Tür xD Keine Menschenseele weit und breit. So haben wir uns also auf eine Bank gesetzt und gewartet...Sven nörgelte zwischendurch rum, weil er Hunger hatte, doch dies lenkte mich nicht wirklich von meiner Nervosität ab.

Schließlich traf ein Junge, ungefähr in meinem Alter, mit seiner Mutter ein. Kurz darauf kam eine junge Frau, eine ehemalige Austauschschülerin, nach draußen zu uns Wartenden. Sie stellte sich vor und nahm den Jungen und mich mit in einen Raum-unsere Eltern hatten derweil ein Informationsgespräch- und verfrachtete uns dort. Dann kam noch ein Mädel und noch ein Junge, was einem schon etwas beruhigte, denn man war nicht allein. Wir waren eine nette Runde und verstanden uns auch ziemlich gut. Nachdem wir ne zeitlang gelabert hatten, kam ein Mann herein, der übrigens auch sehr nett war, wie alle Menschen dort^^. Der stellte uns eine Gruppenaufgabe: Wir sollten einer Amerikanischen-Schulklasse, die hier in den Ferien war, Deutschland vorstellen. Also sollten wir sozusagen eine Unternehmungsliste herstellen. Gesagt getan. Wir fingen an in Berlin, gingen nach Bayern, zur Ostsee, Heide Park Soltau und und und. (weis ich alles gar nich mehr so genau^^) Nachdem wir fertig waren, teilten wir unsere Arbeit untereinander auf, so das jeder ungefähr die gleiche Länge zu sprechen hatte. Dann erschien wieder der junge Mann und brachte uns in einen anderen Raum. Meine Nervosität, die Mitlerweile abgeklungen war, erwachte von neuen und ich wäre fast vor Aufregung gestorben. Vor uns saßen fünf Leute, fast alle sahen nett aus.) Wir wurden auf Stühle, vor der "Jury", verfrachtet und ich bekam genau das Weib (hatte Unterlagen über mich vor sich zu liegen) ab, welches nicht sehr nett guckte  Jedenfalls fing Willi dann an, seinen Text abzurattern, dann kam ich (ich laberte irgendeinen Scheiß-an der Ostsee kann man baden und sich entspannen-hab mir irgendwat aus den Fingern gezogen), danach war ...(peinlich, Namen vergessen) und das Schlusslicht bildete Mathias. Sie hörten sich alles an und machten zwischendurch Notizen. Puhh...Geschafft... 

Leider war das noch nicht alles. Wir bekamen drei Aufgaben und sollten darüber diskutieren und während unserer Unterhaltung so tun, als wäre die "Jury" nicht im Raum. Leichter gesagt als getan.

Aufgabe1: Ein Austauschschüler aus Deutschland kommt nach Texas zu einer Sherifffamilie. An seiner Schule findet am Ende des Jahres der sogenannte Prom (Abschlussfeier) statt und er läd ein Mädchen, was ihm schon länger gefällt, dazu ein und sie stimmt zu. Alles perfekt also...Doch dann kommt der Junge nach Hause und erzählt dies seinem Gastvater, dieser ist alles andere als begeistert und verbietet dem Jungen, mit ihr auszugehen. Wie soll sich der Junge nun verhalten?

Wir haben uns dann darauf geeinigt, dass der Junge sich entweder ein anderes Mädel-, oder er mit seinem Vater einen Kompromiss eingehen soll.

Aufgabe2: Ein amerikanischer Austauschschüler(Jack) kommt nach Deutschland. Er versteht sich sehr gut mit seinem Gastbruder(Dennis). Sie kommen sogar auf die gleiche Schule und in dieselbe Klasse, mit der sich Jack auch super versteht. Eines Tages, als Jack nichtsahnend in die Schule kommt, sagt die Klasse zu ihm, das sie dem Lehrer einen Streich spielen wollen- sie wollen sich alle vor ihm verstecken (also schwänzen). Alle Schüler sind dabei-außer Jack. Dieser möchte das nicht und setzt sich wie gewohnt auf seinen Platz. Nun ist Dennis hin und her gerissen. Soll er Jack beistehen, sich zu ihm setzten, dann aber als Spielverderber dastehen oder soll er bei dem Gag mitmachen und Jack dort einfach sitzen lassen?

Wir waren der Meinung, das Dennis sich zu Jack setzen sollte, denn schließlich ist er ja auch in irgendeiner Weise für ihn verantwortlich.

Aufgabe3: Ein Austauschschüler (Fred) aus Deutschland kommt in die Vereinigten Staaten, zu einer sehr netten Familie. Der Gastvater besitzt ein sehr altes Auto und hat Fred und seinem Sohn verboten, jemals damit zu fahren. Eines Abends, sind die Eltern zu einer Party eingeladen und brechen nichts ahenend auf. Nachdem sie weg sind, hat Freds Gastbruder (George) die "gorreiche" Idee, mit dem Auto eine kleine Runde auf dem Hof zu drehen. Nach einigem Zögern willigt Fred ein, und sieht zu, wie George ins Auto steigt und es startet. Es dauert nicht lange und ein seltsames Geräusch ertönt. Das Auto ist an einer Hauswand entlanggeschrammt und eine riesige Schramme schmückt nun das Auto. Beide sind geschockt, beschließen aber, kein Wort mehr darüber zu verlieren.Eine Woche später, beim Abendessen fragt der Vater, ob jemand mit dem Auto gefahren ist, denn eine Schramme sei im Lack. Die Antwort:"Nein". Damit gibt sich der Vater aber nicht zufrieden und geht zu Jack ins Zimmer, um mit diesem noch einmal alleine zu sprechen. Wie soll sich Jack verhalten?

Ehrlich gesagt, weis ich unsere Antwort nicht mehr...

Jetzt hatte ich eigentlich gedacht, das Gespräch wäre beendet...FALSCH!

Nun hatten sie noch jeweils eine Aufgabe für jeden von uns. Das Mädel sollte sagen, wie sie 10.000euro am sinnvollsten an einem Tag ausgeben würde, Willi: Du sitzt in einem Kaffee und kannst dir einen bereits verstorbenen wieder zurück wünschen, wer wäre das und warum? (er hatte Albert Einstein genommen), für Mathias wurde eine Straße gebaut und er sollte sich einen Namen dafür aussuchen und begründen, warum er diesen Namen gewählt hatte und dann kam meine "wundervolle" Aufgabe-wer ist dein Vorbild und warum? Stille...Ich hatte einen totalen Blackout und wollte am besten ans Ende der Welt verschwinden!! Schließlich wendete ich meine altbekannte Methode, ich erzähle irgendeinen Scheiß, an. Ich nahm meine Ma, weil sie mich schon so früh bekommen hatte und es trotzdem geschafft hat, mich großzuziehen und erfolgreich im Beruf zu sein. Oh mann...Ich wusste es VERKACKT!

Damit war unser Gespräch (nach 2 Stunden!!!) auch beendet. Wir konnten den Raum verlassen und fuhren mit unseren Eltern wieder los. Ich erzählte meiner Ma und Sven alles und dann fuhren wir, vom Hunger getrieben, zu einem amerikanischen Restaurant bei Höffner. Es war saulecker!!

Zuhause angekommen, ging das Warten wieder los, drei Wochen lang wurde ich gequält! Ich fühlte mich schrecklich, da ich das Gefühl hatte, alles verkackt zu haben und meine Ma tat immer schon so, als wäre ich schon genommen worden, was mich auch nicht gerade aufbaute. Dann, es war mal wieder ein Sonntag, kam meine langersehnte Antwort. Angenommen-Ja? Nein? Mir war so schlecht, das ich den Brief nicht selber öffnen konnte, sondern meine Ma es tat...Und??? JAAAAAAAAAAAAA!!!! Sie wollten mich doch tatsache haben und teilten mir mit: Wir freuen uns, dich in unserem Austauschprogramm aufnehmen zu können. JUHU!

Von da an, rannte ick nur noch mit nem Smile durch die Gegend und immer wenn ich jetzt daran denke, dass ich 2007 ein Jahr weg bin, wird mir immer noch ganz schummrig im Magen-vor FREUDE!

 

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