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Haltungshinweise
Hinweise zur Kaninchenhaltung
Kaninchen haben eine durchschnittliche Lebenserwartung von 7- 8 Jahren.
Darüber sollte man sich vor der Anschaffung im Klaren sein,
denn insbesondere bei Kindern muss man damit rechnen,dass sie nach einiger Zeit das Interesse verlieren und sich nicht mehr um die Tiere kümmern.
Es sollte auch vor dem Kauf geklärt werden, ob Familienmitglieder an einer Allergie gegen Tierhaare leiden. Gerade dann, wenn die Kaninchen in der Wohnung gehalten werden sollen.
Kaninchen sind Herdentiere, die in der freien Wildbahn in Kolonien leben. Deshalb sollten sie nicht alleine, sondern immer zu zweit (oder mit mehren ) gehalten werden.
Menschen oder auch andere Nager, wie Meerschweinchen ersetzen die Gesellschaft anderer Kaninchen nicht!

Meerschweinchen benötigen zwar ähnliche Haltungbedingungen wie Kaninchen, sprechen aber eine andere Sprache, was oft zu Mißverständnissen unter den Tieren führt.

Da die Vergesellschaftung von erwachsenen Tieren sehr schwierig ist, sollten am besten gleich zwei Tiere angeschafftwerden. Sie können dann gemeinsam aufwachsen.
Am besten versteht sich dabei ein Pärchen, wobei bei Zeiten der Rammler kastriert werden muss, um unerwünschten Nachwuchs zu vermeiden. Die Kastration sollte vor der Geschlechtsreife im Alter von 12 Wochen durchgeführt werden, da die Kaninchen dann nicht längere Zeit von einander getrennt werden müssen.
Ein bereits geschlechtsreifer Rammler ist nach der Kastration noch 4- 6 Wochen zeugungsfähig!!!

Auch zwei Rammler, die zusammen aufwachsen und vor der Geschlechtsreife kastriert werden,verstehen sich prächtig.
Das ist besonders für Familien mit Kindern ein großer Vorteil, da Rammler wesentlich verschmuster sind als die manchmal zickigen Häsinnen.
Oft kommt es bei Häsinnen, bei Paarhaltung manchmal zu heftigen Revierkämpfen, wenn die Tiere geschlechtsreif werden. Daran ändert auch vom Tierarzt empfolene Sterilisation nichts.
Im günstigsten Fall muss man dann einen weiteren Stall anschaffen, um die beiden zu trennen. Leider hat man dann aber zwei einsame Zicken, die ihre Aggressionen auch gerne an ihren Futterspendern auslassen.
Kaninchen sind sehr robuste Tiere, die problemlos das ganze Jahr über draußen leben können. Vorrausgesetzt dafür ist aber ein stabiler Stall, der Schutz vor Regen und Wind bzw. Zugluft bietet. Um aufsteigende Kälte zu vermeiden, sollte der Stall etwas erhöht stehen. Eine aufwändige Isolierung ist nicht notwendig, ein geschlossenes Abteil oder ein Holzhäuschen, sowie eine dicke Strohschicht reichen völlig aus.
Im Sommer sollte darauf geachtet werden, dass der Stall im Schatten steht.

Auch in der Wohnung können Kaninchen gehallten werden. Der Käfig sollte an einem ruhigen Platz ohne Durchgangsverkehr stehen. Ein kleines Holzhäuschen sollte auch vorhanden sein, in den sich das Kaninchen zurückziehen kann.
Ein Stall oder Käfig sollte für zwei Kaninchen mindestens 100x 50 cm groß sein, besser 120x 60 cm. Sie sollten auch täglich Auslauf bekommen. Da Kaninchen reinliche Tiere sind kann man sie auch in der Wohnung laufen lassen. Selbstverständlich unter Aufsicht.
Im Sommer ist ein Freigehege ideal, wenn man die Möglichkeit hat. Dieses sollte auf jeden Fall mit einem Netz abgedeckt sein, um Katzen, Hunden und Greifvögel abzuhalten.

Kaninchenspeisen
Zweifelsohne zählt das Fressen zur Lieblingsbeschäftigung des Kaninchens. Heu und Wasser sollten deshalb immer frei verfügbar sein. Heu ist für die Verdauung und ausreichende Abnutzung der Zähne für Kaninchen lebenswichtig und ist am besten in der Raufe aufgehoben.
Das Trinkwasser sollte in einer Nippelflasche angeboten werden, damit es beim Toben nicht verschmutzt.
Kaninchen sollten in der Außenhaltung zusätzlich Kraftfutter in Form von Pellets bekommen. Dabei ist darauf zu achten, dass es sich um Zuchtfutter handelt.
(Es gibt auch Mastfutter, das für Schlachtkaninchen, die schnell wachsen sollen, gedacht ist.) Zusätzlich sollen Kaninchen täglich Saft- ,Grünfutter in Form von Mören, Äpfeln, Rüben, Petersilie, Löwenzahn, Gras o.ä. bekommen.
Zweige und Äste können alle 2- 3 Tage zum Knabbern gegeben werden. Gut für die Zähne.
Impfung
Einmal im Jahr sollten Kaninchen (am besten Ende März oder Anfang April ) gegen Myxomatose und Chinaseuche (RHD) geimpft werden. Dies sind Seuchen, die durch Wildkaninchen, Insekten, verseuchtes Saftfutter( z. B. Löwenzahn von einer Wiese, wo Wildkaninchen leben) übertragen werden. Deshalb kann man die Tiere nicht anders davor schützen.
Gute Tierärzte haben die entsprechenden Impfstoffe vorrätig.
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