Andrea, das "heimliche" Familienoberhaupt


 

Ich bin eigentlich ein Namens - Phänomen. Geboren wurde ich als "Andrea Schlüter" im Jahre '75, aber da meine Mutti längere Zeit einen Verlobten mit einer Tochter namens Andrea hatte, die schon auf ihren Namen hörte, nannte sie mich kurzerhand"Anja", und behielt das auch bei, nachdem sie sich von diesem Mann getrennt hatte. Also "Anja Schlüter". Sollte ich irgendwann doch mal als Schriftsteller "groß rauskommen" werde ich mir diesen Namen als Pseudonym zulegen, fest vorgenommen! Es gibt sogar noch Taschentücher und eine Krabbeldecke in meinem Besitz, die einen solchen Aufnäher haben.   

Schwierigkeiten gab es, als meine Mutti dann einen Mann kennenlernte, dessen (größere)  Tochter "Anja" hieß. Also alles wieder auf Anfang, sprich "Andrea". Dies gab dann ein paar mal lustige Verwechslungen, aber schließlich gewöhnte ich mich wohl wieder um, keine Ahnung. Jedenfalls heiratete sie diesen Mann dann auch, "und aus Onkel Heinz wurde Vati". Diesen Satz in meinem Photoalbum werde ich nie vergessen. Da das in der DDR so üblich war, habe ich dann auch den Namen meines Stiefvaters angenommen, hieß jetzt also "Andrea, geb. Friebe". Das "Schlüter" existierte auf einmal überhaupt nicht mehr, und so steht es auch in meinem Ausweis: "... geb. Friebe".

Aber es geht ja immer noch weiter. Im Jahre '96 dann heiratete ich einen Halbitaliener namens "M. Tresca" und bekam von ihm zwei Kinder, die natürlich mit Nachnamen auch "Tresca" heißen. Immer noch. Keine Ehe hat lebenslange Garantie, wenn man nicht an ihr arbeitet. Deswegen wagte ich im September '03 einen neuen Versuch und heiratete "D. Witzke". Um Irritationen in Schule und Kindergarten zu vermeiden, behielt ich meinen Nachnamen und hängte den neuen einfach dran. So kam ich zu dem äußerst seltenen Namen "Witzke - Tresca". Das ist auch ganz gut so, denn inzwischen habe ich erneut eine Tochter, die natürlich den Namen "Witzke" trägt, ist sie doch eine "geb. Witzke". Soviel also zu meinen vielen verschiedenen Namen.

P.S. Ich gehe ganz stark davon aus, daß dies nun mein letzter und endgültiger Name sein wird!

 

Neuigkeit: Seit dem 01.09.2007 bin ich Studentin an der Fachhochschule Kiel, ich mache den "Bachelor of Arts" in Soziale Arbeit und Gesundheit. Wer also etwas mehr über "Studieren mit Kind und Hund" erfahren will, sollte öfter mal vorbeischauen... :-)

 

Bergfest! 

 

Nun habe ich schon die Hälfte meines Studiums geschafft. Nebenbei trage ich noch immer die "Kieler Nachrichten" aus, versuche meinen Haushalt auf die Reihe zu kriegen (meist vergeblich), und den Kindern und dem Besten aller Ehemänner gerecht zu werden (gelingt mir leidlich). Auch den Hund gibt's noch, obwohl wir mehrfach den Kindern angedroht haben, ihn abzuschaffen, da sie in Sachen Füttern und Gassi-Gehen stark nachgelassen haben. Aber das würde ich ja niemals übers Herz bringen!

 

Am 6.11.2008 ist mein "Vati" nach langer Krankheit verstorben. Am 20. 02. 2009 wäre er siebzig geworden. Von Beileidsbekundungen auf dieser Homepage bitte ich jedoch abzusehen.

Seit Oktober 2008 haben wir auch wieder ein Kindergartenkind in der Familie, siehe "Evchen".

im August 2008 absolvierte ich ein studienbezogenes Praktikum im örtlichen Jugendtreff, um festzustellen, daß das nicht die Richtung ist, in die ich nach meinem Studium gehen möchte. Ich tendiere eher zu verhaltensauffälligen Kindern in Sachen Autismus, etc. oder zu minderjährigen Müttern. So ganz bin ich da noch nicht in der Entscheidungsfindung angelangt. Hab' ja auch noch Zeit. Dafür habe ich zwei supernette neue Freundinnen während des Studiums gefunden, die mir die Zeit an der FH wesentlich versüßen, Danke Silke & Judith!

Außerdem gibt es neuerdings für mich (und andere) ein Stipendium der norddeutschen Diakonie, d. h. finanzielle Sicherheit während des Studiums und (Bedingung für's Stipendium) ein Arbeitsvertrag über zwei Jahre nach dem Studium! Innerhalb dieser zwei Jahre kann ich auch noch die Staatliche Anerkennung machen (was ich auch tunlichst in Anspruch nehmen werde), und dann auf ins Berufsleben! Lange genug hat es auf mich warten müssen.  

Was ich allerdings nicht mehr tue, ist Zeitungen austragen, die finanzielle Situation  hat sich ja jetzt echt entspannt. Mit einem lachenden und einem weinenden Auge habe ich daher bei den "Kieler Nachrichten" gekündigt, aber ich bin ja im Guten gegangen und ich weiß, wenn's brennt, kann ich immer wieder kommen. Und das wissen meine Chefs da auch. Und lesen, lesen tu ich die KN immer noch! Nur der Hund ist etwas verwirrt, Gassi gehen geht jetzt irgendwie anders ...

 auch hier wird sich bald mehr tun - nur Geduld, ich geb' mir jedenfalls Mühe ...

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