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- Ein Kinderpony im besten Sinn des Wortes - Wir hatten einfach Glück, als er 1995 in unser Leben trat, damals bereits im Alter von 23 Jahren. Er kam zu uns aus "zweiter Hand", nachdem er in zwei Familien die Kinderzeit ihrer insgesamt 4 Töchter begleitet hatte. Als gesunder Rentner sollte er den Stall nach dem Wunsch seiner Vorbesitzer nicht mehr wechslen müssen und daher bekam ihn unser Maxi geschenkt. Maxi und Schecki - Beginn einer wunderbaren Beziehung In jungen Jahren hatte er für Aufsehen gesorgt, da er mit einem Stockmass von nur 1,09 erfolgreich an der Tiroler Ponymeisterschaft der Vielseitigkeit teilgenommen hatte. Ungezählte Schleifen in Reiterwettbewerben und E-Dressuren mit "seinen" Kindern folgten über die Jahre. Als in der jüngeren Vergangenheit die "Führzügelklasse" erfunden wurde, startete er zu einer weiteren Karriere und war auch hier der Publikumsliebling, insbesondere bei der Nennung seines Alters erntete er besondere Bewunderung. Bei seinen letzten Reiterwettbewerb (2000) war Schecki (28) gut dreimal so alt wie Maxi (9): In diesem Jahr (2000) wurde unser kleiner Sonnenschein das erste Mal in seinem Leben krank. Ein schwerer Reheschub (dem keine Veränderung in seinem gewohnten Leben vorangegenagen war) setzte ihn fast 3 Monate ausser Gefecht und ich stellte mir mehr als einmal die Frage, ob wir ihm diese schmerzhafte Zeit abverlangen dürfen. Nach seiner Genesung wurden natürlich einige Veränderungen notwendig, die ein latenter Rehekandidat nun einmal erfordert. Im Laufe der nächsten Jahre liess er uns fast vergessen, wie krank er schon gewesen war, so gut erholte er sich. Als er 2004 das letzte Mal umzog, bildete er mit dieser Truppe ein wunderbar harmonisches Rentnertrio:
Stundenweise Koppelgang konnte er geniessen... ...ebenso kleine Spaziergänge, wo er sich immer wieder gewohnt ehrgeizig und motiviert zeigte!
Schecki an seinem 33. Geburtstag
Als im Sommer 2006 (Schecki war inzwischen nach dem Tod seiner beiden Gefährten verwaist) der Stallumbau fertig gestellt wurde und die "Reitpferde" einzogen, bewies er erneut sein wunderbares Sozialverhalten und seinen einmaligen Charakter. Auch in dieser Pferdegruppe fand er seinen Platz und (vor allem) einen neuen 4 beinigen Freund, den letzten in seinem Ponyleben...
Bereits einige Monate vorher (eigentlich mit dem Tod seines Eselfreundes) hatte Schecki begonnen, diverse Probleme zu zeigen: ein leichter Reheschub, von dem er sich nicht mehr vollständig erholte, beginnende Ödeme in der Bauch- und Kruppengegend, Verlust zweier (weiterer) Zähne... Es waren harte Wochen im Herbst, weniger für den Schecki, der sich (Lebenserfahrung halt!) mit seiner Situation erstaunlich gut arrangieren konnte, als vielmehr für mich, die eine Entscheidung treffen musste; erkennen musste, wann die Hoffnung auf Besserung (incl aller Medikamente) in der Waagschale nicht mehr die offensichtlichen gesundheitlichen Probleme überwiegt. Wann Warten zur Ausflucht wird, wann Hoffnung nur mehr Feigheit und Unentschlossenheit ist? Viele (abnedliche/nächtliche) Stunden mit Blick auf das Pony (welches immer öfter in der Einstreu lag, immer weniger oft mit den anderen auf die Weide mitlief) später, relativ "plötzlich" hatte ich entschieden, mehr der Bauch, denn der Kopf signalisierte mir eines Abends: jetzt musst du... Um die Zeit zwischen der Entscheidung und dem Umsetzen in die Tat möglichst kurz zu halten, rief ich am nächsten morgen sofort den TA meines Vertrauens an, der ganz richtig erkannte: Und du willst das HEUTE? Ja, heute, am liebsten in der Mittagssonne. An diesem sonnigen Spätherbsttag war Schecki tatsächlich wieder einmal mit seinen Pferdefreunden auf die Weide gegangen. Dort holte ich ihn also ab, führte ihn ein letztes Mal in den Paddock, nicht ohne auf dem Weg einiges in seine kleinen Plüschohren zu "plappern", stellte ihm schliesslich seine Müslischüssel auf die Erde, in welche er ungerührt und ohne jede Nervosität seine kleine graue Nase versenkte. Er bekam eine übliche Sedation - vor der vorgesehenen Narkose. Zu unserer grossen Überraschung legte er sich daraufhin hin, richtig bewusst und "ordentlich", wie sonst zum schlafen. Sein Kopf sank auf die Nüstern und er atmete aus - zum letzen Mal Wir standen geradezu ehrfürchtig bei ihm. Er hatte auf seine unvergessliche Art die Antwort gegeben, ob es der richtige Zeitpunkt war. Er wollte gehen, wir mussten ihm diese Türe öffnen... Ich habe von den vielen Pferden, die mich in meinem bisherigen Leben kurz oder auch länger begleitet haben, keines so wie diesen kleinen Kerl ins Herz geschlossen, weshalb der "kleine Schecki" in jeder Hinsicht einen Sonderstatus hatte und immer haben wird... Das letzte Foto
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