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Grundsätzlich können wir daher Viebrockhaus mit ruhigem Gewissen weiterempfehlen. Zuverlässigkeit, Pünktlichkeit (wenn es denn endlich losgegangen ist), der akzeptable Preis sowie der meistens recht angenehme menschliche Umgang sprechen eindeutig für Viebrockhaus. Doch warum dann nur die grundsätzliche Empfehlung? Nun ja, hauptsächlich weil die Flexibilität einiger Mitarbeiter doch sehr zu wünschen übrig ließ und Fachkompetenz nicht flächendeckend verbreitet zu sein scheint. Allen voran der firmeneigene Architekt im Musterhauspark in Kaarst, der fast allen Änderungswünschen sehr ablehnend gegenüber stand bis hin zu seinen schlichtweg falschen Auskünften, z.B. die angebliche Unzulässigkeit eines zweiten KFZ-Stellplatzes vor dem Küchenfenster. Hier war dann die Beratung durch städtische Mitarbeiter überaus hilfreich. Nur gut, dass unser erster Eindruck, nämlich der unbürokratische Grundstücksservice, ein Vertrauenspolster geschaffen hatte. Ins Wanken geriet das Vertrauen, als noch in der Planungsphase inexistente DIN-Vorschriften zitiert wurde. Bis heute wurde das weder belegt, noch erfolgte eine Distanzierung von diesem Unsinn zum Türeneinbau. Viel Energie kostete es uns, den Verzicht auf die Rohrkästen im Badezimmer durchzusetzen. Weder Architekt noch Bauunternehmer sahen sich in der Lage, eine akzeptable Lösung zu entwickeln. Vielmehr mussten wir selber ausrechnen, an welcher Stelle und in welcher Größe ein Fallrohr aus dem Bad in den Keller zu führen ist. Die anschließende handwerkliche Ausführung war dann dauerhaft gut. In letzter Minute konnten wir verhindern, dass „zur Strafe“ dann eben das Wohnzimmer mit einem Rohrkasten verunstaltet wurde. Im Gegensatz zur Argumentation des Architekten haben keinesfalls alle Häuser im Musterhauspark Kaarst Rohrkästen, genauso wenig gehen dort alle Innentüren bis auf 90 Grad auf. Das ist auch nirgendwo vorgeschrieben! Die prinzipiell angemessene Elektroausstattung sollte man den eigenen Bedürfnissen entsprechend ergänzen. Ob elektrische Rolladenantriebe, weitere Deckenlampen oder zusätzliche Steckdosen und Wandlampenanschlüsse, Gartenlicht o.ä., alles was im Rohbau bereits gelegt wird, erleichtert später den Anschluss. Beliebte Eigenleistungen sind die Malerarbeiten, hier hat sich die Empfehlung des Spachtlers als herausragender Tipp erwiesen. Statt normale Rauhfaser auf die EG-Decken zu kleben, sollte man glattes Vlies nehmen und „auf Stoß“ kleben. Trotz der Überlängen im WZ ging das recht problemlos, da die Decke eingekleistert wird, nicht das Vlies. Im Ergebnis steht es einer verputzten Decke in Nichts nach und soll auch dauerhaft rissüberbrückend sein. Die Übergänge der Betonteile sind so gut wie unsichtbar. Die
Werbeaussage, dass die Teppichböden mit lösungsmittelfreiem Kleber
verklebt werden, ist zumindest leicht irritierend. Das
Lösungsmittel für den Treppenbelag war deutlich zu riechen und
wurde auch vom Teppichbodenleger nie in Abrede gestellt: „Mit
anderem Kleber haben wir schlechte Erfahrung gemacht; um auf der
Treppe fest zu sitzen, muss es schon der „echte Kleber“
sein.“ Inwieweit man das akzeptieren kann, muss jeder für
sich entscheiden. Ein Hinweis in der Baubeschreibung wäre zumindest
ehrlicher. Interessant auch die Erfahrung, dass nicht alle Handwerker, die Angebote zusenden oder auf der Baustelle vorbeischauen wollten, dann auch gekommen sind oder wirklich etwas übersandt haben. Das Desinteresse an Arbeit und Aufträgen ist anscheinend größer als man gemeinhin annehmen sollte. Eingedenk der Familie
Semmeling (TV-Serie: Einmal im
Leben) können wir festhalten, dass unser Hausbauabenteuer kein
Albtraum war. |
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